Vorhandene Ausrüstung sinnvoll ergänzen

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SimonLilie

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Hallo zusammen,
nachdem ich mich ja letzte Woche vorgestellt habe geht es nun ans Eingemachte.
Ich habe vor Jahren mal mit dem Hobby angefangen, dann lag es eine Weile brach, nun habe ich das
Equipment wieder ausgegraben (mehr dazu im Vorstellungsthread.

Ich stelle mal vor was ich habe:

- GSO Dobson 200/1200 (habe ich mittlerweile entstaubt und so gut ich es eben hinbekommen habe justiert nach Anleitungen und Laser)
- 2" 26mm TS Optics 70° Okular (letzte Woche gebraucht erstanden)
- 1.25" 14mm Explore Scientific 82° Okular (letzte Woche gebraucht erstanden)
- 1.25" 25mm TS Optics Super Plössl (noch aus altem Bestand)
- SkyWatcher Star Adventurer Mini Wifi mit Gegengewicht
- Olympus OMD & Nikon D5300 Kamera
- Sirui Stativ für die Kamera

Was möchte ich kurzfristig?
Ich will neben dem Fotografieren die Zeit nutzen um selbst mit dem Teleskop zu beobachten, das bedeutet ich will mit ein paar
Okularen das Teleskop wider fit machen. Ich habe mich viel eingelesen und denke mit den Explore Scientific Okularen 82° mache
ich erstens nichts falsch falls ich später mal ein anderes Teleskop kaufe und zweitens erhoffe ich mir weniger nachschubsen zu
müssen.

Was möchte ich mittelfristig?
Da besteht der Wunsch nach einer schönen Montierung. Mir ist klar, dass eine Montierung für ein 9kg Newton so eine grenzwertige Sache
zwischen zu wackelig und die nächste Stufe mir zu teuer ist. Nach Recherchen könnte eine HEQ5, Exos-2 oder Explore Scientific Exos-2 in
Frage kommen wenn ich den vorhandenen Tubus ausschließlich optisch nutze.

Was möchte ich langfristig?
Vielleicht wirklich mal mit dem Teleskop fotografieren, dafür brauche ich eine vernünftige Montierung (siehe "mittelfristig") und oder ein
entsprechendes Teleskop. Ich kann momentan einfach nicht einschätzen ob mit dem GSO das ich habe die Fotografie lonht.

Jetzt noch ein paar Gedanken dazu:
- Ich könnte das GSO Dobson erstmal so lassen wie es ist und mit einem Apochromat/Achromat (Unterschied ist mir noch unklar, da beides als
Fototauglich beworben wird) Gewicht sparen und das dann auf eine leichtere Monitierung mit Nachführung packen.

- Ich könnte eine Montierung suchen, die das GSO Newton auch tragen kann, damit einfach beobachten und irgendwann fotografisch aufrüsten.
und erstmal nebenbei mit der vorhandenen SkyWatcher fotografieren kann. Irgendwann das GSO gegen was höherwertiges austauschen. Diesen
Ansatz favorisiere ich momentan.

Ich weiß momentan nicht so ganz was sinnvoll ist und suche auf dem Gebrauchtmarkt intensiv nach geeigneten Montierungen. Leider war mir vor
ein paar Wochen noch unklarer wohin die Reise gehen könnte und hier im Forum hätte ich eine geeignete HEQ5 gesehen.
Also wenn jemand was Gebrauchtes anzubieten hat ;)

Achso, da ich ich Frankfurt wohne und zu beobachten sowie zum Fotografieren rausfahren muss sollte das ganze einigermaßen mobil sein.

Besten Dank schonmal und einen schönen Sonntag!
 
Hallo Simon,

warum möchtest du den Dobson-Tubus unbedingt auf eine EQ-Montierung, wenn du ihn sowieso nur visuell nutzen willst? Wenn es dir um die Nachführung geht, gäbe es auch EQ-Plattformen zum Kauf oder auch selber bauen.

Z.B.: Dobsons bauen und Deep Sky, Reiner Vogel

Um den Dobson auf einer Montierung fotografisch zu nutzen, würde ich dann schon in die Richtung EQ6-R tendieren, aber dann bekommt das alles auch ganz schön Gewicht und du willst ja auch mobil sein.

