Vorbereitung zur Beobachtung ???

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mhr571218

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Hallo!

Manchmal, im Laufe des Nachmittages und beim Blick aus dem Bürofenster kündigt sich ein herrlich klarer, wolkenfreier Abendhimmel an. So wird spontan der Entschluss gefasst, das Teleskop aufzustellen. Zuhause angekommen, den Brocken aus dem Keller gewuchtet und montiert gibt es noch kurz Zeit für ein Abendessen und dann raus. Aber dann – was jetzt ansehen???

Über die Vorbereitung habe ich mir schon viele Gedanken gemacht, auch schon eine Checkliste erstellt, in der die ganzen Vorbereitungsschritte mal im zeitlichen Ablauf bis zum Beginn der Beobachtung festgehalten sind. Das fängt z.B. bei der Wettervorhersage an, geht über den Vergleich der Aussentemperatur und der Teleskoptemperatur im Keller, über die rechtzeitige Kontrolle aller Batterien, Akkus, Urzeit und Standort der integrierten Steuerung, Vorbereitung der Sternkarten (dafür habe ich mir eine Auflistung der für die aktuelle Zeit und Beobachtungsrichtung optimalen Seiten aus dem Atlas Uranometria erstellt), evtl. noch die aktuelle Ausgabe von SUW und drehbare Sternkarte. Evtl. vorher noch ein Blick ins Programm HNSKY – und dann los. Das alles funktioniert aber nur, wenn man vorher ausreichend Zeit hat.
Wie gestaltet ihr eure Vorbereitungen für reines Beobachten ohne Astrofotografie, für spontane Beobachtungen? Welche Hilfsmittel und Unterlagen werden verwendet? Ich freue mich auf eure Erkenntnisse und Ratschläge. Vielen Dank, Gruß, Henning
 
Hallo,

ich habe mir eine allgemeine Liste angelegt an Objekten die ich im Laufe des Jahres noch unbedingt beobachten will, sortiert nach der Jahreszeit der besten Beobachtungsmöglichkeit, das meiste bereite ich aber nicht vor sondern peile die Objekte einfach von West nach Ost an, oder wie sie im Karkoschka gelistet sind :) Oft lasse ich mich aber auch einfach von Mitbeobachtern inspirieren.

Der Okularkoffer mit Zubehör (Lampen, Batterie, Werkzeug, GG-Karten, Kompass/Thermometer, Justierlaser ect.) ist eigentlich immer gepackt, so dass ich auch sehr kurzfristig (manchmal nur eine halbe Stnude Vorlaufzeit) raus kann. Weiss ich, dass ich Abends wegfahre, dann wird der Newton bereits möglichst früh von der Wohnung ins Auto gebracht, dann kann er in Ruhe auskühlen, während der Fahrt bleibt natürlich jegliche Temperaturregelung auf und meist das Fenster auf. :o

Immer dabei wie gesagt der Karkoschka, je nach Abend auch selbstausgedruckte Aufsuchkarten, meist aus CdC. Jetzt im Herbst kommt auch immer eine Thermoskanne Himbeertee dazu, wenn ich weiss dass ich mal wieder zeichnen möchte, das entsprechende Material ;)

Ganz selten nehme ich auch bei spontanen Beobachtungen mal meine Kamera mit für die ein oder andere Stimmungsaufnahme.

So klappts meistens, trotzdem ist es schon vorgekommen dass ich wichtige Sachen hab liegen lassen, z.B. Werkzeug, dann musste es halt mal ohne Justage gehen - kein Weltuntergang ;)

CS Benny
 
Hi Henning,

spontane Beobachtungen langwierig vorzubereiten ist ja eher ein Widerspruch in sich....bei mir läuft's eher so ab:

1. Direkt am Abend mal ein Blick aus dem Fenster und vor die Tür, wo der Himmel besser ist - im Norden oder Süden.
2. Je nach Zeitrahmen schau ich auf die drehbare Sternkarte und den Deep-Sky-Reiseatlas oder einfach nur in Cartes du Ciel, welche Objekte da gerade zu beobachten wären.
3. Das Teleskop wird grob eingenordet (Polhöhe ist ja quasi immer richtig eingestellt) und los gehts mit dem Telrad und manueller Nachführung.

