Was ist zu empfehlen für DS Firecature, Sharpcap oder....?

eckehardt70

Aktives Mitglied
Hallo,

der Weihnachtsmann hat mir zwei Kameras mit Sensor IMX533 in M und C Ausführung gebracht. Mit ersten Aufnahmen am Planeten bin ich vollauf zufrieden.
Ich arbeite mit Firecapture und bin damit bei Planetenaufnahmen auch sehr zufrieden. Test an DS Objekten liefen aber eher ernüchternd ab. Ich musste 6x FC über den Task Manager abschießen und 2 x den Rechner neu starten.
Für DS mus also eine andere Software her.
Das Programm muss nicht die Montierung steuern und die Ausrichtung erledige ich auch ohne Software über den Polsucher.
Wenn ich länger Belichten will, hänge ich den MGEN an die G11.
Was würdet ihr empfehlen für DS Aufnahmen. Ich lese viel von SharpCap, allerdings möchte ich kein monatliches Abo. Ist die Freeware Version ausreichend?

Ein erster Test am Pferdekopf sieht gar nicht übel aus. Allerdings hatte ich einige Probleme und FC ist, wie beschrieben, oft eingefroren und so kamen nur 4 Aufnahmen mit jeweils 20s zustande, die ein verrauschtes Bild liefern. Da muss noch wesentlich mehr gehen.

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Nimm Nina, das kann eigentlich alles. ;)
 
Hallo,

alternativ kann ich Dir auch mal einen Blick auf APT empfehlen. Kann eigentlich alles und lässt sich auch Skripten. Es unterstützt die Kameras auch nativ, also ohne ASCOM.

Viele Grüße
Michael
 
Ich stimme auch für N.I.N.A.

Damit kann man alles an DS machen, es wird stetig weiterentwickelt und hat eine große Nutzergemeinschaft.

Sieh Dir doch mal ein paar Videos dazu an, dann bekommst Du einen Eindruck.

Viele Grüße,

Günther
 
Ä
Damit kann man alles an DS machen, es wird stetig weiterentwickelt und hat eine große Nutzergemeinschaft.
Das gilt in gleicher Weise auch für APT. Ich persönlich kann die Begeisterung für Nina nicht nachvollziehen und werde mit dem Programm nicht warm. Sicher hat Nina viele Funktionen und ist ein gutes Stück Software, aber das es sich dabei um das allein selig machende Programm handelt kann ich so nicht unterschreiben. Wenn es keine Alternativen mehr gibt, sind wir alle von nur einem Programm abhängig.

Viele Grüße
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Nun, es steht ja jedem frei, kommerzielle Software zu benutzen.

Ich nutze aber eben gerne Open Source Software, damit ich mich nicht von einem Hersteller abhängig mache.

Viele Grüße,

Günther
 
Natürlich steht es jedem frei die Software zu nutzen, die ihm gefällt. Und das ist auch gut so :cool:

Open Source Software ist prima und ich setze diese auch bevorzugt ein. Ich habe aber auch kleine Problem damit Entwickler mit ein paar Euro pro Jahr zu unterstützen. Im Vergleich zu dem, was wir sonst so für unser Hobby ausgeben fällt das kaum ins Gewicht. Wer das nicht möchte kann APT ja auch kostenlos nutzen. Genau wie bei Nina.

Viele Grüße
Michael
 
Guten Morgen zusammen,

NINA habe ich mir nur sehr grob angesehen.

FireCapture in den Anfängen an Planeten. Ich fand das Programm gut und in Ordnung. Müsste mir mal wieder die neue Version anschauen. Was ich zwischendurch gut fand, das es jetzt auch die Anbindung an INDI hat. Für einen Linux-Anwender klasse.

Seit ich EAA betreibe kommt nur noch SharpCap zum Einsatz. Leider gibt es noch kein adäquates Programm unter Linux. Wobei sich da was mit CCDciel, AstroDMx und Astro_lite getan hat.
Zu den Kosten von SharpCap (15,- € p.A.), nun ja,
da halte ich es genauso:
Ich habe aber auch kleine Problem damit Entwickler mit ein paar Euro pro Jahr zu unterstützen. Im Vergleich zu dem, was wir sonst so für unser Hobby ausgeben fällt das kaum ins Gewicht.
Mittlerweile bekomme ich zum Zeitpunkt der Erneuerung der jährlichen Lizenz ein Angebot zugemailt eine lebenslange Lizenz zu erwerben. Werde ich dann wohl zu nächsten Zeitpunkt auch endlich machen.

