> Was haltet Ihr von Tirions SKY ATLAS 2000.0 (2nd Edition)? <

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Gerrit

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Hallo Sternfreunde!

Ich mache mir zur Zeit Gedanken über die Anschaffung eines neuen Kartenwerks, um mit meinem 8 Zöller neue Wege abseits des Karkoschkas und des Deep Sky Reiseführers zu gehen.

Eigentlich war die Entscheidung schon zu Gunsten des Sky Atlas 2000.0 (2nd Edition) gefallen.
Nur welche der sechs Versionen (deluxe, desk, field - laminiert od. unlaminiert) es werden sollte war mir noch nicht ganz klar.
Das Begleitbuch, den Sky Atlas Companion, wollte ich gleich mitbestellen.

Allerdings frage ich mich mittlerweile, ob die Sterngrenzgröße des Sky Atlas von 8.5 mag ausreicht, um die 2700 Deep Sky Objekte sicher und komfortabel zu finden. Die Ausschnittsvergrößerungen im Karkoschka haben 9 mag, so gesehen würde ich mit dem Sky Atlas einen Schritt rückwärts machen.

Außerdem sind in der Deluxe-Version die verschiedenen Objekttypen in unterschiedlichen Farben, auch in Rot, eingezeichnet. Das dürfte Probleme machen, wenn man nachts am Teleskop auf Weißlicht verzichtet, oder?

Auf Eure Meinungen/Erfahrungen/Ratschläge freut sich...

Gerrit.
 
Hi!

Der Skyatlas ist in erster Linie ein Sternatlas.
Ich finde ihn verwirrend und zu den Nebeln steht da auch nicht arg viel.

Meinereiner würde eine Software mit flexiblen Einstellungen (mag, Telrad etc.)
zum Karten selber passend ausdrucken mittlerweile vorziehen.

Viel habe ich meinen noch nicht angefasst.

Bis denne

Sabine
 
Hallo Gerrit,

also für 8" rate ich eher zur Uranometria.
Falls Du Dir den Sky Atlas kaufen willst, würde ich die Version mit schwarzen Hintergrund wählen (ich glaub die heisst Desk). Nachteil des Sky Atlas ist die riesen Größe (war jedenfalls bei meinem laminierten so) und der kleine Abbildungsmaßstab.
Wenn Du wirklich abseits des Karkoschkas schauen willst, würde ich Dir wie gesagt die Uranometria empfehlen, dort kannst Du Dir im Gegensatz zum Sky Atlas sicher sein, dass alles mit 8" machbare auch verzeichnet ist.

Gruß, Uwe
 
Hi Sabine,

> Der Skyatlas ist in erster Linie ein Sternatlas.

Ca. 81000 Sterne und "nur" 2700 Deep Sky Objekte - deshalb Deiner Meinung nach mehr Sternatlas als Deep Sky Atlas?

> Ich finde ihn verwirrend

Hmm, die Uranometria oder gar der Millennium Star Atlas werden wohl noch heftiger sein. Den Sky Atlas stelle ich mir recht übersichtlich vor, weil ein Sternbild meist komplett auf einer Sternkarte Platz findet und nicht auf mehrere Seiten verteilt ist.

> und zu den Nebeln steht da auch nicht arg viel.

Beziehst Du Dich da auf den Sky Atlas Companion? Der Sky Atlas selbst liefert doch so weit ich weiß überhaupt keine Objektinfos.

Eine richtig gute Kartensoftware (die über CdC hinausgeht) ist sicherlich auch nicht verkehrt, die käme aber ganz zum Schluß als Ergänzung (ggf. wenn ich mal von der Öffnung her aufrüsten sollte). Ich feiere bei meiner Zettelwirtschft allzu gern das "Fest der fliegenden Blätter" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" />, weshalb ich auf gebundenes Kartenmaterial nicht verzichten kann.

Grüße,

Gerrit.
 
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Hallo Uwe,

ja, die laminierten Versionen haben schon ein arg unhandliches Format, zumal sie nicht gefaltet werden können.
Auf der anderen Seite wiegen die drei Bände der Uranometria sicher ein Vielfaches vom Sky Atlas (+ Companion). Noch eine dicke Tasche mehr zu schleppen...

Wie ich Sabine oben schon geschrieben habe könnte ich mir vorstellen, dass der kleine Abbildungsmaßstab des Sky Atlas vielleicht auch seine Vorteile hat, weil ein Sternbild eben nicht über mehrere Seiten verteilt ist und man so nicht so schnell Gefahr läuft die Orientierung zu verlieren.
Andererseits hat die Uranometria auch verschiedne Übersichtskarten, die nicht so sehr ins Detail gehen und bei der Groborientierung wohl einen guten Überblick verschaffen würden.

Hmm, ich sehe schon, dass letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen...

Grüße ins Eichsfeld,

Gerrit.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

das Problem aller Atlanten ist, dass sie entweder übersichtlich und handlich oder detailliert, teuer und sperrig sind. Auf der Palette des Verfügbaren stellt der SA2000 einen Kompromiss dar.

Ich habe jahrelang mit einem Achtzöller beobachtet und dabei hauptsächlich die Uranometria benutzt. Zur besseren Übersicht wegen zusätzlich einen kleinen Kartenband von Tirion, den "Cambridge Star Atlas 2000" (kann sein, dass der anders heisst).

Das Problem mit der Uranometria ist bei mir, dass ich nicht für alle mit freiem Auge sichtbaren Sterne eine Bezeichnung weiß und deshalb schon mal dumm dastehen, wenn eine Uranometria-Karte keinen einzigen hellen Stern zeigt, und der Einstiegspunkt des Starhops zum Objekt der Begierde dann 22 Ari, psi Oph oder so etwas ist. Dann muss man sich ja erst mal einen Überblick verschaffen.

