Vorstellung und natürlich gleich einige Fragen

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Zyklop

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Hallo zusammen,

mein Name ist Peter, ich bin 35 und seit einigen Wochen beschäftige ich mich wieder mit der Astronomie.

Nachfolgend einige Infos zu mir - hoffe nicht zuviel Text.

Mein erstes Teleskop war ein kleiner Refraktor 50/300 von Photo Porst Anfang der 90er. Einige Jahre später hatte ich mir ein Bresser 114/1000 oder 900 mit parallaktischer Montierung und Holzstativ geholt für 400 DM, welches ich aber nach einigen Jahren verschenkt habe. Behalten habe ich davon nur das 20mm Okular, welches ich in letzter Zeit zusammen mit einer 1000mm MAK-Russentonne zur Plantenbeobachtung verwendet habe. Der Spiegel wurde von mir entspannt usw. aber richtig zufrieden bin ich mit der Optik nicht und Planetenfotos zeigen keine Details, Mondfotos sind ok.

Für einige Tage hatte ich mir nun ein Bresser Arcturus 60/700 geliehen...die Optik ist für den Preis okay, es hat aber eine katastrophale Montierung - ich hätte das Teil am liebsten kleingesägt...

Meine ersten Astro-Fotografieversuche liegen schon länger zurück. Anfang der 90er habe ich noch analog mit Diafilm stundenlange Belichtungen gemacht und mir dann mit dem Mikroskop die Striche angeschaut....

Ich bin nun soweit, dass ich mir etwas gescheites kaufen möchte.
Da ich mich viel mit Fotografie beschäftige, denke ich mal, dass ich auch viel Astrofotografie betreiben werde.
Hierzu habe ich mir natürlich unter anderem auch die http://astrofotografie.hohmann-edv.de/grundlagen/ Seite durchgelesen.

Derzeit habe ich eine EOS 450D, mein bestes Glas ist ein 85/1.8 ansonsten gibts diverse Zoom-Objektive. Leider funktioniert mein Sigma 300/4 Apo Tele nur mit Offenblende an meiner 450D und Sigma bietet kein Rechipping an. Fotos damit sind dadurch ziemlich weich.
Als Stativ verwende ich ein Berlebach Holzstativ mit Kugelkopf.

Als Limit habe ich mir mal grob 500Euro gesetzt.
Ich habe an Planeten und Deep Sky Interesse.
Da ich am südlichen Rand des Schwarzwalds wohne, hoffe ich auf gutes Seeing ohne lange Autofahrten.
Ich ziehe demnächst um und wohne dann am Dorfrand mit einen Balkon mit sehr weitem Blick nach Norden und Osten ohne Nachbarhaus und vielen Strassenlaternen - dies wird der Haupteinsatzort sein.
Einem örtlichen Astro-Club habe ich mich bislang nicht angeschlossen - wüsste auch nicht wo einer wäre.
Meine bisherigen Recherchen haben mich zu folgenden Geräten geführt - ich hoffe links posten ist okay.

http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p938_NexStar-4-GT---GoTo-Maksutov---102-1325mm---Aktionsmodell.html gerade günstig
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p3570_Skywatcher-Skymax-127-SynScan-AZ-GOTO-Maksutov-127-1500mm.html
http://www.astroshop.de/celestron-teleskop-ac-120-1000-omni-xlt-120/p,7880 ohne Nachführung
http://www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p2664_Skyliner-200PX-FlexTube-Dobson-mit-NACHFUeHRUNG-200-1200mm.html

Was würdet ihr mir empfehlen?
Bessere Okulare und anderes Zubehör werde ich mir dann Stück für Stück gönnen.
Bislang dachte ich, dass Astrofotografie nicht mit einem Dobson möglich wäre, aber da es diese auch mit Nachführung gibt denke ich, dass dies wohl am besten für meine Zwecke wäre oder?
Andererseits ist ein Maksutov so schön klein sammelt aber weniger Licht.

Danke im Voraus für eure Unterstützung in dieser kritischen aber spannenden Phase. :)

Edit:
Anbei noch ein kläglicher Versuch von gestern mit rel. viel Streulicht und ohne Perseiden.
http://www.youtube.com/watch?v=X8vzi-HAZ5s
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

herzlich willkommen im Astro-Forum. Ich habe zu später Stunde deinen Text gelesen und habe auch schon mal ein paar Tipps für dich. Welches Teleskop bis 500 Euro am besten zu deinen Vorstellungen passt kann ich dir leider nicht genau beantworten, da ich mich mit Astrofotografie nicht so gut auskenne. Aber zwei Teleskope werden aus deiner Auswahl sicher rausfallen:

Zum einen der Celestron-Refraktor, an sich kein schlechtes Gerät aber die Montierung besitzt noch keine Nachführung und ist ganz sicher auch überlastet von dem großen Refraktor. Ich habe einen 90/1000 Refraktor auf der NEQ-3 von Synta, die bis auf das Stativ baugleich ist. Da ist beim Fokussieren schon ganz schön Wackel-Dackel angesagt. Und der 120/1000 wiegt sicher noch ne Ecke mehr.