Letztendlich muss jeder selbst entscheiden mit welchem Programm er arbeiten möchte. Ob er damit das erreicht was er erreichen will. Ob die Bedienbarkeit für einen selbst passt. Ob die eigene Hardware gut unterstützt wird. Ob einem das optische Erscheinungsbild zusagt. usw. etc.. Da ist nun mal jeder Jeck anders.
Man hat ja auch die Möglichkeit, soweit ich das weiß, jedes Programm in einem gewissen Zeitrahmen kostenlos zu nutzen, oder halt eine Lite-Version zu installieren. Somit kann man die Programme doch gut für sich selbst testen und sich dann entscheiden.
 
+1 für Sharpcap oder APT. In die Benutzeroberfläche von APT konnte ich mich leichter einarbeiten und ich benutze es immer noch mit der DSLR; seit ich primär Sonnensystem mache, habe ich mich in Sharpcap eingefuchst und es auch schon für Deep Sky verwendet. Bei Sharpcap habe ich auch die lebenslange Lizenz (gab's früher auch mal zum Sofortkauf, ich hatte vor allem wegen der Einnordungs-Routine zugegriffen) und das nie bereut – auch wenn ich lange gebraucht habe, um die ganzen Funktionen überhaupt zu entdecken.

NINA ist bei mir schon deshalb raus, weil mein Astro-Laptop unter Windows 7 läuft – da bringt mir die schönste Open Source Software nichts, wenn sie neue Hardware will ;)

Clear Skies,
Alex
 
Hallo Thomas!

Für Deepsky war bei mir immer klar, dass ich Aufnahmen 1. stundenlang und 2. über mehrere Nächte hinweg machen möchte. Ein Sequenzer, der ggf. den Filterwechsel und die Aufnahmen steuert und planbar macht, ist bei Deepsky für mich oberstes Gebot. Obendrein empfand ich es als besondere Erleichterung, wenn ich in der Software vorab den Bildausschnitt und die Orientierung der Aufnahme planen kann und mich die Software dann beim Aufnahmestart beim Finden des Ausschnitts mit Platesolving und Hinweisen zur Orientierung der Kamera unterstützt. Auch Hilfe beim Fokussieren und der Fokuskontrolle ist schon Gold wert.

Mein Einstieg dazu fand über den "Sequence Generator Pro" statt, der mir aber mittlerweile gar nicht mehr gefällt. Zu fett und auch zu wenig flexibel. Auf Verbesserungen habe ich vergeblich gewartet.
Für mich ist derzeit Nina das Optimum. Es gibt ein Plugin-System für zusätzliche Anforderungen und neue Ideen und Funktionen werden recht schnell implementiert. Zugegebenermaßen gibt es eine gewisse Lernkurve, aber auch viele Hilfen und Tutorials online.
APT kenne ich nicht aus eigener Erfahrung, habe aber viel Gutes darüber gehört. Es gehört sicher zu den Programmen, die man beim Einstieg in DS mal ausprobieren sollte. Das gibt es auch schon ewig, es wird aber immer noch weiter entwickelt und ist zwischenzeitlich auch sehr erschwinglich geworden. Ich meine mich zu erinnern, dass das nicht immer so war.
Wer so richtig viel steuern will und die komplette Kontrolle über alles haben will, kann sich auch die Software "Voyager" mal ansehen. Das ist allerdings dann für Leute, die es wirklich ernst meinen und ganz präzise wissen, wo sie hin wollen und wie die Dinge funktionieren. Ich wollte das immer schon mal ausprobieren, aber ich komme nicht dazu und befürchte auch, dass ich dazu ein paar Gehirne zu wenig habe.
Ganz simpel in der Bedienung ist keines der Programme. Als Amateur ist man ja aber Kummer gewohnt.

Ich vermeide aus verschiedenen Gründen Mietsysteme bei Software. Gerne bezahle ich für eine Vollversion, wenn ich die Software (in der aktuellen Version) dann dauerhaft nutzen kann. Die oben genannten erfüllen das im Wesentlichen und sind alle auch erschwinglich, wobei mir SGP für das Gebotene zu teuer ist und den Benutzer auch schon mal mit Tricks wie als Rechnung getarnte Angebote zur Lizenzverlängerung bringen will.
Für Deep Sky würde ich aus diesen 4 eines auswählen.

