Was kann man bei Wechsel von alt auf neu erwarten?

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HeikoR1

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Hallo alle miteinander,

ich lese jetzt schon eine Weile mit und ich war fasziniert, was man mit einem Fernglas schon beobachten kann.

Als erstes habe ich von einem Kollegen ein altes Fernglass 7x50 der Marke ??? bekommen, welches aber nicht so der richtige Kracher ist. Dann habe ich mal bei meinen Eltern nachgefragt, wie es denn mit unseren alten Ferngläsern ausschaut (in der Hoffnung ein altes Jenaglas abzustauben).
Da hatten wir ein 8x30 und ein 8-15x30 der Marke 0815, welche trotzdem unter einem sehr dunkelen Himmel (da ist ringsrum keine Lichtquelle) ein für mich faszinierendes Bild lieferten. Außerdem war noch ein völlig dejustiertes 8x30 der Marke CZJ in Omas Schrank.
Aber als ich ein Fernglas 10x50 der Marke Revue (altes Glas) beim Schwiegervater fand war ich natürlich happy, da dieses ja Für den Einstieg mit favorisiert wird. Auf dem Glas steht auch noch Coated Optic. Also gleich an den folgenden Tagen bzw. eher Nächten ausprobiert und ich konnte auch gestern damit die 4 Jupitermonde sehen. ( ich bilde mir zumindes das ein :-) ) Andromeda ist als Verwaschener Fleck zu sehen aber für richtig viel mehr reicht mein Ortskenntnis am Himmel noch nicht aus.

Nun zur Frage: Da ich mich mit dem Gedanken rumschlage ein eigenes Fernglas zu kaufen und ich anfangs nicht zu viel ausgeben wollte, hätte ich mich für das TS 10x50 WP entschieden. Da hatte ich aber noch nicht das Glas vom Schwiegervater. Wird man da einen Unterschied merken oder lohnt sich dann der Zusatzkauf garnicht?

Vielen Dank für eure Hilfe!

Gruß Heiko

PS: tschuldigung für den langen Einführungstext.
 
Hallo Heiko,

wenn Du ein eigenes Glas kaufen möchtest ist ein 10x50 sicherlich keine schlechte Wahl. Aber der Unterschied vom 10x50 des Schwiegervaters zum eigenen dürfte nicht so riesig ausfallen (wenn das geliehene nicht einen gravierenden Mangel aufweist) - warum auch? Das TS 10x50 zählt nicht zur Liga der Spitzengläser, so dass die Abbildungsqualität wohl ähnlich wie beim Revue sein dürfte.

Grüße Klaus
 
Hallo Heiko,

ich muss gestehen, das Revue nicht zu kennen. Aber ich weiß um die bescheidene Qualität dieser Marke. Sicher jetzt nicht schlecht, aber TS bietet grundsätzlich deutlich bessere Qualität. Ich gehe stark davon aus, dass das Bild im TS heller, schärfer und kontrastreicher sein wird. Die Summe dieser Besserungen sollte sich mehr als nur sichtbar, sondern eindrücklich darstellen denke ich.

Letzten Endes ist aber mein Vorschlag: Bestellen, selbst vergleichen und ggf. zurücksenden. Bei Internetgeschäften gibt es ohnehin eine gesetzlich verankerte Rückgabemöglichkeit. Und: Für das Geld wirst Du nix besseres bekommen behaupte ich.

Übrigens generell eine hervorragende Wahl, ein 10x50 als Einstieg!! Das war auch mein erstes ernsthaftes Astrogerät, welches ich heute noch sehr viel nutze - gerade für den aktuellen Kometen!

Ach so, ich könnte wetten, dass das aktuelle TS ein größeres Sehfeld als das Revue hat - und alte Gläser haben eine deutlich schlechtere Vergütung (hellblau), dass das Bild definitiv dunkler als bei neueren Gläsern sein wird. Die Glassorten haben sich auch verbessert - klareres Bild.

