Vorstellung Umbau GSO 8" f/6 zum Planetenteil

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budget_hubble

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Hallo!

Ich wollte nur kurz mein fertiggestelltes Scope vorstellen.
Auslegung als Planetengerät


Link zur Grafik: http://www.flickr.com/photos/tal100r/7988006260/in/photostream

Link zur Grafik: http://www.flickr.com/photos/tal100r/7988002401/in/photostream/

Link zur Grafik: http://www.flickr.com/photos/tal100r/7988006856/in/photostream/

die Bauteile:

GSO Hauptspiegelzelle
GSO Low-Expansion Spiegel
GSO Abschlußring vorne
Skywatcher Rohrschellen
Horst Becker Carbon Fangspiegelhalter mit gerändelten Justierschrauben
Atares Optics 33mm Fangspiegel
Kineoptics Helical Craford HC-1
Lichtfalle gegenüber dem OAZ
Neumann Hartpapiertubus 3,5mm Wandstärke
120mm Lüfter saugend hinten

Die Daten:
ausgelegt mit newtwin

Gewicht des reinen Ota 8,0 kg
Gewicht mit kleinem Sucher, Rohrschellen und Vollalu-Prismenschiene 9,9 kg
Obstruktion 16,5%
100% ausgeleuchtetes Bildfeld 9,5mm

Die Besonderheiten:

- Die Skywatcher-Rohrschellen sind etwas größer im Durchmesser, was sich perfekt mit der zum Original-Stahlblechtubus erhöhten Wandstärke ergänzt.
- Lichtfalle gegenüber dem Okularauszug
- Auskleidung mit Veloursfolie
- Bohrung gegenüber dem OAZ zur genauen Ausrichtung des OAZ
- sehr niedriger OAZ mit mit einer Höhe der Brennebene über dem Tubus von 33mm


Der Tubus wurde mehrfach mit eingefärbter Möbelpolitur behandelt, weil meine Lackierfertigkeiten sagen wir mal..katastrophal sind. Jetzt sieht das ganze mit etwas Phantasie nach einem Holztubus aus.

Was ich aus diesem Prokjekt gelernt habe:

Die Horst Becker-Spinne ist wirklich erstklassig und läßt sich fast ohne Kraft sehr feinfühlig über die Rändelschrauben justieren.
Man hätte mit der Wandstärke noch mindestens einen halben Milimeter runtergehen können, was nochmal fast ein halbes Kilo gespart hätte.
Der Kineoptics OAZ ist ein wirklich erstklassiger Okularauszug fürs visuelle. Preiswert, extrem leicht und feinfühlig ohne viel Reibung einzustellen.
Der Newton wird durch das Abspecken, die andere Massenverteilung und den leichtgängigen Okularauszug noch recht passabel von einer EQ-5 getragen. Fokussieren ohne großes Gewackel.


Und...wie immer fällt aufgrund des schlechten Wetters das first-light aus ;-) Zumindest bei Tagbeobachtungen auf höhere Entfernungen komme ich ziemlich genau am berechneten Fokuspunkt raus. Und ein gutes Bild beim obligatorischen Tannennadeltest.

lg, martin
 
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:super: :super: :super:

Die Lichtfalle gefällt mir besonders gut.
 
danke für euere kommentare!

werner kann man nix verheimlichen ;-) die mittenmarkierung ist tatsächlich etwas zu groß für meinen geschmack. hab sie heute früh um ein paar punkte mit dem edding ergänzt, die man aber wiederum mit der barlowed laser-methode schlecht sieht. da wird noch eine kleine geschwärze kunststoffunterlegscheibe angeklebt.

für heute ist aber erstmal schluß!
 
Hallo Martin,

ein tolltes Projekt. Bin gespannt auf Deine ersten Beobachtungsberichte.
!!
8" bei F/6 sind ja so schon recht gut in unseren Breiten und liefern nadelfeine Sterne. Ich bin mal gespannt, was Du über den kleineren Fangspiegel zu berichten weißt.

CS,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Martin,

...Die Horst Becker-Spinne ist wirklich erstklassig und läßt sich fast ohne Kraft sehr feinfühlig über die Rändelschrauben justieren...

wenn man die Spinne aus dünnen Stahlbech macht und dazu noch so, dass sich jeweils zwei Spinnenarme außerhalb der Rohrachse berühren dann wird das das ganze wesentlich steifer. Man kommt dann für einen 8- Zöller ohne Probleme mit nur 0,5 mm dicken Spinnearmen aus.