Zum anderen passt auch der Dobson nicht wirklich zu deinen fotografischen Vorstellungen. Er hat zwar Nachführung, aber das dann azimutal, d.h. bei Langzeitbelichtung von Deep-Sky-Objekten gibt es eine Bildfelddrehung und das Objekt verschmiert.

Naja und die beiden Maks haben wie du schon angemerkt hast ein sehr großes Öffnungsverhältnis bzw. die Belichtungszeit ist sehr lang. Meiner Meinung nach ist kein Gerät für einen optimalen Wieder-Einstieg in die Fotografie dabei. Aber es werden hier sicher bald gute Vorschläge für fototaugliche Geräte von den Fotoexperten kommen.

Soweit die ersten Tipps :)
Freundliche Grüße
Markus
 
Hallo Peter,

Es sprengt zwar als Neugerät mit entsprechender Montierung und Foto-Zubehör dein Budget, aber unter diesen Umständen wäre ein MAK als OTA auf EQ-5 interessant. Mit vier bis fünf Zoll Öffnung geht an Mond und Planeten schon eine Menge, und die EQ-5 trägt die Ausrüstung stabil.

Für Deep Sky wäre hingegen ein ED 80/600mm interessant. Wenn man gute Ergebnisse erzielen möchte, sind das leider völlig gegensätzliche Anforderungen (Planeten und Deep Sky), und ein Allrounder a la 8'' f/6 Newton auf EQ-6 würde hoffnungslos dein Budget sprengen.

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo und danke fürs Feedback.
Also ich will nicht ausschließlich fotografieren sondern hauptsächllich durchschauen oder vielleicht 50/50....je nach Seeing.
Möglicherweise kam das nicht so rüber - ich will eben nicht erst etwas kaufen und mich dann ärgern, weil ich keine gescheiten Fotos hinbekomme mit der Ausrüstung.

Schade mit dem Dobson und der Nachführung...ich dachte der kann das über 2 Achsen ausgleichen, aber da muss man wohl noch die Kamera selbst drehen...

Ich meinte auch, dass ich mit meiner Canon und dem 85/1.8 Objektiv vielleicht mit Nachführung gute Ergebnisse erziele.
Sowas in der Art...

Ich habe schon befürchtet, dass man für 500Euro nicht das "komplette Paket" bekommt - vielleicht geht ja auch eine Lösung, die man später noch gut Aufrüsten kann.
So exklusive Lösungen mit automatischer Leitsternnachführung werde ich sicher vorerst nicht anpeilen. ;)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

in deinem Fall würde ich dir zunächst eine gute Montierung vorschlagen - somit hättest du eine gute Basis zum ausbauen.

Wie wäre es mit der Celestron Advanced Mount GoTo - CAM für 590.-? Sie hat GoTo und kann mit ca. 12kg beladen werden - und einen Autoguider Anschluß. Über den wirst du mit Sicherheit später mal froh sein. Packe da deine Kamera drauf, und dann gelingen auch solche Bilder wie du oben genannt hast. Später kannst du dir für relativ wenig Geld einen beliebigen Newton (150 oder 200mm evtl. auch gebraucht) oder was auch immer dazukaufen.

Eine etwas günstigere Alternative wäre die HEQ5 mit 2 Achsen Steuerung - jedoch ohne Autoguider-Eingang für ca 498.-.

Ja, das wäre mal mein Vorschlag - denn für dein Vorhaben gibt es für 500.- nichts "ordentliches"!

Dieter

 
Okay, und wenn ich mich fotografisch erstmal auf Planeten beschränken würde?
Nur eine Montierung wäre mir doch etwas zu trocken für den Wiederanfang - auch wenn ich den Gedankengang gut nachvollziehen kann.
 
Hallo Peter,

auch von mir ein Wilkommen im Forum :)

Ich ziehe demnächst um und wohne dann am Dorfrand mit einen Balkon mit sehr weitem Blick nach Norden und Osten ohne Nachbarhaus und vielen Strassenlaternen - dies wird der Haupteinsatzort sein.

Wenn Du nach Norden und Osten blicken kannst, hast bei Sonne, Mond und Planeten keinen guten Standort. Die gehen alle in Osten oder Südosten auf und sind außer Reichweite, wenn sie im Süden hoch genug zum Fotografieren sind! :pfeif:

Auch Deepsky Objekte sind dann nur sehr eingeschränkt machbar. Orionnebel, die Sommermilchstraße mit den südlichen Sternbildern (Delphin, Adler, Schildwolke, Skorpion, Schütze, Lagunennebel, Trifidnebel, M16 und die ganzen Kugelsternhaufen oder offenen Haufen des Südhimmels kannst knicken, weil Du in die falsche Richtung guckst! :pfeif:

