Wann fertigt jemand endlich...

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binoviewer

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ein kompaktes, handliches, leichtes 60mm-Fernglas mit 90°-Umlenkung und 1,25" Okularsteckmaß???

Diese Teile gibt es bis jetzt nur mit 70 und 88mm Öffnung, schön und gut, sind aber für viele Gelegenheiten einfach zu massiv, zu schwer, zu aufwändig zu montieren.

Mir schwebt da eine kleinere Variante vor mit 60mm Öffnung, 300mm Brennweite, einschiebbaren Taukappen, 90°-Umlenkung und endlich 1,25" Okularsteckmaß, mit einem Gesamtgewicht von max. 1,5 kg. Mit nötigen Stativ käme man so auf nur 2kg Gesamtgewicht bei einem Packmaß des Fernglases von ca. 40x30x10cm, würde also noch sehr gut in einen Wanderrucksack passen, könnte auf mehrtägigen Bergtouren mitgenommen werden, zum Campen und Grillen, für Kurzbesuche bei Verwandten, Fluggepäck sowieso, etc...

Das Miyauchi 15x60 ist sicher nicht schlecht, aber zum einen zu teuer, zum anderen können nicht beliebige Okulare verwendet werden, also auch wieder Käse.

Ich wäre bereit für so ein 60mm-Glas in Chinaqualität bis 500 Euro zu bezahlen, schöner wären natürlich nur 300 Euro.

Bitte bitte bitte! Baut doch endlich sowas! Der Markt dafür sollte vorhanden sein.

Bino-Tom
 
Moin,
Ich?
Mich als Binobauer spricht das jetzt natürlich an. Bei dieser Öffnung könnte man die sogar nebeneinander lassen, ohne Prismensystem. Ich muss mal nachschauen, was so das Material kosten würde. 60/300 ist natürlich sehr Okularkritisch.
 
Ist das so?


Meine Meinung:

Wer es richtig transportabel haben will, der nimmt sowieso kein Stativ mit, sondern guckt freihändig. So ein Stativ muss schliesslich geschleppt werden und das ist dann auch kein kleines Stativ, oder hast Du in Deiner Aufzählung den Beobachtungsstuhl vergessen? Passt der auch noch in den Rucksack?
Wem das dann freihändig zuviel wackelt, der kann sich ja ein bildstabilisiertes Glas mitnehmen. Das Canon 15x50 gibt es schon für ca. 850,- Euro, was auch nicht gerade Welten teurer ist als Deine avisierten 500,- Euro, zu denen ja schliesslich noch die Kosten für Stativ und Transporttasche hinzuzurechnen ist (Geschätzte Gesamtkosten 650,- Euro).


könnte auf mehrtägigen Bergtouren mitgenommen werden
2kg halte ich für schon ziemlich schwer und zudem für sehr optimistisch geschätzt. Realistisch betrachtet wiegt das Geraffel wohl noch einiges mehr, ca. 4-5 kg. Wer will das zusätzlich bei einer Bergtour mitschleppen, selbst wenn es nur 2kg wiegen würde? Nicht jeder kann sich Scherpas bei seinen Himalaya-Expeditionen leisten.



Gruß Harald
 
Hallo Harald,

vom Gewicht her bin ich überzeugt, daß man mit 2kg hinkommen kann. Überlege dir wie kurz und dünn die Tuben sind. Die Mechanik sollte natürlich aus Aluminium sein.

Dieses Gewicht zusätzlich im Rucksack zu tragen stört mich persönlich weniger, ist reine Konditionssache. Bei Zweitagestouren mit einer Übernachtung kein Problem. Bei Mehrtagestouren kann es schon zuviel werden und nerven, da kommt es dann draufa an, ob man Zelt und Schlafsack noch mitnehmen muß, oder in Hütten übernachtet.

Wenn man dann im Gemüse keinen Stuhl zum Sitzen hat, muß man eben das Stativ komplett einfahren und am Boden sitzend beobachten. Bei einem niedrigbauenden Fotostativ kein Problem, mach ich jetzt mit meinem Spektiv auch so.

Mir ist klar, daß ich mir sowas selber bauen werde müssen, leider. Ich finds schade, denn die Möglichkeiten wären schon deutlich weiter gestrickt als bei einem 15x50 mit Stabilisator. Denke nur an die Möglichkeit mit 80facher Vergrößerung den Mond zu beobachten, Sternhaufen besser aufzulösen, Nebelfilter zu verwenden, Doppelsterne weit besser zu trennen, die Sonne schon mit Ansatz der Granulation zu beobachten und und und.

Bino-Tom
 
Hallo Stefan,

darüber habe ich auch schon gegrübelt, mein Augenabstand ist nur 63mm, es sollte sich aber bei einem dünnen Tubus gerade noch nebeneinander ohne Prismen ausgehen.

Die Frage ist wo man diese Objektive günstig bekommt. Sicher bei Edmund-Optics, aber nicht günstig. Bei Ebay gibt es billige Refraktoren mit 50/360mm und 70/300mm. Bei zweiteren bräuchte man aber Prismen, ersterer ist schon relativ lichtschwach.

Das die Tuben schräg übereinander liegen möchte ich eigentlich vermeiden, zum einen wird es dadurch unhandlicher, zum anderen sieht es äußerlich merkwürdig aus, gefällt mir optisch einfach nicht wirklich.

Du hast natürlich schon viel Erfahrung mit dem Selbstbau. Ich muß diese Erfahrungen erst machen, möchte es aber unbedingt realisieren, denn sowas kleines schnuckeliges das auch noch kompfortabel ist muß einfach mal gemacht werden.