Gruß Kurt
 
hi, werner!

es ist in der tat so, daß ich es mit der lichtfalle hab drauf ankommen lassen und nicht viel gerechnet habe. sie ist jedoch leicht abnehmbar und war recht schnell gemacht.
ich hatte aber schon mal eine identische lichtfalle an einem 150/1200 skywatcher knapp gebaut und gesehen, daß keine randabschattung am mond und planeten -sichtbar- war. habe nur 1,25" plössl und orthos, keine weitwinkelokus.

es gibt zur lichtfalle einen ganz einfachen, recht aussagekräftigen tagtest. der ungerichtete streulichtanteil am tage ist sehr hoch. einen kleinen gegenstand in den waagrechten tubus legen (z.b. feuerzeug) und mal den schatten dieses gegenstandes mit der helligkeit der unabgeschatteten veloursfolie durch den oaz betrachten. ein deutlicher unterschied. ob praxisrelevant, muß jeder für sich entscheiden.

am sterntest, nur intrafokal war am 8"f6 erkennbar, daß der okularauszug etwas in den strahlengang ragt, sonst aber keine auffälligkeiten, sondern sehr scharf abgetrennte, gleichmäßige beugungsringe (mit einer kleinen auffälligkeit am rand (laienhaft)), wie ich sie bisher nur von einem refraktor kannte.
ich hab mich zunächst gegen die kürzung des oaz-rohrs entschieden und dafür den spiegelrand in der breite der hauptspiegelklammern um 4mm abgedeckt. somit steigt die obstruktion auf 17% und er spiegeldurchmesser fällt um 4%.

da mein teilüberdachter balkon derzeit für planeten nicht nutzbar ist, kann mich nur auf mein über jahre gebildetes -gefühl- bei der tagbeobachtung verlassen. betrifft das auskühlverhalten und den kontrast. ich habe meine paradeobjekte. weit entfernte tannen, einen funkturm mit abspannseilen und schrauben, aufkleber auf straßenschildern. usw. und mein gefühl sagt: besser kanns nicht mehr werden. auch der orion.uk 8"f8 wird ziemlich wahrscheinlich nicht mithalten können.


@ kurt:

glaube ich dir, hatte aber im werken einen gnaden-vierer ;-)


lg, martin
 
hallo an alle!

heute das oaz-rohr um 6mm gekürzt. immer noch reichlich backfokus vorhanden.

zur vignettierung der blenden:

ich hänge gerade seit einer viertel stunde am wabernden mond und habe mir nochmals mit einem 10mm kasai hc-ortho (für mich das größte oku, daß eingesetzt werden soll) die bildfeldausleuchtung genauestens betrachtet. es ging ja um die frage, ob die blenden -visuell- zu einer sichtbaren vignettierung führen und da ist beim besten willen nichts von einer abschattung sichtbar. wie tolerant das ganze ist, zeigt sich, wenn man eine komplette hand davor hält und man minimal etwas sieht. der intes mn86 im vergleich hat übrigens ganze 2.6 mm ausgeleuchtetes 100% feld.
als first-light würde ich das ganze keinesfalls ansehen. das teil soll am jupi zeigen, was es kann (und sich gegen dem mn76 schlagen). der anspruchsvollste und reizvollste planet für mich.

was zeigt ein mn76 auf meinem balkon: 20 minuten im winter auskühlen lassen. die hauptbänder wirken sofort deutlich ausgefranst, strukturen in den bändern werden sichtbar. nach und nach können auch weitere schwächere bänder gehalten werden. nach einer dreiviertel stunde bis einer stunde ist das teil ohne lüfter ausgekühlt. wenn das seeing zuschlägt, gibts dann für sekunden gefühlte hubble-mäßige bilder mit enormem kontrast und einer wahnsinns-detailfülle.

lg, martin
 
hi,

ein rotationsring:

letztes werk, ein rotationsring aus polyethylen-wasserrohr und endlosschellenband. siehe auch unter wilcox rings in den amerikanischen foren. funktioniert in verbindung mit dem sehr runden tubus richtig gut und verhindert ganz einfach das durchrutschen des tubus beim verdrehen. auch, wenn das scope vertikal angestellt ist. kann man übrigens noch weiter ausbauen mit einem zweiten gegenring und immer leicht geöffneten tubusschellen, wobei die tubusklemmsschrauben mit einem distanzstück zwischen den schellenhälften sicherheitshalber geklemmt werden sollten.

http://www.flickr.com/photos/tal100r/8039835962/in/photostream
http://www.flickr.com/photos/tal100r/8039828213/in/photostream/

die okularauszugblenden konnten übrigens nicht vignettieren, der fangspiegel in verbindung mit der spiegelblende bestimmt das ausgeleuchtete feld.

lg, martin
 
Warum soll dein 8"f6 besser sein wie dein 8"f8?
Falls du mit deinem Orion 8" nicht zufrieden bist, solltest du vielleicht mal neu justieren und evtl. reinigen.

