Hallo Martin,
der Unterschied zwischen 127L und 127S ist die Brennweite, 635mm beim S und 1200mm beim L. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Lichtstärke (fotografisch), auf die erreichbaren Vergrösserungen mit gegebenen Okularen, das Anwendungsgebiet (1200mm eher was für Mond und Planeten - 635mm eher was für Grossfeldbeobachtungen) und vor allem auf zwei wichtige Dinge:
a.) Den Farbfehler, der beim kurzen f/5 bereits i m m e n s ist und damit an hellen Objekten einen bunten Farbsaum erzeugt der das Erkennen von Details erschwert oder sogar verhindert. Auch der lange wird noch genug Farbe zeigen, aber schon merklich weniger...
b.) Der Anspruch an die Okulare, ein f/5 braucht bereits bedeutend teurere Okulare um randscharf abzubilden während der lange f/9,4 wesentlich genügsamer ist...
Für den R152S gilt prinzipiell das selbe wie für den 127S nur dass er mehr Licht sammelt und damit noch etwas besser für DS geeignet ist, allerdings wirds dann schon heftig teuer für den Preis gibt es wenn du dich für ein Spiegelteleskop entscheiden würdest bereits doppelt (!!) so grosse Geräte wo auch noch Geld für wichtiges Zubehör bleibt (noch mehr Zubehör wenn man nicht gleich mit 12" sondern mit 8 oder 10")...
Alles also eine Frage des bevorzugten Anwendungsgebiets, da ja nun die meisten die mit beobachten anfangen möglichst alles sehen wollen macht ein spezielles Teleskop wie ein reines Planetengerät oder ein reines Grossfeldgerät wenig Sinn, es gibt zwar kein Teleskop was alles perfekt beherrscht aber doch einige Alternativen die viel in beiden Kategorien zeigen, wie zum Beispiel das allseits gern empfohlene 8" f/6 Newtonteleskop mit einfacher aber stabiler Dobsonmontierung. Ob das dir liegt findest du am besten herraus wenn du dir mal ein paar Leutchen mit Teleskopen in deiner Gegend suchst und einfach mal mitfährst.
CS Benny