Vor- und Nachteile von Teleskoparten

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Cancer36

Neues Mitglied
Welche Vor- und/oder Nachteile seht ihr in den Telskoparten: Reflarktor, Reflektor und Schmidt-Cassegrain Telskop?

Ich selbst habe Refraktoren und Reflektoren ausprobiert. Und sehe Praktische Problem des Refrakter mit der Länge. Außerdem ist der vitruide Zustand von Glas bei Linsen ein Problem, so dass sich bei seh, sehr ... wirklich sehr langer Nutzung die Bildqualität abnimmt.
 
Hallo Cancer36,

herzlichen Glückwunsch, wenn Dein Profil stimmt, dann hast Du heute Geburtstag. Gebe aber trotzdem mal Deinen Vornamen an, dann ist die Ansprache einfacher.
Über Vor- und Nachteile der verschiedenen Teleskoparten sind schon ganze Bücher (Bibliotheken?) gefüllt worden. Googel doch einfach mal danach oder nimm als erste Anlaufstelle Wikipedia o.ä.. Hier hat jeder so seine Vorlieben und da wirst Du wahrscheinlich zu jeder Aussage eine Gegenaussage bekommen und hinterher auch nicht schlauer sein.
Der "Reflarktor" dagegen ist mir allerdings unbekannt. Tippfehler nehme ich an - trotzdem aber eine schöne Wortschöpfung, genauso wie "vitruider Zustand von Glas". Kommt vitruid von Vitro (Glas)? Also "glasiger Zustand von Glas" :-)
Warum soll da bei sehr langer Nutzung die Bildqualität abnehmen? Weil Glas über Jahrhunderte hinweg fliesst? Solange nutze ich meine Linsen nicht.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo,

krebse mal um die Begriffe Refraktion und Obstruktion herum.

Bei reinen Linsenteleskopen (Refraktoren) geht es darum das möglichst sauber zu tun.

Bei Reflektoren geht es darum die Obstruktion durch erforderliche Umlenkspiegel möglichst klein zu halten oder zu umgehen.

Bei Mischsystemen gibt es beide Aufgabenstellungen.

Nachteile oder Vorteile werden niemals vollständig auf einer Seite liegen, müssen individuell gewichtet werden und ergeben sich aus weiteren Anforderungen. In ungeordneter Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit sehe ich da z.B.:

Preis, Komplexität, Größe, Gewicht, Transportabilität, Montierungsart, Standortbedingungen, Anwenderbedingungen, Beobachtungsziele/Spezialisierungen, Auflösungsvermögen, Lichtsammelleistung, Grad der Farbreinheit, Desigenausnutzung-/Umsetzung, gewünschtes Gesichtsfeld, visuelle und/oder fotografische Eignung, Zubehöranforderungen und -adaptionen,......

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Namenlos,

Glas ist nicht Pech. Man sollte nicht wiederlegten Gerüchten aufsitzen und daraus dann versuchen, sich für die Praxis was herzuleiten. Es gibt sehr alte Objektive, gleich ob Reflektor oder Refraktor, die immer noch gut performen. Dahingehend ist nichts zu befürchten.

Letzendlich gibt es bei Optiken immer eine Reihe Parameter, die bestimmen, wo man damit landet:
- Öffnung
- Baulänge
- Gewicht
- Obstruktion
- Korrektur auf der Achse (Farblängsfehler, sphärische Aberration, Astigmatismus,...)
- Korrektur abseits der Achse (Koma, laterale Farbe, Astigmatismus, Bildfeldwölbung,...)

Bei der Korrektur ist insbesondere zu unterscheiden, welche Fehler Teil der Optik-Konstruktion sind, und welche auf Fertigungsfehler bzw. "Serienstreuung" zurückzuführen sind. Hinzu kommen "Bedienfehler", wozu ich an erster Stelle unzureichende Justage rechne.

Das gibt einen so wunderbar großen Spielraum, eine Optik zugrunde zu richten, dass man sich ganz frei entscheiden kann, welchen Tod man sterben möchte. Jedenfalls sollte man den Tod, den man gewählt hat, auch bezahlen können.

