Hallo Cancer36,
hier meine persönliche Einschätzung aus der Praxis (ich bin rein rein visueller Nutzer):
SC:
+: kompakt, lange Brennweite
-: Auskühlung, Obstruktion, teuer
Newton:
+ als Dobson leicht bedienbar, Newton/parallak. ist mir zu unpraktisch
+ man kann vernünftige Öffnungen in brauchbarer Qualität für kleines Geld bekommen
+ Farbfrei bzw. neutral
- zum Teil sperriger Transport
- Systembedingte Fehler (Koma etc).
Refraktor:
+ im Regelfall gute Abbildung (Kontrast, Farbe etc. selbst z.B. beim billigen 80/600 Volksapo)
+ im Regefall leichte Bedienbarkeit, keine Justage etc
+ im Regelfall große Felder
- Montierung teuerer als beim Dobson
- im Regelfall keine großen Öffnungen möglich (oft Ende bei 6")
Grundsätzlich ist es eher eine persönliche Entscheidung, welches System man bevorzugt. Einige der Nachteile kann man mit Geld ausgleichen, im Prinzip kann man für jedes System 500 EUR oder 10.000 EUR ausgeben. Es kommt auf die eigenen Ziele an:
Bin ich ein faint-fuzzie Jäger, ist man eher beim Dobson richtig, will ich einfach maximale Qualität und brauche keine mag 13+ Galaxiene sehen, dann kann man mit einem Refraktor glücklich werden.
Beobachtungen mit einem 25" oder 30" Dobson machen mir sehr viel Spass, mit einem z.B. TOA130mm von TAK ebenso, nur halt in anderer Hinsicht. (aber beides kostet richtig Geld, um mal das Thema ein bisschen zu entschärfen)
Ich halte es so:
12" Dobson + guter Refraktor = mein optimales Setup.
CS
Matthias