Vor- und Nachteile von Teleskoparten

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Hi Gerd,
Zitat von Gerd_Duering:
So pauschal wie die Frage bezüglich Refraktor / Reflektor gestellt wurde lässt sie sich schlicht und ergreifend nicht vernünftig beantworten.
vernünftig im Sinne von Präzise geht sicherlich nicht - da gibt es einfach zu viele Varianten und zu viele Parameter. Und auch noch zu viele unterschiedliche Gewichtungen.
So grobe Hausnummern wie "welcher Teleskoptyp je nach Brennweite oder Öffnung" halte ich dennoch nicht für verkehrt. Einerseits zeigt der Umkehrschluss, dass die Werte nicht vollkommen falsch sind (ein RC mit 60mm Öffnung? Ein Apo mit 3m Brennweite?), andererseits stellt sich da dann eher die Frage an den Fragenden, was man mit welchen Öffnungen/Brennweiten machen kann oder gar, was man machen möchte.
Dann kommen evtl. auch präzisere Fragen zustande. Und damit auch präzisere Antworten.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

So grobe Hausnummern wie "welcher Teleskoptyp je nach Brennweite oder Öffnung" halte ich dennoch nicht für verkehrt.
ja aber da musst du dich ebnen schon auf einen konkreten Teleskoptyp beziehen.
Nur anhand des fundamentalen Grundprinzips also Refraktion und Reflektion lässt sich leider nicht mal eine grobe pauschal für alle Vertreter des jeweiligen Grundprinzips universell gültige Aussage treffen.

Nicht einmal so rudimentäre Dinge wie Reflektor hat Obstruktion und Refraktor hat Farbfehler sind universell für alle Vertreter der jeweiligen Gattung gültig.
Es gibt Reflektoren die haben keine Obstruktion und es gibt Refraktoren die haben in einem weitem Spektralbereich zumindest keinen praxisrelevanten Farbfehler und können als Farberein angesehen werden.
Und es gibt wenn man die Einteilung nach dem bildgebenden Element vornimmt Reflektoren mit Korrektor die dann einen Farbfehler haben und es gibt sogar Refraktoren mit Obstruktion (Merdial).

Also wenn sogar so grundlegende Dinge nicht mal pauschal zutreffen dann sind konkretere Eigenschaften erst recht nicht pauschal für alle Vertreter eines Grundprinzips möglich.
Das muss man eben klar und deutlich sagen.
Allein anhand des Grundprinzips Refraktion und Reflektion lassen sich keine allgemeingültigen Eigenschaften für sämtliche Vertreter der jeweiligen Gattung herleiten.

Einerseits zeigt der Umkehrschluss, dass die Werte nicht vollkommen falsch sind (ein RC mit 60mm Öffnung? Ein Apo mit 3m Brennweite?),

Sicher aber ein APO ist nun mal schon ein konkreter Teleskoptyp und ein RC ebenso.
Bezieht man sich auf konkrete Teleskoptypen sind natürlich schon eher Aussagen möglich wobei es selbst da durchaus ganz verschiedene Auslegungen mit durchaus recht unterschiedlichen vor und Nachteilen geben kann.
Also selbst da kann man nicht so ohne weiteres pauschalisieren.

Bezieht man sich hingegen nur auf das Grundprinzip Refraktion / Reflektion kann man hier

>>>>>> Reflektor mit 60mm Öffnung / Refraktor mit 3m Brennweite
eben kein Fragezeichen setzen denn es gibt Spiegelobjektive mit 60mm Öffnung und es gibt natürlich auch Newton mit so kleiner Öffnung.
Newton selbst hatte sein Teleskop damals sogar nur mit 50mm Öffnung gebaut.
Und selbstverständlich gibt es auch Refraktoren mit 3m Brennweite.

Grüße Gerd
 
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Hallo Gerd,

>>>>>> Reflektor mit 60mm Öffnung / Refraktor mit 3m Brennweite
eben kein Fragezeichen setzen denn es gibt Spiegelobjektive mit 60mm Öffnung und es gibt natürlich auch Newton mit so kleiner Öffnung.
Newton selbst hatte sein Teleskop damals sogar nur mit 50mm Öffnung gebaut.
Und selbstverständlich gibt es auch Refraktoren mit 3m Brennweite.
Der Reibungspunkt ist jedoch, dass Du vor allem siehst, dass diese Teleskope möglich sind, während Du aber nicht im Blick hast, dass Teleskope mit diesen Eckdaten auf wenig Kundeninteresse stoßen. Der RC-Wert eines FH-Objektivs mit 3m Brennweite ist selbst bei beliebiger Öffnung für die meisten Beobachter genauso akademisch wie die lineare Obstruktion eines 50mm Newtons mit ebenso beliebiger Brennweite und auch Ausleuchtung. Das beinhaltet nicht, dass man solche Teleskop-Konstruktionen verachtet. Ich halte es aber für legitim, dass man sie bei Diskussionen über Teleskope für alltägliche Verwendung nicht sonders erwähnt, auch wenn man um die Existenz jener Konstruktionen weiß.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Gerd,

es geht hier doch nicht um Präzision, sondern um einfache Regeln für den Anfänger. D.h. grundlegende Vor- und Nachteile von normalen Standardteleskopen und nicht irgendwelcher Exoten.

Jedem, der einen Anfänger beraten will, muss doch klar sein: Will man sich verständlich ausdrücken, leidet zwangläufig die Präzision. Das ist halt so. Damit muss man leben.

Ich finde, dass Matthias und Jürgen die Vor- und Nachteile schon gut auf dem Punkt gebracht haben. (Bei genauerem Nachdenken kriegt man's vielleicht sogar noch einfacher hin.)

Leider ist das hier ein sich wiederholendes Prinzip:

- Anfängerfrage
- einfache und verständliche - aber ausreichende - Antworten
- "Präzisierung" = Verschlimmbesserung durch andere Teilnehmer
- Fachgespräche um Details
- Streit

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Kurt,

im Regelfall meinte ich, dass man mittlerweile bei vielen Teleskopen, soweit man nicht das untere Prozent der Serienstreuung oder eine sonstige Gurke bekommen, ich die von mir angegebenen Vor- und Nachteile hat.

Ich bin ein Optimist und gehe davon aus, dass man eher selten eine Gurke erwischt.

Ich hätte es allgemeiner noch besser formulieren können: wenn ich billig kaufe, krieg ich überall Schrott. Spiegel oder Linse.

Und fangt jetzt nicht an, mich in irgendeine Ecke/Fraktion zu stecken, ich beobachten seit Jahre mit verschiedenen Systemen und mir gefallen beide (Spiegel und Linse).

Ausserdem will ich mich nicht in die ganzen Diskussionen weiter oben einmischen und nur meine Erfahrungen von Hobbyastronom zu Hobbyastronom ohne irgend einen Hauch von Hintergedanken oder ähnliches weitergeben. Rein aus Spass an der Freude. Nicht mehr und nicht weniger.

Cs

Matthias
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Matthias,

mach Dir keine Sorgen, die Leute von der Fraktion sind zwar nicht freiwillig da hinein gesteckt worden, aber freiwillig drin geblieben. Es kann Dir also nichts passieren, wenn Du dagegen bist und auch das dafür sein hatte bislang nur wenig negative Folgen. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es Beweise und Zeugen dafür gibt, dass der Fraktion zugerechnete Sternfreunde absichtlich, mittelfristig geplant, und sogar mit Freude, Refraktoren (inklusive Fraunhofer-Obektiven) benutzt, restauriert und sogar gemocht haben. Dass das auch für Spiegelteleskope gilt, ist interessanterweise weitaus seltener dokumentiert.