Falls Du einen Balkon über Dir hast, kannst auch nicht hoch zum Zenit gucken, M27, M57 ... fallen dann auch weg. Dann mußt doch raus auf´s Feld. Das solltest bedenken, wenn Du Dir ne Ausrüßtung kaufst. Die muß dann vom Gewicht her so dimensioniert sein, daß Du die alleine aufbauen und müde und mit kalten Fingern auch wieder abbauen kannst...
:pfeif:

Daß Du für Astrofotografie eine Montierung mit Nachführung brauchst, haben Dir die anderen ja schon geschrieben. Goto ist ein nettes Schmankerl, muß aber nicht sein. Aber der ST4 Anschluß an der Steuerung der Montierung ist ein "muß", wenn Du von Anfang an auch mit dieser Montierung an Astrofotografie denkst. Ums Guiden wirst da net rumkommen. Autoguiding mit einer kleinen Kamera (Webcam, Videomodul oder sonstiger Guidingcam) ist viel komfortabler als wenn Du stundenlang zum Nachführen mit dem Auge am Okular klebst...

Damit Dein Budget nicht hoffnungslos überzogen wird, kannst auf eine gebrauchte Montierung ausweichen. Hier und in anderen Foren werden immer wieder gebrauchte Montierungen angeboten, weil der Besitzer auf was größeres umsteigt oder das Hobby aufgibt... ;)

Bessere Okulare und anderes Zubehör werde ich mir dann Stück für Stück gönnen.

ja, so hab ich das auch gemacht. Zuerst die Montierung, da drauf ein moderates Teleskop (auch gebraucht) und nach und nach alles übrige ergänzt...

CS
Fee
 
Hi Fee,
danke für deinen Input.
Hab nochmal gemessen - der Blick ist eher 280° bis 100° - aber das ändert ja kaum was - Planeten gibts da eher nicht, habs in Stellarium angeschaut.
Muss ich den Krempel eben ein Stockwerk runter tragen - blöd.
Ist vermutlich eh besser wegen Luftturbulenzen...

Also dann schaue ich mal nach Gebrauchtem, auch wenn ich nicht wirklich weiss was günstig ist und was nicht....


 
Hi!

Das Preisniveau läßt sich durch längeres Beobachten des astronomie.de-Bieterforums und Ebay ungefähr erahnen.

Für 500 Euro bekommt man neu übrigens schon einen 150-mm-Newton auf einer ordentlichen deutschen Montierung wie der EQ5. Dann ist auch noch ein Polsucher drin. Die elektronische Zweiachsennachführung (120 Euro) wirst Du automatisch kaufen, trotz des weichen Gangs der manuellen Nachführung.

Die beiden oft mitgelieferten Okulare sind eher eine Notlösung, lassen sich aber bei Beschränkung auf Plössls günstig durch gute ersetzen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo Stefan,

Zitat von stefand:
das ist ein chinescher Newton auf einer chinesischen parallaktischen Montierung.

... und was heißt diese Aussage konkret?
Karsten möchte damit wohl ausdrücken, daß es für EUR 500,- keinen 6" Newton samt ordentlicher Deutscher Montierung in deutscher Wertarbeit zu kaufen gibt. Für den Preis gibt es nur mittelmäßige Ware aus chinesischer Produktion. Nicht jeder Einsteiger weiß, daß das "Deutsche" einer Montierung nur die Bauart und nicht die Herkunft bezeichnet.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

für den visuellen Eisatz und die Planetenfotografie reicht die "mittelmäßige Ware aus chinesischer Produktion" aus. Übrigens können die Chinesen auch sehr gute Teleskope bauen. Markenware ist üblicherweise zumindest gut. Die Zeiten, in denen China der größte "Gurkenproduzent" war, sind vorbei.

Grüße

fquadrat
 
Hallo fquadrat,

Zitat von fquadrat:
...Die Zeiten, in denen China der größte "Gurkenproduzent" war, sind vorbei...

Das ist auch meine Erfahrung. Ich kenne mindestens vier SkyWatcher-Teleskope (zwei MAKs und zwei Refraktoren verschiedener Öffnungen und Lichstärken) von eigenen Beobachtungen her, bei einem weiteren kenne ich den Produzenten nicht. Zumindest optisch waren alle über jeden Zweifel erhaben. Die Mechanik und Montierung ist vom Einsatzzweck und individuellen Anspruch abhängig, ob sie ok ist.

CS und VG Christian
 
Hallo,

Zitat von copernicus:
Zitat von fquadrat:
...Die Zeiten, in denen China der größte "Gurkenproduzent" war, sind vorbei...
im Vergleich zu mittelmäßiger Ware war das dann mangelhafte Ware.
Hier ist ja regelmäßig nachzulesen, daß chinesische Linsenoptik erstmal vom Händler gepimpt werden muß, um verkauft werden zu können, da sonst die Rückläufe viel zu hoch wären. Bei Spiegeln ist im unteren bis mittlerem chinesischen Preissegment auch heute noch häufig Fensterglas verbaut und gerade mal beugungsbegrenzt geschliffen, wenn überhaupt.

