Warum Fujinon 16x70 Gebrauchtverkäufe ?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

PeterSurma

Aktives Mitglied
Ciao,

ich habe beobachtet, dass in letzter Zeit viele Leute Ihre Fujinon 16x70 (FMT-SX-1) Ferngläser verkaufen (wollen). Woran liegt das eigentlich ? Nur weil es jetzt das FMT-SX 2 gibt ...? Oder ist das Glas eigentlich schlecht ?

Ich wollte mir unter Umständen auch ein solches Glas kaufen, deshalb interessiert es mich...

Gruss,
Peter
 
Vielleicht ist der Herr Ludes schuld?

> ich habe beobachtet, dass in letzter Zeit viele Leute Ihre Fujinon 16x70 (FMT-SX-1) Ferngläser verkaufen (wollen). Woran liegt das eigentlich ?

Hallo Peter,

verschiedene Gründe sind denkbar:

1. das ständig schlechte Wetter
2. das neue Modell
3. die Ehefrau und/oder Freundin

oder

4. alle sparen jetzt auf das neue APM Bino. Interessieren täte mich das auch, nur bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob sich der Markus nicht im Preis vertippt hat. 1000 Euro weniger wie ein 100-er Miyauchi?

5. Daß es an der Qualität liegt, glaube ich weniger (der Verkauf des Fujinon, nicht der Preis des APM Bino <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />).

Frank.
 
Ich wundere mich auch immer wieder, wie oft das Fujinon gebraucht zu kriegen ist. Obwohl das Glas mir von seinen optischen Daten zusagen würde und ich auch schon mit dem Gedanken gespielt habe ... seitdem ich mal einen Schrägeinblick genossen habe (Miyauchi 15x60) und auch weiß, wie umständlich und anstrengend es ist mit einem geradsichtigen Fernglas auf einem Stativ hochstehende Objekte zu beobachten, kommt für mich eigentlich nur ein Fernglas mit Schrägeinblick in Frage (sofern es auf ein Stativ muß, wie in diesem Fall). Ganz unumstritten ist die Qualität des Fujinons auch nicht (Farbe) - da kann ich mir aber (noch) kein eigenes Urteil erlauben. Eventuell sind das aber "Kleinigkeiten", die den Besitzern nach geraumer Zeit aufstoßen ...

Noch was: Habe ich hier im Board was übersehen, oder warum gab's denn noch keinen Kommentar zu der (für mich) sensationellen Neuigkeit von ICS, daß Fujinon nun auch ein 10x50 FMT-SX anbietet? Ich hab's wg. div. Schnupper-Abo-Verwirrungen bei SuW erst gestern gelesen ...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
>daß Fujinon nun auch ein 10x50 FMT-SX anbietet?

Soweit ich weiß haben alle Fuji's Einzelokular-Fokussierung. Und Einzelokular-Fokuss verträgt sich ganz schlecht mit freihändigem Beobachten. Das betrifft zwar nur das 7x50 und das genannte 10x50 da man die höhervergrößernden Teile sowieso auf ein Stativ setzen muss. Auf dem Stativ gibt es dann wiederum keinerlei Problem mit der Einzelokular-Einstellung. Da muss man das Glas ja nicht gleichzeitig festhalten wenn man dran schraubt um es "scharf zu bekommen". Aber freihändig ist das nicht jedermanns Sache. Ich mit meinen übergroßen Händen habe da so meine Probleme. Aber ich habe ja auch ein Stativ ;-).
 
Fujinon 10x50

> Habe ich hier im Board was übersehen, oder warum gab's denn noch keinen Kommentar zu der (für mich) sensationellen Neuigkeit von ICS, daß Fujinon nun auch ein 10x50 FMT-SX anbietet?

Hallo Karsten,

ich wollte auch schon mal hier im Board nach dem neuen Fujinon fragen. Nachdem ich dann gelesen habe, daß das Glas auch 1,4 kg wiegen soll, habe ich mir die Frage verkniffen. Da mag die Optik noch so gut sein, 10x und 1,4 kg sind mir persönlich zuviel für's freihändige Spechteln. Bei 7x ist das nicht so problematisch, beim 10x50 hätten die Entwickler das Gewicht ruhig etwas optimieren können. Wer damit klar kommt, für den ist das Glas bestimmt eine sehr interessante Alternative.

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Peter,

ich weiß nicht warum so viele Leute gerade ihr Fujinon 16 x 70 verkaufen wollen. Ich hatte auch mal eins und hab es dann aber wieder verkauft. Aus, im Wesentlichen 2 Gründen:
1. Es hat einen Geradeeinblick und der ist für längere astronomische Beobachtungen schlicht schmerzhaft ist(Genickstarre). Wer irgendwie, im liegen mit Stative beobachten kann und will wird diese Probleme nicht haben.
2. Die feste Vergrösserung, die ein Fernglas das nur mit Stativ brauchbar ist nicht haben sollte finde ich.