Clear Skies
Sven
 
Hallo zusammen

Refraktor:
+ sehr kurze Brennweiten trotz guter Ausleuchtung sind möglich
- sehr wenig Öffnung oder sehr teuer (Apo)
- nur geringe Vergrößerungen oder zu bunt (zu-kurz-FH)
- kleines Feld, sperrig, hoher Montierungsaufwand (richtige FH)

Reflektor:
+ 'dürfens ein paar Zoll mehr sein?'--> sehr viel Öffnung für sehr wenig Geld
+ visuell sehr einfach, billig und komfortabel zu montieren
+ keinerlei Farbfehler
o fotografisch recht hohe Anforderungen an die Montierung (Windlast, Hebel); hängt aber damit zusammen, dass man sich derartige Öffnungen überhaupt leisten kann
o Justage ist notwendig, Optimierung oftmals angebracht. Beides ist aber relativ simpel, lässt einen die Optik besser verstehen und Letzteres spart wiederum Einiges an Geld
- kurze Brennweiten sind knifflig

Katadiopter:
+ relativ kompakt
+ sehr geringer Restfarbfehler
+ grundsätzlich fein fokussierbar und mit soviel Backfokus ausgestattet, dass man sich beim 'Kleinkram' nicht verkopfen muss.
o Justage selten notwendig, dafür aber knifflig
- Optimierung notwendig, aber ohne fundierte Kenntnisse und Möglichkeiten bleibt einem eigentlich nur, das Blendrohr ordentlich auszuschwärzen
- sehr kleines Feld
o langsames Öffnungsverhältnis (bei Einigen lässt sich das aber je nach Zweck und Budget recht gut beschleunigen, angefangen vom passenden Reducer bis zum Hyperstar)


Mein Ranking [mobiles Setup mit eingeschränktem Budget]:
fotografisch:
- bis 3" Apo, ab 5" Newton
- bis ~600mm Apo, bis ~1200mm Newton, ab ~1500mm Katadiopter

visuell:
- Großfeld: Bino, Apo, 4,5" oder 5" Newton. Mit GPU wäre auch ein schneller 6" Newton denkbar. Ausschließlich dafür könnte man sich auch einen Farbwerfer anschaffen.
- faint fuzzies: Newton ab 12" (als Dob bezahlbar, möchte aber noch eine EQ-Plattform spendiert haben) oder SC ab 14" (dafür bekommt man allerdings schon einen Gebrauchtwagen, der bis 2022 durch den TÜV kommt)
- Universell: 8"f/6 Newton als Dob. Je nach Budget und Anspruch könnte man auch auf 10" oder gar 12" gehen, dann aber deutlich schneller mit f/5 oder f/4 und entsprechenden Korrektoren.
- speziell. Das hängt zu sehr davon ab, was man denn beobachten möchte und unter welchen Bedingungen.

cs
Jürgen


 
Hallo Jürgen,

:super:

Viele Grüße

fquadrat
 
Hallo Jürgen,

so so beim Refraktor und nur dort betrachtest du also unterschiedliche Ausführungen und nennst jeweils nur die Nachteile der jeweiligen Ausführung.
Nun um unterm Strich ein Ausgewogenes Bild zu erhalten will ich es mal genau wie du machen nur betrachte ich mal zur Abwechslung die Sache von der anderren Seite aus.

Reflektor:
Zuerst der Alibi Pluspunkt (sieht ja dumm aus wenn nur Minuspunkte dastehen )

+ ist billig

Aber nun gehst los mit der minuspunkte Sammlung.

- sehr hohe Obstruktion ( Fotonewton)
- schlechte sphärische Korrektur, für hohe Vergrößerungen unbrauchbar (schneller Newton mit sphärischem HS)
- kleines Feld, schlechte Ausleuchtung (Planetennewton)
- Sperrig umständlich zu montieren ( langer Planetennewton, Schiefspiegler)
- schlechte Feldkorrektur (triff für viele Ausführungen zu )
- schlecht zu justieren, schlechte Abbildung (Newton mit Korrektor im OAZ ( Katadiopter))
- kein Blendensystem vorhanden (triff für viele Ausführungen zu )

So ich denke das recht vorerst und nun die pluspunkte Sammlung zum Refraktor.

Refraktor:
+ erstklassige Farbkorrektur ( super APO)
+ preisgünstig ( Fraunhofer)
+ riesiges ausgeleuchtetes und korrigiertes Feld (Petzval Design)
+ kurze Baulänge (schneller APO, FH)
+ keine Obstruktion
+ sehr wirkungsvolles Blendesystem.
+ weniger Tubusseeing da das Licht nur einmal den Tubus durchlaufen muss.

Und nun noch der Alibi negativ Punkt.

- bei großer Öffnung teuer.