Auf die Sache bezogen: Das mit dem Thema billig leuchtet irgendwie ein. Ich glaube sogar, dass es den meisten Sternfreunden, die sich mit so einer Frage befassen, auch latent um das Machbare im Rahmen eines gewissen Aufwandes geht. Und Aufwand lässt sich ganz gut auch in der Einheit "Geld" abbilden. Und wenn das Geld den Rahmen nach oben begrenzt, dann sollte eine gute Abbildungsqualität des Teleskopsystems die untere Grenze bilden. Und da habe ich ein paar konkrete Vorstellungen davon, was für Teleskope für mich unter der Grenze für passable Abbildung bleiben. Allerdings kann ich das mit dem Optimismus an der Stelle leider nicht teilen. Optimismus ist manchmal gut für die Börse aber nicht für Qualitätsmanagement.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Matthias,

Ich bin ein Optimist und gehe davon aus, dass man eher selten eine Gurke erwischt.

auf Grund meiner Aktivitäten in Sachen Optik- Prüfung kann ich deinem Optimismus leider nicht teilen. Das gilt für "billich"- Refraktoren- und Spiegelteleskope gleichermaßen. Die meisten Einsteiger merken aber nicht wie es um die tatsächliche opt. Qualität ihrer "Schnäppchen" bestellt ist. Viele stört z.B. auch ein eklatanter Farbfehler oder ein total dejustierter Newton nicht. Man sieht ja in jeden Teleskop mehr am Himmel als mit dem unbewaffneten Auge :cool: .

Mir gefallen ebenfalls Spiegel- und Linsensysteme gleichermaßen, insbesondere meine Eigebauten :)

Gruß Kurt
 
Hallo Wolfgang,

es geht hier doch nicht um Präzision, sondern um einfache Regeln für den Anfänger.
ja es geht um einfache Regeln für den Anfänger und deshalb muss man sich schon gut überlegen was man da schreibt und wie es der Anfänger dann auffassen könnte.
Und genau da zeigt sich immer wieder das Präzision sehr wichtig ist denn Anfänger ohne jegliche Grundkenntnisse interpretieren ungenau formuliertes nur allzu gern völlig falsch.
Dann reimt er sich nämlich selbst zusammen was nicht präzise erklärt wurde und das muss dann längst nicht immer das Richtige sein.

Schauen wir uns doch einfach noch mal an was ich hier kritisiert hatte.

Refraktor:
+ sehr kurze Brennweiten trotz guter Ausleuchtung sind möglich
- sehr wenig Öffnung oder sehr teuer (Apo)
- nur geringe Vergrößerungen oder zu bunt (zu-kurz-FH)
- kleines Feld, sperrig, hoher Montierungsaufwand (richtige FH)

Dann ist schon der erste Eindruck das es wohl nicht viel Positives zum Refraktor zu sagen gibt.
Und bei genauerem Hinschauen liest man dann.
-sehr wenig Öffnung
-sehr teuer
-nur geringe Vergrößerung möglich
-zu bunt
-kleines Feld
-sperrig
-hoher Montierungsaufwand
Die Feinheiten zwischen diesen Schlagworten werden leicht übersehen.
Der erfahrene weiß das all die genannten Punkte niemals alle zusammen zutreffen, das weiß der Einsteiger aber nicht.

Und darum ist hier mehr Präzision zwingend erforderlich.
Es bringt einfach nichts irgendwelche allgemeinen Erklärungen zu geben mit denen man alles Mögliche abdecken will. Da verzettelt man sich nur in Widersprüchen und jeder interpretiert das dann anders. Am Ende hat man so mehr Verwirrung gestiftet als aufgeklärt.

Nein um gerade dem Einsteiger etwas verständlich zu machen muss man konkrete Bauarten mit konkreter Auslegung besprächen.
Nur dann kann man präzise und vor allem unmissverständlich etwas zu den vor und Nachteilen sagen.