Zumindest optisch waren alle über jeden Zweifel erhaben. Die Mechanik und Montierung ist vom Einsatzzweck und individuellen Anspruch abhängig, ob sie ok ist.
Was nützt die beste Optik, wenn bei der Mechanik Kompromisse eingegangen werden müssen.
Beispiel: Planetefotografie mit der leichten Webcam mag gehen, einem mittelschweren Okular hält der 2"-Auszug oder Tubus aber nicht stand. Urteil: mangelhaft. Wenn schon nur der Auszug nichts taugt, führt das zur kompletten Abwertung. Es kann nicht sein, ein Teleskop als gut zu bewerten, wenn erstmal der Auszug gegen einen Steeltrack oder ähnlichem getauscht werden muß, um das Teleskop seiner Bestimmung zuzuführen.
Oder der von f*f angesprochene 6"-Newton auf einer EQ5 für EUR 500,-. Es muß manuell nachgeführt werden, und der Tubus ist mit einfachen Rohrschellen und nicht mit Drehschellen befestigt. Das ist Minimalausstattung und muß erheblich gepimpt werden, um Spaß damit haben zu können.

Ich habe hier ja auch Optiken und Mechanik aus China und muß entsprechend Kompromisse eingehen. Mir geht es darum, daß die Erwartungen an chinesische Ware nicht zu hoch getragen werden. Dem Einsteiger soll verdeutlicht werden: Qualität "Made in Germany" ist bei den Preisen halt einfach nicht drin.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus,

Zitat von helly:
Bei Spiegeln ist im unteren bis mittlerem chinesischen Preissegment auch heute noch häufig Fensterglas verbaut und gerade mal beugungsbegrenzt geschliffen, wenn überhaupt.
Das Fensterglas ist, sofern ordentlich getempert, völlig ausreichend, wie viele gute Amateurspiegel zeigen. Auch die Profispiegel vor dem Hale-Teleskop hatten so ein Material für den Spiegelträger. Besteht nicht der Hauptspiegel des Hooker-Reflektors sogar aus grünem Flaschenglas? Und amerikanische Markenspiegel sind de facto meist auch nur so eben auf lambda/4 PV wavefront geschliffen.

Planetefotografie mit der leichten Webcam mag gehen, einem mittelschweren Okular hält der 2"-Auszug oder Tubus aber nicht stand. Urteil: mangelhaft.
Der 1,25"-Zahnstangenauszug meines 150/1200er hat mit einer Nikon FM2 keine Gewichtsprobleme.

Oder der von f*f angesprochene 6"-Newton auf einer EQ5 für EUR 500,-. Es muß manuell nachgeführt werden, und der Tubus ist mit einfachen Rohrschellen und nicht mit Drehschellen befestigt.
Drehschellen sind selten, und für 546 Euro bekommt man bei Wolfi 150/1200-OTA, EQ5, Polsucher und einachsige Nachführung. 30 Euro mehr, und sie wird zweiachsig. Na gut, wer den 150/750er haben will, sollte einen Crayford mit Untersetzung wählen, was den Preis auf etwas über 600 Euro treibt. Übrigens braucht man die Nachführung nicht unbedingt, denn der manuelle Feintrieb läuft ohnehin sehr weich.

Mir geht es darum, daß die Erwartungen an chinesische Ware nicht zu hoch getragen werden.
Die Erwartungen an (Amateur-)Teleskope sollten generell nicht zu hoch angesetzt werden. Ein Bekannter hat sich einen schnellen Reflektor aus einem nahen europäischen Land gekauft und nun ein Problem mit dem CfK-Tubus. Der hohe Preis hat ebensowenig genutzt wie die europäische Fertigung.

Die Refraktoren müssen auch nicht unbedingt gepimpt werden, wenn es bei meinem kleinen Farbwerfer auch nötig gewesen wäre (Reklamation wegen On-Axis-Koma, direkt Austauschgerät bekommen).

Grüße

fquadrat
 
Gurken aus China

Hallo f^2

für den visuellen Eisatz und die Planetenfotografie reicht die "mittelmäßige Ware aus chinesischer Produktion" aus. Übrigens können die Chinesen auch sehr gute Teleskope bauen. Markenware ist üblicherweise zumindest gut. Die Zeiten, in denen China der größte "Gurkenproduzent" war, sind vorbei.

sorry, deinen Optimismus in Ehren, aber deine Aussage isi
aus meiner Sicht entweder Werbung oder Wunschdenken.

Mehrere Händler berichten auf ihrer Webseite daß sie die von
ihnen vertriebenen dreilinsigen ED Apochromate vor dem Versand
erst einmal justieren (müssen).

Fast alle dieser Teleskop kranken an der Fassungskonstrukion
die die unterschiedliche Tamperaturausdehnung der Gläser
nicht berücksichtigt. Dazu kommen die Plastikzwischenringe
welche in vielen Fällen ofenbar nicht geeignet sind die
richtigen Abstände zwischen den Linsen zu gewährleisten.
Wenn der nicht paßt ist bei den stark gekrümmten Radien
wie sie lichtstarke Dreilinser aufweisen sphärische Aberration
die Folge. Bei über den Umfang nicht gleichbleibenden Abstaänden
gibt es dann Koma.

