Hallo zusammen. Ich sehe überhaupt keinen Grund, bei diesen Einschraubfiltern irgendwelche Ausnahmen zu machen und stimme denjenigen zu, die fordern, diese Dinger gänzlich vom Markt verschwinden zu lassen.
Bei meinem ersten astronomischen Anlauf, 1979, kaufte ich mir (bei einem Optiker!!) ein Bresser Newton-Teleskop mit einer Öffnung von 110 mm. Beigelegt waren u.a. ein Mond- und ein Sonnenfilter, zum einschrauben ins Okular.
Obwohl man nicht gerade behaupten kann, ich sei unachtsam, benutzte ích das Ding zur Sonnenbobachtung. Ging auch einige Male gut. Dann, glücklicherweise hatte ich gerade das Auge vom Okuklar genommen, verspürte ich einen sehr starken Schmerz neben der Nase. Ich war der Überzeugung, von einer Wespe gestochen worden zu sein. Als ich dann jedoch - hatte an dem Tag keine Lust mehr, weiter zu beobachten - das Teleskop auseinanderbaute, sah ich, das der Sonnenfilter regelrecht durchgebraten war. Nur an den Rändern waren noch einige Zacken zu sehen.
Schock, dann Wut. Bin damals mit dem Ding zu dem Optiker, bei dem ich das Scope gekauft habe und hab ihm den Filter auf den Thresen geknallt. Erst meinte er, ich habe etwas falsch gemacht. Nach längerem Rededuell hat er mir einen Geldbetrag erstattet. Er erklärte sich jedoch nicht bereit, die Filter aus den Kartons der anderen Teleskope zu entfernen.
Ein Augenoptiker, bei dem ich seinerzeit auch meine Brillen hab anfertigen lassen!!
Heute muß ich leider erkennen, das sich immer noch nichts geändert hat. Das selbst Fachleute, die von dieser Gefahr wissen, und u.a. in diesem Forum aktiv sind, weiterhin diese Dinger verkaufen, ev, an unwissende Anfänger, ist schon unverantwortlich. Nach mir die Sintflut? Ich muß meinem Vorredner recht geben: Wegen lausiger 30 Euro das Augenlicht eines anderen Menschen aufs Spiel zu setzen ist eines "Fachhändlers" unwürdig.
Viele Grüße, Ernst.