Wenn mein 8"f8 ausgekühlt ist, dann braucht er sich vor einem Apo nicht zu verstecken. Leider kann man hier nur extrem selten die Leistung eines solchen Gerätes nutzen, da das Wetter und seeing nicht mitmacht.
 
hi, die intention dieses threads war nie, den gso als wunderwaffe herauszustellen, sondern war eher als eine machbarkeitsstudie und anregung gedacht. das teleskop macht richtig spaß, ist aufgrund des low-expansion-spiegels extrem schnell einsatzbereit und es hat vorallem an sehr an persönlichkeit und persönlicher verbindung gewonnen. alleine das handling auf der eq-5 ist absolut klasse.

die beurteilung des orion.uk ist das ergebnis bei der mondbeobachtung und der tagbeobachtung. -meinem- orion fehlt das letzte quäntchen schärfe gegenüber dem mn76 u. mn56 und dem gso (in dieser reihenfolge, unterschiede marginal), was sofort unangenehm auffiel. weiterhin fiel auf, daß beim orion, der soweit im serienzustand ist, deutlich mehr auf saubere auskühlung geachtet werden muß. vielleicht ist es der enge tubus, jedenfalls hatte ich bisher noch kein so extremes tubusseing erlebt. ich schau mir bei jedem scope auch das verhalten während der auskühlphase an, um mögliche fehlerquellen zu erkennen.
dies ist jedoch kein abschließendes urteil und so war es auch formuliert. der orion.uk ist ein relativer neuzugang.
übrigens ist der hauptspiegel des orion nicht sauber auspoliert. auf einer seite am rand sieht man noch leichte spuren vom schleifen.

erst am jupiter gibts das abschließende urteil.
derzeit geht wegen morgennebel nichts, üblicherweise gehts erst gegen winter richtig los.

justage und sauberer spiegel und starker lüfter versteht sich von selbst. falls jemand aus aschaffenburg +100km kommt, würde mich gerne zu einem informellen "showdown" treffen. wer hat lust?

lg, martin
 
Das mit dem Auskühlen könnte ich noch nachvollziehen.
Mein Tubus braucht auch ziemlich, er wurde aber auch vom Vorbesitzer mit Luftpolsterfolie isoliert.
Polierspuren sind imho vernachlässigbar.
Wichtig ist, dass gut justiert wird und kein Asti vorhanden ist. Ich hatte mal meine HS ausgebaut und die Filz-Spiegelhalterungen etwas angezogen, weil der Spiegel leichtes Spiel hatte - das Ergebnis war sofort ein schlechteres Bild.
Ich konnte es kaum glauben, dass ein leichter Druck schon einen Asti gibt...naja den Druck wieder etwas zurückgenommen und die Sternscheiben sahen wieder perfekt aus.
 
hi, peter

du bist übrigens der, der mich auf den orion.uk gebracht hat. vom gesamtkonzept her ist das teil gut. sehr leicht, immer noch relativ handlich, justierstabil, der tubus auf alle fälle stabiler wie der gso crayford.

verspannt ist da nichts. unter den klammern ist großzügig luft, der spiegel kann leicht klappern.
was da los ist, interessiert mich selbst am meisten. also sterntesten.



lg, martin
 
Wenn der Spiegel zu viel Spiel hat, dann ist die Justage natürlich im Eimer, wenn man umschwenkt.
Die Auskühlzeiten vom f8 sollten übrigens trotz allem deutlich unter denen geschlossener Systeme, wie den von dir erwähnten Maks, sein.
Mein Tubus ist wurde vom Vorbesitzer innen ausgekleidet und aussen isoliert. Der Fangspiegel wurde noch aussen geschwärtzt und der Auszug hat einen Motorfokus - macht das Scharfstellen deutlich leichter, bei sehr langen Brennweiten.

Warte einfach mal gutes Seeing ab und dann vergleiche die beiden Geräte. Wird sicher nicht so einfach, da die Brennweite eben unterschiedlich ist und du mit unterschiedlichen Okularen arbeiten musst.
 
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