Kürzlich hatte ich die Gelegenheit 5 Dobsons von 6" bis 12"
aus Serienproduktion einem Sterntest zu unterziehen.
Da gab es 3 gute Optiken aus Taiwan, eine mäßige Optik aus Taiwan
und eine schlechte 8"f/6 Optik aus China. Die hatte eine
starke sphärische Aberration, dazu noch irreguläre Fehler
(durch den flächig aufgeklebten Fangspiegel?)

Aus meiner Praxis kann ich leider nicht gerade positives
über in China gefertigte Optiken berichten.

Und auch andere Sternfreunde wie etwa der erfahrene Selbstbauer
Stathis haben schon über Gurken aus China berichtet:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=102171

Er schreibt:
Er offenbarte einen Zentralberg mit anschließender Zone und leichte Rauhigkeiten. Insgesamt ergab sich eine Unterkorrektur mit Konischer Konstante CC= -0,39. Bei fotografischer Auswertung mit 11 Stützwerten erhielt ich einen Strehl von 0,38, womit der Spiegel die Latte zur Beugungsgrenze (Strehl = 0,81) klar gerissen hat

"Gurken" aus China:
Es gibt sie, sie sind nicht selten und es hat sich leider
auch nicht so viel gebessert. Die meisten Teleskope gehen
zum Glück für die Händler ja an Anfänger, so daß viele das
Problem gar nicht erkennen oder denken "das muß so sein".

Grottige Grüße, Karsten
 
Och Karsten...

Laß doch mal die Threadtitel wie sie sind :P
Man findet ja nix wieder...

Deine Posts sind auch ohne Selbsveradelung durch Titelwechsel hilfreich. ;)

Mach die Überschrift halt über den Beitrag.
Ständig nach dem "Thread von vorhin" zu jagen ist recht ermüdend.

Nichts für ungut :)

Gruß und CS

Der Jan
 
Hallo nochmal,

Zitat von copernicus:
... Die Mechanik und Montierung ist vom Einsatzzweck und individuellen Anspruch abhängig, ob sie ok ist...

Ich meinte beispielsweise den wesentlichen Unterschied, ob man visuell beobachten oder fotografieren möchte. Für Letzteres benötigt man höhere Nachführgenauigkeiten und Stabilitäten als bei der visuellen Beobachtung. Sowas meinte ich, um nur ein Beispiel zu nennen. Von den von mir angesprochenen China-Geräten war ich visuell begeistert, Fotografie ist nur mit einem der genannten Geräte bedingt möglich, nämlich mit einem MAK.

Als zweites Beispiel mein SkyWatcher 70/900 FH auf EQ-2 mit Plastikauszug: Ich bin mit dem Gerät zufrieden, da es den geplanten Zweck genau erfüllt: Visuelles Schnellspechteln von Mond und Planeten mit entsprechenden Okularen, nämlich Plössls und Orthos. Als Haupt-Arbeitsgerät oder für Astrofotos mit DSLR wäre es für mich untauglich, da es trotz der augenscheinlich guten Optik eine für die Fotografie zu schwache Montierung hat und der OAZ die DSLR im Gegenmsatz zu den Orthos nicht stabil trägt. Sowas meinte ich mit meinem oben zitiertem Post von heute Mittag.

Schon merkwürdig: Einige, unter anderem ich, haben mit China insgesamt gute Erfahrungen gemacht, andere überwiegend schlechte, was man hier mal wieder deutlich sieht. Ich frage mich: Sind die mit guten Erfahrungen "leidensfähiger", kompromissbereiter oder evtl. weniger anspruchsvoll als der Durchschnitt, oder haben einige Beobachter zufällig mehrere gute bzw. zufällig schlechte Optiken aus der Masse erwischt (--> Qualitätstreuung)?

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

meine Frage nach der konkreten Aussage zu den chinisischen Montierung und Optiken habe ich ja erhalten. Aber ehrlich gesagt wäre mit 500€ ansonsten keine Anschaffung möglich, wenn diese hohe Qualität haben soll. Das ist der Tribut, den wir alle zollen, wenn wir viel Öffnung für wenig Geld haben möchten.

Die heutigen EDs haben preislich einen Level erreicht, welche diese einem breiteren Publikum zugänglich macht. Klar, hier ist kein Tak oder vergleichbares für wenig Geld zu erhalten, aber diesen würden sich die wenigsten kaufen wollen, wenn man das dafür notwendige Budget zusammenrechnet.

Ergo hat der geneigte Hobbyastronom die Wahl zwischen weniger Qualität, welche vielleicht immer noch ausreicht, und kann dafür seinem Hobby nachgehen oder er lässt es bleiben, weil ihm 2500€ ohne Montierung für einen 4Zoll Tak einfach zuviel sind.
Die Serienstreuung der preiswerten Gerät haben wir dann wohl ein wenig zu ertragen, wenngleich wir natürlich dagegen angehen können.

