Vorteil Carbon gegenüber Stahl......Alu....

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WStein

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Hallo Selstbauer und die es werden möchten.
Was soll man machen, Lieferzeit der Optik noch 3 Wochen, ganz einfach schon mal den Tubus bauen.
Hier der größte Vorteil von Kohlefaser (Carbon)
Sehr sehr schnelle Anfertigung nach eigenen Wünschen und Abmessungen.
Daten: Innen 176 mm, Wandstärke 2mm, Länge 1010 mm, Gewicht 1600 g, Optik (TMB-Apo 6")
Tubus noch unlackiert und einmal nass.

Gruß Werner
Link zur Grafik: http://home.t-online.de/home/slk350/tmb6a.jpg
Link zur Grafik: http://home.t-online.de/home/slk350/tmb6b.jpg
 
Hallo!

Wstein schrieb:
>Daten: Innen 176 mm, Wandstärke 2mm, Länge 1010 mm, Gewicht
>1600 g, Optik (TMB-Apo 6")

Aus wieviel Lagen Kohlefaser besteht es? Hast Du ein
anderes Kernlagenmaterial benutzt?
 
Hallo

Es wurden 7 Lagen CFK Gewebe 200/g/m² verwendet, kein spezieller Kern wie Nomex-Wabe oder sonstiges, alles rein CFK. Bei dieser Wandstärke wäre der Aufwand zu groß.
Gruß Werner
 
Hallo Werner,

schaut gut aus, Dein Tubus.
Bezüglich der Herstellung würde mich interessieren, wie hoch der gesamte Arbeits- und Zeitaufwand ist, "sehr schnell" ist halt relativ.
Laminierst Du das Rohr auf einen Dorn ?

Gruß Ulli
 
Hallo Ulli

Laminiert habe ich über eine mit Trennfolie umwickelte Papprolle von sehr guter Quallität. Arbeitsaufwand etwas größer da in zwei Arbeitsgängen laminiert und vor dem 2. laminieren auch geschilffen wurde, mit Vorbereitungen und Endschliff ca 7-10 h.
Für die Form verwende ich immer was gerade am besten passt, es werden also auch Alu, Stahl und Kunststoff Rohre (Formen) verwendet. Geht mal was schief mit der Trennfolie,ist man bei einer Pappröhre immer auf der sicheren Seite, will sagen, Pappe kann ich immer noch mit Wasser lösen, allerdings ist der Fall der Fälle, Laminat ist durch unsauberes arbeiten mit der Form verklebt, erst einmal vorgekommen, dann ist alles Schrott, egal wieviel Lagen CFK= Kosten verarbeitet wurden.
Gruß Werner
 
Hi,
veröffentliche doch mal die einzelnen Arbeitsschritte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
kann man hinterher die Rohrenden verstärken(nachlaminieren),nachdem das Modellrohr rausgezogen wurde bzw. umgekehrt
welcher Lack hält am besten?
wie ist die Torsionssteifigkeit?
Gruß Marc
 
Hallo
Wie schon gesagt,alles ist möglich, jede Form, nachträglich können Verstärkungen, Blenden und vieles mehr ein/an-laminiert werden, Steifigkeit und Torisionsteifigkeit sind extrem, Faserrichtung beachten, siehe Verwendung als Antriebswellen DTM-Sport, dies ist bei einem Teleskop allerdings nicht nötig.
Ich habe schon sehr viel über die Herstellung und verwendete Materialien geschrieben.
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/dosearch.php?Cat=&Forum=All_Forums&Words=WStein&Match=Username&Searchpage=0&Limit=25&Old=allposts
Bitte unter meinen schon geschriebenen Beitägen nachsehen.
Achtung,alte Bilder können wieder sichtbar werden wenn unter "Bildeigenschaften" wm.stein durch slk350 ersetzt wird.
Gruß Werner
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!

>Es wurden 7 Lagen CFK Gewebe 200/g/m² verwendet,

Aha, danke. Für einen längeren Tubus wäre das schon
relativ teuer.

>kein spezieller Kern wie Nomex-Wabe oder sonstiges, alles
>rein CFK. Bei dieser Wandstärke wäre der Aufwand zu groß.

