Vorwiederstand für LED

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Re: NIE ohne Vorwiederstand

Hallo Jochen,

ich meinte auch zehntel V und nicht mV, dann wirds richtiger.
 
Re: NIE ohne Vorwiederstand

Hallo,

jetzt klärt mich mal auf, eine LED mit sagen wir 3,4V leuchtet bei 2,4V Batteriespannung.
Ich bin ja nicht so der Halbleiterexperte, aber das kann ich mir nicht vorstellen.
Ich würde sagen, daß sie garnicht leuchtet.

Von den Werten hat hier auch niemand gesprochen, sondern von 2,7 und 2,4 Volt. Aber: schau Dir mal in denm Datenblatt dass ich oben angegeben habe folgendes an:

Diagramm 6: Forward Current vs. Forward Voltage
Diagramm 11: Relative Luminous Intensity vs. Forward Current

In Diagramm 6 siehst Du, dass die maximal zulässigen 30mA bei ca. 3,9V fliessen.
Damit 10mA fliessen, müssen ca. 3,3V anliegen, macht eine Differenz von 0,6V.
In Diagramm 11 siehst Du, dass die Diode bei maximaler Spannung ca. 3x heller leuchtet als bei 3,3V...ist bei der logarithmischen Skala schwer abzulesen.

Ob eine LED jetzt eine Spannungsdifferenz von sagen wir 0,5V "verkraftet" oder nicht kann man nicht allgemein sagen, das hängt vom Einzelfall ab. Schau Dir mal im Vergleich die Kennlinien der roten LED an....

Grüsse,
Jochen
 
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Re: NIE ohne Vorwiederstand

und ich verstehe nicht, warum keiner auf den Beitrag von Ben eingeht. Die Helligkeit ist nicht von der Spannung abhängig, sondern vom Strom. Ergo sollte man auch den STrom regelen, und nicht die Spannung. Eine kleine Konstantstromquelle wie von Ben gezeichnet kostet ein paar Pfennige und ist die sicherste Lösung, da machts auch nichts wenn jemand versehentlich ne andere Batterie anklemmt.

Grüße,
 
Re: NIE ohne Vorwiederstand

Hallo,

LEDs leuchten je nach Art und Hersteller schon ab knapp unter einem Volt...man muß dann aber das Licht löschen oder es bei Nacht ausprobieren, sonst sieht man es nicht.

Steigert man die Spannung weiter, dann steigen Strom als auch Leuchtkraft zunächst mal fast linear an, überschreitet man dann aber die Maximalspannung (und damit auch den Maximalstrom), dann wird zunächst einfach der Chip geschädigt, wobei dann noch die Zeit eine Rolle spielt: Macht man das nämlich sehr kurz, dann kann der Kristal das relativ lange ab.

Benutzt wird sowas bei den sog. LED-Blitzern, da lädt man einen Kondensator auf eine für die LED viel zu hohe Spannung auf (über 10 Volt zumeist) und entlädt diesen dann ohne Vorwiderstand direkt über die LED. Die LED wird dann kurzfristig mit dem Vielfachen der an sich erlaubten Maximalspannung betrieben...dadurch, das der Kondensator aber quasi sofort zusammenbricht (die Ladungsmenge ist einfach zu gering), ist die Belastung für den Chip relativ klein und er überlebt das sehr lange.

Unser Auge "verlängert" den Blitz dann zeitlich und wir sehen ihn trotz seiner geringen Leuchtdauer relativ lange.
Gleichzeitig spart das Strom, da die LED ja effektiv nur sehr kurz betrieben wird, trotzdem ist durch das Blinken die Aufmerksamkeit sehr gut.

 
Konstantstromquelle

Also Leute,
ihr verzettelt Euch echt hier...

Zum Vorwiderstand: ist ok, wenn a) die Batteriespannung exakt gleich bleibt, oder b) Helligkeitsunterschiede egal sind. Die LED hält ihre Spannung fast konstant, und wenn beispielsweise man mit den Akkus nur 1V darüber liegt, einen Vorwiderstand hat (z.B. 1V/30mA = 33 Ohm), und dann die Spannung der Akkus um insgesamt 0,5V fällt, dann sinkt auch der Strom auf die Hälfte (so ganz grob gesagt).

Die beste Lösung ist eine Konstantstromquelle, z.B. wie die von Ben. Es gibt aber eine noch einfachere und noch exaktere Möglichkeit:

Supereinfache Konstantstromquelle mit LM317 und einem Widerstand:
Der LM 317 ist ein kleiner, 3-pinniger einstellbarer Spannungsregler. Sein Einstellpin regelt sich auf 1,25V unter dem Ausgangspin, also braucht man einen Widerstand von z.B. bei 30mA LED-Strom 1,25V/30mA = 42 Ohm (auch hier: je größer der Wid., desto kleiner der Strom).
Die (einfachen) Schaltpläne und weiteres gibts z.B. da:
- White LED Tips
- Fixe und einstellbare 3-pin-Spannungsregler (siehe unten, die erwähnten Schutzdioden braucht man hier aber nicht)

Dabei gibts nur 2 kleine Dinge zu beachten:

1.) Das Ding arbeitet erst ab ca. 5mA richtig, vorher lohnt es sich nicht irgendetwas in der Schaltung zu messen, z.B. ob der Spannungsabfall von 1,25V auch stimmt. D.H. erst mit Last (d.h. einer LED) stimmen die Verhältnisse, dafür dann aber genau. Das bedeutet auch, dass der Widerstand nicht größer als 1,25V/0,005A = 250 Ohm sein soll. Aber das ist für diese Art von LED sowieso zu wenig.

2.) Man braucht für diese Schaltung ca. 2,5V mehr als für die LED, funktioniert zusammen also erst ab 6V. Mit einem 9V-Block liegt man auf der sicheren Seite. Und 12V ist auch Thema. 24V auch nicht, dann braucht man aber einen Kühlkörper am LM317.

Viele Grüße, Henning
 
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