Besser vorbereitet wirds halt weniger spontan ;)

Grüße
Holger
 
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Hallo Henning,

spontan spechteln? das geht bei mir so:

Kurzfristiges Verlangen die Netzhäute mit Uraltphotonen zu belichten? Dann nix wie los!
- Blick aus dem Fenster ob der Himmel okee ist
- wenn kein Kollege bock hat, Taxi (ja, ich hab keinen Lappen) rufen, so bis in 20 Minuten
- Dobs, Bino, Koffer, Thermoskanne mit Tee vors Haus schleppen
- einladen
- zehn Minuten Fahrt bis zum BeoPla2, BeoPla1 wär mir lieber aber da is mir die Taxe zu teuer...
- ausladen
- während des Abkühlens des Spiegels Abwarten, Tee trinken und Binospechteln

Ja und dann kanns auch schon los gehen. Bei Deep Sky stört mich der noch nicht optimal ausgekühlte Spiegel nicht so arg, deshalb lass ich das mit dem Tee und dem Bino auch ab und an weg ;) Na und ob ich jetzt 20 Euro in ner Disko Samstag abend ausgeb (das wird eh teurer ;) ) oder mich dafür unter die Sterne fahren lass ist für mich "wenn`s juckt" keine Frage.

In meinem Koffer hab ich eigentlich alles was ich brauche. Oku`s, Filter, Justierzubehör, Werkzeug, Karten, Karkoschka, Notizbuch drehbare Sternkarte, rote Funzel usw.. Dafür wiegt der ma richtig viel, ich schätz so knapp zehn Kilos wird der schon haben. Genial ist auch das ich mim Auto bzw. Taxi bis auf zwei Meter an den BeoPla2 ran darf, und außer mir fährt da sonst niemand. Isch halt gschickt wenn mer dr Bauer kennt :super:

CS und Grüße, Stefan
 
Hallo:Henning :huhu: :huhu:

Also bei mir ist das so,nach dem Abend Essen
egal welche Jahreszeit es auch ist.
Wen Ich spontan
beobachten möchte, schaue Ich erst von der Strasse aus in welcher Himmelsrichtung beobachtet werden kann,am besten es ist 100%Sternklar dann hinters Haus Schopf Türe aufschliesen
Bollerwagen raushollen Bob12,5" oder Meade Refr6" laden
Okularkoffer, Fernglas, Rot Lampe, Dep Sky Atlas und Karkoschka und das beladen dauert etwa 10min.
Rauf zum Weinberg oder am Parkplatz bei den Kleintierzüchtern in der Zei in dem Ich mein Bollerwagen zum Beobachtungsplatz ziehe schaue Ich hin und wieder zum Himmel rauf und überlege mir was Ich beobachten kann :gutefrage: :gutefrage: ?) ,Laufzeit 10min also bis jetzt hat bei mir das Spontan beobachten immer geklapt.
Na Ja die beobachtungs Zeit ist verschieden lang von 30min bis 2-3Std.
Und Handy nicht vergessen Tachenlampe.

Mit Astro Gruß Manfred
 
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Hi Hennig,

meine beiden Zubehörkoffer sind immer gepackt und schon zeitnah nach der letzten Beobachtungsnacht auf Einsatzbereitschaft überprüft.
Wenn es dann schnell gehen soll oder muss (z.B. Fred oder Dennis ruft an und steht schon fast auf dem Acker) bin ich ohne Hektik binnen 20 Minuten fahrbereit.

Teleskop, Fernglas, Koffer, Karkoscha, DS-Reiseatlas und -nie falsch- mal schnell ein Blick auf Winnes Kometenseiten (+ einen Schnelldruck im Eventualfall). Zwischenzeitlich ist der Kaffee oder Tee durch und kommt in die Kanne.

Die mentale Vorbereitung und das Aussuchen von Zielen erfolgt dann eigentlich erst auf dem Platz, nach dem Aufbau, beim ersten ruhigen Blick über den Himmel.

