Was bedeutet f/.......

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hoppla

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Liebe Astronomiefreunde.
Ich bereite mich auf die Rente vor und kam auf die Astronomie. Gleich kaufte ich mir ein Teleskop und da ich, ausser dem Mond und der Sonne, kein Gestirn mit Namen oder gar Position kannte, musste es ein Go-To sein. Von Teleskopen verstand ich zu diesem Zeitpunkt etwa gleich viel wie von der Astronomie, also kaufte ich das erst Beste das ich fand. Beratung gab’s keine, der Verkäufer war glücklich, dass ich so schnell entschlossen, den Laden wieder verliess.
Da passierte es: ein Teleskop ist ja mehr als ein Röhre zum durchgucken, dachte ich, und fing an mich mich ein zu lesen. Und siehe da, es ist wirklich so!
Also kamen viele Fragen, die ich, zum Teil, an Hand von Forumsberichten und guten Internetseiten klären konnte. Doch bleiben viele noch ungeklärt, und so wage ich mich, zwei davon hier zu stellen.
Ich weiss, was die Brennweite und der Linsen-/Spiegeldurchmesser bedeuten und dass sie in f/... zu einem Verhältnis zusammen kommen. Was ich nicht verstehe, ist.....
1. Wie macht sich f/.... beim Sehen bemerkbar ?
2. warum wollen die Einen ein kleines Verhältnis (zB. f/5), die Anderen aber ein Grosses (zB. f/13) ?

Mein Teleskop: Meade ETX-90EC. (da wollte ich nicht zuviel Geld ausgeben)
Okulare: 40, 26, 9.7mm Super Plössel. 14, 6.7mm UWA. (da habe ich nicht gespart).

Also dann, ich bin auf Eure Meinung gespannt und erhoffe mir viele Antworten.
Mit besten Grüssen Pe.
 
Hi hoppla,
da könnte man ein Referat schreiben.
Wills mal kurz und knapp und einfach versuchen:
Jedes System hat seinen Vor- und Nachteil:
Schnelle Systeme ergeben von Hause aus geringere Vergrößerungen bei gleicher Öffnung. Dies ist für das Fotografieren, für Übersichtsbeobachtungen und Deep Sky von Vorteil. Hier steht die Lichtsammelleistung und nicht unbedingt die Vergrößerung im Vordergrund.
Eher sind dies Newton Systeme. Bei Refraktoren kommt zusatzlich meist noch ein bauart bedingter Farbfehler als Nachteil hinzu.
Langsamere System ermöglichen demgemäß höhere Vergrößerungen, was bei Planeten und Mond gebraucht wird - also hellen Objekten.
Auch die Ausmaße können entscheiden. Stell Dir mal ein 8" Newton mit 2,6 Metern Brennweite vor.
Darüberhinaus sind schnelle Systeme im Hinblick auf die Okluare z.T. sehr anspruchsvoll und, wenn es sich um Newtons handelt, auch sehr justieranfällig,
was auch nicht jedermanns Sache ist.
Ich hoffe das bringt wenigstens etwas Licht ins dunkel.
Siehe mal unter www.intercon-spacetec.de unter der Rubirk "Welches Teleskop?" nach. Dort wird sehr anschaulich viel an Informationen rund um Teleskope geboten, die Deine Fragen vermutlich beantworten.
CS
Antares
 
Hallo hoppla!


Es ist auch so, daß das maximale wahre Gesichtsfeld bei einem schnellen System (z.b. f/5) größer ist als bei einem langsameren (z.b. f/8).
(Stichwort: Rich-Field)

Das liegt u.a. daran, daß die minimale Vergrößerung unabhängig vom Öffnungsverhältnis ist, sie ist eindeutig bestimmt durch die Öffnung und die Austrittspupille.

Beispiel:

Maximale AP: 7mm
Öffnung: 90mm
resultierende Minimalvergrößerung: 12.9x

Brennweite bei einem 90mm f/5: 450mm
Brennweite bei einem 90mm f/8: 720mm
resultierende Okularbrennweite bei f/5 und 12.9x: 35mm
resultierende Okularbrennweite bei f/8 und 12.9x: 56mm

Das maximale wahre Gesichtsfeld beim f/5 ist demnach im Durchmesser 60% größer als beim f/8 (60% entspricht Faktor 56/35=1.6).
Die Fläche des Gesichtsfeldes ist also sogar 2.6x so groß (1.6^2).