Die optische Qualität ist sehr gut, ich habe kein anderes Glas mit 70 oder 80mm finden können was wenigstens genauso gut ist. Die Vixen Gläser haben nicht die Kontrastleistung des Fujinon und das 77 Miyauchi hat ein deutlich bunteres Bild. Selbst das 100 Fluorid von Miyauchi ist nicht viel farbreiner als das Fujinon. Ich halte das Fujinon immer noch für eines der besten, wenn nicht das beste Glas in dieser Klasse was die optische Leistung angeht. In einem Vergleichstest zwischen dem Nikon und dem Fujinon 16*70FMT SX 2, den ich im Internet gefunden habe ist das Fujinon auch Testsieger geworden. Mechanisch ist es nach meinem empfinden auch sehr gut, die Einzelokularfokussierung ist Geschmackssache. Ich persönlich finde sie für dieses Glas sehr gut. Für astronomische Beobachtungen gilt, einmal scharf gestellt braucht man nicht mehr nachregulieren und wenn doch geht das sehr gut mit Daumen und Zeigefinger der jeweiligen Hand völlig problemlos, ohne das Glas irgendwie absetzen zu müssen.

Mein Fazit:
Für ein Fernglases das nur auf einem Stativ benutz werden kann wären 45 oder 90 Grad Einblick besser. Und wenn man dann noch verschiedene Okulare benutzen könnte wäre dann das Sahnehäubchen. Das ist dann jedoch eine andere Kategorie von Ferngläsern. Deshalb, das Fujinon 16 x 70 FMT-SX 1 ist immer noch ein Referenzglas, mit dem sich andere vergleichen lassen müssen und dessen Qualität selten erreicht wird.

Clear Skies

Stephan
 
Hallo,
das mit der Einzelfokusierung ist eigentlich kein so großes Problem. Ich selbst besitze das 7*50, mit dem Glas ist es so, daß ich es ohne nachträglich scharfzustellen aus der Tasche nehmen und loslegen kann. Die Verstellung ist nicht so leicht, daß es sich in der Tasche verdrehen würde. Die Einstellung Endlos ist zumindest bei diesem Glas bereits in Entfernungen möglich, für die ich noch kein Fernglas brauche. Von der Qualität des Glases bin ich überzeugt. Der einzig wirkliche Nachteil dieses Glases ist sein Gewicht.

Das 16*70 wäre auch für mich ein möglicher Kandidat, obwohl mir selbst ein Schrägeinblick besser gefällt. Die Tatsache, daß so etwas öfter angeboten wird, muß nicht daran liegen, daß das Glas keine Qualitäten hat oder Freude macht, sondern daß es in dieser Klasse weit verbreitet ist (müßte ein Händler etwas dazu sagen können). Natürlich gibt es auch noch zum 16*70 noch recht gute Aufstiegsmöglichkeiten (in etwa vergleichbar mit dem Öffnungsfieber).

Was auch nicht vergessen werden sollte, daß viele ihre vorhandenen Ferngläser überhaupt nicht nutzen und egal welches Teil es ist, auch wieder verkauft werden kann. Während man ein 7*50 oder 10*50 noch recht vielseitig eingesetzt werden kann (ich nutze das immer wieder zum Aufsuchen von Objekten oder den schnellen kurzen Einsätzen) ist ein 16*70 doch schon eher ein Spezialist. Der ein oder andere wird das erst feststellen wenn er eins hat und es nach ein oder zwei Jahren einsatzlosen Lagerung wieder verkaufen.

sternenfreundliche Grüße
Adrian Herrmann
 
eigentlich kann es hier nur eine Antwort geben: weil es die Erwartungen der Käufer nicht erfüllt!

-technisch ist es wohl optimal (Transmission, Schärfe etc) für ein 16x70- aber ist ein 16x70 zum Preis
eines 10" Dobson das, was man wirklich will? Oder tauscht man es dann doch lieber gegen diesen ein?

-was sieht man damit?

Tatsache ist: es ist, wenn man die hervorragenden technischen Eigenschaften nutzen will, nicht mehr ohne Stativ
nutzbar (freihändig ist ein billiges 15x70 fast genau so gut).

Tatsache ist: es ist kein 8" Teleskop, sondern nur ein 3" Fernglas -und Mond und Planeten sind mit jedem Lidl Refraktor besser.

Tatsache ist: es hat nur Pupille 4 (jedes 10x50 hat Pupille 5), allerdings haben wohl die meisten 10x50 weniger Transmission.
dafür sind die aber leicht und handlich und ohne Stativ einsetzbar.