Inzwischen ist der (laminierte, schwarze) SA2000 mein Übersichtsatlas geworden. Ich benutze die Uranometria eigentlich gar nicht mehr, sondern habe stattdessen Kartensoftware auf dem Notebook laufen bzw. Ausdrucke in Klarsichthüllen dabei. Das ist wesentlich flexibler und ich kann meine Beobachtungen auch gleich aufwandsarm protokollieren. Auf Papierkarten greife ich aber bei strengen Minusgraden noch zurück, weil ich mein Notebook nicht überstrapazieren will. Man sieht, dass eigentlich nichts überflüssig wird.

Wenn Du also einen Papieratlas kaufen willst, würde ich trotz Gewicht zur Uranometria raten - Du willst Dir Neuland erschließen und wirst mit dem Achtzöller schnell feststellen, dass der SA2000 dann nicht detailliert genug ist.

Gruß und clear skies,
Tom
 
Hallo Gerrit,

Tom hat prinzipiell recht, irgendwo stellt so ein "gedruckter Atlas" immer ein Kompromiss dar. Aber auch ich würde Dir zur Uranometria raten. Erstmal brauchst Du ja nicht drei Bände mitnehmen (ich hab den Companion gar nicht). Und die riesen Größe vom SA2000 ist schon sehr schwierig zu händeln. Außerdem bist Du Dir sicher, dass Du mit der Uranometria Dein Teleskop wirklich ausnutzen kannst, auch bei sehr guten Himmel und auch bei einem eventuell größeren Teleskop.

Gruß, Uwe
 
Re: > Was haltet Ihr von Tirions SKY ATLAS 2000.0

Hallo Uwe, hallo Gerrit.
dort kannst Du Dir im Gegensatz zum Sky Atlas sicher sein, dass alles mit 8" machbare auch verzeichnet ist.
Das ist die eine Seite, die andere Seite ist:
beim Sky Atlas kannst du erwarten, dass die angezeigten Objekte bei gutem Himmel auch im 8" sichtbar sind. In der Uranometria kommt zu jedem für 8" interessanten Objekt eine Vielzahl von viel zu schwachen Objekten, die aber aus der Karte nicht als solche erkennbar sind. Eine Galaxie mit 10 mag sieht da nicht anders aus als eine der viel häufigeren mit 15 mag, die aber für 8" i.A. uninteressant sind und im Sky Atlas erst gar nicht vorkommen.
 
Hallo Tom & Uwe,

auch wenn es schwer fällt muss ich wohl einsehen, dass es bei den Kartenwerken, ähnlich wie bei Teleskopen, keine eierlegende Wollmilchsau gibt.

Tom schrieb:

> Das Problem mit der Uranometria ist bei mir, dass ich nicht für alle mit freiem Auge sichtbaren
> Sterne eine Bezeichnung weiß und deshalb schon mal dumm dastehen, wenn eine Uranometria-
> Karte keinen einzigen hellen Stern zeigt, und der Einstiegspunkt des Starhops zum Objekt der
> Begierde dann 22 Ari, psi Oph oder so etwas ist.
Dann muss man sich ja erst mal einen Überblick
> verschaffen.

Genau das Übersichts-Problem sehe ich bei der Uranometria ebenfalls auf mich zukommen und aus diesem Grund ist der Sky Atlas auch in die ganz enge Wahl gekommen.

Nun finde ich auf der Birkmaier-Homepage die Info, dass die Uranometria 22 Übersichtskarten (Sterngrenzgröße 6.5 mag, Sterne des Bayer-/Flammsteed-Systems tragen ihre jeweilige Beschriftung) enthält. Ist dennoch ein zusätzlicher Übersichtsatlas -wie z.B. der von Dir angesprochene Cambridge Star Atlas- sinnvoll oder nötig?

Grüße & danke für die Hilfestellung,

Gerrit.
 
Re: > Was haltet Ihr von Tirions SKY ATLAS 2000.0

Hallo Peter,

ich denke schon aus diesem von Dir angeführten Grund wäre der Deep Sky Field Guide zur Uranometria wohl Pflicht.

Grüße,

Gerrit.
 
Hallo Gerrit,

die 22 Übersichtskarten der neuen Uranometria kenne ich leider nicht. Es klingt aber so, als ob sie zweckdienlich wären. Im Cambridge Star Atlas findest Du auch etwa soviele Karten und für mich liegt die Vermutung nahe, dass sich die Autoren der Uranometria 2nd ed von dieser Überlegung leiten ließen.

Zum Problem der eingezeichneten, aber nicht sichtbaren Objekte in "tiefen" Atlanten: weil mich genau das so sehr gestört hat, habe ich Eye&Telescope entwickelt. Dieser Beobachtungsplaner erstellt Karten mit denjenigen Objekten, die im eigenen Teleskop bei gegebener Grenzgröße zu sehen sein sollten. Also alles "machbare Ziele" statt ungewisser Katalogeinträge. Man findet sogar auf dem Notebook am Teleskop ganz schnell und zuverlässig lohnende Beobachtungsobjekte. Neben den Karten gibt es weitere praxisgerechte Planungsmöglichkeiten bis bin zur Optimierung von Beobachtungsplänen für die Benutzer von GOTO-Montierungen. Wer E&T noch nicht kennt (es ist ja erst seit zwei Jahren auf dem Markt und wer schaut sich schon eine Version 1.0 an? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ), kann sich eine Demo runterladen und damit mal herumspielen. Auf dem oculum-Stand am ATT werde ich E&T vorführen und natürlich gerne mit Anwendern diskutieren.

Gruß,
Tom
 
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