Das dachte ich mir schon. Ich hatte eigentlich vor,
eine Kernlage zu verwenden, um etwas CFK zu sparen.
Wurde zum Laminieren Vakuum verwendet?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo

Zu teuer ? bei dem Durchmesser sind es 3,7 m² Kohlefaser und ca 1 kg Harz, kostet bei Bacuplast.de alles zusammen ca 140 Euro.
Vakuum wurde nicht verwendet, Grund dann bekäme ich die Röhre nicht mehr runter. Aber auch ohne Vakuum sind keine Lufteinschlüsse vorhanden, wichtig ist daß man das Harz sehr sorgfältig aufbringt und nicht zu sparsam. Auf dem einen Bild ist die Schnittkante zu sehen, hier sind keinerlei Lufteinschlüsse zu sehen, was man etwas hell sieht sind Klebebandreste. Hier noch ein Link von meinem aller ersten Selbstbauteleskop, hier wurde noch ein spezieller Kern verwendet.
http://www.privatsternwarte.net/forum.html#11
Gruß Werner
 
Hallo Werner

Inzwischen habe ich auch den grossen Vorteil von Kohlefaser erfahren. Das Material ist wirklich spitze und ich kann es jedem nur weiter empfehlen. Angeregt durch Deine Foren hier habe ich auch zu CF gegriffen und so versucht, die Gewichtsprobleme in den Griff zu bekommen. Beim Refraktorbau sind mir dann nach und nach die Ideen gekommen, welche Teile aus Alu sich noch durch CF ersetzen liesen. Einen sauberen Bericht werde ich bei beendigung des Projektes hier ins Forum stellen.

Vieleicht einiges hier schon vor ab: Gebaut wird ein Refraktor 130/700. Der Tubusinnendurchmesser liegt bei 140mm, die Länge bei ca. 38cm. Es folgt ein Teleskopauszug mit 110mm Innendurchmesser und einem Arbeitsbereich von ca. 150mm. Daran adaptiert werden können über ein Gewinde entweder der Megrez Rotations-Crayford oder ein kurzgebauter Newton-Fokuser (beide von William Optics). Der Teleskopauszug sowie die Fuhrungshülse ist naturlich auch aus Kohlefaser. Ebenfalls aus Kohlefaser ist die Taukappe.

Tubus: 2 lagen CF-Flechtschlauch 120g/m + 1 Lage CF-Gewebe 200g/m2 auflaminiert auf Kunststoffrohr der Firma GF 140/112 => +2mm
Teleskopauszug: 5 Lagen CF-Gewebe 200g/m2 innenlaminiert in gezogenes Alu-Rohr => 2mm
Führung des Teleskopauszuges: 3 Lagen CF-Flechtschlauch 58g/m direkt auf Auszug laminiert. => +2mm
Taukappe: 1 Lage Coremat 2mm mit Wabenmuster, 1 Lage CF-Gewebe 200g/m2, im Aufsteckbereich 2-lagig und zusätzliche Verstärkung mit CF-Roving => 2.6mm

Was noch folgt, ist das laminieren der Gewinde für die Aufnahme der Objektivfassung und des Auszuges an den Tubusenden. Diese werden auf einem Aluring mit dem entsprechenden Aussengewinde gefertigt. Anschliessend auf Länge geschnitten und eingeklebt.

Meine (noch etwas knappe) Erfahrung hat mir gezeigt, dass das Arbeiten mit dem Schlauch für Aussenlaminate sehr einfach ist. Einziges Problem ist es, den etwas teureren Schlauch am ausfransen zu hindern. Aber dazu habe ich eine Methode entwickelt, bei der man mit minmalem Verschnitt das aufbringen des Schlauches auf die noch trockene Form beliebigen Durchmessers händeln kann.

Hier noch die Links:
http://www.swiss-composite.ch/
http://www.piping.georgfischer.com/index.cfm?23C3BBF1646F4802ACEBC74C47452478


Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter

 
Hallo!

Wstein schrieb:
>Zu teuer ? bei dem Durchmesser sind es 3,7 m² Kohlefaser
>und ca 1 kg Harz, kostet bei Bacuplast.de alles zusammen ca
>140 Euro.