Tatsache ist: es kostet viel Geld (lange Nagler Okulare auch, genau so viel oder mehr, aber die sieht man nicht gebraucht)

und das Geld setzt man dann wohl eher in ein gutes Teleskop um, weil man mehr damit sieht.

Mal ohne Scherz : Ferngläser bringen ca. 10° - 2°reales Gesichtsfeld, da fangen die Teleskope gerade an (0,2-2°)
und sind daher den Teleskopen einfach überlegen, wo ihre "Butterseite" zum Tragen kommt: viel mehr Gesichtsfeld,
freihand einsetzbar, hell , mitschleppbar... und in allen diesen Punkten ist das 16x70 eigentlich
schlechter als ein 10x50 oder 11x80, besser ist die Schärfe - aber dafür muß man auf' s Stativ. Und damit hört
der Spaß auf (zumindest für mich).
 
Hallo Peter:

ich hatte mal ein 10x70 und hab's auch verkauft. Der Grund war einfach: Irgendwie kam ich am Sternenhimmel mit dem binokularen Sehen nicht klar .... !! Außerdem ist mir 10-fache Vergrößerung auf Dauer einfach viel zu wenig gewesen, als daß mir ein so teures Gerät wirklich entsprechende Freude vermitteln würde.

In 2001 war ich auf dem ITV, wo das Wetter so gut war ;-) .... und hab dort auch durch diverse tolle große Feldstecher geschaut, aber letztlich mußte ich feststellen, daß rein von der Vergrößerung/Flexibilität höchstens so etwas wie das Doppelfernrohr von Vixen usw. in Frage kommen würde - auch in der Milchstraße machen Vergrößerungen um 20 bis 50 fach doch viel mehr Spaß als wenn man auf 10, 16 oder 20 limitiert ist wie bei einem normalen großen Feldstecher! Bei höheren Vergrößerungen war auch das binokulare Sehen irgendwie angenehmer für mich.

viele Grüße
Thomas
 
Ciao,

danke an alle für Ihre Meinungen. Ich überlege angesichts Euerer Kommentare nun wirklich, ob ich ein solches Glas wirklich brauche. Ich sehe absolut die berechtigten Einwände ! Es zeigt sich wiedermal was für ein guter + wertvoller (!) Ratgeber astronomie.de in solchen Fragen sein kann...!

Vielen Dank nochmals.
Peter

PS:
Mein eigentlicher Problem-Auslöser ist: ich hatte einen guten/alten US-Feldstecher 7x50 (NoName Produkt), aber leider ist er mir runtergefallen und macht jetzt Doppelbilder. Ich hab ihn schon aufgeschraubt, aber leider sind da keine Stellschrauben sondern nur die Möglichkeit durch Unterlegen von dünnen Plättchen oder so die beiden Strahlen über die Prismen wieder aligned zu bekommen. (Ich schätze hier hat man keine Chance, wegen dem ätzenden Einbauen/Testen/Ausbauen/... ad infinitum). Deshalb mein Posting unter

http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=Fernglaeser&Number=25043&page=0&view=collapsed&sb=5&o=&fpart=1

Und eigentlich wollte ich schon immer einen grösseren Feldstecher. Aber das ist eben eine ganz andere Klasse von Gerät - da habt Ihr völlig Recht. Vielleicht doch wieder nen 'kleinen' 7x50 kaufen ... :-)

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Vielleicht ist der Herr Ludes schuld?

Hi Frank_Schäfer,

4. alle sparen jetzt auf das neue APM Bino. Interessieren täte mich das auch, nur bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob sich der Markus nicht im Preis vertippt hat. 1000 Euro weniger wie ein 100-er Miyauchi?

sei bloß still, sonst erhöht der Ludes den Preis. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
Bin auch an dem Teil interessiert. Möchte gern mal probehalber durchschauen, wie es so mit dem Gelbstich ist. Eventuell helfen ja 2 Williams Filter.

Ein Stativ, Manfrotto? muss man ja auch noch erwerben. denke der Ludes hat da bestimmt auch eine Empfehlung.

Gruß

Lots
 
Re: Vielleicht ist der Herr Ludes schuld?

> Bin auch an dem Teil interessiert.

Hi Lots,

da sind wir schon mal zwei! Mal schauen, was ich aus meinem Equipment noch verscherbeln kann, um die 1500 Euronen locker zu machen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Wegen einem Gelbstich mache ich mir weniger Sorgen. Das Teil ist ja eher eine schöne Deep-Sky Binotüte und kein Planetenrohr. Wenn die Abbildung so ausschaut wie das Bino selber, dann könnte es ein echter Hit werden. Abwarten, bis jetzt gibt's ja nix außer Fotos.

Frank.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben