Von nah nach fern - Reise durchs All

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Override

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Hallo alle,

gestern klarte es dann endlich auf, der Fast-Halbmond leuchtete schon und da hielt ich wieder mit der Digicam durchs Okular (13mm). Erstaunlich was da rauskam :) Das beste Bild kann ich direkt als Hintergrund verweden ;)

Mond

Aufgenommen durch 8" f/6 Dobson mit Finepix A410 (die Kamera ist auch nicht die beste ^^)


Aber das war ja nicht der eigentliche Sinn des Abends, dieser bestand in der Beobachtung des Kometen sowie M3.
Also wurde das Gerödel rechtzeitig zum Auskühlen auf die Dachterrasse gebracht, es war endlich mal kühler.

Kurz zu den Bedingungen: Gutes Seeing, konnte epsilon Boo trennen (Abstand 2.9"), das ist mir die letzten Male nicht geglückt.
Durchsicht nicht so gut, weniger als 5.6m.


Zu Beginn wie immer Jupiter, ich konnte neben ein paar Bändern in den südlichen Breiten eine weiße ovale Stelle ausmachen, die einen rötlichen Punkt enthielt, war das der GRF??

Dann richtete ich den Dobson auf M3. Und da waren die Beiden :) Allerdings zogen immer wieder ein paar Schleierwolken durch.
Vor allem die Tatsache, dass der KS 30000 LJ und der Komet nur ~1AE entfernt ist, machte die Beobachtung faszinierend.
Es war jedoch schwierig, den KS in Einzelsterne aufzulösen, erst bei 200-fach liesen sich ein paar ausmachen.
Dagegen scheint mir der Komet an Helligkeit zu verlieren, vielleicht liegts ja auch an dem tieferen Horizontstand.

Dann hielt ich mich etwas im Drachen auf. Ich wollte die 4 Objekte im Karkoschka beobachten.
Also M102 gesucht, gestaltete sich etwas schwierig, da die Galaxie relativ schwach und noch dazu klein ist.
Ich fand sie dann aber, die Beschreibung des Karkoschka trifft da ziemlich zu ;)

Dann zu NGC 5907. Sie sollte nicht unweit von M102 liegen, also suchte ich das Gebiet ab, bis ich im Augenwinkel etwas längliches wahrnehmen konnte. Das musste sie sein :)
Noch schwächer wie M102, aber größer. Gefällt mir gut, fast wie eine Nadel ;)

Weiter gehts mit NGC 6503. Wieder kleiner, aber auch recht länglich und etwas heller.
Alle 3 natürlich strukturlos, aber ich entfernte mich ja schon 40 Millionen LJ von der Erde. Faszinierend..

Schließlich ging es wieder ein ganzes Stück "näher" zur Erde, nämlich zum 3000 LJ entfernten Planetarischen Nebel NGC 6543, dem Katzenaugennebel.
Das Aufsuchen war gar nicht so einfach, da der Nebel fast punktförmig erscheint. Bis ich einen "Stern" sah, der nicht ganz punktförmig erschien. Also bis auf 200-fach vergrößert und der Stern wurde zu einer leicht elliptischen, hellen Scheibe.
Von Strukturen auch hier keine Spur, mit viel Einbildung konnte ich am Rand symmetrische Ausbuchtungen erkennen, aber ich glaube das war zu viel des Guten ;)

Mittlerweile war es schon nach Mitternacht und die Kälte kroch in meine Hände, ich war jedoch zu faul mir etwas Wärmeres anzuziehen ;)

Ich wanderte dann in den Schlangenträger, zu Collinder 350. Dieser war wohl nix für den 8" - also rüber zu NGC 6633.
Ein toller Anblick: Hauptsächlich helle Sterne, über ein recht großes Gebiet verstreut, nicht konzentriert. Im 30mm Übersichtsokular wirklich schön.

Dann wollte ich noch einen Kugelsternhaufen im Delphin aufspüren, NGC 6934.
Ich fand ihn auf Anhieb, jedoch war bei einer Helligkeit von 8.9m nur ein kugelförmiger Fleck zu sehen. Hab auch nicht mehr erwartet, von daher bin ich zufrieden :)

Den Abschluss bildeten dann ein paar Doppelsterne in Oph und Aql, dann siegte die Kälte (naja im Winter wirds wohl anders aussehen..) und ich baute ab.
Die Galaxien im Drachen werd ich bestimmt noch öfter aufsuchen.


 
Toll, Stefan!

Seit 2 Wochen ein Teleskop und Du reitest durch die Milchstraße wie ein "Alter".
Auch Gratulation zur Mondaufnahme, ist sehr schön gelungen. Jetzt noch ne leichte unscharfe Maske drüber und das war`s!

Gruß
Winfried

...und weitere Berichte, turnt einem an, mal wieder mehr zu machen.
 
Hallo Stefan,

schöner Bericht, da warst du wieder einmal fleißig.
Werde mir beim nächsten Mal auch einige deiner Objekte als Ziele vornehmen.

Schöne Grüße
Daniel Martins
 
Hallo Winfried,

habe leider keine Software, nur IrfanView :P
Wenn ich da unscharfe Maske mache dann wird das Bild nicht wirklich besser, was soll dieser Effekt eigentlich bringen?
 
Unscharf Maskieren ist ansich ein falsches Wort, das haben die bei Aodobe Photoshop so eingeführt. Früher, mit Film, war das anders. Unscharf maskieren bedeutet (in Photoshop), Teile des Bildes nachzuschärfen. Das betrifft hauptsächlich die Kanten, die Flächen läßt man davon unberührt. Man kann mit 3 Faktoren "spielen" und sich das Ergebnis in der Vorschau ansehen. Stärke: 200%
Radius: 1,4 bis 2
Schwellwert: 2
Das sind die besten Einstellungen in Photoshop bei Bildern mit ca. 4800 x 2800 Pixeln Größe

Ich kenne es aber nur von Photoshop, andere Programme haben das aber oftmals auch.

Gruß
Winfried
 
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