Ich würde für ein Projekt ein grösseres und längeres Rohr
benötigen. Das würde dann wesentlich teurer werden.
Aber für eine kleinere Konstruktion wäre diese
Vorgehensweise möglich.

>Vakuum wurde nicht verwendet, Grund dann bekäme ich die
>Röhre nicht mehr runter. Aber auch ohne Vakuum sind keine
>Lufteinschlüsse vorhanden, wichtig ist daß man das Harz
>sehr sorgfältig aufbringt und nicht zu sparsam. Auf dem
>einen Bild ist die Schnittkante zu sehen, hier sind
>keinerlei Lufteinschlüsse zu sehen, was man etwas hell
>sieht sind Klebebandreste.

Aha, das sieht auch so gut aus. Wurde zum Bau eine
Abreissfolie aus Nylon verwendet?

Das Vakuum-Laminieren wäre auch sonst etwas Aufwand, da man eine Art von Sicherheitsflasche
zwischen Vakuumpumpe und Absauganschluss schalten muss,
damit die Pumpe nicht voll Epoxidharz läuft. Übliche
Sicherheitsflaschen aus Glas sind dafür auch nicht günstig,
da man das Harz dann kaum entfernen kann.

>Hier noch ein Link von meinem aller ersten
>Selbstbauteleskop, hier wurde noch ein spezieller Kern
>verwendet.
>http://www.privatsternwarte.net/forum.html#11

Ich glaube, ich probiere die Technik erstmal an einem
Kleinteil (Röhrenstück mit Spinne) aus, für das das
ursprünglich vorgesehene Aluminium-Teil vermutlich
zu schwer wäre.
 
Hallo Peter

Da bist Du ja inzwischen ein Profi in Sachen CFK, ich bin auch immer weiter am planen was man so noch alles mit CFK anstellen kann, kann es sein daß ich Dir schon mal ein Alurohr gesendet hatte ? Der Link ist auch nicht zu verachten !
Gruß Werner
 
Hallo
Es wurde keine Abreissfolie verwendet, teilweise verwende ich für die letzte Lage eine Trennfolie, das spart ein wenig Schleifarbeit.
Gruß Werner
 
Hallo Werner

Bingo!!! Das musste als Formgeber für die Taukappe herhalten. Ein Tubus ist nun keiner draus geworden, dafür habe ich das Rohr entsprechend dickgewickelt, sauber mit Haushaltsfolie umwickelt (besser wie Trenwachs/Trennlack ,war ein Tip von Suter-Kunststoffe) bis sich die behandelte Fassung sauber raufstecken liess, dann die Coremat.... Homepage sollte man haben, denn ein Bild sagt mehr wie tausend Worte!

Profi bin ich noch nicht, da schaue ich Dir lieber noch etwas über die Schulter und staune über deine Projekte. Für mich kam der Entscheid Kohlefaser zu verwenden in Folge zweier Ereignisse: Das erste war dein Erfolg bei deinem langbrennweitigen Refraktor - ich glaube deine erste Arbeit in CF. Und der zweite Grund waren die Mechaniker, die a.) nie Zeit hatten und b.) für die alles zu schwer und kompliziert ist und es dann c.) doch nicht so machen wie konstruiert.

Beste Grüsse aus der Schweiz
Peter
 
Hallo!

WStein schrieb:
>Es wurde keine Abreissfolie verwendet, teilweise verwende
>ich für die letzte Lage eine Trennfolie, das spart ein
>wenig Schleifarbeit.

Aha, dann kann man sich das also ggf. auch sparen.
Danke für die Informationen!
 
Hallo Leute !
bei GFK,CFK oder CFC gibts nur eines was man berücksichtigen sollte .
Da CFK einen ziemlich Festigkeitswert hat sollte man die aussenteile mit einer etwas zäheren schicht kunststoff oder lack versehen .
Da bei kleinsten Beschädigungen wie kratzer oder macken die gefahr besteht das sich daraus eine Bruchstelle entwickelt und das möchte ja keiner .
Ich selbst trage auf die aussenteile bei GFK immer 1-2mm Lack auf da der Lack die Stösse und kratzer bei dieser dicke vom GFK abhält und somit die gefahr einer Beschädignung gemindert ist .
Grüße Timo
 
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