Gegen das Pimpen seitens der Händler spricht doch gar nichts - solange diese verkaufen und der Astronom dafür ein preiswertes Gerät in seinem Budget erhält, ist nach meiner Meinung doch alles in Ordnung.

Wenn der sehr erfahrene, langjährige Amateurastronom irgendwann den Drang nach mehr Qualität verspürt, so kann dieser mit den durchaus nachvollziehbaren Argumenten von Karsten, ein hochwertiges Gerät erstehen. Aber da trennt sich eben der sehr engagierte Astronom von einem Gelegenheitstäter.

CS,
Stefan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Stefan,

du sprichst mir aus dem Herzen. Die Frage, bis wann ein Teleskop gut und ab wann nicht mehr gut ist, hängt ja auch letztendlich von den eigenen Ansprüchen, Anforderungen und dem Einsatzzweck ab. Aber dass sich die Chinesen gerade in den letzten Jahren erheblich verbessert haben (sollen), habe ich schon öfters gehört.

Verschiedene Aussagen über die Qualität könnten in der Tat unter anderem auf Serienstreuung beruhen. Um wirklich objektive und repräsentative Aussagen über die optische und mechanische (mittlere) Qualität eines bestimmten Teleskop- oder Montierungsmodells machen zu können, müsste ein qualifizierter und erfahrener Beobachter eine recht große Anzahl von Exemplaren des Modells vergleichen. Nur so können sich Qualitätsausreißer nach oben und nach unten herausnivellieren und ein Zufallstreffer im Rahmen der Qualitätsstreuung ausgeschlossen werden. Ein oder zwei Testexemplare können ja zufällig besonders gut oder auch zufällig besonders schlecht sein.

Und wer hat schon die Möglichkeit, so viele Exemplare objektiv und präzise zu vergleichen?...

CS und VG Christian
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Peter,

also am besten noch etwas sparen, und dann einen 6 bis 8-Zölligen Newton mit f/6 auf einer moderaten Eq5 hört sich für ein derartiges Preisbudget (+ 300€) gar nicht so schlecht an, finde ich.
Schau mal zb auf die Seite von TS unter Orions Europa-Newtons.
Die sind für ihr Geld bestimmt gar nicht sooo schlecht,
und wenn du mit deiner Kamera und den Objektiven darauf Huckepack fotografierst, wirst du bestimmt auch sehr begeistert
sein.
Was meinst du eigentlich mit dem Rechipping deines Sigmas?
Kannst du da den Autofokus nicht umstellen auf Manufokus,
oder das du nicht abblenden kannst?
Ich habe ein Canon 300f4 und fahre damit immer offenblendig.
Versuche mal vorne aufs Objektiv einen schmalen Blendring zu legen, womit der Außendurchmesser etwas (5-10mm) reduziert wird, obs dann besser wird mit der Abbildung.
Aber bitte kein Material verwenden, das bei Feuchtigkeit aufweicht! Wenns nix bringt, wars ein Versuch.
Ansonsten kanns evtl auch an den Abblendlamellen liegen, wenn die Abbildung etwas weicher ist.
Weiters könnte ich dir den Besuch der nahestehenden AME 2010 wärmstens empfehlen! Nicht selten gibts dann auch Messerabate.
Natürlich ist auch ein Besuch einer nahestehenden Sternwarte immer gut, da kannst du dann auch mal durch das eine oder andere Gerät probegucken und man kann dir da einen guten Händler vielleicht auch empfehlen. Ist ja nicht schlecht, wenn der nicht so weit weg ist.
So, nun hoffe ich, dass ich nicht zuviel quatsch geschrieben hab :-)

Gruß Wolf Manfred
 
Hallo Stefan,

Wenn der sehr erfahrene, langjährige Amateurastronom irgendwann den Drang nach mehr Qualität verspürt, so kann dieser mit den durchaus nachvollziehbaren Argumenten von Karsten, ein hochwertiges Gerät erstehen.

ich glaube das trifft es nicht ganz. Der verunglückte 8"f/6
aus China sollte ja angeblich eine beugungsbegrenzte Optik sein.
So werden die Teile jedenfalls beworben und der Anfänger
denkt daß er eine zufriedenstellende Qualität erworben hat.
Der Anfänge war zufieden mit seinem Teleskop und ich habe ihn
nicht über das Ausmaß der von mir am Stern gesehenen Optikfehler
aufgeklärt. Weil ich ihn nicht die freude nehmen wollte
und weil eine Verbesserung durch neuaufkleben des Fangspiegels
erreicht werden kann. An der sphärischen Aberration des Hauptspiegels
ändert das aber nichts. Ich kann aus dem Sterntest
selbstverständlch keinen Strehl nennen, aber wenn dieser Spiegel
beugungsbegrenzt ist dann freß ich einen Besen.

Was ich an der Chinaqualität bemängele:
Es werden zum Teil Mindestkriterien genannt ("beugungsbegrenzt"),
aber die werden einfach nicht eingehalten.
Dazu kommen dann noch systematische Probleme, wie Fasssungen
deren Maß nicht exakt zu den Linsen paßt und lausige Abstandsringe.