Leider ist das hier ein sich wiederholendes Prinzip:

- Anfängerfrage
- einfache und verständliche - aber ausreichende – Antworten
Eben das war ja nicht der Fall!!!
Sondern es kam eine gerade für den Einsteiger missverständliche Antwort

- "Präzisierung" = Verschlimmbesserung durch andere Teilnehmer
- Fachgespräche um Details
- Streit

Eine Präzisierung war hier keinesfalls eine Verschlimmbesserung sondern zwingend nötig um gerade dem Einsteiger vor Fehlinterpretationen zu bewahren.

Grüße Gerd
 
Hallo Sven,

Der Reibungspunkt ist jedoch, dass Du vor allem siehst, dass diese Teleskope möglich sind, während Du aber nicht im Blick hast, dass Teleskope mit diesen Eckdaten auf wenig Kundeninteresse stoßen.

es ging mir darum deutlich zu machen das allgemeingültige Aussagen allein anhand des Grundprinzips nicht möglich sind.
Das sollte man nun mal anerkennen und da hilft es auch nichts sich damit rauszureden das es üblicherweise ja nu ein paar typische Vertreter der jeweiligen Gattung zu kaufen gibt.
Auch die typischen Vertreter einer Gattung unterscheiden sich in ihren Eigenschaften so krass dass es unmöglich ist sie alle in einen Topf zu werfen und allgemeingültige Aussagen für alle zu treffen.

Man muss immer die Bauart und sogar die jeweilige Auslegung konkret ansprächen.
Nur dann kann man vernünftige Aussagen zu den vor und Nachteilen treffen.
Alles andere kann nur mehr Verwirrung als Aufklärung stiften und ist daher unsinnig.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,
Zitat von Gerd_Duering:
es ging mir darum deutlich zu machen das allgemeingültige Aussagen allein anhand des Grundprinzips nicht möglich sind.
natürlich ist das unmöglich - aber auch ebenso sinnlos. Beide Prinzipien lassen sich sehr weit dehnen und abwandeln, dabei kommen dann aber immer Spezialisten raus.

Zitat von Gerd_Duering:
Das sollte man nun mal anerkennen und da hilft es auch nichts sich damit rauszureden das es üblicherweise ja nu ein paar typische Vertreter der jeweiligen Gattung zu kaufen gibt.
Das sehe ich nicht als Ausrede, im Gegenteil: Der Markt spiegelt doch recht exakt das wider, was die Eingangsfrage war: Wo liegen die Vor/und Nachteile verschiedener Teleskoparten (wenn es halbwegs universell sein soll). Genau das fällt vom Fließband, wenn auch nicht immer so, wie man sich das im Detail wünschen würde.


Zitat von Gerd_Duering:
Auch die typischen Vertreter einer Gattung unterscheiden sich in ihren Eigenschaften so krass dass es unmöglich ist sie alle in einen Topf zu werfen und allgemeingültige Aussagen für alle zu treffen.
Gegenfrage: Gibt es f/5 Refraktoren ab 3", die zumindest 2/3 der Maximalvergrößerung erlauben; ohne störende Farbsäume (und ohne Sondergläser zu verwenden)? Gibt es f/4 Newtons bis 8", die nicht hochobstruiert sind (ohne selbst einen längeren Tubus und kleineren FS zu spendieren und nur kleine Sensoren bzw. Okulare mit kleiner Feldblende zu nutzen)?

cs
Jürgen
 
Hallo Leute,


die Frage
kann man ja auf verschiedene Art beantworten ohne daß die eine oder andere Antwort bzw. Sichtweise deswegen falsch wäre und unbedingt einer Korrektur bedürfte. Diese Sichtweise ist doch recht anmaßend. Es gibt mindestens zwei Arten der Herangehensweise, einmal wie Jürgen es getan hat an der Praxis orientiert: was kann man kaufen (bzw. bezahlen) und wofür ist es gut. Das kann man natürlich ergänzen oder durch Widerspruch präzisieren wo nötig aber diesen bestehenden Beitrag demonstrativ mit Ansage zu zertrümmern ist kontraproduktiv.

