Was für ein Teleskop bin Ich ?Hilfe

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Darkjean

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Guten Morgen,
Dies ist mein erster Beitrag hier. Bin 20 Jahre jung und angehender Student.
Ich möchte mir für den Einstieg, ein möglichst preiswertes Teleskop zu legen mit dem ich aber auch gute Aufnahmen mit einer Kamera erzielen kann.
Nun habe ich ein Teleskop aus einer Haushaltsauflösung im Visier.
Ich weiß nur, dass es sich um die Marke Meadow handelt , würde von euch gerne wissen um welches Modell es sich hierbei handelt und es ob es was taugt. Danke im Voraus :)
Siehe EBay Link
https://www.ebay.de/itm/162548530483
 
Hallo (üblicherweise sprechen wir uns hier mit unseren Vornamen an)!

Das Teleskop ist von Meade und es sieht für mich auf den ersten Blick nach einem kleinen Mak aus.

Grundsätzlich möchte ich dir aber mal den Zahn "preiswertes Teleskop und gute Aufnahmen" ziehen. Wenn du preiswert im Sinne "von es ist seinen Preis wert" verstehst und nicht im Sinne von günstig, dann kann das mit der Fotografie was werden, aber für 41,50 € plus Versand bekommst du weder was ordentliches zum Durchschauen und erst recht nichts zum Fotografieren.
Das verlinkte Meade Teleskop ist mit einer Gabelmontierung ausgestattet, die zwar wunderbar funktioniert, aber zum fotografieren so erst mal gar nicht taugt, da du dir schon nach kurzer Zeit eine Bildfelddrehung einfängst.

Lesestoff:
Einsteiger-Guide: https://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide/einsteiger-guide?showall=1&limitstart=
Himmelskugel: https://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide/die-himmelskugel
Astrofotografie mit DSLR: https://13parsec.de/index.php/einsteiger-guide/astrofotografie-mit-dslr-basics?showall=1&limitstart=

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für den Lesestoff und für die schnelle Antwort.
So meinte ich das natürlich nicht mit dem "preiswert". Der Faktor Geld spielt aber dennoch eine große Rolle für mich da mein Budget bei nur knapp 100€ liegt. Würde deshalb ein gebrauchtes Teleskop bevorzugen :)
 
Naja, für Astrofotografie bist du schnell bei 1.000 € und mehr und da ist die Kamera nicht einmal mit eingerechnet...

An deiner Stelle würde ich versuchen einen gebrauchten Dobson zu bekommen (6-8"), damit kannst du Fotografieren zwar erst einmal abhaken, aber du kommst wenigstens mit dem Auge am Okular zu ordentlichen "Ergebnissen".

Darüber hinaus würde ich mich an deiner Stelle mal an nahegelegenen Sternwarten/Astrostammtischen oder bei Vereinen umschauen. In den meisten Fällen kannst du da mal ein Blick durch verschiedene Teleskop werfen und eventuell ist da auch ein Astrofotograf, der dir das Thema mal ein wenig näher erläutert.
 
Hi,

ich bin mir einigermaßen sicher dass es kein Mak ist, sondern ein Refraktor. Ich denke es handelt sich um ein ETX 70 oder 80. Es gibt zwar auch ein ETX 90, ein Mak, aber dort gibt es keine ausziehbare Taukappe soweit ich weiß.

VG Stephan
 
Hi Zusammen,

das ist ein Meade ETX 70 mit einem 70/350 Achromaten.
http://nimax-img.de/Produktbilder/zoom/15236_1/Meade-Teleskop-AC-70-350-ETX-70-GoTo.jpg
Das meiste Geld geht bei dem Gerät in die Computersteuerung, so dass leider das übliche Missverhältnis auftritt, wenn man kleine Geräte Computerisiert.
Fotografisch wird man auf allerhand Probleme stoßen, zum Beispiel, dass es mit hinten angesetzter Kamera (dafür ist ein Umlenkspiegel für den Wechsel zwischen Okular und Kameraflansch enthalten) wohl weit vor der Zenithöhe anstösst.
Ich würde Foto in der beschriebenen Situation auch auf Experimente beschränken mit Dingen, die man hat - also Kamera dran halten oder drauf setzen, so in der Art.