Nur zur Klarstellung, so ein Vergleich ist absolut unfair und den würde ich normalerweise so nie machen.
Aber weil Jürgen mit sowas angefangen hatte schien es mir nötig die Sache genau so einseitig wie Jürgen einmal von der anderen Seite zu beleuchten.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,


solange der Apo-Sucher mehr Öffnung hat als die Primäroptik Obstruktion ist doch alles in Butter... :smiley47:


Viele Grüße Felix
 
Jeder biegt es so zurecht, wie's ihm paßt.

Mal ernsthaft: Manche der (vorgeschobenen) Pro/Contra-Argumente sind doch nur lachhaft. Aus welchem "Lager" der Argumentierer jeweils kommt, ist sonnenklar. Der Bart des Threads ist später im Keller zu bewundern...
 
Hallo Micha,

ich sag mal so: Natürlich kann man immer einen Anwendungsfall aufrufen, für den ein beliebiges Teleskop beliebig dumm ist. Derlei Konstrukte fördern das Lagerdenken und sind gut für die Provokation des anderen. Aber so kauft ja keiner ein und basteln tut man so noch viel weniger.

Wenn man sich unter praktischen Gesichtspunkten ein Teleskop aussucht, macht man dann nicht so. Schwierig ist, wenn jemand für ein praktisch genutztes Teleskop anfragt, und vom Theoretiker dann serviert bekommt. Obwohl, nein, "schwierig" ist das falsche Wort. "Teuer" ist der richtige Begriff. Extrem teuer. Eventuell sogar das zweite Teleskop nochmal...

Clear Skies
Sven
 
Ach ja,

nun poltert der erste Lagerist los und das soll wohl möglichst um sich greifen, damit das auch richtig nett wird hier.

Ich hab da mal was angefangen, eventuell hilft das gegen den latent lagernden Lagerkoller.

Bildergerschichte(n)

Ist noch längst nicht fertig und wirds auch so schnell nicht, reicht aber eventuell schon aus, den ersten Beißreflex allein durch Bilderzahl und Länge auszuschalten. :pfeif:

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Cancer36,

Du schreibst, dass Du selbst schon Refraktoren und Reflektoren ausprobiert hast. So unterstelle ich Dir mal Erfahrung, denn dümmer bist Du bestimmt nicht vom Teleskop zurück gekommen.

Darf man da erwarten, dass Du Deine Fragestellung etwas präzisierst?

Ist vielleicht hilfreich, bevor Du die ganze Gemeinschaft auf den Plan rufst und diese sich in Grundsatzfragen "die Köpfe heiss redet".

Die Hilfsbereitschaft ist schonmal da (siehe oben).

CS
 
Hallo Cancer36 ,

Ich selbst habe Refraktoren und Reflektoren ausprobiert...

ist schon mal ein guter Anfang :super:. Jetzt könntest du noch ca. 1 bis 2 Dutzend Katadiopter ausprobieren und uns dann deine Erkenntnisse mitteilen :cool: Hier im Forum bekommst du nämlich öfters widersprüchliche Aussagen serviert.

Außerdem ist der vitruide Zustand von Glas bei Linsen ein Problem...
Kenn ich! Wenn die runterfallen gehen sie oft total kaputt. Das hat Glas eben so an sich. Das gilt nach meiner Erfahrung aber auch für Teleskopspiegel aus Glas :smiley60: Nur ausgelaufen weil Glas angeblich eine Flüssigkeit ist, ist mir bisher weder Linse noch Spiegel. Dabei hab ich von beiden mehrere und zwar schon seit vielen Jahren.

Gruß Kurt
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Micha,

Jeder biegt es so zurecht, wie's ihm paßt.

Mal ernsthaft: Manche der (vorgeschobenen) Pro/Contra-Argumente sind doch nur lachhaft. Aus welchem "Lager" der Argumentierer jeweils kommt, ist sonnenklar.
ja genau. Darum ist es wichtig das man als neutral in der Sache stehender der einseitigen dem entsprechenden Lager dienenden Darstellung der Lagerristen hier auch mal eine andere Sicht gegenüberstellt damit dann unterm Strich die Darstellung wieder ausgewogen erscheint und sich so jeder eine eigene Meinung bilden kann ohne das die Lagerristen ihm die ihrige aufdrängen können.
Leider gibt es hier sehr viele Lageristen und nur sehr wenige Neutrale wie mich die für ein ausgewogenes Verhältnis sorgen.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sven,

