Vor der Bucht

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stefand

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Das Wetter war soso lala. Also nicht ganz klar und viele Zirren und Hochnebelfelder. Der Mond war jedoch ganz gut zu sehen, wenngleich mit ziemlich großem Hof umgeben.

Spontan sollte der der 4" Maksutov (Rumak) auf eine AZ4 gesteckt werden und zusammen mit Zenitspiegel, Baader Helikalfokussierer und 6mm Radian einen Spziergang auf dem Mond unternehmen. Mit mir als Beifahrer ...

Die resultierende ca. 167fache Vergrößerung - so genau weiß ich das nie, wenn Zenitspiegel und Fokussierer dran sind - aber er soll 1000mm Brennweite ohne ZS haben - könnten auch schon einige Details preisgeben, wenn es das Seeing zulässt.

Also gings zuerst in die Regenbogenbucht.
Das Juragebirge besteht aus vielen kleinen Bergspitzen, welche zum Sinus Iridium (Regenbogenbucht) recht abrupt enden. Vereinzelte kleine Bergspitzen ragen aus dem ansonsten recht ebenen Kratergebilde Sinus Iridium heraus, aber ansonsten ist die Oberfläche die Fortsetzung des Mare Imbrium (Regenmeer). Zwischen den beiden Kaps, also den Enden der Regenbogenbucht, welche ins Mare Imbrium hinein ragen, liegt der Krater Laplace A (9 km), welcher recht niedrige Kraterwände besitzt, aber trotzdem am Terminator gut erkannt werden kann. Dabei fallen viele kleine Hügellinien auf, welche z.T. auch in der Regenbogenbucht zu sehen sind, auffälliger aber im Mare Imbrium existieren. Diesen Ketten Richtung Westen folgend kommt man, vorbei am kleinen Krater C Herschel C (7km) zum Krater Herschel C (14 km), welcher exakt in einem solchen Hügel liegt. Von dort in nordöstliche Richtung zurück, vorbei an Carlini A (7 km) bis zu den größeren Kratern Helicon (26km) und Le Verrier (20 km). Bei Helicon hängt auf der abgewandten Seite zu Le Verrier noch ein kleines Etwas, was sich aber nicht klar erkennen ließ.
Noch ein kurzer Blick auf die beiden Kaps Heraclides, welches fein strukturiert ins Mare Imbrium übergeht und das Kap Laplace, welches einen Krater Laplace D (11km, wie ein Leuchtturm) nahe dem Ende enthält und recht steil ins Mare übergeht.

Weiter unten ist der Copernicus, welcher schon weiter vom Terminator entfernt liegt, aber mit seinen terassenförmigen, teilweise wie abgebrochenen Kraterrändern auch dann noch beeindruckend ist. Oberhalb liegen die Karpaten, ein interessantes Gebirge. Darunter der Doppelkrater Fauth und Fauth A, welche unterschiedlich groß sind (12 / 9.6 km) und ineinander übergehen. Das Gebilde ähnelt einem Schlüsselloch recht stark, auch weil diese Krater recht tief sind und damit am Boden lange dunkel bleiben. Weiter südlich liegt der recht flache Krater Reinhold B (24km) und anschließend der größere Krater Reinhold (49km), welcher Kraterränder und überhaupt eine Ausprägung besitzt, die dem größeren Kopernicus-Krater ähnlich sind.

Ein wenig zu spät war die Suche nach der Birt-Rille. Selbst die Wand (Rupes Recta) war nur noch schemenhaft zu erkennen. Zwar zeigte sich der Krater Bird noch recht klar, aber die Rille war nicht mehr zu sehen.

Weg vom Mond einfach noch den Doppelstern Castor mit dem Leuchtpunktsucher angefahren und im Okular als zwei sauber dargestellte und getrennte Punkte erkannt. Dazwischen war noch viel Platz, der Helligkeitsunterschied dürfte ca. 1 mag betragen. Die Beugungsringe sind beim Maksutov allerdings schon eine starke Nummer, die haben einiges an Helligkeit.

Aufblickend merkte ich, dass selbst Mintaka in den Gütelsternen blass wurde und damit meine Session für heute abend beendet ist. Abschließend bleibt für mich persönlich, dass bei 6mm Brennweite das Radian mir angenehmer ist, da auf Dauer weniger anstrengend.

CS,
Stefan
 
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