CS
*entfernt*
 
Hallo Henning,
also eine geplante Beobachtungsnacht fängt bei mir am Tag des "Events" an.Erstmal drehbare Sternkarte um zu sehn was wann wo steht,dann mit dem Tirion Sternatlas einige Objekte raussuchen und notieren.Dann kommts drauf an,ob ich alleine (wie meistens)oder in einer Gruppe Beobachte.In der Gruppe probiert man mal dies mal das...Und man Quatscht auch mehr als wenn man alleine aufm Feld steht ;)
Das Zubehörgeraffel ist immer in einem Koffer und einem Rucksack - nur noch Tee Aufsetzen und los kanns gehen.
Den Koffer hatte ich mir zugelegt,als ich mal alles aufgebaut hatte(ca20min Fahrt)feststellen mußte,daß ich die Reduzierung auf 1 1/4" vergessen hatte... :mauer: Man lernt ja gerne dazu...
Grüße Rainer
 
Hallo,
um ehrlich zu sein, ganz spontan geht bei mir nie.

Denn eigentlich läuft zumindest im Hinterkopf irgendein Projekt: ein Sternhaufenkatalog, ein bestimmtes Sternbild im (Groß-)Fernglas, eine Objektklasse...

Da ich mit eher kleinen Instrumenten beobachte und aus gesundheitlichen Gründen z.Zt. auch nur vor der Haustür beobachten kann (fst 5,5-6,0 mag), wo durch Nachbars Kirschbaum, einen Berg usw. der Himmelsausschnitt ziemlich klein ist, bleiben gar nicht soooo viele Objekte übrig. Ohne Vorbereitung gäbe es da nicht allzu viel zu sehen...

Inzwischen besitze ich ca. 10 Beobachtungsbücher, angefangen beim Karkoschka und dem Deep-Sky-reiseührer, v.a. amerikanische Literatur für eher kleine Instrumente.
Sehr empfehlen möchte ich für Fernglasbeobachter von Phil Harrington: "Touring the universe through binoculars" mit ca. 1000 Objekten für FGs bis ca. 80mm sowie als wohl bester und umfassendster Führer den "Night Sky Observers Guide". Hier ist für jeden genug Futter. Selbst für meine Fernglasprojekte nutze ich den sehr oft, da er Beschreibungen zu vielen Objekten enthält, die damit sichtbar sind und die sonst nirgens auftauchen.

Eine andere tolle Quelle ist die www.deepskyliste.de, allerdings muss man die in Ruhe durchforsten. Das habe ich einmal bei einem 6-wöchigen Krankenhausaufenthalt gemacht und mir für jedes Sternbild alle FG-Objekte rausgesucht - und viele davon auch schon beobachtet. Sollte eigentlich mal ein Buch werden :/

Als Kartenmaterial dient die alte Uranometria, allerdings sollte man da wissen, wo das gesuchte Objekt ungefähr steht. Letztens habe ich mir noch den Star-Guide zugelegt, der mir extrem gut gefällt, aber der erst einmal draußen war.

Ansonsten kann ich jedem nur empfehlen: sucht euch ein spezielleres Projekt, der Gewinn an Beobachtungserfahrung, die Recherche und dann die Veröffentlichung (z.B. hier) sind es wert!
 
Hallo Sternfreunde, hallo Henning!

Eine sehr interessante Frage hast du da gestellt, Henning! Ich hoffe es melden sich hier noch viele zu Wort!

