Was sind die richtigen MGEN-3 Parameter?

TaurusM45

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Hallo zusammen,

Ich habe gestern Abend meine MGEN-3 in Betrieb nehmen wollen und wollte mal fragen, welche Parameter die richtigen sind um erfolgreich zu guiden.
Ich habe alles mal so eingestellt, wie es in der Anleitung von Lacerta empfohlen ist aber irgendwie scheint das nicht ganz zu passen.

Erstmal war es sehr schwer überhaupt Sterne zu finden. Aber das lag wohl eher am noch zu hellen Himmel.
Als ich dann Sterne hatte und den Fokus gefunden habe, durfte ich das Teleskop nicht einmal "anhusten" und der MEGEN hat sofort mit dem guiden aufgehört.
Im Display stand zwar "autoguiding" aber er hat offensichtlich nicht mehr korrigiert.

Hier mal ein paar Bilder, wie der MGEN aktuell bei mir konfiguriert ist.
Also Leitrohr dient ein TS 80/328mm Sucher: Also der hier

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Vielen Dank schonmal für eure Hilfe,
Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,
ich verwende die gleichen Grundeinstellungen und es funktioniert eigentlich ganz gut. Guide-Scope 50/205 mm.
- Ja... es muss einigermaßen dunkel sein, um genügend Sterne zu finden. Sobald er welche gefunden hat, nutze ich dies zur Grobfokusierung.
- Erst wenn's richtig dunkel ist und ich mein Wunschziel mit der Monti bereits nachführen lasse, starte ich nochmals die Sternsuche. Jetzt fokusiere ich so genau wie möglich anhand des FWHM-Wertes.
- Dann das Guiding mit one-push starten. D.h. er kalibriert und sucht sich die besten Einstellungen selbst (Verstärkung, Bel.-Zeit).

Dass das Guidung beim keinsten Schubser abbricht, kann ich nicht bestätigen. Empfindlich ist er, wenn der Himmelshintergrund (so wie bei mir im Westen aufgrund einer Lichtglocke einer Stadt) heller wird. Man merkt dies schnell an schlechteren Guidingwerten, aufgeblähtem Multistern (hoher FWHM-Wert) und dem hellgrauen Hintergrund. Wenn dies der Fall ist, pausiere ich kurz meine Aufnahmen und auch das Guiding, mache noch einmal im Live-View eine Sternsuche und aktiviere gleich wieder das Guiding. Klappt problemlos... dann hat er seine Einstellungen der neuen Situation angepasst.

Nutzt Du die aktuelle Firmware 1.41.0 ?
Bei guten Bedingungen erreiche ich Werte von < 0,40 RMS.

Gruß
Hubert
 
Hallo Hubert,

so wie du das beschreibst, ist der Schuldige bei mir eher der aufgehellte Himmel gewesen. Ich liege in der Mitte von Wiesbaden, Frankfurt und Flughafen Frankfurt. Dem entsprechend sch.... ist der Himmel. Dazu noch der gestrige Vollmond....
Daher kam ich beim FWHM-Wert auch nie unter die 4,00.... Das erklärt Einiges

Viele Grüße
Andreas
 
Ja das kann gut sein. Etwas Abhilfe brachte bei mir eine relativ lange Tauschutzkappe am Guidescope mit Velourauskleidung.
Wenn ich den FWHM nicht unter 3,0 bekomme, schaue ich mir alle Einzelsterne des Multisterns an und "ignoriere" die 2 oder 3 hellsten. Das hilft auch um den FWHM runterzudrücken. Im Normalfall liegt er so um die 2,0 bis 2,3. Manchmal auch deutlich unter 2,0
 
aber der FWHM hängt doch auch von der Helligkeit des Sterns ab oder?
Also Beteigeuze z. B. wird man wohl nicht unter 4,0 bekommen ;-)
 
Ja richtig, aber der Multistern ist die Summe aus vielen Einzelsternen. Darum deaktiviere ("ignonire") ich die hellsten. Diese werden dann bei der Bildung des Multisterns nicht berücksichtigt. Es ergibt sich somit ein kleinerer FWHM-Wert.
 
Ergänzung: Ich muss dazu sagen, dass ich eher selten beim Multistern eingreife. Normalerweise ignoriert er selber sehr helle Sterne bei der Kalibrierung.
 
Hallo Andreas,

ich habe die MGEN-3 seit 2022 in Betrieb. Viel verstellt habe ich nicht.
Nur die Brennweite des Leitteleskops habe jeweils angepasst, wenn es notwendig war.
Für meinen C8 f=2000mm habe ich ein anderes Leitrohr , wie für die kurzbrennweitigen Telekope.

Einmal hatte ich ein Problem: Das war die Zeit um den Vollmond und ein Objekt in dessen unmittelbare Nähe ,
da konnte der MGEN-3 nichts korrigieren - es ging nicht.

Ansonsten funktioniert es mit der Multistern-Methode bei mir einwandfrei.
Es hängt stark vom Seeing und der Durchsicht ab, wie genau (klein) die FWHM in der Anzeige sind.
Allgemein liegen sie bei mir unter guten Bedingungen um die 2". Sehr selten unter 1".

CS Dieter
 
Hallo Andreas
Als ich dann Sterne hatte und den Fokus gefunden habe, durfte ich das Teleskop nicht einmal "anhusten" und der MEGEN hat sofort mit dem guiden aufgehört.
Ich verwende seit ü 3 Jahren den MGEN3 mit verschiedenen Leitrohren . Anfangs verlor der Mgen gelegentlich das Guiding, für mich vorerst unerklärlich. Hatte ich doch stets versucht so scharf wie möglich zu fokussieren!?
Dann bekam ich den Tip ganz leicht zu den besten Focus wieder minimal zu defocussieren und seit dem ist das Guiding deutlich stabiler geworden. Selbst wenn zwischendurch leichte Bewölkung durchzieht und ich eigentlich kaum noch Sterne sehen kann guided der Lacerta tapfer weiter !
Was er allerdings gar nicht mag : ich verwende keinen EAF sondern setzte bei starken Temperaturschwankungen eine Bahtinowmaske an und wenn ich dabei mit z.B. dem Arm mal kurz vor die Linse des Guidescopes komme kann ich praktisch bei null anfangen und muss oft sogar reseten …

CS Knut
 
Darf ich mit einer Frage dazu kommen:
Ich führe mein C 14 mit Shapley Linse mit Leitrohr 80/400 auf einer ALT AD 7 mit der Steuerung FS 2 nach. D.h. ich versuche das.
Bei 10 Minuten Belichtung habe ich schon deutliche Striche als Sterne. Liegt das vielleicht an der eizustellenden AG "Auto Guiding") -Geschwindigkeit?
Da sind ab Werk in 0,5 eingegeben - bedeutet das, dass ich bei der FS 2 die manuelle Speed 0,5 einstellen muss?

LG und CS Rainer
 
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