Bino-Tom
 
Hallo Bino-Tom,

mir gefällt Deine Anregung sehr gut.

Ich hatte mal ein Miyauchi 20x100 45°, das war so schwer und unhandlich, dass ich es schnell wieder verkauft habe. Der 45° - Einblick ist außerdem für astronomische Beobachtungen nur suboptimal, bei zenitnahen Objekten verrenkt man sich den Hals.

Ein 60mm Gerät mit 90°-Einblick wäre also schon optimal, ich bezweifle allerdings, dass es in guter Qualität zum angedachten Preis und mit rund 2kg Gewicht herzustellen ist. Immerhin hat Zeiss mit dem ehemaligen 15x60BGAT* und dem aktuellen 20x60S ( mit mechanischer Bildstabilisierung ) zwei 60mm-Gläser mit einem Gewicht von deutlich unter 2kg auf den Markt gebracht, beide allerdings mit Geradeeinblick.

Beste Grüße

Manfred
 
Denke nur an die Möglichkeit mit 80facher Vergrößerung den Mond zu beobachten, Sternhaufen besser aufzulösen, Nebelfilter zu verwenden, Doppelsterne weit besser zu trennen, die Sonne schon mit Ansatz der Granulation zu beobachten und und und.
Eine Vergrößerung von 80x ist bei 60mm Öffnung immerhin schon eine AP von 0,75. Ob so eine hohe Vergrößerung mit einem China-Achromaten sinnvoll ist? Auch sind bei 80x die Anforderungen an die Kollimation des Fernglases recht hoch. Bei einem Billig-China-Glas sollte hier Skepsis angesagt sein.

Wenn Du nun verschiedene Vergrößerungsstufen und Filternutzung auflistest, dann sollte auch erwähnt werden, dass das ja nur dann nutzbar ist, wenn man erstens die ganzen Okulare/Filter hat und zweitens diese auch noch alle mitschleppt. 3 Vergrößerungen bedeutet hier dann schon 6 Okulare.

Wenn man eh schon am Teleskop ein Bino benutzt, dann wird man schon einige Okularpäärchen besitzen. Falls nicht, dann muss man sich die extra für so ein FG kaufen. Die oben genannten 650,- Euro nähern sich dann schnell der 1000,- Euro Grenze. Oder man verzichtet auf die Wechselokulare, was Du ja aber nicht willst.


Was ich damit sagen will:
Auch ein China-Glas für 500,- Euro kostet mit allem Drum und Dran 1000,- Euro, sofern man die von Dir geforderten "Specials" nutzen will.
Das Gewicht von so einem Sammelsurium liegt mit Sicherheit über 2kg (Fernglas, Stativ, 3 Okularpaare, Filter, Aufbewahrungsmöglichkeiten für diese). Ich setze dabei voraus, dass das Stativ ausreichend groß und stabil genug ist, die Okulare weitwinklig und von guter Qualität sind und alles gut und sicher verpackt ist.
Wenn man ein Tischstativ aus Plastik mitnimmt mit 3 Paar Orthos, dann mag alles gerade mal 2kg wiegen. Die Frage ist nur, wer sich nachts ins taunasse Gras setzen will, weil das Ministativ nunmal so klein ist.
Meiner Meinung nach wiegt alleine das Stativ schon 2-3kg, wenn es vernünftig dimensioniert ist.


Gruß Harald
 
Hallo Bino-Tom


Beim TS gibt es Spektiv mit 55mm Objektiv Durchmesser und 380mm Brennweite das muss bei deinem Augenabstand klappen, entweder die zwei
Spektive zu verbinden oder nur die Objektive zu verwenden. So ein kleines Bino wollte ich vor kurzen Bauen habe aber zwei Achromate 102/660mm günstig bekommen.




Gruß Paul
 
Ich glaube nicht, dass das mit dem Augenabstand hinhaut. Die Objektivfassungen sind meistens zu dick. Oder man fängt an, herum zu feilen...

Grüße
Michael
 
Hallo Tom,

habe gerade mal nachgemessen, das Zeiss 50/540 hat eine Fassung mit 56mm Durchmesser. Daraus wurden ja schon Binos gebaut:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...p/ubb/showflat/Number/466957/site_id/1#import

oder auch der Silver Twin:

http://www.doppelfernrohr.de/9.html

Habe selbst schon mal sowas probiert, allerdings stellen hohe Vergrößerungen schon einige Ansprüche an die Mechanik, mit Pappe, Klebeband und 7mm Orthos hatte ich damals keine rechte Freude dran. Dann bekam ich zum Testen ein Canon 15x45 in die Hände und habe den Binobau bis auf weiteres verschoben. Bei 15x ist das Canon um Welten handlicher, leichter und insgesamt eine Runde Sache. Auch gerade für Naturbeobachtungen super. Das Canon wurde wegen des stolzen Preises nicht gekauft, im Nachhinein ein Fehler.

Fazit für mich: Wenn schon ein Bino dann auch gleich für höhere Vergrößerungen, dann wird es aber weder leicht noch billig. Und dann kann man auch gleich was größeres bauen...

Gruß
Kai
 
Wenn schon ein Bino dann auch gleich für höhere Vergrößerungen,

Hier gibt es nur ein Problem:
Wenn das Bino auch für hohe Vergrößerungen geeignet sein soll, dann hat es entweder eine lange Brennweite oder ist ein teurer Apo-Bino.
Wenn es eine lange Brennweite hat, dann ist es jedoch nicht für die ebenfalls wichtigen geringen Vergrößerungen geeignet.



Gruß Harald
 
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