Ich bin reiner Beobachter und das, meiner Arbeit im Messebau wegen, vorwiegend in meiner "viermonatigen Sommerpause", also im späten Frühjahr und den ganzen Sommer lang. Ich bin also weniger Galaxienbeobachter, vielmehr hinter KH, OH, GN und DN her, also mehr ein Milchstraßenbeobachter. Im Winter komme leider nur sporadisch zum Spechteln (früher, vor ca. 20 Jahren, jedoch öfters).
Der Okluarkoffer ist immer griffbereit, um spontan auf Wetterlagen reagieren zu können. Zu meiner saisonalen Beobachtungszeit lagert meine Fernrohrausrüstung um den Neumond herum meist in meinem VW-Bus.
Den Beobachtungsplan erstelle ich oft auch schon einige Tage im Voraus, wobei ich meist ein Beobachtungsprojekt (KH, konz. OH ...) habe. Dazu dient mir e&t, mit dem auch noch schnell und kurzfristig am selben Abend ein Beobachtungsplan erstellt und ausgedruckt werden kann. Dieser dient mir dann meist für mehrere Tage, wobei ich nur geringfügige Korrekturen (z.B. Zeit der absoluten Dunkelheit) anbringe.
Nur selten (bei überraschender Freizeit oder Sternklarheit) kommt es vor, dass ich nur mit dem Uranometria und Sky Atlas, also "unvorbereitet" an einen meiner beiden Beobachtungsplätze (Nr1. einer liegt ca 15km von meinem Dorf weg, beim Sennerhof "Adelegg", Platz 2 nur 1km im S meines Dorfes) losziehe. Der Night Sky Observers Guide ist meist mit dabei, wobei ich inzwischen immer beide Bände mitnehme, der zirkumpolaren Sternbilder wegen.
Je nach Beobachtungsbedingung (Mond, Nachtlänge, Hochnebel, Bewölkungsgrad...) wähle ich einen meiner beiden Beo.-plätze aus und richte mich in meiner Instrumentierung nach dem Himmel, schaue also z.T. nur mit Ferngläsern. Manchmal ist mein 6" (f/5) FH noch auf einer Astro 5 Montierung mit aufgebaut.
Meist aber, in den klaren dunklen, längeren Neumondnächten dient der Refraktor als Sternfinder und RFT und ist daher auf meinem Dobson, einem 18" (ich nenne ihn "Monocoloss") montiert. Dann beobachte ich ausschließlich von Platz Nr.1 aus. Nur diese langen, dunklen, klaren Nächte lohnen einen größeren Aufwand.
Die kürzeren Sommernächte mit ihren Sternschnuppen oder jene Tage um den Vollmond werden im Schaukelstuhl mit und ohne Fernglas zum Genuss und dienen mir vor allem zur "Weiterorientierung" am Sternhimmel und der Beobachtung von OH.
Folgende Astroliteratur findet sich (als Hilfsmittel) in meiner Bibliothek:

- Uranometria 2000 (3 Bände mit dem DSFG)
- Sky Atlas 2000 (von W. Tirion)
- Himmelsatlas (von Schurig/Götz)
- Atlas of the heavens (von Becvar)
- Atlas Galaktischer Nebel (3 Bände, von Neckel/Vehrenberg)
- The Night Sky Observers Guide (2Bände, von Kepple/Sanner)
- Atlas für Himmelsbeobachter (von Karkoschka)
- Atlas der Sternbilder (von Slawik/Reichert)
- Burnhams Celestial Handbook (3 Bände)
- Deep Sky Reiseführer (von R. Stoyan)
- Atlas der Messier-Objekte (von R. Stoyan)
- Praxishandbuch Deep Sky (von W. Steinicke)
- Sky Vistas (von Crossen/Rhemann)
- Touring the universe through binoculars (von P. Harrington)
- Der Weltraum (von John Gribbin)
- Galaxien (von T. Ferris)
- Fasziniert von den Sternen (von T. Ferris)
- Meyers Handbuch über das Weltall
- Blick ins Weltall (von Werner Büdeler)
- Den Sternen auf der Spur (von Werner Büdeler)
- Die Kosmos Sternenkunde (von Machowiak)
- Das kleine Buch vom Big Bang (von C.J. Hogan)
- Big Bang (von Simon Singh)
- Die Geburt des Kosmos aus dem Nichts (von A. Guth)
- Das Universum (von Voigt)
- Über den Bau des Himmels (von F. W. Herschel)
- Er durchbrach die Schranken des Himmels (von Gärtner)
- Die bedeutendsten Astronomen (von F. Krafft)
- Astrofotografie als Hobby (von Knapp/Hahn)
- Deep Space (von Lorenzen)
- Geheimnisvolles Universum (von Lorenzen)
- Das unsichtbare Universum (von D. Malin)
- Unser Universum (von Schilling)

Dazu ca. 2m diverse Zeitschriften (vorwiegend SuW und is) sowie Software und DVDs (e&t, realsky, 3D Atlas des Universums, Redshift 3, Hubble, Raumschiff Erde, Der Kosmos, Das Universum verstehen, Das Aus der Erde - Besiedlung der Galaxien).

Aber man kann natürlich auch ohne Vorbereitung, den umgekehrten Weg gehen, und ganz locker mit Fernglas und/oder Teleskop über den Himmel spazieren (und eventuell dann erst ein Objekt mittels Atlas bestimmen)! Namen über Namen, Nummern über Nummern! Aber anders kann man sich halt schlecht über ein Objekt informieren bzw. unterhalten!

Mit Grüssen aus dem Allgäu und kH! Helmut

Dort, an jenem Ort, wo es am allerdunkelsten ist, ist Licht in Sicht!
 
Hallo Henning,
wirklich spontan gehts bei mir nur mit dem kleinen Skywatcher 102/500 auf AZ-3. Wenn ich zufällig Abends ausm Fenster schaue oder spät von wo komme, eigentlich schon müde bin um noch groß was vorzubereiten, dann schnapp ich mir den Kleinen (hab ja noch einen 10ner Dobs) und stelle mich mit dem auf den Balkon. Das wäre bei mir spontan!
Ist in der Familie mal wer mit Auto da und hätte evtl. Lust, dann schnell raus mit dem Kleinen aufm Acker. Was do oben so geht, weis ich halt aus besser vorbereiteten Zeiten.

Sonst mache ich mir Notizen. Erst STernkarte, dann Car du Siel und den Karkoschka, ich schreib mir der Reihe nach auf, was für meine Verhältnisse in der Vorstadt möglich ist und grase alles nacheinander ab. Dabei lässt sich leider nicht alles finden..........
Grüssle von Anette
 
Ich denke es ist eine persönliche Einstellung was spontan bedeutet.
Für einige reicht die kleine Röhre mit vielleicht noch einer Karte und der Beobachtungsabend ist gerettet.
Mein großes Problem ist, ich kann mich nur schwer auf ein Ziel beschränken.
Das sieht dann so aus:
Fensterblick und wenn klar nochmal Kontrollblick vor die Haustür.
Mein komplettes Equipment ist ständig gepackt und wird nur zum "trocknen" nach einer Beobachtungsnacht im Büro offen aufgebahrt.
Also alle 3 Koffer und ein Handwerker Kasten in den Smart gepackt. Danach die EQ6 mit Stativ rein und auf den Vordersitz noch den 8" f/5 Newton in Golftasche. Natürlich noch die EOS eingepackt und nach ca. 10min hab ich mein komplettes Equipment im Auto. Wozu ? Ja.... das frag ich mich manchmal auch. Aber ich entscheide meistens erst vor Ort in meinem ca.5 Autominuten entfernten Garten was ich eigentlich machen will. Was ich dann nicht brauche lass ich im Auto.
Kekse und Tee ? Dazu habe ich weder die Muße noch eine Hand frei.
Zum schnell spechteln nehme ich mein Staiv mit der Giro3 und schraube einen 66mm Wiliams dran. Dauert ca. 10 min da ich das Zeug aus den Koffern holen muß.
So richtig spontan kommt mir das ganze aber nicht vor.
Einzig das beobachten mit Fernglas läßt bei mir diese Kategorie wirklich zu. Allerdings bezieht sich schnell dann auch auf die Dauer. Denn nach ca. einer stunde kommt die Genickstarre.

Die schönsten Abende verbringe ich jedoch nach gründlicherer Vorbereitung z.B. beim fotografieren. Denn gerade weil ich noch wenig Erfahrung darin habe kommt mir jeder Fortschritt riesig vor. Oder ich streife durch den Himmel und sehe Objekte die ich vorher noch nie gesehen habe. Das Bestimmen dieser Objekte bzw. das sich langsame herauskristallisieren derer Strukturen, je länger man sie betrachtet, das gibt mir jedes mal den Ansporn meinen kompletten Bimbes rauszuschleppen trotz aller Mühen.