Mal schaun, wie das bei Ebay weggeht, so wie es jetzt steht, ist es natürlich ein Schnapp, fragt sich nur, ob man dieses Gerät für dein Einstieg will. Es sind eben nur 70mm Öffnung. Ein gebrauchter 200/1200 Dobson oder günstiger auch ein gebrauchter 150/1200 Dobson bietet keine Computersteuerung, aber viel optische Leistung für's Geld.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Darkjean,
Es ist wohl ein ETX 70.
Das war mein Einstiegsteleskop. Die Sehnsucht nach mehr Öffnung kommt sehr schnell. Ich glaub, trotz des Preises, tust du dir damit keinen Gefallen.
Mein aufregendes Erlebnis mit dem Teil war der Besuch einer Sprengstoffüberprüfung am Flughafen.
 
Danke für eure Antworten und Erfahrungsberichte.
Werde nun nach einem Dobson Ausschau halten :)
Gruß Jean
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jean,

man kann auch relativ low budget mit einer Sytenkamera oder DSLR an Teleobjektiv auf parallaktischer Montierung beginnen. Entweder Piggyback auf einem einfachen Fernrohr oder direkt an die motorisierte Montierung adaptiert. Mit 100 EUR wird das allerdings wohl auch bei Gebrauchtkauf schon mehr als schwierig.

Ob ein Dobson lohnt hängt auch davon ab wie groß das Interesse am visuellen Beobachten überhaupt ist. Soll ja Leute geben die wirklich nur Fotos machen möchten.

CU
Klaus
 
Hallo Darkjean,

also nur 100 Euro Budget, da wird es natürlich schon sehr eng.
Aber mit etwas Selbstbau vielleicht doch möglich.

So würde ich es wahrscheinlich machen:

Gerbrauchtmarkt nach einem Newton Tubus mit Optik (OTA) suchen.
Mit ewtas Glück bekommt man da sogar schon bis zu 150mm Öffnung, zumindest aber 114mm oder 130mm.
Ohne Montierung kann man also etwas sparen und diese wackeligen Gestelle sind ja eh nicht so berauschend.
Vielleicht sind auch noch ein paar Beilagenokulare dabei, üblicherweise 10mm / 25mm.

Nun beginnt der Selbstbau.
Erst einmal eine Rockerbox nach Anleitung aus dem Internet.

Astrofotos mit Dobson ist für helle Objekte schon möglich.
Für eine vorhandene Digicam kann man sich eine Digiklemme basteln. Hilfreich wäre noch eine EQ-Plattform. Selbstbauanleitungen findet man für diese Sachen reichlich.

So könnte mit etwas Geschick vielleicht auch für um die 100 Euro ein sinnvoller Einstieg möglich sein.

Falls das mit dem Selbstbau nicht in Frage kommt würde ich nach einem 114/900mm Newton mit einfacher Montierung Ausschau halten. Das ist zwar wackelig aber es geht durchaus. Ich bin mit so einer Kombination eingestiegen und hatte viele Jahre meine Freude daran.

Gruß,
Holger
 
Hallo Klaus,
Danke für deine Antwort :) Würde gerne beides machen sprich beobachten und fotografieren. Besonders interessant finde ich andere Galaxien und Sternhaufen. Ich denke 200€ könnte ich auch noch zusammen kratzen 😄
Könnte man ein Dobson Teleskop denn für Fotografie umbauen ?
Gruß Jean
 
Hallo Jean,
was für eine Kamera/Objektive hast Du denn? Für z. B. M31 (Andromeda-Galaxie) reicht z. B. auch ein Tele mit 300 mm.
Wenn es wirklich bei 200 Euro bleibt, dann würde ich für die ersten Schritte in der Fotografie die vorhandene Kamera/Objektive benutzen und eine Barndoor-Montierung (Google hilft) bauen. Damit kannst Du schon mal erste Erfahrungen sammeln und Dich mit der Praxis/Bildverarbeitung vertraut machen.

Hast Du schon mal durch ein Teleskop gesehen und weisst, was Dich erwartet? Falls nicht, unbedingt eine Sternwarte oder Astro-Freunde in Deiner Nähe aufsuchen und durch deren Teleskop schauen, damit Du nicht evtl. enttäuscht bist.

Blos keinen Kauf im Affekt zumal das Budget für Astrofotografie schon sehr klein ist! Die 200 Euro kannst Du dann immer noch ausgeben.

VG
Stefan
 
Hallo Holger :)
Wäre schon super wenn ich beides machen könnte.
Beobachten ist mir aber wichtiger.
Dobson Teleskope habe ich noch keine in meiner Preisklasse gefunden,
jedoch beobachte ich zurzeit ein maksutov cassegrain teleskop von skywatcher
mit der brennweite 1300 und einer 102er Öffnung für unter 150€ nur für den Tubus selbst. Könnte man mit diesem nicht sogar beobachten und fotografieren ?
Gruß Jean
 
Außerdem habe ich ein
Bresser Castor Reflektor Teleskop mit der Brennweite 1000mm und einer Öffnung von 100mm

und ein Omegon Basic 130eq in Aussicht
Welches Teleskop würdet Ihr bevorzugen?