Das thema Qualität hatten wir hier und in anderen Foren
schon vor Jahren immer wieder mal durchgekaut, aber gebessert
hat sich in all den Jahren aus meiner Sicht leider nicht viel.

Die heutigen EDs haben preislich einen Level erreicht, welche diese einem breiteren Publikum zugänglich macht. Klar, hier ist kein Tak oder vergleichbares für wenig Geld zu erhalten, aber diesen würden sich die wenigsten kaufen wollen, wenn man das dafür notwendige Budget zusammenrechnet.

Ergo hat der geneigte Hobbyastronom die Wahl zwischen weniger Qualität, welche vielleicht immer noch ausreicht, und kann dafür seinem Hobby nachgehen oder er lässt es bleiben, weil ihm 2500€ ohne Montierung für einen 4Zoll Tak einfach zuviel sind.

Es gibt 4" China-Dreilinser die für knapp 2.000 Steine vertickt werden.
Die haben dann auch ein sehr gelobtes Superglas drin.
Aber da ist der Preisunterschied zu einem Takahashi 4" eben
gar nicht groß und was die Optikqualität betrifft so muß
dasChinateleskop erst einmal zeigen daß es das hält was
den Sternfreunden versprochen wird. Aktuelles Beispiel dort:

www.cloudynights.com/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/3990494/

Ein 106mm f/6,6 Dreilinser mit FPL-53 für knapp 2.000 USD neu,
gebraucht erworben und die "Warranty" ist nicht übertragbar?!
Na Mahlzeit.

Je lichtstärker eine Optik ist desto heftiger fällt Dejustage auf
(Bei Linse wi beim Spiegel) und desto mehr muß bei einem Spiegel
parabolisiert werden um sphärische Aberration zu vermeiden
und umso mehr und stärkere ehler können sich bei deser Prozedur einschleichen.
Beim apochromatischen Refraktor ist es auch nicht besser,
da müssen die Radien und Linsenabstände genauestens stimmen.

Ich bin der Ansicht daß man mit 500 Euro ein genügend großes
und mit brauchbarer Qualität gesegnetes Teleskop erhältlich ist.
Man muß dann aber wissen daß eine phototaugliche Montierung
eben nicht mit drin ist. Oder man nimmt gleich einen 8"f/6 Dobson
und verzichtet auf die Montierung. Man muß dann noch wissen
was man kaufen kann und wie man die Qualität selbst überprüfen kann.
Denn ein Ausrutscher ist nirgends auszuschließen, nicht einmal
bei sogenannten High-End-Firmen. Selbst wenn die jedes Teleskop
vor dem Versand prüfen kann auf dem Transportweg etwas schiefgehen.

O.K. Ich will niemanden langweilen.
Aber die haltlos optimistische Aussage von fquadrat
zur Chinaqualität erforderte meinen Widerspruch.
Kauft was ihr wollt aber kommt hinterher nicht angeheult
wenn es sich als schrottig herausstellt.

CS,Karsten
 
hallöchen,

ich halte es für undifferenziert, einfach von "Chinaqualität" zu sprechen. Die Unterschiede sind einfach sehr gross, selbst innerhalb der Produkte eines Herstellers können sie gross sein, wobei ich sehe dass sehr wohl eine Produktlinie auf erstaunlich konstant hohem Niveau gehalten werden kann.

Dass ein aufstrebender Händler sich mit "wir justieren alles und jedes vor der Auslieferung" zu profilieren versucht, ist völlig legitim, aber man muss schon schauen was sein Grundmaterial ist. Es hat einen Grund, dass diese Marke weltweit sonst nirgends zu finden ist.

Wenn dann dieser Faden pauschal auf alle Chinaprodukte ausgedehnt wird, das halte ich für überhaupt nicht gerechtfertigt. Auch ein Werbeargument kann man überziehen.

Ein Händler sollte einem Einsteiger IMHO allerdings nur einen frisch justierten Newton mitgeben, nebst einigen Tipps, das sollte selbstverständlich sein. Im allerbilligsten Internet-Schachtelschieber Verkauf geschieht das leider nicht, das ist vielen nicht klar. Für viele zählt nur der billigste Preis und sonst nix. Das erst hat ja China so gross gemacht.

Im Laufe der letzten Jahre habe ich aber doch eine Verbesserung bei der Qualität feststellen können: Crayfords aus Metall werden Standard, manche sind sogar per Zug und Druckschrauben justierbar, es kommen fotooptimierte Newtons auf den Markt mit vernünftigen Fangspiegeln, die 2-linsigen EDs sind durch die Bank gut zentriert und werden farbreiner - nur meine persönliche Ansicht, bevor Karsten mich wieder prügelt.

Andere Sachen sind nicht optimal: Linsen sind nicht justierbar gelagert, Fangspiegel manchmal zu klein, Tuben zu eng, falsch verblendet, manche Optiken einfach von schlechter Qualität.

