Was tun bei Wolken?

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Emissionsnebel

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Hallo,

In letzter Zeit ist mir immer mehr aufgefallen, wie selten klare und mondlose Nächte doch sind. Mir persönlich reicht es nicht, 2-3 mal im Monat beobachten zu können. Klar, Mond und Planeten kann man mal ab und zu auch in halbwegs klaren Nächten beobachten, aber Deep sky... Da ich dennoch nicht auf die praktische Astronomie verzichten möchte, oder komplett zur theoretischen Astronomie wechseln möchte, würde es mich interessieren, was ihr an solchen Tagen macht.
Hat jemand eine Idee, wie man trotzdem etwas Thema Astronomie machen kann?

Gruß
Kalle
 
Hallo Kalle,

am liebsten beobachte ich Deep-Sky-Objekte mit meinem 18-Zoll-Dobson. Mir geht es aber genauso wie dir. Die Zahl der Nächte ist gering.

Meine Alternative: Taghimmelastronomie - Planeten und (Doppel-)Sterne.

Du wirst erstaunt sein, wie schön strukturiert Jupiter am Taghimmel ist. (In der Dämmerung ist das Seeing meistens sogar besser als in der Nacht.) Venus und Merkur sind eigentlich nur bei Tag schön zu beobachten. Saturn ist einfach witzig anzuschauen. Viele (gerade Laien) meinen das muss irgendein Fake im Strahlengang sein.

Ich habe mich bei Tag schon mit vielen Dingen beschäftigt:
- Planetenkunjunktionen
- Sternbedeckungen durch den Mond
- ausreizen, ab wann die Jupitermonde erstmals sichtbar sind
- Venus, Merkur, Jupiter und Mars mit Fernglas
- Venus mit bloßem Auge
- Messung der Himmelshelligkeit (zur Kontrastermittlung zwischen Planet und Himmel)

Jetzt gehe ich mit meinem Hund spazieren und nehme einen kurzen 114mm-Newton mit. Der passt mitsamt Minimontierung und Stativ in einen kleinen Rucksack. Damit geht gleich Venus und später Jupiter. Merkur geht vermutlich nicht, ich werde es aber probieren. Mit dem gleichen Gerät habe ich Merkur vor kurzem bei 15° Abstand zur Sonne gesehen. Da war er allerdings auch heller.

Gruß,
Wolfgang
 
Hallo Kalle,

manchmal lese ich an solchen Tagen gern Beobachtungsberichte, gern auch von englischsprachigen Seiten im Netz oder ich studiere immer wieder die Sternkarte um mir die Sterne zum Eichen der Montierung zu merken, male mir dann für die Jahreszeiten entsprechend Karten.
Dann gibt es noch eine Menge Tutorials zum Thema Montierung und Steuerung oder besserer Einpolung anzuschauen, mein Liebling ist der US-Amerikaner "Forest Tanaka" mit all seinen tollen Tutorials zu astronomischen Themen bezüglich der visuellen Beobachtung.
Ich besuche Blogs von Astrofreaks und schau was die sich so an Sternwarten und Säulen basteln und stöbere halt hier in diesem Forum herum....schau auch immer mal wieder in meine uralte Sammlung astronomischer Magazine hinein.
Tagsüber kann man auch seinen Dobson kollimieren, Spiegel waschen hier da was ölen und reparieren .... seinen ganzen Astrokram ordnen....oder tolle Bücher lesen von sehr leidenschaftlichen Astrofreaks, mein Favorit ist wieder ein US Amerikaner Leslie C. Peltier - Starlight Nights - The Adventures of an Star-Gazer....ich liebe dieses Buch, in den 30gern des letzten Jahrhunderts entdeckt ein Farmerhunge die Sterne und bastelt sich selbst Teleskope und eine Sternwarte, später wurde er recht bekannt in der amerikansichen Astroszene...das hilft wirklich gegen den Entzug.

Viel Erfolg beim Erfahrungen sammeln wünscht Anette
 
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Hallo Kalle,

ich komme gerade von meinem erholsamen Astrospaziergang zurück.

Jupiter konnte ich ausmachen, sobald er einen Höhenwinkel von 10° erreicht hatte. Die Phase der Venus war sehr schön zu sehen. Merkur habe ich lange versucht - ohne Erfolg.

Wolkenbedeckungsgrad: ca. 40 % (schöne Schäfchenwolken, dazwischen herrlich blauer Himmel)

Gruß
Wolfgang
 
Ich habe gerade den Fast-Vollmond genossen, bei einer 3-stündigen Nachtwanderung in der Heide. Dabei habe ich mal ausprobiert, was meine Sony fast ohne Licht leistet.
OK, sehr körnig aber aus freier Hand mit 1/25 Sekunde und nur im Mondlicht. Das Original sieht deutlich besser aus, aber ich musste es fürs Forum auf unter 100 MB komprimieren. Außer der Komprimierung, Verkleinerung und Unkenntlichmachung der Gesichter gab es keine weitere Bildbearbeitung.
 

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