Das liegt wiederum daran, daß das maximale scheinbare Gesichtsfeld eines Okulares von dessen Brennweite abhängig ist. Desto länger die Brennweite des Okus, desto kleiner ist das maximale scheinbare Gesichtsfeld.
(Die Ursache dafür liegt in der Abschattung durch die Feldblende des Okus bzw durch die Okularhülse.)

Daher ist es sinnvoller ein Richfield-Gerät in f/5 als in f/8 zu benutzen.

Zurück zum Beispiel:
Beim f/5 würde man ein 35mm 2"-Weitwinkel-Okular mit ca 75° scheinbarem Gesichtsfeld benutzen und beim f/8 ein 56mm 2"-Okular (z.b Televue 55mm Plössl) mit ca 47° scheinbarem Gesichtsfeld.
Da nun die Vergrößerung bei beiden Öffnungsverhältnis-Okular-Kombinationen die gleiche ist (nämlich 12.9x), aber das scheinbare Gesichtsfeld beim f/5 (mit 35mm Okular) wesentlich größer ist als beim f/8 (mit 56mm Okular), ist auch das wahre Gesichtsfeld des f/5 größer als vom f/8.

Sollte ich mit meinen Erkärungen mißverständlich sein oder sich gar ein Fehler eingeschlichen haben, bitte ich um Nachfrage bzw Hinweis.


Gruß Harald
 
Hallo, hoppla,

zum Öffnungsverhältnis (f/..)

Wer fotografiert und nicht nur eine Kamera hat, die alles selbst einstellt, weiß, daß man die Belichtung (u.a.) über die Öffnung der Blende steuern kann. Blende zu (große Zahl) = wenig Licht, Blende auf (kleine Zahl) = viel Licht.

Das ist das ganze Geheimnis. Je größer das Öffnungsverhältnis des Teleskops (also das, was Du mit f/... bezeichnest), umso weniger Licht wird eingefangen. Je geringer, umso mehr Licht fällt ein.

Der eigentliche Reiz der Astronomie liegt für viele Leute darin, am Himmel Objekte zu beobachten, die sich mit bloßem Auge nur schwer oder gar nicht beobachten lassen, weil sie ganz einfach zu weit entfernt sind und daher sehr lichtschwach (deep sky). Diese Astronomen machen sich die lichtsammelnde Eigenschaft der Teleskope zunutze und bevorzugen welche mit kleinem Öffnungsverhältnis. Leider hat die Sache auch eine Crux: Heutzutage gibt es immer weniger Gegenden, in denen abends der Himmel noch völlig dunkel ist; es gibt immer mehr Helligkeit in den Städten. Die lichtschwachen Objekte am Himmel "ersaufen" also quasi im aufgehellten Himmel und können kaum noch beobachtet werden.

Es gibt andere, denen nichts lieber ist, als ihren Blick auf den Mond oder die Planeten zu richten (denn die sind bei großer Vergrößerung wirklich nicht mehr punktförmig; dazu sind sie viel zu nahe an der Erde). Ihnen ist eher daran gelegen, Einzelheiten auf diesen Gestirnen unseres Sonnensystems auszumachen. Was sie dazu benötigen, ist eine große Vergrößerung. (Den DeepSky- Fan interessiert das dagegen nicht; Sterne sind und bleiben punktförmig, auch wenn man die Vergrößerung noch so hoch schraubt.)

Es liegt nahe, daß die Steigerung der Vergrößerung einhergeht mit einer Veränderung des Öffnungsverhältnisses. Und zwar zu Lasten der Lichtstärke. So nimmt man in diesem Fall ein großes Öffnungsverhältnis in Kauf, denn als lichtschwach kann man den Mond oder Jupiter nicht gerade bezeichnen.

Gruß
piscus
 
Hallo an alle.
Vielen Dank, für die sehr differnzierten Antworten. Ich muss das alles noch verdauen. Gelernt habe ich folgendes (ich hoffe es ist auch richtig): Als Anfänger macht es sicher Sinn, sich zuerst auf unser Sonnensystem zu konzentrieren. Demnach habe ich mit einem Mak 90/1250 f/13.8, eigentlich mal gar nicht so schlecht gewählt. Oder ?
Grüsse Pe.
 
Hallo hoppla!