nun ich halte es da so wie in er Optik.
Ein optischer Fehler wird durch einen entgegengesetzt orientierten kompensiert.
Genauso ist es die Aufgabe meines Extrempostings das ich ja auch noch mal ausdrücklich als einseitig gekennzeichnet habe einem anderem Extremposting etwas gegenüberzustellen so das man beim lesen beider Extrempostings dann wieder eine ausgewogene Darstellung zum Thema erhält.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

ich halte es da mit der Praxis der Autovergleiche. Wer zu schnell in die Parklücke schießt, und sofort mit Rückwärtsgang und Vollgas zu kompensieren sucht, wird vorne und hinten Scherben ernten. Das kannst Du jetzt gerne auf Farblängsfehler und Obstruktion übersetzen.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,


also wenn ich das jetzt auf Farblängsfehler und Obstruktion übersetzen sollte würde ich sagen machen wir die Obstruktion einfach vor die ganze Öffnung dann reduziert sich der Farblängsfehler bei effektiv null Öffnung signifikant!

Als Fazit dieses Threads wäre das ideale Teleskop also ein zu-kurz FH mit Deckel vorne drauf: is kompakt, billich und hat keinen Farbfehler :super:


Viele Grüße Felix

 
Hallo Felix,
Als Fazit dieses Threads wäre das ideale Teleskop also ein zu-kurz FH mit Deckel vorne drauf: is kompakt, billich und hat keinen Farbfehler super

aus ökologischen Gründen würde ich aber vorher noch das Objektiv ausbauen, zerlegen und die Einzelteile fachgerecht entsorgen: Kronglaslinse in den Glascontainer, Flintglaslinse zur Sondermüllverwertungsstelle, Plastik oder Metall in die Wertstofftonne... (Dieser Ratschlag gilt ausdrücklich nur für "billich" und "zu kurz"- FHs) :cool:

Das mit Deckel vorne drauf funktioniert z. B. auch bei "billich" - Newtons. Hier würde ich den Spiegel
ausbauen aber dann zum Schleif- und Poliertool für eine ordentliche Optik umfunktionieren.

Gruß Kurt
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Guten Morgen miteinander,

den Thread habe ich mal in das Einsteigerboard verschoben und werde ihn auch interessiert lesen...

cs,
Stefan
 
Moin Stefan,

düringsche Realitätsumkehr ins Einsteigerboard zu verschieben zeugt am zweiten April mindestens von Mut und Zuversicht, eventuell ein bischen viel davon.
Am ersten April hätte man noch lachen können......

Gruß
*entfernt*
 
Hi Gerd,
Zitat von Gerd_Duering:
Hallo Jürgen,

beim Refraktor und nur dort betrachtest du also unterschiedliche Ausführungen und nennst jeweils nur die Nachteile der jeweiligen Ausführung.
stimmt eigentlich - wenn ich weit verbreitete, aber irgendwie spezielle Refraktoren wie "Richfielder" und "Kontrastreiche Hochvergrößerer" herausgreife (um mal positiv belegte Begriffe zu verwenden), hätte ich auch die Newton-Pendans wie "Fotonewton" aka "Obstruktionsmonster" oder den "Planetennewton" aka "Sperriger Nichtausleuchter".
Wobei ich bei einem Einsteiger eher das Risiko sehe, sich als ein (möglichst) universelles Teleskop für kleines Geld einen schnellen 'FH' als einen Fotonewton anzuschaffen.
Sehr spezielle Designs halte ich für noch unwahrscheinlicher, wobe eine Warnung vor Cat-Newtons bzw. deren übliche Umsetzung sicher auch angebracht gewesen wäre.

Primär ging es mir darum, welche Öffnungen und Brennweiten ich je nach Grundtyp für ein einigermaßen universelles Teleskop als einigermaßen sinnvoll erachte. Dazu gehört eben auch ein 'Warum'. Das kann man deutlich versierter und ausführlicher darstellen, muss man aber nicht.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen,

schön das du im Gegensatz zu manch anderen über meine Kritik nachgedacht hast und verstehst worum es mir dabei ging.
So konstruktiv diskutiert es sich doch gleich wesentlich angenehmer als mit dem einschlägig bekannten Wadenbeißer hier im Forum der außer persönliche Angriffe offenbar nichts beizutragen hat.

Der Fallstrick steckt schon in der Fragestellung.
So pauschal wie die Frage bezüglich Refraktor / Reflektor gestellt wurde lässt sie sich schlicht und ergreifend nicht vernünftig beantworten.
Beide Funktionsprinzipien kennzeichnen jeweils sehr weite Felder ganz unterschiedlicher Teleskopfamilien mit zum Teil gegensätzlichen Eigenschaften und selbst innerhalb einer Teleskopfamilie gibt es dann wieder ganz unterschiedliche Auslegungen und Bauweisen die dann ebenfalls selbst innerhalb einer Teleskopfamilie zu ganz unterschiedlichen Eigenschaften führen.

Will man all das in einen Topf werfen und pauschal grundsätzliche Aussagen treffen muss das zwangsläufig in die Hose gehen.
Also entweder man differenziert sehr Aufwendig um allen gerecht zu werden oder man teilt dem Fragesteller mit das seine Frage so pauschal schlicht nicht beantwortbar ist.
Er möge doch bitte etwas konkreter werden welche Bauarten er genau miteinander vergleichen möchte.
Da der Aufwand für ersteres unverhältnismäßig ist würde ich letzteres vorziehen.

Also welche konkreten Vertreter des jeweiligen Grundprinzips will er denn nun überhaupt miteinander verglichen haben.
Und dann sollte da dann auch nicht Refraktor versus Reflektor drüber stehen denn das ist unsinnig sondern ganz konkret zb. Planetennewton versus APO, langsamer FH oder auch Fotonewton versus APO zb.
Das sind sinnvolle Vergleiche zu denen man dann auch etwas Sinnvolles sagen kann.

Das einzige das in der eingangs gestellten Frage konkret angesprochen wurde ist das SCT und damit wäre das auch der einzige Teil der Frage der sich momentan vernünftig beantworten ließe.
Das will mich einmal tun.

Der Hauptvorteil eines SCTs liegt in der im Vergleich zur Öffnung sehr kompakten Bauweise.
Es gibt kaum eine andere Bauart bei der man so viel Öffnung so kompakt bebommt.
Durch die relativ leichte Schmidtplatte ergibt sich noch ein Gewichtsvorteil gegenüber einem Mak Cassegrain.
Und zu guter Letzt benötigt man keine Spinne da der sekundär Spiegel an der Schmidtplatte befestigt werden kann. Also hat man auch keine Spikes.

An Nachteilen wäre zu nennen.
Relativ hohe Obstruktion.
Thermische Probleme
Um noch weiter ins Detail zu gehen müsste man dann die konkrete Ausführung betrachten.

Grüße Gerd
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Gerd,
was man bei dir aus sinnlosem sachfremdem Geschwafel mühsam filtern kann steht schon im dritten Beitrag des Threads

Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo,

krebse mal um die Begriffe Refraktion und Obstruktion herum.

Bei reinen Linsenteleskopen (Refraktoren) geht es darum das möglichst sauber zu tun.

Bei Reflektoren geht es darum die Obstruktion durch erforderliche Umlenkspiegel möglichst klein zu halten oder zu umgehen.

Bei Mischsystemen gibt es beide Aufgabenstellungen.

Nachteile oder Vorteile werden niemals vollständig auf einer Seite liegen, müssen individuell gewichtet werden und ergeben sich aus weiteren Anforderungen. In ungeordneter Reihenfolge und ohne Anspruch auf Vollständigkeit sehe ich da z.B.:

Preis, Komplexität, Größe, Gewicht, Transportabilität, Montierungsart, Standortbedingungen, Anwenderbedingungen, Beobachtungsziele/Spezialisierungen, Auflösungsvermögen, Lichtsammelleistung, Grad der Farbreinheit, Desigenausnutzung-/Umsetzung, gewünschtes Gesichtsfeld, visuelle und/oder fotografische Eignung, Zubehöranforderungen und -adaptionen,.....

Gruß
*entfernt*

Bis zu deinem Eintrtt kommt man völlig ohne Lageristen, Wadenbeisser und selbsternannte Gralshüter aus.
Meine derzeitige Fußzeile trägt deiner diesbezüglichen Dauerberieselung Rechnung und Deine diesbezüglich angedachte Retourkutsche an gleicher Stelle überrollt dich selbst.

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Leute, macht euch doch nicht gegenseitig platt.

Wenn es dem Fragesteller um eine ehrliche Auskunft gegangen wäre, hätte er sich sicher schneller wieder gemeldet und nachgehakt.

So, wie der "Beratungsansatz" jetzt lief, ist er doch zielsicher in alle Abgründe gefallen, die ein Interesse an fachkundiger Erklärung entweder vernichten oder aber nur das Interesse erkennen lassen, mit einer undifferenzierten Frage größtmöglichen Aufruhr zu erzeugen. Das ist grandios gelungen!