Passiert aber auch in Europa: Die zu engen und zu dünnen Schwabbeltuben der englischen OrionUK Newtons mit einer Ringblende vorn am Tubus, die genau so gross ist wie der HS zum Beispiel. Das ganze Ding soll Leichtbau sein, aber hinten in der HS-Zelle sitzt eine sinnfreie massive dicke Aluplatte. Manchmal fragt man sich...

Für das eingangs erwähnte Budget würde ich auch einen 6" auf EQ5 vorschlagen. Die hält den wenigstens vernünftig, und ein Newton ist ein sehr universell nutzbares Teleskop, sowohl für Deepsky als auch für Planeten. Kein Spezialist, aber vielfältig.

lg Tommy


 
N`Abend,

ich glaube nicht daß es einen Grund gibt daß die Händler
von Chinateleskopen sich gegenseitig in die Pfanne hauen,
anstatt besser zusammen Produktverbesserungen anzumahnen.
Der von Stahis getestete 130mm f/5 war ein Skywatcher Heritage
und der 8"f/6 aus China, dessen Sterntest mir so wenig gefiel
weil die sphärische Aberrtion heftig war, war ebenfalls
ein Skywatcher. Der Besitzer guckte hauptsächlich Deep Sky
und er war nach seiner eigenen BEkundung "sehr zufrieden"
mit seinem Teleskop.

Dass ein aufstrebender Händler sich mit "wir justieren alles und jedes vor der Auslieferung" zu profilieren versucht, ist völlig legitim, aber man muss schon schauen was sein Grundmaterial ist. Es hat einen Grund, dass diese Marke weltweit sonst nirgends zu finden ist.

ich sprach oben von Dreilinsern. Der Händler auf den du anspielst
hat 102/714mm und 127/954mm Dreilinser ohne Label angeboten
die auch bei TS, bei Meade und Explore Scientific angeboten
werden/wurden. Es kann also keine Rede davon sein daß
diese Marke weltweit sonst nirgends zu finden ist.
.

Ich behaupte auch nicht daß jedes China-Teleskop schlecht sei.
Leider kommen mir immer wieder schlechte China-Optiken
vor das forschende Auge, auch bei Teleskopen die als
"beugungsbegrenzt" verkauft wurden. Wenn dieses Versprechen
nicht eingehalten werden kann dann sollte man es auch nicht
so bewerben. Auch nur meine Meinung.

CS,Karsten
 
Geld ist nicht das Problem, man muss sich aber natürlich eine Grenze setzen, sonst artet es aus...ich werde mich jetzt öfters mal zum spechteln treffen und mir mal die Unterschiede anschauen. Morgen hab ich den ersten Termin.
Vielleicht sind dann ja auch 1000Euro drin, wenn es sich lohnt.
Mein Sigma funktioniert nur an einer analogen EOS korrekt. Bei der DSLR wurde anscheinend das Protokoll etwas geändert, sodass das Sigma an der 450D nicht abgeblendet werden kann. Tut man es trotzdem, dann gibt es einen Fehler 99.
Sigma bietet teilweise an, diese Objektive umzuchippen - bei meinem nicht. Außerdem das das Objektiv einen Frontfokus - muss also manuell scharfstellen.
Den Tipp mit dem Abdecken der Frontlinse werde ich mal testen.
Habe eben mal zwei Fotos vom Mond und Polarstern gemacht.
Fotos sind unbearbeitet und nur mit Irfanview abgespeichert.
Die Originalauflösung kriegt man mit "speichern unter".
Mond Iso 100, 1/200s, Blende 4
Link zur Grafik: http://a.imageshack.us/img707/7070/mondiso100blende4300mm2.th.jpg

Polarstern Iso 400, 30s, Blende 4 - geht ja nur Blende 4.
Link zur Grafik: http://a.imageshack.us/img693/7820/polarsterniso400blende4.th.jpg

Naja vielleicht ist es doch so zu gebrauchen.
 
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Hallo Karsten,

so ganz haben wir uns in der Tat noch nicht getroffen.
Es ist nach meiner Ansicht einfach so, dass die bezahlbaren Teleskope aus 'China' es für viele erst ermöglichen so ein Teleskop in Betracht zu ziehen. Ich würde sogar soweit gehen, dass diese den 'Hype' erst ausgelöst haben.

Auf der anderen Seiten kochen auch dort die Menschen nur mit Wasser und wie bei jedem sehr preiswerten Angebot sind Abstriche zu machen (das gilt nicht nur für Teleskope, könnte als bekannt sein). Diese vollends auszuschalten, dazu zähle ich eben auch die Serienstreuung oder nicht optimale Linsenfassungen, kostet Geld im Endprodukt. Solche Geräte gibt es ja bereits und diese sind an besagten Punkten auch besser.

Aber einem Einsteiger zu sagen, was man für 500€ mit den genannten Anforderungen überhaupt erwarten kann, dass halte ich für durchaus angebracht und geboten. Daraus ergibt sich dann entweder ein anderes Gerät oder erstmal reduzierte/zielgerichtetere Anforderungen.


CS,
Stefan
 
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