Der größte Vorteil von Reflektoren wurde bisher ignoriert: weil das Licht nicht durch muß kann man die Spiegel von hinten lagern - nix mit Ende bei ein Meter Öffnung... :D wobei das für die meisten eher nicht relevant sein dürfte. Aber das sind zwanghafte Vollständigkeit und Übergenauigkeit auch nicht.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Jürgen,

Gegenfrage: Gibt es f/5 Refraktoren ab 3", die zumindest 2/3 der Maximalvergrößerung erlauben; ohne störende Farbsäume (und ohne Sondergläser zu verwenden)? Gibt es f/4 Newtons bis 8", die nicht hochobstruiert sind (ohne selbst einen längeren Tubus und kleineren FS zu spendieren und nur kleine Sensoren bzw. Okulare mit kleiner Feldblende zu nutzen)?

nein den gibt es nicht und genau das ist doch der Punkt und du bestätigst mit deiner „Gegenfrage“ genau das was du zuvor zitiert hattest.

Auch die typischen Vertreter einer Gattung unterscheiden sich in ihren Eigenschaften so krass dass es unmöglich ist sie alle in einen Topf zu werfen und allgemeingültige Aussagen für alle zu treffen.

Man kann ebnen nicht einen APO mit N5 mit einem einfachen FH und N5 in einen Topf werfen, dazu sind die Unterschiede viel zu groß.
Und man kann eben auch nicht einen Newton mit N4 und hoher Obstruktion weil man eine gute Ausleuchtung wollte mit einem solchen mit N8 und auf minimale Obstruktion auf Kosten der Ausleuchtung getrimmt in einen Topf werfen.
Erst recht nicht wenn vielleicht auch noch der HS sphärisch ist.
Ein 114 N8 mit sphärischem HS ist ja durchaus ok aber ein 114 N4 mit sphärischem HS eben ganz und gar nicht und beide gibt es nach wie vor.

Und genau darum muss man immer präzise sagen von was man denn nun gerade redet und kann unmöglich eine universell gültige Antwort geben.
Und es macht auch keinen Sinn alles Mögliche in eine Antwort reinzupacken, erst recht nicht wenn man sich dann auch noch bei einem Grundprinzip fast nur die Nachteiler rauspickt und die Vorteile die sich aufgrund des gewählten Kompromisses ergeben unterschlägt.

Ja ein kurzer FH ist zwar recht bunt und infolge dessen nur für größere AP geeignet aber dafür ist er eben ganz und gar nicht sperrig und er bietet eben sehr große Felder und er ist eben auch preisgünstig und das er eben keine Obstruktion hat sollte man auch nicht unterschlagen.
Und der kurze APO ist zwar teurer aber dafür fallen alle zuvor für den kurzen FH genannten Nachteile weg
Und der lange FH ist zwar relativ sperrig und bietet durchschnittliche Felder.
Wobei ein 100 N12 zb. der ja das FH Kriterium erfüllt und daher auch bestens zur Planetenbeobachtung bei hohen Vergrößerungen geeignet ist bietet mit seinen 1200mm Brennweite das gleiche Feld wie zb. ein 8“ Newton mit N6 und er ist auch keineswegs sperriger als der große Newton oder ließe sich schwieriger parallaktisch montieren.

Also immer schön präzise von einer konkreten Bauart und dessen konkreter Auslegung reden und penibel dazwischen unterscheiden und nichts durcheinanderwürfeln.
Und immer auch beide Seiten der Medaille erwähnen also nicht etwa nur die jeweiligen Nachteile sondern auch die Vorteile die der gewählte Kompromiss zur Folge hat.
Teleskopbau ist immer ein Finden von Kompromissen
Es ist nie alles beieinander und darum gibt es auch keine eierlegende Wollmilchsau unter den Teleskopen.
Nimmt man Nachteile in Kauf dann immer nur deshalb weil den Nachteilen auch Vorteile gegenüberstehen und man den Vorteilen für den jeweiligen Einsatzweck und die Bedürfnisse des Nutzers mehr Bedeutung beimisst als den Nachteilen.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

präzise wäre es aber auch, von einem nach Art eines Newton aufgebauten Teleskops mit Parabolspiegel nach Hadley zu sprechen, während das Original von Sir Isaac ja einen Kugelspiegel besaß.
Genauso wie es durch unterschiedliche Akzeptanz der Apo-Definitionen keinen Verlass darauf gibt, dass ein als "Apo" gehandeltes Teleskop mit Farblängs- und Gaußfehler über das visuelle (fotografische) Spektrum innerhalb des Beugungsscheibchens bleibt.

Man hat dann aber Probleme, verstanden zu werden. Insofern erscheint es mir wenig nützlich. Da der Thread in der Rubrik "Einsteiger-Equipment" geführt ist, sollten sich dann Einwände auf die Fälle beschränken, die im Bereich von Einsteiger-Teleskopen zu erwarten sind. Der Fall des 114/450 Kugelspiegel-Newtons hat hier Relevanz, auch der problematische 114/1000 Cat-Newton und seine Brüder sollten vom Newton differenziert werden, und man kann mal überlegen, was denn an Refraktor-Lösungen in diesem Bereich wirklich gängig ist. Ich werfe mal die recht aktuellen Geräte mit Plastiktubus und Objektiven ohne jede Vergütung ein. Wie nennt man so etwas denn nun präzise? "FH Classic" wäre ja wunderbar werbewirksam.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Felix,

kann man ja auf verschiedene Art beantworten ohne daß die eine oder andere Antwort bzw. Sichtweise deswegen falsch wäre und unbedingt einer Korrektur bedürfte.

falsch nicht aber einseitig und damit irreführend.
Klar als Mitglied der Newtonfraktion kommt es dir ja zu passe wenn Jemandem zum Refraktor fast nur Nachteile einfallen.

Dann ist schon der erste Eindruck das es wohl nicht viel Positives zum Refraktor zu sagen gibt.
Und bei genauerem Hinschauen liest man dann.
-sehr wenig Öffnung
-sehr teuer
-nur geringe Vergrößerung möglich
-zu bunt
-kleines Feld
-sperrig
-hoher Montierungsaufwand

Die Feinheiten zwischen diesen Schlagworten werden leicht übersehen.
Der erfahrene weiß das all die genannten Punkte niemals alle zusammen zutreffen, das weiß der Einsteiger aber nicht.

Aber wehe man hält dann mal einen Spiegel vor und macht es ebenso beim Reflektor.

Zitat von Gerd_Duering:
Reflektor:
Zuerst der Alibi Pluspunkt (sieht ja dumm aus wenn nur Minuspunkte dastehen )

+ ist billig

Aber nun gehst los mit der minuspunkte Sammlung.

- sehr hohe Obstruktion ( Fotonewton)
- schlechte sphärische Korrektur, für hohe Vergrößerungen unbrauchbar (schneller Newton mit sphärischem HS)
- kleines Feld, schlechte Ausleuchtung (Planetennewton)
- Sperrig umständlich zu montieren ( langer Planetennewton, Schiefspiegler)
- schlechte Feldkorrektur (triff für viele Ausführungen zu )
- schlecht zu justieren, schlechte Abbildung (Newton mit Korrektor im OAZ ( Katadiopter))
- kein Blendensystem vorhanden (triff für viele Ausführungen zu )
Dann ist das Geschrei bestimmter Leute aber groß.
Das ist dann natürlich ein Extremposting und es werden alle erdenklichen Schlechtigkeiten insbesondere von unserem Forenwadenbeißer hier unterstellt.
Dabei wird auch ignoriert das ich ausdrücklich dazu geschrieben hatte.

Zitat von Gerd_Duering:
Nur zur Klarstellung, so ein Vergleich ist absolut unfair und den würde ich normalerweise so nie machen.
Aber weil Jürgen mit sowas angefangen hatte schien es mir nötig die Sache genau so einseitig wie Jürgen einmal von der anderen Seite zu beleuchten.
Und das mein Beitrag passend zum 1. April auch nicht so bierernst zunehmen war versteht man dann natürlich auch nicht.

Grüße Gerd
 
Hallo Sven,

du kannst es drehen und wenden wie du willst. Ohne auf die konkrete Bauart und deren Auslegung einzugehen ist keine vernünftige Antwort möglich.
Das merkst du ja auch an deiner Antwort. Da muss man eben dazu sagen wenn man zb. vom Kugelspiegel spricht und kann eben nicht so tun als seien alle Newton mit den Nachteilen eines Kugelspiergels behaftet.
Und diese Differenzierung erwarte ich auch bei einem Refraktor.

Übrigens Newton hatte seine Spiegel durch pröbeln fertig gestellt.
Dabei ergibt sich in der Praxis automatisch auch die optimale Form des Spiegels.
Also in diesem Fall eine Parabel weil eben nur diese beim pröbeln das beste Ergebnis liefert.
Klar jee nach dem welche Mühe man sich gegeben hatte natürlich mehr oder weniger genau.
Einen Foucault Test mit dem man hätte auf eine die Sphäre hinarbeiten können gab es damals noch nicht.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,


daß Du als Newton-Hasser immer versuchst Refraktoren gut aussehen zu lassen ist kein Grund mich in eine Fraktion zu stopfen. Aber Ihr Mitglieder der Refraktorfraktion seid da ja eher wenig tolerant... ;)

Ich denke halt Jürgen's Beitrag war weniger einseitig als Du es darstellst. Das sehen wir halt anders. Ich finde den hohen Preis eines APOs relevant, scheint für Dich Nebensache zu sein. daß Jürgen erwähnt daß bei kleinen Öffnungen/Brennweiten der Refraktor im Vorteil ist läßt Du untergehen statt darauf einzugehen.

Daß Du Deinen Beitrag nicht 100% ernst gemeint hast ist mir schon klar ich gehe ja auch nicht her und zerlege wie besessen alle Punkte die Du als scheinbare Nachteile des Newtons anführst und von denen wenige haltbar sind. Ich denke in Anbetracht der recht undifferenzierten Frage war der Beitrag von Jürgen eine sinnvolle Alternative zu einer ganzen Abhandlung über Optik die wir hier schon zig mal hatten und eine Ergänzung hätte ich konstruktiver gefunden als eine die günstige Gelegenheit nutzende Gegendarstellung.

Was hat Dich eigentlich auf das schmale Brett gebracht ich sei in einer Newton-Fraktion? ?) Ich bin Bresser-Fan


Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

wie willst Du mit jemandem diskutieren, der als einziger Leser hier eine Einseitigkeit in eine Aussage hinein interpretiert die er dann sofort mit aller Macht umkehren muss nur um dann zu schreiben, dass er nie so etwas machen würde aber andere haben ja angefangen?

Lies nur alles was in Post

#1332853 - 04/08/18 08:20 PM

gelb markiert ist und Du musst erkennen, dass da nicht diskutiert wird, da wir etwas zelebriert.
Sowas geht nur in Foren.
Auf Wiesen wo es mehr als ein brauchbares Fernrohr gibt und mindestens zwei Fernrohrsysteme vertreten sind ist das unmöglich.

Gruß
*entfernt*
 
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Nö Leute,

zumindest meine praktischen Beobachtungen mit Fernrohren ließen sich bisher immer mit physikalischen und optischen Gesetzmäßigkeiten erklären.

Das hat nichts mit manchen Theoretikern in
Foren und deren be- und verrechnenden Theorieauslegungen zu tun und schon gar nichts mit phrasierter, instrumentalisierter Gleichgewichtserhaltung.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd!