Zunächst mal: Jedes Teleskop hat seinen Himmel! (Ich weiß, hat soooooo nen Bart! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> )

Der ganz große Vorteil vom ETX90 ist aus meiner Sicht die hohe Transportabilität.
Und das beste Teleskop ist nun mal das, welches man am häufigsten benutzt! (Jaja, der Bart wird immer länger. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> )

Die Performance des Teleskopes an den Planeten wird wohl stark von der Qualität des Gerätes abhängen. Wenn die Qualität stimmt, dann wirst Du schon vieles sehen können, insbesondere am Mond.

Bei Deep-Sky wird sich die Leistung aber aufgrund der kleinen Öffnung und der langen Brennweite stark in Grenzen halten; in wie fern da ein Goto sinnvoll ist, muß jeder für sich entscheiden.


Gruß Harald
 
Hi hoppla,
das Anfänger mit Planeten beginnen sollen, würde ich so nicht zwingend sehen.
Diese werden sicher am ehesten ein AHA-Erlebnis erzeugen. Man kann aber durchaus auch mit Sternhaufen etc. beginnen.
Wenn Du natürlich sofort beobachten willst, d.h. Teleskop ganz neu, keine Ahnung aber sofort gucken wollen, wirst Du wohl mit dem Mond und Planeten beginnen.
Wichtig findde ich, daß man lernt sich am Himmel zu orientieren.
Bekannte Sternbilder etc. schließlich wollen auch die Planeten gefunden werden.
Sicher nimmt Dir Goto das ab, ich finde jedoch das gehört dazu.
Nur mit Goto einzelene Objekte "abarbeiten", ist wie verreisen nach Japaner-Art. Australien in 5 Tagen. Flugzeug raus, Foto, rein in Bus, raus aus Bus, Foto, etc. (Nichts gegen die Japaner)
Auch etwas Theorie kann sicher nichts schaden. So kann man finde das gesehene erst wirklich zu würdigen.
Alles in allem kannst Du mit diesem Teleskop sicher in beiden Bereichen ein Vielzahl interesanter Beobachtungen machen, wobei Deep Sky nicht die Stärke dieses Gerätes ist. Goto hätte ich nicht gekauft. Darüber kann man sicher streiten.
Ich hoffe, daß Du Spaß daran haben wirst und Dich die Faszination "Weltall" auch befällt.
Clear Skies
Antares
 
Hallo,

ich will mich doch nochmal daran versuchen. Vielleicht bekomme ich's nämlich einfacher hin.

Also das Öffnungsverhältnis, bei Dir f/13,8, macht sich visuell fast gar nicht bemerkbar.
Zwei Teleskope gleicher Öffnung mit demselben Okular allerdings liefern unterschiedliche Vergrößerung (denn sie haben unterschiedliche Brennweite).
Da man aber seine Okulare so wählt, daß man für sein Teleskop von der Minimal-Vergrößerung (Öffnung in mm geteilt durch 7 - im Alter vielleicht besser durch 5) bis zur Maximalvergrößerung (Öffnung mal 2) einige Vergrößerungsstufen abdeckt, gleicht man dies automatisch aus.
Wie schon erwähnt bleibt dann als Unterschied nur die Grenze des scheinbaren Gesichtsfeldes im Okular. Bei Okularen unter 20mm Brennweite ist dies unwichtig, ein 40mm Okular in einem 1,25 Zoll Auszug kann aber nur 45 Grad scheinbares Gesichtsfeld zeigen, weil nicht "mehr Bild" durch den Okularauszug passt.
Beispiel: Ein Teleskop mit f/10 zeigt im 40mm-Okular mit 45° Gesichtsfeld denselben Ausschnitt wie ein f/5-Teleskop mit dem 20mm Okular mit 45° Gesichtsfeld. Allerdings kann man beim f/5 Teleskop ein 20mm Okular kaufen, daß leicht 50 oder 65° Gesichtsfeld hat - man bekommt hier also viel mehr "echte Himmelsfläche" zu sehen bei gleicher Vergrößerung.