Gruß
Sebastian
 
Guten Tag ind die Runde,

vielen Dank für die Ratschläge und Meinungen zum Thema! Das hilft mir sehr weiter.
Letztendlich kristallisiert sich eine überschaubare Anzahl an Programmen heraus, die ich wohl probeweise testen werde.
Dann entscheidet für mich die Bedienbarkeit. Vom Funktionsumfang brauche ich, wie eingangs beschrieben, wahrscheinlich nicht mal die Hälfte der Funktionalitäten.
Ich habe kein Filterrad, kein Goto und keinen motorisierten Auszug. Da muss ich wenig automatisieren.
Der einmalige Preis für ATP ist ja wirklich nicht der Rede wert und somit kein Hemmniss, aber ich möchte keine monatlichen Lizenskosten.
Bis jetzt habe ich immer mit FireCaprure am Planeten und an der Sonne gearbeitet und bin zufrieden und weis wo ich hingreifen muss. Vielleicht steige ich aber komplett um, bevor mir die Vielzahl der Anwendungen über den Kopf wächst.

Gruß Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Ja, du machst das schon. Zwei Dinge würde ich bedenken:
1. Ich würde immer zu Software greifen, die für den Zweck am besten geeignet ist. Planetenfotografie unterscheidet sich von Deep Sky doch recht deutlich. Da auf einem Programm zu bestehen, könnte dich zu sehr einschränken.
2. Programme mit vielen Möglichkeiten, die man gar nicht nutzt sind tatsächlich unnötig groß und schwer. Aber denk auch ein bisschen an die Zukunft. Wenn du dich doch mal für ein Filterrad, einen Motorfokus oder eine Goto-Montierung entscheidest, stehst du im ungünstigsten Fall wieder vor einem Neuanfang, was die Software angeht. Da würde ich mir jetzt lieber eine vollumfängliche Lösung für DS suchen, mit der ich umzugehen lerne und dann für alle Fälle gerüstet bin. Die Programme bestehen nicht darauf, dass man Filterrad oder Motorfokus einrichtet. Wenn man nur die Kamera und Montierung verbindet, sind die total fein damit.
Gruß
Sebastian
 
Hallo Thomas,
fang ruhig mit APT an, habe ich auch eine Weile benutzt. Damit kannst Du Dich mal an das Fotografieren von DSOs gewöhnen.

Ich behaupte aber, dass Du irgendwann mehr automatisieren willst. Ziele mit Goto anfahren und Plate Solving auf ein paar Bogensekunden genau ausrichten ist einfach sehr hilfreich. Auf Deinen Flickr-Fotos sehe ich, dass Du mobil unterwegs bist. Man spart sich mit Automatisierung schon einiges an Zeit. Aber man muss nicht alles sofort anfangen, und hey, eine neue Aufnahmesoftware lernen, na ja, kriegt man irgendwann schon hin...

VG Wolfgang
 
Gerade wenn man kein GoTo hat, ist Platesolving eine feine Sache. Man kann ja das Teleskop manuell verstellen, Platesolving machen und sich dann Stück für Stück rantasten.

Auf diese Weise kann man selbst mit einem Star Tracker arbeiten.

Viele Grüße,

Günther
 
Klar geht das, mit meinem Star-Tracker habe ich so auch gearbeitet (und auch die Polausrichtung so gemacht). Ist halt deutlich fummeliger als mit Goto. Ich sag's nur deswegen, weil ich auf den Fotos von @eckehardt70 eine Losmandy sehe, die das eigentlich können sollte...
 
Ohne Platesolving kann ich mir keine Fotografie mehr vorstellen, wenn es das nicht gäbe, wäre ich zu DS-Fotografie nie gekommen und hätte längst aufgegeben. Ich brauche kein elektronisches Filterrad und nicht mal einen Autofokus, Platesolving ist allerdings ein absolutes Muss.

Zu den Programmen kann ich nichts beitragen, da ich mit der Asiair arbeite. Einem Neueinsteiger, der noch nichts hat, würde ich das auch wärmstens empfehlen. Wer allerdings schon Kameras anderer Hersteller hat, kann, darf und muss (je nach Sichtweise) andere Wege gehen.

LG Olaf
 
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