Zitat von Gerd_Duering:
Eine Präzisierung war hier keinesfalls eine Verschlimmbesserung sondern zwingend nötig um gerade dem Einsteiger vor Fehlinterpretationen zu bewahren.

Ich bleibe dabei: Von eine Präzisierung merke ich hier wenig. Unter Präzisierung würde ich verstehen, dass du (oder jemand anderes) dir z.B. die Tabelle von Matthias vornimmst und entsprechend deinen Vorstellungen ergänzt und verbessert. Am Ende hätten wir dann mehrere kurze Übersichten. "Mehrere" deshalb, weil sich wahrscheinlich keine Einigung zwischen der Refraktoren- und der Reflektoren-Fraktion erzielen lassen wird. :biggrin: Auch ohne Einigung könnte aber jeder am Ende was damit anfangen. Bitte keine Exoten in die Tabelle aufnehmen und keine sinnlosen Vergleiche, wie 20-Zoll-Dobsons neben 80-mm-Refraktoren.

Stattdessen lese ich hier immer mehr Prosa, die im Moment wieder mal Gefahr läuft sich komplett zu verzetteln. Ihr schreibt hier nicht für den Fragensteller sondern gegen die andere Fraktion. Das ist Unsinn, weil schon zig-mal durchgekaut!

Gruß
Wolfgang



 
Hallo Gerd,

wenn wir aber nun nicht nur den Wortlaut der Frage aufgreifen, sondern dahinter den Wunsch, ja die einfach formulierte Bitte nach einer Orientierung auf der Suche verstehen.
Es wäre doch sehr schade, so gar nicht zu antworten und auch gar keine Orientierung zu geben. Der Faden sollte aufgenommen werden und an der Stelle kommt es nicht auf Präzision an. Auch nicht auf ein Gleichgewicht beim optischen Geschlechterkampf.

Also, eine unvernünftige Antwort in Deinem Sinne mag vernünftig sein, um den Faden aufzunehmen und weiter zu spinnen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Wolfgang,

die Eingangsfrage bedarf einer Präzisierung oder Erweiterung, z.B. um Beobachtungs- und Beobachterziele. Dann erst kann sich ein dem Fragesteller hilfreicher Diskussionsstrang entwickeln der ihm Entscheidungshilfen und -alternativen bietet.
Die entsprechende allgemeingültige Antwort steht schon ganz am Anfang.


So gibt es ohne weitere Info nur hundert lose Enden verschiedenster Teleskopideen aus denen jemand nach seinem Gusto was strickt und der Nächste trennt es nach seiner Interessenlage wieder auf.
Das ist verlässlich und hat massenhaft Geschichte(n).

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Kurze Frage an Cancer36 als Ersteller der Diskussion: Ist Deine Frage nach über 10 Tagen hinreichend beantwortet?

Cs,
Stefan
 
Hallo Astro-.Community,
zum ersten Freue ich mich über das Rege Antworten auf meine Frage. Jedoch macht es mich traurig das so eine User/Mitglieder hier Antworten Posten die weder etwas mit Astronomie oder sonst etwas wissenschaftlichen zu tun hat, und anderen Unterstellen sie würden gewisse Dinge hassen. Die eigene Meinung ist ein wichtiges Gut aber damit andere zu Beleidigen oder ähnliches ist nicht Sinn der Sache also hoffe ich das die User/Mitglieder sich bitte mäßigen würden und private und öffentliche Fehden um eine Bauart bitte unterlassen. Meine Frage war ausschließlich auf Vor- und Nachteile ausgerichtet. Und nicht auf ein degradieren eines Teleskops, weil natürlich jedes Teleskop sein Makel hat.
Ich hoffe das sich die Stimmung hier ein wenig herunter fährt und wir bei dem Wesentliche bleiben.

Grüße Gehen raus von Fabian und an alle Astronomen unserer Welt.
 
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