Beste Grüße,
Norman

 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Klaus und Normen,

welchen Kometen kann ich denn momentan mit nem Fernglas 10x50 beobachten?
Generell stellt sich mir die Frage was ich alles für Objekte beobachten kann. Aber das frage ich dann wahrscheinlich in einer anderen Rubrik.
Es soll ja eine unterschiedliche Vergütung der Gläser geben. Bei den TS heißt es ja eine Multicoated und bei dem Revue-Glas ebend nur coated. Die Multivergütung soll ja besser sein, aber da war ich mir ebend unsicher ob man was davon merkt.

Na ja, ob hervorragend oder nicht wird sich erst noch rausstellen. Also ich hätte das mir mit dem ruhighalten etwas einfacher vorgestellt, aber ich wackle auch mit nem 8x30 rum, so dass ich mich auch da abstützen muss um mehr Details zu erkennen. Deshalb denke ich, dass ich mit nem 8x42 auch nicht besser wegkomme. Als ich mir gestern aber einen Klappliegestuhl, in dem man fast liegt, mit rausgenommen habe und man dann im sitzen beobachtet habe, dann war das noch einmal eine ganz andere Qualität.

Gruß Heiko

 
Hallo Heiko,

moderne Gläser haben sogar eine VOLLE Mehrschichtvergütung aller Glas-/Luftflächen (FMC-Vergütung), jedenfalls auch die TS-Gläser. D.h. auch die Prismen sind vergütet. Was das an Bildhelligkeit (und Reflexreduktion) bringt, selbst wenn diese FMC-Vergütung der Oberklasse immer noch (deutlich) unterlegen sein mag, musst du gesehen haben! Die Gläser kosten ja "einen Pappenstiel". Darunter (nur MC- oder FC-Vergütung) hat eine Neuanschaffung aber m.E. keinen Sinn.

LG
Herbert
 
Hallo Heiko,

das mit dem Liegestuhl machste schon mal richtig! Ein kleines Stativ für nicht ganz so hochstehende Objekte macht auch Sinn.

Komet: Hartley - siehe Photos rechts in der Leiste bzw. im Board visuelle Beobachtung etc.!

Ach so - was Du damit sehen kannst: Im Prinzip alle Arten von Objekten (Galaxien, Sternhaufen offen wie Kugel, Kometen). In vielen Fällen ist ein Fernglas einem Teleskop ebenbürtig und sogar überlegen. Die Plejaden sind z.B. in wenigen Teleskopen so schön wie in einem Fernglas (aufgrund des großen Sehfeldes).

Grüße,
Norman
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Heiko,

ich möchte meine Aussage von oben noch klarer rüberbringen:

Ein 10x50 zu kaufen wenn man schon eines hat (oder ausleihen kann) würde höchstens Sinn machen wenn man in die Oberklasse einsteigt, will heißen Fujinon FMT-SX o.ä.

Die älteren Revue-Optiken waren übrigens gar nicht schlecht.

Mein Rat: Wenn Du mehr sehen möchtest kauf Dir ein größeres Glas (z.B. ein 16x70 o.ä.) - am besten gleich mit einem stabilen Stativ!

Grüße Klaus
 
Hi Klaus,

grundsätzlich ist Deine Empfehlung des 70ers in Hinblick auf Mehr-sehen-können richtig. Aber es geht hier ja um ein Einstiegsgerät, welches dazu dienen soll, ohne größere Komplikationen schöne Beobachtungen vollziehen zu können. Ein größeres Glas hat vor allem weniger Sehfeld und ist für den Einstieg nicht wirklich zu empfehlen, wenn man sich am Himmel noch nicht auskennt. Außerdem ist so ein Teil auch mit Stativ nur unhandlich zu gebrauchen und sorgt u. U. für mehr Frust als Lust - gerade wenn man mehr Geld dafür ausgegeben hat - was so ein Glas ja im Vergleich zum 50er mit sich bringt. Ich würde davon abraten. Heiko hat wie ich finde eine sehr gute Wahl getroffen, jetzt muss er nur noch entscheiden, ob er sich das Teil mal zur Probe schicken läßt...

Grüße,
Norman

 
Hallo Norman und Heiko,

wenns denn unbedingt ein 10x50 sein soll würde ich in diesem Fall unbedingt ein hochwertiges Glas empfehlen. Das Fujinon hatte ich selbst einige Zeit und kann es vorbehaltlos empfehlen, wenn knapp 1,5 kg nicht zu schwer sind. Ich habe inzwischen ein Zeiss Victory FL 10x56, das zwar auch sehr empfehlenswert und vor allem relativ leicht, aber auch nicht ganz billig ist.

Ich persönlich würde mir das TS-Glas in der Situation nicht anschaffen, der Unterschied zum Revue ist nicht groß genug!

Grüße Klaus
 
Hallo,

also das Fujinon klingt zwar prima, und ich weiß mittlerweile, dass herausragende Optiken preislich intensiv sind, aber ich werde beim Besten Willen kein 500-600€ Ferglas im Familienbuget plazieren können. Da sind so ca 100-130€ recht sicher erst einmal die Grenze. Ich würde mir auch gern im laufe des nächsten Jahres wahrscheinlich eher noch ein "Einsteigerteleskop" kaufen und da wäre dann definitiv nichts mehr übrig wenn ich das Fujinon nehmen würde.

Die 1,5kg sind dann ja aber auch gleich nochmal ca. 500g schwerer als das TS. Da würde ich sagen, dass dies bei mir schon mehr als grenzwertig ist zum Freien schauen.

Ein Stativ für das Revue geht nicht, da dafür kein Anschluss vorhanden ist, deshalb schaue ich noch so.

Also hilft es wahrscheinlich nichts als mal ein TS zu bestellen und mich dann zu entscheiden ob man einen signifikanten Unterschied zum Revue sehen kann. Ich werde vieleicht ja irgendwann in ferner Zukunft das Revue wieder abgeben dürfen.

Gruß Heiko


 
Moin,

Ich versteh jetzt nicht, warum pauschal alle Revue-Geräte bescheidene Qualität haben sollten.

Revue war doch einfach eine Handelsmarke von Quelle, und da ist die Qualität abhängig davon, wo sie gerade eingekauft haben. Oft haben sie *nicht* bei den schlechtesten Zulieferern eingekauft! Zu den alten Revue 10x50 usw. Ferngläsern habe ich schon viele eher positive Meinungen gehört.

Ich würde es vermutlich hier auch auf einen direkten Vergleich ankommen lassen. Das Problem ist nämlich gar nicht die Qualität des Revue-Fernglases ansich, sondern eher auch die Frage, in welchem Zustand es heute ist. (Zentrierung? Gläser und Vergütungen noch in Ordnung? usw.) Bei nem TS neu gekauft kannst Du sowas alles einfach reklamieren.....

Von dem Fujinon gibts mittlerweile eine China-Kopie, das TS Marine. Inwieweit das von der Leistung über dem Niveau der anderen noch günstigeren Gläser liegt, weiß ich nicht. Vielleicht würde das aber zumindest gebraucht noch ins Budget passen.

LG
Thomas
 
Hallo Thomas,

ich gebe mein altes, blauvergütetes Revue 8 x 40 WW mit 9° (158m auf 1000m) Feld jedenfalls so schnell nicht her.
Made in Japan, S.5683. :super:
Neu mit diesem Feld gibt es das so gut wie nicht mehr und bessere Qualität wird teuer.

Gruß
*entfernt*
 
...überhaupt wäre es natürlich auch eine Option - und vielleicht nicht die schlechteste? - die vorhandenen Gläser (darunter ein CZJ!) möglichst wieder instand setzen zu lassen (incl. "Tuning"?). Am Format 10x50 sollte man auch nicht alles festmachen, vielleicht wäre 8x40/42 (anfangs) sogar geeigneter (Wackeln)? Das 8x30 - wieder justiert - würde, besonders unter einem etwas aufgehellten Himmel, sicher keine schlechte Figur machen.

LG
Herbert
 
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