Von Orion bis zum Großen Hund

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Lukas2117

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Hallo zusammen,
In den Letzten Tagen gab es für mich wieder einmal einiges Am Sternenhimmel zu entdecken. Wie der Titel schon sagt sind es Objekte in den beiden Sternbildern Orion und Großer Hund.

Teleskop: 60/800 Refraktor
Seeing: Mittel bis sehr gut je nach Bereich


Iota Orionis:
Der Doppelstern war gut bei 80-Facher Vergrößerung zu trennen. Die Hauptkomponente war in einem Blauen Farbton zu sehen. Die Nebenkomponente erwies leider keinen Farbton. Die beiden Sterne waren recht nah beinander

STF 747:

Dieses Doppelsternsystem war nicht weit von Iota Orionis entfernt. Eine Farbe zeigte leider kein Stern dieses Systems. Der Abstand von Stern zu Stern war jedoch größer als bei Iota Orionis und ließ sich sogar bei 40-Fach recht einfach trennen.

Orionnebel:
Der große Orionnebel zeigte im Zentralgebiet eine enorme Helligkeit, jedoch rundherum war nur noch ein bisschen blass und die Dunkelheit des Weltraums zu erkennen. Sterne gab es aber reichlich. Eine Trennung der Trapezsterne ging jedoch auch bei höchsten Vergrößerungen nicht.

Beteigeuze:
Als zweit Hellster Stern des Orion war der gelb-orange Farbton nicht zu übersehen

Bellatrix und 32 Ori:
Beide Sterne zeigten eine schöne blaue Farbe bei niedriger Vergrößerungen.

Der 37er-Haufen:
Diesen Sternhaufen konnte ich vor nicht allzu langer Zeit schon mit den 50/360 Aufsuchen. Im 60/800 zeigte er zumindest die Ziffer sieben bei mittlerer Vergrößerung die 3 war nicht klar zu erkennen.

Kohlenstoffsterne W Ori und RT Ori:
Sie waren im Feld erkennbar jedoch Farblos.

Messier 41:
Der Offene Sternhaufen war ein sehr schöner Anblick bei niedriger Vergrößerung und war mit eines meiner Highlights, weil ich ihn zum ersten mal aufgesucht habe.


Sirius:
Der Hundestern war wohl dass Highlight meiner letzten Beobachtungen. Sirius stand schon langer auf meiner Beobachtungsliste und nun war es an zwei Tagen hintereinander möglich ihn mit dem 60/800mm Refraktor bei den Vergrößerungen 133- und 200-Fach zu trennen. Sirius A erwies trotz der Hohem Vergrößerung noch den Charakteristischen blauen Farbton. Durch das gute Seeing war nicht nur kein geflackere mit dem bloßen Auge sichtbar sondern auch im Teleskop war er recht bewegungslos im Feld zu sehen. Der Bereich um den Hundestern war stark aufgehellt. In dieser Aufhellung war Sirius B (der Welpe) als kleines Hellgraues Sternchen auf 3 Uhr Position zu sehen. Der Welpe war nur ein bisschen heller als Hintergrund und wirkte fast wie verschluckt.
Es war also nicht gerade einfach schließlich ist der Abstand sehr nah und Sirius B ist 10.000 mal dunkler. Aber trotzdem finde ich es bemerkenswert, dass es mir überhaupt gelungen ist.

Cs,
Lukas
 
Starker Beitrag Lukas,

gratuliere zur Trennung von Sirius, das ist mir noch nicht gelungen. Da scheinst Du echt gute Bedingungen dafür gehabt zu haben.
Zu diesen Sternbildern komme ich im September nie, sondern liege da schon vorher im Bette.
Wie sind die Himmelsbedingungen bei Dir, dann kann man die Beobachtungen noch etwas besser einordnen.
Und was für einen Refraktor haste denn da, er scheint Dir viel Freude zu bereiten.

Bei Iota Orionis (STF 752) konnte ich bei B Farbe erkennen mit 4", allerdings vermutlich eher ob des großen Helligkeitsunterschiedes zwischen A und B. A habe ich entgegen Deiner Beobachtung leicht gelblich wahr genommen bei meiner Beobachtung.
Gleich neben STF 747 gibt es noch ein recht schwaches Dreifachgestirn STF 745, das kannste nächstes Mal auch probieren.

Bellatrix und 32 Ori sind schön, aber kein Paar, oder?

Bei NGC 2169 (37-Cluster) gibt es eine schöne wellenförmige Sternkette östlich des Haufens, die ganz zuverlässig den Weg zu ihm zeigt. Ist Dir die schon einmal aufgefallen?

Beste Grüße

Rene
 
Hallo Rene,
Diese beobachten haben bei mir viel mit Glück zu tun. Gutes Seeing gibt es bei mir leider nicht jeden Tag, dass merke ich leider oft beim jupiter wo ich noch nie den GRF gesehen habe während die Cassini-Teilung im selben Teleskop Problemlos war. Die Beobachtung von Sirius mit bloßen Auge kann schon Erkenntnis geben wie gut das Seeing wirklich ist. Meistens sieht man Sirius nur wie wild herumflacken und dies Teilweise gefühlt 2 mal die Sekunde. Über Sirius habe ich schon viele Beobachtungsberichte gelesen ob auf Deutsch oder Englisch, aber meisten werden Öffnungen ab 120 aufwärts verwendet. Deswegen war ich auch stark verwundert Sirius in einem 60/800 Refraktor zu sehen. Zuerst dachte ich es sein Artefakt deswegen auch die zweite Beobachtung, um zu prüfen ob es wirklich der Stern ist den ich da beobachtet habe.

Zwischen 2,5 Zoll und 4 Zoll können schon große Unterschiede sein was die Farbe angeht. Selbst bei meinen Kleineren 50/360mm Refraktor konnte ich nicht einmal beim Aldebaran eine Farbe erkennen.

Bellatrix und 32 Ori sind schön, aber kein Paar, oder?
Ja, Bellatrix und 32 Ori sind kein Paar. Man kann sie unter moderaten Bedingungen sogar mit bloßen Auge sehen.

Die Wellenförmige Sternkette auf dem Weg zum Haufen ist mir schon im kleineren Refraktor aufgefallen. Ich finde sie gut zum Fokussieren bevor es zum Cluster selbst geht. Im 60/800 ist sie klarer und heller als auch eindrucksvoller zu sehen als im 50/360. Dafür ist aber auch im kleinere Refraktor ein Ansatz zu sehen der zum Stern Nu Orionis führt.
Die Kette selbst steht ebenfalls noch auf der Liste zum genaueren Beobachten, vielleicht verbirgt sich ja dort der ein oder andere Doppelstern.

Vielen Dank für den Tipp mit STF 745. Durch den Großen Abstand der Sterne vermute ich mal, dass ich ihn bereits bei der großflächigeren Sternenfeldbeobachtung der Region wahrgenommen habe. Allerdings bin ich mir nicht sicher und werden noch mal eine Beobachtung durchführen.

Der Refraktor hat eine Öffnung von 60mm und eine Brennweite von 800mm und ist von der Marke Bresser. Womöglich schon ein älteres Modell. Eine Artikelnummer hat er nicht. Nur der Name Inspector 01 steht auf den Okularauszug. Der Refraktor hat mir schon viele Schöne Beobachtungen beschert wie z.B. Der Goldene Henkel auf dem Mond, Die Nova Persei 2020, die Trennung von Mizar und vielem Mehr.

Cs,
Lukas
 
Hallo Lukas,

Sirius mit 60mm zu trennen ist schon eine Leistung finde ich. Das konnte ich mit dem 8 Zoll Dobson bei 267x erst 1 mal schaffen. Der Welpe liegt halt blöd bei fast 90° PW direkt in den Spikes beim Newton. Da hast du Vorteile beim Refraktor.
Beim Trapez mal auf die E-Komponente achten. Vllt geht auch die F-Komomente noch. Dafür must du halt hoch vergrößern as bei 60mm schwer ist.

cs
Lothar
 
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