Was mir an anderen Erklärungen nicht so gefällt ist der Eindruck, daß ein Teleskop mit langer Brennweite (eben f/13,8) nicht soviel Licht sammelt wie eines mit f/5. Der Eindruck ist falsch, vielmehr verteilt das f/13,8-Teleskop durch seine stärkere Vergrößerung das Licht auf eine grössere Fläche und so wird fotografisch das Bild dunkler.
Benutzt man für ein f/5-Gerät und ein f/13,8-Gerät unterschiedliche Okulare, so daß bei beiden Teleskopen 100-fache Vergrößerung herauskommt (Brennweite/Okularbrennweite=Vergrößerung) so ist in beiden Teleskopen das Bild gleich hell.

Clear Skies
Sven
 
Und noch etwas ...

Hallo zusammen,

noch eine Richtigstellung, da es immer wieder falsch gemacht wird (auch in diesem Thread mindestens 2 mal):

bei f/x steht x im Nenner. Darum ist beispielsweise f/5 ein großes Öffnungsverhältnis und f/15 ein kleines. Eine kleine Zahl im Nenner bezeichnet also ein großes Öffnungsverhältnis und umgekehrt.
Das wird leider oft verwechselt und führt dadurch immer wieder zu Mißverständnissen.
 
Re: Und noch etwas ...

Um Solche Missverständnisse auzuschliessen,
kann man ja auch von "kurzen" und "langen" Röhren sprechen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Greets,
Silvio
 
Hallo Hoppla,

ich möchte noch 2 Aspekte ins Spiel bringen, die bislang in diesem Thread kaum erwähnt wurden:

Ein kleines Öffnungsverhältnis ist optisch leichter in den Griff zu bekommen. Bei einem Fraunhofer-Refraktor von etwa 80-100mm Öffnung und einem Öffnungsverhältnis von f/15 verschwindet der Farbfehler fast völlig. Bei großen Öffnungsverhältnissen wie f/5 müßte man hier einen deutlichen Farbfehler in Kauf nehmen oder auf sehr teure Apochromaten ausweichen.
Bei einem Newton mit einem Öffnungsverhältnis von f/8 bis f/10 kann der Fangspiegel sehr klein gehalten werden, was dem Kontrast zugute kommt (allerdings wird dieser Aspekt häufig überbewertet). Koma spielt bei solchen Öffnungsverhältnissen kaum eine Rolle, auch kleine Abweichungen des Spiegels von der Parabelform in Richtung Sphäre werden eher 'verziehen' als bei großen Öffnungsverhältnissen. Ein solcher Newton braucht auch nicht so penibel justiert zu werden wie einer mit größerem Öffnungsverhältnis.

Andererseits: stelle Dir mal einen 15" Dobson mit f/8 vor, dieser hätte eine Brennweite von über 3 Meter! Oder ein 6" Refraktor mit f/15, dieser müßte etwa 2,3 Meter lang sein! Aus Gründen der Transportabilität wird man also bei Geräten mit großer Öffnung ein großes Öffnungsverhältnis wählen und die oben erwähnten Nachteile dafür in Kauf nehmen.
 
Guten Tag Leute
Ich bin ja überrascht wie komplex die Antwort auf eine scheinbar enfacher Frage sein kann. Ich denke, einiges verstanden zu haben, möchte es aber noch verifizieren lassen.
1. Das beste Teleskop ist: Brennweite und Öffnung den gegeben Umständen entsprechend (Finanzen, Platz, Gewicht, usw)möglichst gross !
2. Gilt für alle Systeme in gleichem Masse.
3. Sind Beschränkungen nötig, dann: Für Planeten, Brennweite vor Öffnung. Für DeepSky, Öffnung vor Brennweite.
4. Geräte unterschiedlicher Brennweite sind bei gleicher Vergrösserung, gleich hell.

Dürfte das, ohne Detaildiskissionen, in etwa hinkommen.

Gruss Pe.
 
Ein solcher Newton braucht auch nicht so penibel justiert zu werden wie einer mit größerem Öffnungsverhältnis.

Sehr richtig. Und ausserdem haben schnelle Newtons ja noch immenses Koma schon wenige Millimeter weg von der optischen Achse. Aber dafür gibts ja freundlicherweise Komakorrektoren... was halt den Preis der Optik anhebt.
 
lieber Antares
Sicher hast du, bezüglich GpTo, in von deiner Warte aus, recht.
Aber ! Ich darf an meine 60 jährigen Hirnzellen nicht mehr die selben Anforderungen stellen. Lernen steht immer noch im Vordergrund, geht aber halt nicht mehr so schnell. Ich möchte ja Sterne beobachten, nicht Stern suchen. Das haben ander für mich getan. Diese Meinung ist sicher legitim und nicht abwertenend.
Ich fahre im Auto ein automatisches Gertiebe, weil ich das Fahrzeug als Transportmittel brauche, nicht als Sportgerät.

