stefand
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
bei der Rezension des Sternenatlas von Peter Vizi habe ich gestern spontan das unscheinbare Sternbild Delphin aufgesucht.
Als Gerät steht mir privat mein kleiner 4" Rutten-Maksutv zur Verfügung - also kein 6" Zeiss oder C14 wie auf der Sternwarte.
Daher hielt ich meine Ziele, nämlich den Kugelsternhaufen NGC6934 und wenn möglich den NGC7006 für herausfordernd unter unserem fast 5m-Himmel.
Der Sternenatlas ist auf den Gebrauch eines Suchers zurechtgemacht, was mit meinem 8*50 Sucher auch ganz gut ging. Wobei ein Leuchtpunktsucher initial half, die richtigen Sterne im Delphin gleich zu finden. Über das übliche Starhoppinh konnte der NGC6934 im 32mm Plössl (ca. 31x) auch recht gut erkannt werden, aber in der Richtung liegen die Audi-Werke von Neckarsulm, da sind selbst 3,2mm AP fast schon zuviel. Mit dem 19mm PanO wurde das Bild dann dunkler und in einem 8mm Radian konnte ich das runde, in der Mitte etwas hellere Objekt dann gut erkennen.
Angespornt ging ich zum ebenfalls im Atlas aufgeführten Doppelstern gamma-Del. Der ist nichts besonderes mit ca. 10" Abstand, aber gesehen hatte ich Ihn halt noch nicht. Er lag nunmal auf dem Weg zum nächsten DS-Objekt, nämlich dem NGC7006.
Der Himmel hatte sich etwas verbessert, alle 5 markante Sterne des Delphins ließen sich gerade so direkt halten (jetzt bitte nicht weinen ...). Die Position des NGC7006 mit seinen 10.6m war nicht allein mit dem Sternenatlas aufzufinden, hier half HNSKY mit, um im Detail bei den schwächeren Sternen 'Geleitschutz' zu geben.
Die Stelle war auch bald mit dem 32mm Plössl ausgemacht, aber da war nichts. Ein Wechsel auf das 19mm PanO (52x) brachte dann indirekt einen blassen, runden und gleichmäßig hellen Fleck zum Vorschein. Ein Wechsel der Teleskopposition zeigte den Fleck wieder, es sollte also keine Einbildung sein. Das 12mm Radian hätte den Klacks aber fast verloren, so schwach wurde dieser.
Daher habe ich bei den guten Plössl geschaut und mit einem 11mm TV Plössl (91x) nochmals draufgehalten. Nun war der schwache Fleck besser zu sehen und nach ein wenig 'Eingucken' hatte der Fleck einen leicht fransigen Rand - mehr war nicht drin. Übrigens Respekt an das 19mm PanO, welches mir schon ein paar mal durch eine hervorragende Transmission aufgefallen ist.
Zum Schluss noch kurz auf den Doppelstern gamma-And gehalten - das ist eine kleinere Version des Albireo. Der Farbkontrast ist hier genauso herrlich und faszinierend.
Der KS NGC7006 war heute jedoch das unerwartete Highlight meiner 'manuell' erlegten DS-Objekte. In der Sternwarte hätte ich nach dem Ausrichten in der Handbox des C14 nur 'Gehe zu' wählen müssen ... ;-)
Aber so kann man die praktische Handhabung eines Sternenatlas' natürlich nicht testen ...
CS,
Stefan
bei der Rezension des Sternenatlas von Peter Vizi habe ich gestern spontan das unscheinbare Sternbild Delphin aufgesucht.
Als Gerät steht mir privat mein kleiner 4" Rutten-Maksutv zur Verfügung - also kein 6" Zeiss oder C14 wie auf der Sternwarte.
Daher hielt ich meine Ziele, nämlich den Kugelsternhaufen NGC6934 und wenn möglich den NGC7006 für herausfordernd unter unserem fast 5m-Himmel.
Der Sternenatlas ist auf den Gebrauch eines Suchers zurechtgemacht, was mit meinem 8*50 Sucher auch ganz gut ging. Wobei ein Leuchtpunktsucher initial half, die richtigen Sterne im Delphin gleich zu finden. Über das übliche Starhoppinh konnte der NGC6934 im 32mm Plössl (ca. 31x) auch recht gut erkannt werden, aber in der Richtung liegen die Audi-Werke von Neckarsulm, da sind selbst 3,2mm AP fast schon zuviel. Mit dem 19mm PanO wurde das Bild dann dunkler und in einem 8mm Radian konnte ich das runde, in der Mitte etwas hellere Objekt dann gut erkennen.
Angespornt ging ich zum ebenfalls im Atlas aufgeführten Doppelstern gamma-Del. Der ist nichts besonderes mit ca. 10" Abstand, aber gesehen hatte ich Ihn halt noch nicht. Er lag nunmal auf dem Weg zum nächsten DS-Objekt, nämlich dem NGC7006.
Der Himmel hatte sich etwas verbessert, alle 5 markante Sterne des Delphins ließen sich gerade so direkt halten (jetzt bitte nicht weinen ...). Die Position des NGC7006 mit seinen 10.6m war nicht allein mit dem Sternenatlas aufzufinden, hier half HNSKY mit, um im Detail bei den schwächeren Sternen 'Geleitschutz' zu geben.
Die Stelle war auch bald mit dem 32mm Plössl ausgemacht, aber da war nichts. Ein Wechsel auf das 19mm PanO (52x) brachte dann indirekt einen blassen, runden und gleichmäßig hellen Fleck zum Vorschein. Ein Wechsel der Teleskopposition zeigte den Fleck wieder, es sollte also keine Einbildung sein. Das 12mm Radian hätte den Klacks aber fast verloren, so schwach wurde dieser.
Daher habe ich bei den guten Plössl geschaut und mit einem 11mm TV Plössl (91x) nochmals draufgehalten. Nun war der schwache Fleck besser zu sehen und nach ein wenig 'Eingucken' hatte der Fleck einen leicht fransigen Rand - mehr war nicht drin. Übrigens Respekt an das 19mm PanO, welches mir schon ein paar mal durch eine hervorragende Transmission aufgefallen ist.
Zum Schluss noch kurz auf den Doppelstern gamma-And gehalten - das ist eine kleinere Version des Albireo. Der Farbkontrast ist hier genauso herrlich und faszinierend.
Der KS NGC7006 war heute jedoch das unerwartete Highlight meiner 'manuell' erlegten DS-Objekte. In der Sternwarte hätte ich nach dem Ausrichten in der Handbox des C14 nur 'Gehe zu' wählen müssen ... ;-)
Aber so kann man die praktische Handhabung eines Sternenatlas' natürlich nicht testen ...
CS,
Stefan