 
Zitat von yukons:
So richtig spontan kommt mir das ganze aber nicht vor.
Einzig das beobachten mit Fernglas läßt bei mir diese Kategorie wirklich zu. Allerdings bezieht sich schnell dann auch auf die Dauer. Denn nach ca. einer stunde kommt die Genickstarre.
Nicht, wenn du in einem bequemen, verstellbaren Liegestuhl mit Armlehnen beobachtest. In einer lauen Sommernacht kannst du dann die Beobachtungsnacht gleich im Liegestuhl schlafend beenden. ;)

Thomas
 
Hallo Sternfreunde, hallo Jadran,

Gerade fährt es mir durch den Kopf "-Schaukelstuhl!-" und ich will es dir schreiben, da stolpere ich über den Liegestuhl von Thomas!
So geht es natürlich auch! Oder auf einer Wolldecke auf dem Boden liegend, oder wo anlehnend, das Fernglas vor Augen. Diejenigen, die von Zuhause aus beobachten können sich ja in einen Schaukelstuhl setzen. Ein Problem ist für die meisten der Transport dieses tollen Sitzkomforts (nebst dem Teleskop), insofern ist ein Liegestuhl besser!
Abwechselnd mit Fernrohr und Fernglas zu beobachten ist übrigens, der unterschiedlichen Körperhaltung wegen, dem Körper auch sehr dienlich!

Klingt toll deine Vorgehensweise, Jadran! Das Ziel? Ist der Himmel!
Die Vorbereitung kann für manchen zum Ritual werden. Ein Genuss. Etwas zum Trinken habe ich eigentlich immer mit dabei, weil ich doch meist mehrere Stunden lang beobachte, falls das Wetter es zuläßt.

Ein 66er Williams ist doch nicht von Pappe! Da gibt es doch schon jede Menge Objekte zu finden und der Anblick ist sicher sehr nadelförmig, ästhetisch! Man sollte den Sternenhimel genießen und ihn auf sich wirken lassen!
Wir, Amateure, tun das, von dem die Profiastronomen nur (noch) träumen, während sie in Datenfluten versinken!
Im Liegestuhl über den Himmel spazieren und wie Thomas schreibt, "Gute Nacht!"

Dafür ist allerdings der Sommer vorbei und mehr warmer Tee und Wärmflasche angesagt! Vielleicht gibt es auch noch irgendwann für die Astrofotografen die "Tiefkühlkamera" gratis!

KH, nicht zu kalte Nächte und Grüsse aus dem Allgäu! Helmut
 
Hallo Henning,

diese Frage habe ich mir vor zehn Jahren auch gestellt. Als altgedienter Deep Sky Beobachter und hauptberuflicher Softwareentwickler lag es dann nahe, eine Problemlösung mit Software anzugehen. Eine Recherche zeigte damals, dass es nichts gab, das meinen Erwartungen entsprach.

Nach ungezählten meist nächtlichen Arbeitsstunden verfüge ich nun mit "Eye&Telescope" über ein Hilfsmittel, mit dem mich klarer Himmel nie mehr "kalt erwischt". Ich habe das Programm so gestaltet, dass es sowohl einem "projketorientierten" Beobachter (der sich gerne interessante Objekte auf die Merkliste setzt und dann die aktuell beobachtbaren heraussuchen lässt) als auch absolut unvorbereitet Nutzen bringt.

Meine Lieblingsweise der E&T-Nutzung geht so: ich öffne eine Sternkarte und lasse mir bereits beobachtete Objekte (kennt das Programm, weil es ein Logbuch führt) einzeichnen. So sehe ich auf einen Blick, wo "weiße Flecken" sind. Der Live-Blick an den Himmel zeigt, wie die Verhältnisse sind. Ich schätze die Grenzgröße (oder mache inzwischen in ein paar Sekunden eine Messung mit dem Sky Quality Meter, einem bezahlbaren Fotometer für die Himmelsqualität) und lasse mir in einer für mich interessanten Himmelsgegend diejenigen Objekte in die Karte zeichnen, die mit dem mitgenommenen Teleskop zu sehen sein sollten. E&T haut mir dann nicht Zigtausend Symbole in die Karte sondern was ich sehe wirkt sehr aufgeräumt und hat eine solide Erfolgschance. Ich kann mir mit ein paar Mausklicks anschauen, wie das Objekt in etwa im Okular aussehen sollte. Wenn ich das Objekt dann im Blick habe (wozu mir digitale Teilkreise meistens im Nu verhelfen, sonst geht's per Starhopping gleich in der Karte), kann ich gleich meinen Beobachtungseindruck im Log verewigen. Lohn der Mühe ist eine neue "Wegmarke" in der Karte, wo vorher noch ein weißer Fleck war.

Etwa die Hälfte der Nutzer bevorzugt Ausdrucke, die kann man sich nach Bedarf ebenfalls schnell und bedarfsgerecht erzeugen. Jeder wie er's lieber mag.

Ein wenig Technik erlaubt einem wirklich, viel relaxter und mit mehr Erfolgserlebnissen zu beobachten. Die Daten von mit E&T geplanten Objekten kann man sich bei Bedarf auf die beiden besten mobilen Programme "Planetarium" und "Astromist" rüberziehen, die generierten HTML-Seiten aus E&T kann man auf Wunsch auch mobil browsen (ist mir aber mit so wenig Bildschirmfläche zu unübersichtlich).

Aber so technisch geht's nicht immer zur Sache: wenn ich keine Lust auf das Gerödel mit dem Dobson und die Anfahrt zu meinem Platz habe, packe ich oft nur den kleinen ED80, den Okularkoffer und ein, zwei Kartenwerke ein (z.B. den Pocket Sky Atlas von Sky & Telescope oder den DSRA von Oculum). Alle eventuell gewünschten Daten oder Ephemeriden liefert der Palm oder MDA, ebenfalls ruckzuck und nicht schwerer als ein Jahrbuch.

Gruß und CS,
Tom
 
Tja, und so mache ich es:

Gutes Wetter?
Internet, Wetterkarten anschauen.

Teleskope stehen im Schrank in der Sternwarte und sind damit auf Außentemperatur.
Drehbare Sternkarte, was ist derzeit zu sehen?
Ausgedruckte Karten aus THE SKY herausnehmen zu den Objekten, die man beobachten kann.
- und bedingt durch meine Schlampigkeit:
habe zwischenzeitlich einen 5-lagigen, großen Koffer, in dem alles drinnen ist, auch ggf. notwendiges Werkzeug, dann vergisst man nichts.
- Akku Powertank immer geladen
- 12 Akkus (AA) immer in Reserve für alle Notwendigkeiten
- Liste von allem, was ich brauche, liegt im Koffer zur Nachkontrolle, damit ich auch wirklich nichts vergesse.
- wenn Zeit, nochmal die Karten abgrasen, wo fange ich an, was ist wann ab besten beobachtbar (Uhrzeit)
- Geräte vor dem Abendessen raus auf die Terasse in den Schatten.

Wenn ich, wie meist, von der Terasse aus beobachte, richte ich mir mein Umfeld dort auch noch bei Tageslicht ein:
- Stehpult für Sternkarten und den Laptop mit THE SKY (zur Sicherheit, wenn ich mal was nicht finde oder keine entsprechende Karte habe).
- Beobachtungsstuhl
- Klapptisch für den Astrokoffer, daß man sich nicht immer bücken muß, um an die Okus zu kommen.
- Rotlichtlampe um den Hals, im Koffer finde ich die sonst in der Nacht nicht oder nur schwierig mit "wühlen" im Koffer.
- Die Geräte so aufgestellt, daß sie sich nicht in die Quere kommen (8" und 12" Dob und das Miyauchi auf Stativ).

na denn, jetzt kann`s losgehen!

So, und wenn`s um das "SPONTANE" geht:
Miyauchi 20x77 auf das Stativ (steht immer neben der Türe) und raus damit. Habe ich Lust auf mehr, dann kommt der 8" f6 Dobson noch dazu. An Okus habe ich dann nur das 32 SWA von Meade und das 8,8mm UWA von Meade in der Tasche. Das reicht für`s kurze Glück am Himmel.


CS
Winfried

P.S.: in der Warte steht dann das 12"SC, aber das ist ja alles aufgebaut und das Umfeld ist bereits eingerichtet. Was ich geschrieben habe, bezieht sich auf die Terassen- oder Feldbeobachtung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Berberich:
- und bedingt durch meine Schlampigkeit:
habe zwischenzeitlich einen 5-lagigen, großen Koffer, in dem alles drinnen ist, auch ggf. notwendiges Werkzeug, dann vergisst man nichts.
- Akku Powertank immer geladen
- 12 Akkus (AA) immer in Reserve für alle Notwendigkeiten
- Liste von allem, was ich brauche, liegt im Koffer zur Nachkontrolle, damit ich auch wirklich nichts vergesse.
...


- Stehpult für Sternkarten und den Laptop mit THE SKY (zur Sicherheit, wenn ich mal was nicht finde oder keine entsprechende Karte habe).
- Beobachtungsstuhl
- Klapptisch für den Astrokoffer, daß man sich nicht immer bücken muß, um an die Okus zu kommen.
- Rotlichtlampe um den Hals, im Koffer finde ich die sonst in der Nacht nicht oder nur schwierig mit "wühlen" im Koffer.
- Die Geräte so aufgestellt, daß sie sich nicht in die Quere kommen (8" und 12" Dob und das Miyauchi auf Stativ).

Noch ein paar Anmerkungen oder vielleicht auch Anregungen:

mein Kleingeraffel lagert in zwei stapelbaren Plastikkisten im selben Schrank in dem das Unterteil des 14,5" Gitterrohrdobsons aufbewahrt wird. In den Kisten sind u.a. ein DIN A4-Ringordner mit diversen Karten (Karkoschka, Aufsuchkarten aus alten Interstellarum etc.), dünne aber warme Kletterhandschuhe, Mütze, Überhose (gut bei Wind), Telrad, Reservebatterien, Sucher, etwas Werkzeug und die Okularbox, die im Betrieb am Unterteil des Dobsons festgeschraubt wird. Wenn es losgeht: Rockerbox aus dem Keller holen (ist zu groß für die Tiefe des Schranks) und ins Auto stellen. Tubusunterteil passt in die Rockerbox. Tubusoberteil kommt da drauf und wird mit einem ausrangierten Anorak fixiert. Vorteil ist, dass ich immer eine warme Jacke dabeihabe, das hat im Sommer schon geholfen wenn es doch unerwartet kalt und wiindig wurde.

Die beiden Kisten, den Okularkoffer, ein Skisack mit den Tubusstangen und die beiden Höhenräder komplettieren das Fernrohrgeraffel. Dazu kommt dann noch der "Elektrokoffer" mit Notebook, Sky Commander, Encodern, Reserverbatterien, Displayfilter und Stromversorgungskabel. Eine Thermoskanne mit Tee und ein paar Snacks kommen immer gut, ich stehe da total auf die Cashews von Feinkost Albrecht.

Nicht zu vergessen: die Leiter für den Dobson die ich im Zenit brauche oder wenn kürzere Personen reinschauen wollen. Die Leiter kann man bei tieferstehenden Objekten aber auch als Stehhilfe einsetzen indem man sich auf eine Sprosse hockt. Nicht so bequem wie ein Stuhl, aber auch eine Entspannung für's Kreuz.

Ja das ist viel Geraffel. Wichtig ist dabei, dass man wichtige Dinge nie aus den Kisten oder Koffern herausnimmt. Und wichtig ist auch, dass man seinen Krempel so verpackt, dass man nicht allzu oft hin und her laufen muss. Je mehr loses Geraffel, desto höher die Chance irgendwas liegen zu lassen.

Meine letzte kleine Investition hat sich als sehr nützlich erwiesen: eine rote Stirnlampe. Viel zu hell zur Benutzung während der Beobachtung, aber Auf- und Abbauen geht nun erheblich schneller als vorher mit der Kartenlampe zwischen den Zähnen.

Wie auch immer: man sollte sich so organisieren, dass man Komfort einerseits und Gerödel andererseits für sich in ein gutes Verhältnis zueinander bringt. Wenn ich mal wenig Lust habe auf Gerödel reicht es, zweimal zum Auto zu gehen: Koffer mit dem ED80 und Okularkoffer, dann Stativ mit Skydob 3 beim zweiten Mal. Noch schneller gehts höchstens mit Fernglas alleine.

Gruß,
Tom
 
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