Ich an deiner Stelle würde den Dobson so lassen wie er ist, evtl mit EQ-Plattform, und noch ein zweites Fotosetup aufbauen.

Grüße
Mathias
 
Hallo Simon,

Was möchte ich mittelfristig?
Da besteht der Wunsch nach einer schönen Montierung. Mir ist klar, dass eine Montierung für ein 9kg Newton so eine grenzwertige Sache
zwischen zu wackelig und die nächste Stufe mir zu teuer ist. Nach Recherchen könnte eine HEQ5, Exos-2 oder Explore Scientific Exos-2 in
Frage kommen wenn ich den vorhandenen Tubus ausschließlich optisch nutze.
Die Idee hatte ich auch mal, meinen Newton aus der Rockerbox zu nehmen und auf meine EQ-6 R zu packen.
Rohrschellen und Prismenschiene besorgt und drauf gepackt.
Vom Gewicht her, der Newton liegt bei ca. 10Kg, sicherlich kein Problem.
Der Hebel bei dieser "Kanone" ist das Problem.,
Auch der Einblick in das Okular ist sehr unkomfortabel.
Selbst mit eingezogenen Stativbeinen ist der Einblick recht hoch und kann parallaktisch montiert auch sehr variieren.
Rein visuell mag es vielleicht noch mit einer EQ-6 R gehen, aber fotografisch, bin ich der Meinung, nö.
Und wie Mathias schon geschrieben hat, mobil ist für mich auch was anderes.
 
Vielen Dank für eure Meinungen, das hilft mir ungemein weiter. An die Sache mit dem Hebel und dem Einblick
hätte ich z.B. erstmal gar nicht gedacht.

Der Hinweis mit der Selbstbau EQ-Plattform ist sehr gut und ich lese mich gerade intensiv ein.

Beste Grüße,
Simon
 
Hey Simon,

ich hab mit der EQ Plattform keine gute erfahrung gemacht wenn du mal versehentlich drann kommst kanst du sowohl Teleskop als auch Platform neu ausrichten.
Auserdem musst du sie jedesmal raustragen.
Das mit den Rohrschellen kaufen ist auch nicht so einfach die müssen speziell angefertigt werden, dass kan durch aus 200 Euro kosten.
Da lieber den Dobson Verkaufen EQ6/vergleichbares vielleicht gebraucht kaufen neuen Tubus, welcher alles hat aufmaunten.

Clear Skies
Felix
 
wenn du mal versehentlich drann kommst kanst du sowohl Teleskop als auch Platform neu ausrichten.
Da muss man aber schon ordentlich dagegentreten, dass man alles verstellt ;) Bin selber ab und an etwas tollpatschig und stolper über meine Kabel, Zubehör usw. drüber, aber das ist mir noch nicht passiert. Bin auch der Meinung, das man die Plattform nur so Pi x Daumen ausrichten muss, damit man eine einigermaßen Nachführung hat. Mach ich bei mir immer nach Ausrichtung der Sat-Schüssel, dann passt das schon.

Grüße
Mathias
 
Das mit darüber stolpern oder dagegen stoßen ist aber nicht nur ein "Problem" mit EQ-Plattformen.
Kann Dir genauso mit einem Stativ passieren.
 
Naja, ich bin auch ein Tollpatsch und hab es schon geschafft des Nachts gegen meine Stativbeine zu laufen, aber da muss ich durch. Ich finde den Ansatz mit EQ Selbstbau und nebenbei Fotografisch was aufzubauen auch sehr gut. Bin mir jetzt uneins ob Newton oder Refraktor, trotz allem wäre mir wichtig, dass man den Refraktor z.B. für Reisen auch zur Beobachtung nutzen könnte. Ich überlege wo da jetzt ein sinnvoller Einstieg wäre und schaue mir gerade mal die Produktpaletten den Händlern an. So ein Refraktor scheint mir auch um einiges leichter zu sein, bei Einbußen der Öffnung. Aber die Kamera kann man ja auch schlicht länger belichten lassen, oder ist diese Grundidee falsch?

Beste Grüße,
Simon
 
Hallo Simon,

der Ansatz "zweigleisig" zu fahren ist sicherlich gut.
Ein Setup für das rein visuelle Beobachten. Da wäre Dein vorhandener Dobson schon gut für.
Telrad oder 90° Winkelsucher drauf, die von Dir erwähnten Okulare und fertig.
Grundsolides und stabiles System.

Ein weiteres Setup für die Fotografie.
Was man da her nimmt, da bin ich nicht der richtige Informant für.

Was Refraktoren angeht, da rennst Du bei mir offene Türen ;) ein.
Was da jetzt besser ist für Fotografie, Refraktor FH (Farbfehler) oder ein Apo (nahezu farbrein, teuer), kann ich nicht sagen.
Denke mal so bis 1000mm Brennweite sind die auch auf Reisen noch gut zu verstauen (Auto).
Sind schlichtweg schlanker als so eine Newton "Tonne" ;).
Dennoch, so ab 900mm Brennweite ist da schon Anspruch an die Montierung. Der Hebel halt wieder.
Gewichtsmäßig schlagen die in der Größenordnung nicht so zu Buche.
Haben kurze Auskühlzeit, praktisch sofort einsetzbar.
Recht wartungsarm, was sicherlich Händler abhängig ist, ob der den vor dem verschicken zu Dir schon mal aus dem Karton holt und kontrolliert. Kann aber sicherlich nachgefragt werden.

Refraktor in RockerBox hab ich noch nicht gesehen.
Kurzbauende auf Alt/AZ gibt es so im Set zu kaufen.
Würde aber den Einzelkauf einer Montierung vorschlagen.

Meine beiden FHs, 120/600 und 120/1000, betreibe ich auf einer Alt/AZ GoTo.
Ist eine iOptron AZ Pro GoTo. Wermutstropfen, liegt preislich im Bereich der EQ-6 R.
Trägt aber noch einen 127/1200 Refraktor (auch vorhanden) fürs Visuelle annähernd zitterfrei.
 
Servus,

eine AZ-Montierung ist aber fürs Fotografische nicht geeignet, speziell für DSOs. Planeten und Mond wäre machbar.

Den Dobson noch mit einem Telrad ausrüsten ist eine sehr gute Idee. Deep Sky Reiseatlas noch dazu und du hast sehr schnell Erfolgserlebnisse mit dem Bonus, dass du den Himmel kennenlernst. Das kann man auch wiederum zum Fotografieren gut gebrauchen und man könnte sich eine GoTo-Steuerung sparen und dieses Geld evtl. in was anderes investieren.

Fürs Fotografieren hab ich einen 6" f/5 Newton auf NEQ5, bin hier aber selber noch Anfänger. Zur Reisetauglichkeit: er ist nicht schwer, braucht aber, wie Mathias schon erwähnt hat, Platz. Ist aber mMn in der Anschaffung günstiger, als ein APO.

Grüße
Mathias
 
Könnt ihr mir einen Reiseatlas empfehlen? Ich hätte einfach Stellarium auf dem Laptop mitgenommen. Telrad hab ich mir durchgelesen, scheint sinnvoll zu sein.

@Mathias, du machst also Fotos mit dem GSO Photon 6"? Braucht man da ein besonderes Okular oder Korrektor oder Flattener (den eher nicht, da man den nur für Refraktoren braucht?)?

Echt mal vielen Dank für die ganzen Tips!

Grüße,
Simon
 
Hi Simon,

Reiseatlas:

Und evtl. als Ergänzung noch den Reiseführer dazu:

Bzgl. des Fotografierens: ich bin wie gesagt noch blutiger Anfänger in Sachen Astrofotographie und bin froh, wenn zumindest das richtige Objekt drauf ist ;) ...also nicht ganz sooo schlimm, aber es ist noch genügend Luft nach oben. Koma-Korrektor wird bei mir irgendwann noch kommen, aber bis dahin ists noch ein bisschen. Extra Okular ist nicht notwendig. Ich hab die EOS1000D mit T2 auf 2" im OAZ und los geht's.

In puncto Fotografie können aber bestimmt die Profis hier noch genaueres sagen.

Grüße
Mathias
 
Die beiden Bücher hätte ich auch vorgeschlagen :D(y).
Was schön ist am Reiseatlas, da sind die Telradkreise abgebildet auf den Karten.
Es muss nicht zwingend das original Telrad sein.
Der Omegon Radiant ist günstiger.
 
Hi Simon,
ich verstehe Deine Gedanken gut und auch Deine Euphorie, aber wenn das richtig sehe, stehst Du insgesamt noch eher am Anfang. Daher wage ich auf Basis meiner vielen und langen Erfahrungen die These, dass Dein finaler Weg nicht feststeht und Du Stand heute manches anders beurteilst als Du es mit 2 jahren mehr an intensiven Erfahrungen tun würdest.
Zunächst Frankfurt: FFM ist ein Lichts... und stört selbst hier in MZ noch gewaltig. Wenn Du hier was sehen willst - und im gewissen Rahmen betrifft es auch die Fotografie - wirst Du raus fahren müssen/wollen.
Das ist in der ersten Euphorie oft auch kein Ding, aber mit der Zeit stört es viele insbesondere dann, wenn die Gerätschaften aufwendig und schwer sind. Und damit meine ich das was Du als Zielkombi im Auge hast. Zu Zeiten als die Dobsons hier gerade erst aufkamen für die breite Masse, hatten die Mehrheit der Leute die ich kenne - und das waren da schon sehr viele - Kombis wie 8" f/5 auf HEQ5 bis 12 Zoll f/5,3 auf EQ6 und das mobil. Heute, ackert keiner in meinem Umfeld mehr damit und nahezu jeder begründet es mit dem Transport. ich selbst auch.
Was ich damit sagen will, fang erst mal visuell an und fahre raus. Kauf dazu z.b. die angedachten Okulare und beobachte. Achte auf Dich selbst und das Thema Transport. ;)
Fotofrafisch würde ich klein anfangen und derzeit noch nicht in den Fokus stellen.
Viel hilft es Anschluss zu haben.
In FFM kannst Du ja mal meinen Kumpel Oli anschreiben. Er macht beides und das auch schon seit Jahrzehnten und vllt könnt ihr ja mal zusammen rausfahren. Kontakt via www.estelar.de
CS
 
Hallo Antares,
ich will dir da absolut zustimmen und bedanke mich auch hier bei allen im Forum für die gute Beratung. Klein angefangen fotografisch habe ich ja schon und die Ergebnisse haben mich durchaus euphorisiert.
Derzeit schiele ich nach einem kleinen APO Refraktor den man fotografisch nutzen kann und auch leichter rausbringen kann.
Stichwort Mobilität... Ich lese mich gerade in den 72/432 Apo mit FPL-53 verschiedener Marken ein.

Beste Grüße,
Simon
 
Hi SImon,
schreib Oli mal an. Von Ihm kannst Du nur profitieren.
Er hat oder hatte einen Pentax 75 SDHF und damit viel fotografiert. Die Bilder sind online.
Den 72 mm von TS mit FPL53 hab ich selbst hier, aber fotografisch kaum verwendet. Ich habe auch den Reducer/Flattner nicht. Das Teleskop selbst ist gut für Großfeld und visuell fast frei von Farbfehlern.
CS
 
Danke Antares, das werde ich mal machen. Inzwischen ist noch ein TS WA 32mm 2" Okular gebraucht gekauft dazugekommen.
Jetzt warte ich eigentlich nur noch auf besseres Wetter.

Bezüglich des Suchers, sollte das auf jeden Fall ein Telrad(Klon) sein oder ist es eigentlich egal? Könnte evtl. einen EZ-Finder II bekommen.

Beste Grüße,
Simon
 
Hallo Zusammen,
es ist ja nun eine Weile her aber es hat sich ein bisschen was getan. Ich habe ein Explore Scientific APO 80/480 und eine Exos-2 Auf Ebay Kleinanzeigen ergattern können und nun auch endlich erste Erfahrungen damit sammeln können. Es war Wochenlang schlechtes Wetter vorher und sogar bei einen Kurzurlaub im Schwarzwald war es bewölkt. :(

Aber an zwei WE konnte ich dann endlich mal raus damit und habe erstmal eine halbe Nacht einfach nur visuell erstaunt damit beobachtet und dann nochmal Andromeda fotografiert. Und der Mond war auch dabei.

Ich bin schon richtig begeistert gewesen.

Auf dem Andromedabild sind allerdings eigenartige "bunte Blitze" entstanden, kann jemand erklären was das ist?
Kamera war eine Nikon D5300.

Vielen Dank und viele Grüße,
Simon
 

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