MfG Jean
 
Hallo Jean,

bei dem Budget solltest Du bei der Fotografie aber erst einmal mit hellen Objekten wie z.B. Mond / Planeten einsteigen.

Ich habe gerade mal folgende Suchbegriffe verwendet:
1. 114 Teleskop gebraucht
Viele Angebote gefunden ab 100 Euro.

2. 130 Teleskop gebraucht
einige ab 150 Euro.

3. 150 Teleskop gebraucht
da tauchte auch schon ein Dobson auf für 199 Euro.

Die Montierung / Stativ wird bei den Eisteigerteleskopen wahrscheinlich wackelig sein, aber das war bei meinem damals auch nicht anders. Das muss man bei dem geringen Preis dann auch mal in Kauf nehmen.

Ich würde bei einem interessanten Angebot dann konkret im Internet nach Erfahrungsberichten und Bewertungen Ausschau halten. Außerdem würde ich eher eine größere Öffnung bevorzugen. 102mm wären mir da zu wenig.

Gruß,
Holger
 
Wenn man sich tiefgehend mit der Technik beschäftigt, dann kann man hier sehen, was mit einem billigen 114/900 und einer ToUCam geht:

http://rmass.free.fr/galaxies.php

Hier wurde mit extrem wenig Budget sehr viel erzielt, weil der Autor genau weiss, was er macht. Die Nachführung wird z.B. kaum PEC im Vergleich zu üblichen Billigmontierungen aufweisen. Die Details bei Jupiter sind teilweise beugungsbegrenzt!

Michael
 
Hallo Michael,

ja, sowas geht. Hab ich vor 15 Jahren auch mal gemacht. Da waren digitale Kameras noch unerschwinglich. :schwitz:

Aber: heutige Laptops/Tablets haben keinen 25 poligen parallelen Anschluß (Druckerport) mehr, den der Umbau zwingend braucht. Nur sehr wenige Adapter USB auf Druckerport können das. :smiley65:

Der Umbau der besagten ToUcam erfordert gute Elektronikkenntnisse und einen sicheren Umgang mit einem Lötkolben, ob die notwendigen s/w IC´s überhaupt noch zu kaufen sind, weiß ich momentan auch nicht. :smiley46:

Für Farbe braucht man dann auch noch ein Filterrad und entsprechende Farbfilter in CCD-Qualität. :smiley65:

Treiber für die umgebaute Langzeit-ToUcam laufen nicht auf WIN 7 aufwärts. :smiley65:

Klar, wer Spaß am Basteln hat und die Herausforderung sucht, kann sowas in Angriff nehmen.

Aber unterm Strich ist der Umbau einer ToUcam und die Anschaffung von Filterrad, Filtern und Adapter mindestens 3x so teuer wie eine aktuelle bunte Planetencam, die von Haus aus schon mehrere Sekunden belichten kann... :smiley55:

 
Statt Druckerport kann man sich heute ein FT232R Modul (Ebay ca. 2,50 Euro, teilweise billiger) kaufen. Aber Du hast Recht: Es gibt billige Kameras, die schon fertig sind! Der Autor hat übrigens keine s/w Modifikation gemacht, sondern den RGB Chip in der Kamera belassen. Dennoch würde ich bei quasi keinem Budget heute dazu raten, eher eine billige, gebrauchte DSLR mit Sensor in der APS-C Klasse und 6-8 MP einzusetzen: Guter Sensor, große Pixel, raw Bilder, funktioniert.

Von einer Barndoor-Montierung rate ich ab, wenn Präzision gefragt ist: Der periodische Fehler ist hoch und bei normalen Gewindestangen nicht zu vermeiden. Der EQ2-Umbau im Link sollte erheblich weniger Fehler zeigen.

Ich will damit nur sagen: Wer sich mit der Technik befasst, der kann schon für sehr wenig Geld Planeten und Deepsky fotografieren. 100 Euro halte ich für zu wenig, aber 150-200 Euro sollten machbar sein.

Natürlich werden die Bilder nicht so fantastisch, wie wenn man mit dem gleichen Know-how ein paar tausend Euro im Material versenkt. Aber die Aussage "Unter 1000 EUR ist nichts drin" kann man so nicht gelten lassen.

Michael
 
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