Wandstärke einer Säule

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Matzju

Aktives Mitglied
Hallo,
nächstes Frühjahr scheint es so weit zu sein, dass ich endlich eine Säule auf meiner Dachterrasse errichten kann. Nun geht es an die Planung, wie das schöne Teil denn werden soll ;)
Darauf soll eine EQ6 mit 8" Newton - ggf. später mal 10".
Den Durchmesser würde ich einfach auf 15-20 cm legen - das sollte unkritisch sein. Jedoch bereitet mir die nötige Wandstärke Kopfzerbrechen. Mein Plan sieht vor, die Säule mit Quarzsand zu füllen, um die Schwingungen zu dämpfen. Gibt es hier Erfahrungen, welche Wandstärke man nehmen sollte? Oder spielt die überhaupt noch einen Rolle, wenn die Säule mit Sand ausgefüllt ist?

Gruß
Matthias
 
Ich würde einfach mal sagen, die Wandstärke hat eine untergeordnete Bedeutung. Eine günstig erhältliche (z.B. bei AWN Stahl- und Metallbau) Standardabmessung wäre 159x5 ... Füllung kann ich schaden ;-)
 
Hallo Lothar,
danke für deine Einschätzung. Dann schaue ich einfach mal, was mein Metallbauer so "übrig" hat ;)

Gruß

Matthias
 
Hallo Matthias,

orientiere Dich bei der Wandstärke lieber an der mechanischen Bearbeitbarkeit.
Wenn Du einen Adapter für eine Montierung draufschrauben willst, ist 5mm Fleisch für radiale Gewinde zu wenig. Wenn Du einen dicken Flansch oben draufschweisst reicht das aus. Solche Fragen solltest Du vorher klären, sonst muß man aufwendig nachbessern. Also mach Dir vorher genau Gedanken wie Du was an die Säule dran - oder draufbauen willst.

Clear skies

Tassilo
 
Ich würde immer einen Flansch draufschweißen. Gewinde drehen/fräsen wird nicht einfach bei so einem "langen Elend". Einen Flansch für z.B. einen Montierungsadapter mit Zug-/Druckschrauben kann man dagegen mit "Haushaltsmitteln" (E-hand oder MAG) schnell und einfach befestigen.
 
Hallo Mathias,

5 mm Wandstärke reichen aus. Bedenke bitte, daß Du fast nie eine Belastung genau radial zur Wandstärke hast. Der wirksame Querschnitt ist immer >= 5 mm. Du solltest den Flansch so drehen lassen, daß er mit einem halben mm Spiel ins Rohr passt. Ca. 30 mm Tiefe reichen völlig aus. Im Norden kannst Du mit der Flex einen Schlitz von ca. 10 mm breite und max. 60 mm Länge (auf den Durchmesser bezogen) anbringen. Dann kannst Du dort einen Maulschlüssel hineinbekommen (Lösen der Montierung beim Einnorden. Das ist auch der Grund, wieso ich den Flansch nie anschweißen würde! Mit der Konfiguration ergibt sich ein wesentlicher Vorteil. Du kannst den Flansch aus dem Rohr entnehmen und verlierst so schnell die Einordnung nicht!
Die Gewinde-Bohrungen kannst Du radial ganz einfach bei eingelegtem Flansch machen. Die radialen Gewinde gehören in den Flansch. Ich würde dafür M6 Schrauben nehmen und die Bohrung im Flansch auf ca 20 mm Tiefe ausführen. Dann hast Du mindestens 15 mm wirksame Gewindetiefe. Ich würde mit der ersten Bohrung nördlich oder südlich beginnen und immer die gegenüberliegenden Bohrungen nach und nach ausführen und direkt die Schrauben in die Gewinde drehen. Bei M6 würde ich auch für die Bohrungen im Rohr kein Aufmaß verwenden (6,3 z.b., sondern glatt 6 mm, wegen der Einordnung, bleibt dann erhalten, wenn Du die EQ6 mit Flansch im Haus lagerst!).
Die Säule an sich würde ich mit Quarzsand füllen, bis ca. 20 mm unterhalb des Schlitzes für den Maulschlüssel. Darauf würde ich einen Deckel aus HPL (gibts im Obi , runde Kontur kannst du mit der Oberfräse plus Zirkelunterlage und einem Hartmetallfräser sehr schnell ausführen) setzen und mit Silikon verkleben.

Ich habe es genauso gemacht und kann Dir nur dazu raten, es genauso zu machen. Komfortabler gehts nicht. Als Material für die Schrauben reicht dann Edelstahl A2 dicke aus. Unterlegscheiben nicht vergessen! Hier macht es Sinn, die Unterlegscheibe zu biegen (Schraubstock und Hammer). Das hast den Vorteil, daß sich beim Anschrauben die Unterlegscheibe auf den Durchmesser des Rohres legt. Gibt weitere Sicherheiten.

Wo es wirklich drauf ankommt sind die Säulenbeine oder der untere Flansch.
Falls es ein Flansch wird würde ich den mit Stegen anschweißen lassen.
Falls es Ausleger werden, dann würde ich mir U-Stahl 120° versetzt aufschweißen lassen. Und dann darauf die Ausleger verschrauben.

Eine Alternative zu einem Rohr stellen Alu-Montage-Profile dar. Z.B. von Bosch. Diese gibts in verschiedenen grössen und für Deine EQ6 und den Newton hast Du einen sehr wertigen soliden Unterbau. Die Profile kannst Du mit einer Tischkreissäge und einem Sägeblatt mit Z=60 prima schneiden. Ein bißchen WD40 dazu und die bearbeiteten Flächen glänzen wie eine Speckschwarte, weil das Aluminium sich nicht auf der Hartmetallschneide aufbaut. Kontaktiere dazu doch mal Eberhard Poguntke von der Sternwarte Nordbärchen (hier als Astro_ebi unterwegs). Der kann Dir mal Bilder von seiner Umsetzung zeigen.
Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Mit Anschweißen meinte ich auch nicht den Flansch auf dem die Montierung sitzt, sondern eine Zwischenplatte. Wenn unten an z.B. Auslegern nivelliert werden kann, geht natürlich auch ein Montierungsadapter zum einstecken und festschrauben ...
 
Hallo Lothar,

das war keine Kritik an Deinem Konzept. Ich denke, wir meinen das gleiche Bauteil.
Die Azimutalplatte der EQ6 kann auch nicht soweit in das Rohr versenkt werden. Wird ja aus dem Text schon ersichtlich, daß es sich um einen zusätzlichen Flansch handelt. Den würde ich auch aus Edelstahl machen lassen.
Grüße,
Gerrit
 
Hallo Gerrit,
vielen Dank. Hast du mal ein Foto von deinem Aufbau? So ganz verstehe ich es aus dem Text heraus noch nicht ;)

Gruß
Matthias
 
Hallo Matthias,

habe zwei Säulen nach diesem Prinzip gebaut.
Bilder gibts per eMail.
-> PN
Grüße,
Gerrit
 
Hallo zusammen,

ich würde mir gern auch eine Säulke bauen.

Frage warum nimmt man nicht ein ALU Rohr Wandstärke 10mm ?
Alu nicht geeignet.

Flansch oben und unten anschrauben ?
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben