Vorgehensweise beim Stacking in PI mit und ohne Filter?

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Chorge1972

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Hallo!
Da ich nun eine Filterschublade besitze, sowie einen L-Pro Filter und einen DuoBand, würde mich interessieren, wie ich mit Pixinsight vorgehen muss… kann mich da jemand an die Hand nehmen? Danke!
Mein Plan wäre folgender:
Zunächst würde ich gern das Zielobjekt (ein Nebel) mit dem L-Pro, oder ganz ohne Filter für z.B. 1h ablichten. Aus diesem Summenbild nach dem Stacking würde ich dann die farbechten Sterne nutzen.
Im weiteren Verlauf der Nacht würde ich dann den DuoBandfilter nutzen, um daraus nachher das reine kontrastreiche Nebelbild zu generieren. Die Sterne aus diesem Bild würde ich verwerfen…
Beide Bilder (Nebel und Sterne) würde ich dann mit Pixelmath kombinieren.

Nun meine erste Frage: reicht für beides ein Satz Flats? Oder würdet ihr für jeden Filter jeweils kurz Flats machen? Dann würde ich erst Flats machen, dann mit L-Pro knipsen, weiter mit DuoBand, und am Schluss nochmal Flats. (Denn für die Flats muss das Teleskop bei mir Senkrecht stehen…)
Und: Wie bekomme ich die beiden Summenbilder in PI genau deckungsgleich? Ist vielleicht ne blöde Frage, aber ich weiß leider den Befehl nicht… Der Plan wäre: Erst Deckungsgleich zu machen, dann exakt gleich croppen, und dann jeweils weiterverarbeiten…

Oder ist diese Vorgehensweise völlig bescheuert, und man macht das ganz anders?!?!
 
Naja - für die Flats muss ich aber alles stoppen, denn sonst läuft alles blind weiter…
 
Hallo Jörg,

an sich muss man für jeden Filter gesondert Flats anlegen. Das ist die einzig saubere und korrekte Lösung. Im Grunde kannst du ja das Teleskop auch zwischendurch auf den Zenit richten. Heutzutage sucht man sich dank GoTo und Platesolving ja keinen Wolf mehr und verliert nur wenig wertvolle Belichtungszeit durch das kurze Hin- und Zurückfahren.
Wenn du nur die Sterne aus dem einen Bild verwenden möchtest, sind die Flats dafür vielleicht nicht unbedingt nötig. Es kommt so ein bisschen drauf an, ob die Optik stark vignettiert und ob du damit leben kannst. Ich würde immer Flats machen. Immer. Es sind die wichtigsten Korrekturframes und sehr gute Freunde.

Sofern du die Aufnahmen mit einer anständigen Astro-Aufnahmesoftware (NINA, SGP o.ä.) machst, kannst du die verwendeten Filter dort anlegen und bei der Aufnahmenplanung passend auswählen. Dann wird in der Fitsdatei diese Info hinterlegt und das WBPP-Script in PI wird die Aufnahmen nach dieser Information automatisch Gruppieren. Du erhältst ein Summenbild pro Filter, wobei beide Summenbilder bereits aufeinander registriert sind.
Solltest du ansonsten irgendwann mal Bilder aufeinander ausrichten müssen, lautet der Name des passenden Prozesses "Star Alignment".

Sofern die Aufnahmen selber keine Informationen über die Filter bieten, kann man sie auch manuell gruppieren. Das geschieht sehr einfach über den Datei- oder Verzeichnisnamen, wobei man dann in WBPP passende Keywords hinterlegen muss. In jedem Fall ist dieses Script eine großartige Sache. Ich lege alle Bilder einfach in passenden Ordnern ab und importiere dann das übergeordnete Verzeichnis. Fertig.
Ich empfehle aber (wie Dieter schon angeregt hat) dringend die umfassende Serie von Adam Block zu WBPP anzuschauen. Danach ist die Idee dahinter und die Vorgehensweise im konkreten Fall viel klarer.

Gruß
Sebastian
 
Hallo Jörg,

wenn Du zwischendrin nicht "unterbrechen" willst, nimm die L-Pro-Flats vor der Aufnahmesession auf und die DNB-Flats nach der Aufnahmesession.
 
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