Zudem bin ich Technickfreak und das Gerät an sich interessiert mich sehr. Wenn ich mir ewas grösseres/besseres kaufen werde, werde ich sicher an dich denken.
Grüsse Pe.
 
Hallo Tom
Ja, mit Geld lässt sich halt fast alles korrigieren !?
Irgens wann werden wir folgendes Inserat lesen:

"..Zu verkaufen: 1000mm APO. Zubehör: Einfamilienhaus in unverbauter Lage".

Gruss
Pe.
 
Ich bin mir nicht sicher, ob das weiter oben schon explizit erwähnt wurde, aber ein großes Öffnungsverhältnis setzt immer raffiniertere Okulare voraus, um das Bild im gesamten, dann sehr großen Gesichtsfeld scharf zu halten. Diese Qualität kostet echtes Geld, die in extremen Fällen an Teleskoppreisen rangeht. Beim Neukauf von Okularen dachte ich immer an die Zukunftskompatibilität, da absehbar ist, dass ich mir später mal ein Dobson mit großem Öffnungsverhältnis zulegen werde. Zusätzlich steigen die Anforderungen an die Genauigkeit der Spiegeljustage mit wachsendem Öffnungsverhältnis sehr stark.

Umgekehrt bedeutet ein kleines Öffnungsverhältnis bei Newtons (nicht aber bei "gefalteten" Reflektoren wie den SC und den Maks) und bei Refraktoren eine längere Tubusröhre und damit einen größeren Hebel, der an der Montierung zerrt. Die Voraussetzungen für die Montierung für eine wackelfreie Beobachtung werden damit immer größer, der Preis leider auch. Deswegen werden bei größeren Öffnungen die Öffnungsverhältnisse tendenziell immer größer.
 
Ich fahre im Auto ein automatisches Gertiebe, weil ich das Fahrzeug als Transportmittel brauche, nicht als Sportgerät.

Ich fahre AUtomatik mit Extra-Sportknopf, falls es mich mal zwickt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> Man kann sich doch das beste bedarfsgerecht raus suchen.

Oder andersherum: Starhopping geht auch mit einer GoTo-Montierung! Man braucht es ja nicht immer zu aktivieren!
 
Hi,

ja, kann man so unterschreiben. Würde aber Punkt 4 umformulieren in "Geräte gleicher Öffnung sind bei gleicher Vergrößerung gleich hell, unabhängig von der Brennweite".

Clear Skies
Sven
 
... also zum Haus noch einen Keller mit Ölpresse und 1 ha Maisfeld nebst Bewirtschaftungsmaschinen.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven
 
Hallo!
Super da ist wieder so ne Hammerdiskussion am laufen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ! Deutschlehrer wegsehen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> !
Nun ja. Ich hab mich jetzt nicht mehr durchgelesen (einfach zu lang! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ) Wenn das noch nicht gesagt wurde möchte ich nun was zu Randverzerrungen sagen. Wenn du ein Teleskop mit großem Öffnungsverhältniss wählst, sind die Verzerrungen am Rand ziemlich stark ausgeprägt. Ich bin davon audgegangen, dassdas nicht weiter stört, man kann ja auch in die Mitte gucken oder so aber es stört nun mal enorm. Meine Meinung ist, dass man wenn man nicht fotografiert immer die längere Brennweite nehmen sollte. Da kann man billigere Okulare benutzen(Diese herrlichen Plastikdinger aus den Dtartpackungen!!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> ) und der Kontrast ist dann oft besser als bei den kleineren Öffnungsverhältniss.
Soweit habe ich jetzt auch meinen Senf dazu gegeben!
MFG Michael
 
Ein kleines Öffnungsverhältnis ist optisch leichter in den Griff zu bekommen.
Das stimmt wohl für Newtons und Refraktoren, lässt sich aber auf SCs und Maksutovs IMHO nicht übertragen ... hier wird doch die kurze Baulänge durch einen Spiegel mit ziemlich großem Öffnungsverhältnis erzielt (f/2 bei C8?). Der steile Strahlenkegel wird dann durch einen konvexen Fangspiegel wieder "verlangsamt". Deshalb braucht's bei diesen Systemen auch einen recht großen Fangspiegel.
 
Hi hoppla,
da wurde ja ein richtiger Glaubenskrieg draus. Hätte ich das geahnt...
Klar ist Deine Meinung legitim. Sollte keinesfalls ein Angriff sein, sondern nur ein Denkanstoß.
Du hast Deine Entscheidung getroffen und findest sie gut - also, dann ist sie gut.
Wie ich ja auch schrieb, ...darüber kann man streiten - und genau das ist passiert, wie Du siehst, auch wenn es nicht beabsichtigt war.

Hauptsache ist doch daß Du das erreichst/siehst was Du Dir vorstellst.
Vieles davon geht mit Deinem Teleskop sicher ordentlich.

Kurzum: Viel Spaß und Erfolg sowie CS
wünscht
Antares
 
Hallo Karsten,

Deshalb braucht's bei diesen Systemen auch einen recht großen Fangspiegel.
das stimmt so eigentlich nicht.
Weil der Verlängerungsfaktor groß ist kann der Fangspiegel recht klein ausfallen.
Wenn du den gleichen f/2 Hauptspiegel nicht mit einem 5x sondern zum Beispiel 2,5x Sekundärspiegel gleicher Größe ausstatten würdest käme das Strahlenbüdel nicht hinten aus dem SC heraus,der Sekundärspiegel müßte also näher am Hauptspiegel liegen und dann auch größer sein um das ganze Strahlenbündel zu bekommen.

Man könnte um die starke Bildfeldwölbung durch f/2 Hauptspiegel zu vermeiden auch einen f/5 Hauptspiegel nehmen plus einen 2x Sekundärspiegel.
Dann bekommt man aber eine große Baulänge und eine sehr große Obstruktion von fast 50% (!)

Eine dritte Möglichkeit wäre ein f/5 Hauptspiegel,ein 2,5x Sekundärspiegel mit nur 25% Obstruktion und eindritter Spiegel wie beim Newton,der das Strhlenbündel noch vor dem Hauptspiegel seitlich aus dem Tubus herauswirft
(Nasmyth-Cassegrain).
Bei den Cassegrain-Bauweisen(klassischer-/Maksutov-/Schmidt-) gibt es nur diese oder halt eine starke Verlängerung um die Obstruktion gering zu halten.

MfG,(auch)Karsten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />








 
Hallo Peter,

ich hatte beim ITV 2001 das Vergnügen mit einem ETX 90 und Baader-Sonnenfolie unser Zentralgestirn zu beobachten,war richtig gut!

Zu f/ gab es ja schon einige gute Antworten,deshalb nur eine Frage:
Bekommst du das ETX mit 14mm UWA überhaupt noch ausbalanciert?
Das UWA ist dermaßen schwer und auch nicht gerade klein!

Viel Spaß mit deinem Teleskop,

Karsten
 
Hallo Karsten
Das ETX ist auf der Gabel leicht kopflastig, deshalb macht das 14er keine Probleme. Bei den Plössel (zB. 9.7mm) hänge ich gar ein kleines Gegengewicht hinten dran, um den Dec-Motor und Getriebe zu entlasten. Ich meine nämlich, nach untersuchen der Innereien, dass die Qualität nicht ganz Top ist. Jedenfalls nicht für Dauergebrauch ausgelegt. Irgendwo müssen die Jungs in USA ja auch sparen.

Was es aber noch zu sagen gibt, entgegen anderer Meinungen, denke ich das die Gabel, selbst wenn sie aus Kunststoff ist, absolut genügend Steifheit besitzt. Auch das Statif ist sehr rubust und steif. Es ist ja für des vierfache Gewicht gerechnet. Die Ausschwingzeit ist fast nicht messbar.

Grüsse Pe.
 
Hi Hoppla,

ich hatte übrigens irgendwo gelesen - ist mir eingefallen als du die Gabelmontierung erwähntest - dass die neuen Modelle der ETX nun mit Alu-Gabel ausgeliefert werden. Ist wohl auch zu denen durchgedrungen, dass die Plasktikmechanik nicht gerade der Hit ist.

Gruss,

Luis
 
Hallo Luis,

laut Spezifikation in dem ETX-Manual sind wohl nur die Gabeln der beiden grösseren Modelle (105, 125) aus Alu, die der kleineren (70, 90) aus Kunststoff.
 
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