Statt euch gegenseitig anzuschmieren, lasst doch mal wieder nach und wartet einfach ab, ob der Krebs wieder kommt. Denn das war bis jetzt sein erstes Erscheinen und vielleicht auch sein letztes.

Grüße

*entfernt*
 
Sorry Dietrich,
du unterliegt schon dem Irrtum, dass es einem Düring hier um irgendeine Sache oder um den Threadstarter geht.
Er missbraucht das wieder mal als Märchenstunde über andere Leute. Seine angeblichen Wadenbeisser und Lageristen sind z.B. hier


Zitat von *entfernt*GMS:
Ach ja,

nun poltert der erste Lagerist los und das soll wohl möglichst um sich greifen, damit das auch richtig nett wird hier.

Ich hab da mal was angefangen, eventuell hilft das gegen den latent lagernden Lagerkoller.

Bildergerschichte(n)

Ist noch längst nicht fertig und wirds auch so schnell nicht, reicht aber eventuell schon aus, den ersten Beißreflex allein durch Bilderzahl und Länge auszuschalten. :pfeif:

Gruß
*entfernt*

Zu Gange. Mach den Link doch mal auf und schaue selbst.
Die ständig abgesonderten Fantasiekonstrukte eines Düring sind einfach abgründig unsinnig.

Natürlich ist es lästig dem entgegenzutreten und auch lästig das immer wieder zu lesen.
Als ständig Betoffener hat man aber keine Wahl.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jürgen,


nach längerem Überlegen: ich finde Deinen Beitrag nicht wirklich unsachlich oder einseitig da Du mit der Sicht eines Amateurs schreibst. Du gehst von einem halbwegs sinnvollen Einsatz der jeweiligen Instrumente aus und nicht davon daß jemand einen Fotonewton für Planetenbeobachtung einsetzt oder ein Vermögen für seine Instrumente ausgeben kann - soviel würde der von Gerd genannte Vollapo bei Öffnungsgleichstand mit dem doofen Fotonewton kosten...

Man kann das wenn man ein zwanghaftes Schubladendenken pflegt auch als einseitig sehen und ein unabdingbar notwendiges "extremes Gegenposting" ablassen wenn man sich selber für die für diese Bewertung maßgebliche Institution hält wie es hier unübersehbar vorgetragen wird. Mit sachlichen Beiträgen fällt es schwerer die Postings anderer User blöd aussehen zu lassen und für Stimmung zu sorgen.



Viele Grüße Felix


 
Hallo Cancer36,

hier meine persönliche Einschätzung aus der Praxis (ich bin rein rein visueller Nutzer):

SC:

+: kompakt, lange Brennweite
-: Auskühlung, Obstruktion, teuer

Newton:

+ als Dobson leicht bedienbar, Newton/parallak. ist mir zu unpraktisch
+ man kann vernünftige Öffnungen in brauchbarer Qualität für kleines Geld bekommen
+ Farbfrei bzw. neutral

- zum Teil sperriger Transport
- Systembedingte Fehler (Koma etc).

Refraktor:

+ im Regelfall gute Abbildung (Kontrast, Farbe etc. selbst z.B. beim billigen 80/600 Volksapo)
+ im Regefall leichte Bedienbarkeit, keine Justage etc
+ im Regelfall große Felder

- Montierung teuerer als beim Dobson
- im Regelfall keine großen Öffnungen möglich (oft Ende bei 6")

Grundsätzlich ist es eher eine persönliche Entscheidung, welches System man bevorzugt. Einige der Nachteile kann man mit Geld ausgleichen, im Prinzip kann man für jedes System 500 EUR oder 10.000 EUR ausgeben. Es kommt auf die eigenen Ziele an:

Bin ich ein faint-fuzzie Jäger, ist man eher beim Dobson richtig, will ich einfach maximale Qualität und brauche keine mag 13+ Galaxiene sehen, dann kann man mit einem Refraktor glücklich werden.
Beobachtungen mit einem 25" oder 30" Dobson machen mir sehr viel Spass, mit einem z.B. TOA130mm von TAK ebenso, nur halt in anderer Hinsicht. (aber beides kostet richtig Geld, um mal das Thema ein bisschen zu entschärfen)

Ich halte es so:

12" Dobson + guter Refraktor = mein optimales Setup. :-)

CS

Matthias

 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben