Remirat
Aktives Mitglied
Hallo,
hier stelle ich meinen selbst gebauten Helical Crayford 2" Auszug vor.
Anstoss einen OAZ selbst zu bauen war der möglichst kostengünstige Umbau eines 6"f6-Newtons (rein visuelle Nutzung)von GSO zur Verkleinerung der Obstruktion von 50 mm (+ GSO FS-Fassung :mauer: ) auf 35 mm. Hierzu war die Verringerung des Abstandes der Brennebene zur optischen Achse von ca. 220 mm auf ca. 160 mm und damit die Verlängerung des Abstandes OAZ zu HS erforderlich. Dazu waren weder der GSO-Tubus (zu kurz) noch der GSO-OAZ (zu lang) zu gebrauchen.
Für den Tubus habe ich einen Skywatcher alten 6"f8 geschlachtet, der neben einem 35 mm Fangspiegel samt Spinne auch noch einige mechanische Vorteile mitbrachte. Man verzeihe mir diesen Frevel.
Für den OAZ bot sich keine derartige Möglichkeit und der Kauf eines flachbauenden 2" herkömmlichen Crayfords war mir zu teuer. So kam mir der Gedanke einen herkömmlichen Crayford selbst zu bauen. Nach einiger Recherche erinnerte ich mich an das Helical-Crayford-Prinzip, welches mich ob seiner Einfachheit gepaart mit großer Steifigkeit sehr fasziniert. Also ab an den Werktisch!
Material:
- 9 mm Birkenmultiplex für die Basis (2x gespachtelt, 3x lackiert)
- 16 mm MDF für den Lagerring (wie oben)
- Alurohr 55 x 2,5 x 62 mm (Abgedreht und auf 2" aufgedreht von User Eike82 (Danke!), schwarz anodisiert (eloxiert) von mir (1. Mal))
- 6 Kugellager 623ZZ (Da= 10 mm, Di=3mm, h=4mm)
- 3 Messingwellen 3 mm (l~ 34mm)
- 3 M3 x 40 Zylinderkopfschrauben + 9 U-Scheiben
- 21 M3 Muttern
Technische Daten:
Lagerneigung: ~3°
Hub: ~10mm/Drehung
Mindestbauhöhe: 43 mm über Basis
Verstellweg: ~20 mm
Gestern war Firstlight. Der OAZ läuft geschmeidig und feinfühlig, die fehlende Feststellmöglichkeit bereitet bei der Beobachtung kein Problem. Die schweren Okulare (22er LVW, 36er Hyperion asph.) werden mühelos getragen; da wackelt nix. Einzig beim 5er Planetary (180x)konnte ich feststellen, dass der OAZ ganz leicht zu eiern scheint. Ich führe das auf das stranggepresste Alurohr zurück. Ein gedrehtes Rohr müsste Abhilfe schaffen. Ob das Eiern merkbaren Einfluss auf das Beugungsbild hat, konnte ich nicht feststellen(dazu müsste auch wohl mal noch eine kürzere Brennweite her), da das System vermutlich noch an FS-Asti (FS orig. flächig geklebt) leidet.
Nach der Beobachtung habe ich im Licht ganz geringe Schäden an der Eloxalschicht durch Schmutz auf den Lagern festgestellt. Das Rohr sitzt aber auch stramm zwischen den Lagern. Hier sollte harteloxieren helfen und vieleicht sollte ich doch noch eine Verstellung der Klemmung ähnlich wie beim HC-2 von Kineoptics ausarbeiten.
Fazit:
Ich bin bis auf die genannten Kritikpunkte sehr mit dem OAZ zufrieden!!!
Aber auch das neue Gesamtsystem überzeugt gegenüber dem Originalen von GSO (außer dem FS-Asti)!
Viele Grüße
Werner
hier stelle ich meinen selbst gebauten Helical Crayford 2" Auszug vor.
Anstoss einen OAZ selbst zu bauen war der möglichst kostengünstige Umbau eines 6"f6-Newtons (rein visuelle Nutzung)von GSO zur Verkleinerung der Obstruktion von 50 mm (+ GSO FS-Fassung :mauer: ) auf 35 mm. Hierzu war die Verringerung des Abstandes der Brennebene zur optischen Achse von ca. 220 mm auf ca. 160 mm und damit die Verlängerung des Abstandes OAZ zu HS erforderlich. Dazu waren weder der GSO-Tubus (zu kurz) noch der GSO-OAZ (zu lang) zu gebrauchen.
Für den Tubus habe ich einen Skywatcher alten 6"f8 geschlachtet, der neben einem 35 mm Fangspiegel samt Spinne auch noch einige mechanische Vorteile mitbrachte. Man verzeihe mir diesen Frevel.
Für den OAZ bot sich keine derartige Möglichkeit und der Kauf eines flachbauenden 2" herkömmlichen Crayfords war mir zu teuer. So kam mir der Gedanke einen herkömmlichen Crayford selbst zu bauen. Nach einiger Recherche erinnerte ich mich an das Helical-Crayford-Prinzip, welches mich ob seiner Einfachheit gepaart mit großer Steifigkeit sehr fasziniert. Also ab an den Werktisch!
Material:
- 9 mm Birkenmultiplex für die Basis (2x gespachtelt, 3x lackiert)
- 16 mm MDF für den Lagerring (wie oben)
- Alurohr 55 x 2,5 x 62 mm (Abgedreht und auf 2" aufgedreht von User Eike82 (Danke!), schwarz anodisiert (eloxiert) von mir (1. Mal))
- 6 Kugellager 623ZZ (Da= 10 mm, Di=3mm, h=4mm)
- 3 Messingwellen 3 mm (l~ 34mm)
- 3 M3 x 40 Zylinderkopfschrauben + 9 U-Scheiben
- 21 M3 Muttern
Technische Daten:
Lagerneigung: ~3°
Hub: ~10mm/Drehung
Mindestbauhöhe: 43 mm über Basis
Verstellweg: ~20 mm
Gestern war Firstlight. Der OAZ läuft geschmeidig und feinfühlig, die fehlende Feststellmöglichkeit bereitet bei der Beobachtung kein Problem. Die schweren Okulare (22er LVW, 36er Hyperion asph.) werden mühelos getragen; da wackelt nix. Einzig beim 5er Planetary (180x)konnte ich feststellen, dass der OAZ ganz leicht zu eiern scheint. Ich führe das auf das stranggepresste Alurohr zurück. Ein gedrehtes Rohr müsste Abhilfe schaffen. Ob das Eiern merkbaren Einfluss auf das Beugungsbild hat, konnte ich nicht feststellen(dazu müsste auch wohl mal noch eine kürzere Brennweite her), da das System vermutlich noch an FS-Asti (FS orig. flächig geklebt) leidet.
Nach der Beobachtung habe ich im Licht ganz geringe Schäden an der Eloxalschicht durch Schmutz auf den Lagern festgestellt. Das Rohr sitzt aber auch stramm zwischen den Lagern. Hier sollte harteloxieren helfen und vieleicht sollte ich doch noch eine Verstellung der Klemmung ähnlich wie beim HC-2 von Kineoptics ausarbeiten.
Fazit:
Ich bin bis auf die genannten Kritikpunkte sehr mit dem OAZ zufrieden!!!
Aber auch das neue Gesamtsystem überzeugt gegenüber dem Originalen von GSO (außer dem FS-Asti)!
Viele Grüße
Werner