Was war das?

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Marauder

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Guten Morgen zusammen.

Gestern Abend, schöner klarer Himmel, hab ich mal mein Teleskop aufgebaut, war so nach 23 Uhr, und konnte erstmals die Schönheit der Milchstrasse bestaunen!! Mit dem 25mm Okular ging ich dann auf die Reise.

Auf einmal sah ich durch das Okular, Richtung SW, einen sehr schwachen Lichtpunkt, der sich sehr langsam in Richtung W bewegte. :help:
Mit den Augen konnte ich allerdings nichts erkennen.
Meine Frage, war das ein Satellit oder Weltraumschrott oder was kosmisches?? Die ISS hab ich um die Uhrzeit auch schon mal sehen können, das allerdings sehr hell und mit bloßem Auge!

Bin da leider noch nicht so fit, um das Beurteilen zu können, was ich im Endeffekt sehe! :blush:

Ansonsten konnte ich heute morgen gegen 3.00 Uhr schon Bekanntschaft mit Juptier machen! Bin begeistert!

Für die anderen, Venus, Mars, Saturn siehst eher mau aus, weil von meiner Sicht her ein Berg im Weg ist.

Ich werde aber mal mit meinem Galaxia in die Eifel düsen, um auch die anderen zu begutachten.

Schönes Wochenende noch....
Gruß Mike
 
Hallo Mike,

das war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Satellit. Die Dinger schwirren da oben rum wie Sand am Meer ;) naja fast zumindest.

Grüße
Alex
 
Hallo Mike! (alias Dennis Hopper ;) - toller Schauspieler übrigens - er ruhe in Frieden)

Meine Frage, war das ein Satellit oder Weltraumschrott oder was kosmisches?? Die ISS hab ich um die Uhrzeit auch schon mal sehen können, das allerdings sehr hell und mit bloßem Auge!
Ein Satellit wahrscheinlich. Außer der ISS (die in der Tat sehr hell ist) gibt´s noch die Iridium-Satelliten, welche man mit bloßem Auge sehen kann. Schau mal unter dem Stichwort Iridium-Flare nach. Über Satelliten kannst du dich bei http://heavens-above.com/ übrigens informieren.

Ansonsten konnte ich heute morgen gegen 3.00 Uhr schon Bekanntschaft mit Juptier machen! Bin begeistert!
Das kann ich nachvollziehen - besonders seine Monde, gell? ;)

Thomas
 
@Thomas & Ales, danke für die Antworten!
Dachte schon, hätte ET gesehen ! *grins*
Ach, Dennis Hopper ist tod? Sorry, bin nicht mehr Up-To-Date!
R.I.P.

schönen Samstag noch,

gruß Mike
 
Hallo zusammen

Wenn der Lichtpunkt konstant die gleiche Helligkeit hatte, denke ich nicht dass es ein IF war.

Habe diese wandernden Punkte auch schon oft beobachtet mit dem Auge, die ihre Helligkeit nie verändern und aufeinmal verschwinden. Sind dann normale Satellieten vermute ich.

Edit: Die meisten dieser Punkte/Satellieten kommen aus dem Süden, find ich etwas merkwürdig. Da ja die normale Laufbahn von Satellieten eigentlich Ost>West ist. Oder verwechsle ich da was?

PS: Wie kommt ihr denn auf Dennis Hopper? :D
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Na, wer ist der sonnenbebrillte Herr in Mike / Maruders Avatar - das ist Dennis "Easy Rider" Hopper himself. ;)

Thomas
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Ja Thomas, LOL, ähmm.... Beim Moppedfahren immer mit Brille ...

Nochmal auf das Objekt. Es war ein sehr sehr schwacher kleiner Lichtpunkt, mein Teleskop war Richtung Süden ausgerichtet, recht hoch, wo ich dann den Lichtpunkt sah.
Es hat sehr lange gedauert, ca. 10-12 sec. , bevor es aus dem Bickfeld ging, konnte dann aber anhand der Rädchen problemlos nachsteuern.
Die Helligkeit hat sich, bis es im Westen verschwand, nicht geändert.
Habe früher schonmal Satelliten beobachten können, wo ein pulsierendes Licht zu sehen war, was wohl von den Sonnensegeln und Sonnenreflektion her kam.
Aber nun gut, das war so meine - seltsame- Erscheinung!!

Schöne Grüße,
Mike (DH)
 
Ja - das war ein ganz gewöhnlicher Satellit. Das sind winzige, relativ schwach leuchtende Lichtpunkte die einem durchs Okular huschen. Wenn ich mich recht erinnere - hab´ schon lange nicht mehr durchs Dobson geschaut - dann bewegen die sich relativ schnell aber (natürlich) ganz gleichmäßig. Ob 10 bis 12 Sekunden lang oder kurz sind hängt natürlich auch von der Vergrößerung ab.

Mit der Laufrichtung müsste man aber nochmal abklären. Wenn es durch´s Okular so aussah, dass er nach rechts läuft, dann ist er am Himmel nach links, d.h. bei Blickrichtung Süden nach Osten gelaufen. Ich meine, Satelliten werden immer in Richtung Ost gestartet weil das die Richtung der Erddrehung ist und man so Energie spart.

Thomas
 
Hallo Zusammen.

Satelliten sieht man am Himmel von Nord nach Süd ziehen, von Süd nach Nord, von West nach Ost, von Ost nach West, von Nord nach Ost - es ist halt alles zu sehen.

Je nachdem wie weit der Satellit von der Erde entfernt ist, bewegt er sich sichtbar schneller oder langsamer.
Nahe Satelliten wie die Raumstation ISS bewegen sich wegen der geringen Entfernung schnell durch den Sichtbereich des Beobachters, sehr weit entfernte geostationäre Satelliten hingegen bewegen sich überhaupt nicht, sondern stehen fix am Himmel. Zwischen diesen Extrembeispielen sind die verschiedensten Geschwindigkeiten, Helligkeiten und Flugbahnen möglich.

Anschaulich wird dies, wenn man in Stellarium Satelliten einblendet und den Zeitablauf beschleunigt.
Die Satelliten-Sichtbarkeitsliste bei Calsky oder heavens-above macht dies ebenso deutlich.
 
Hi Nico, ist ja´n Ding! Die Grafschaft bei Bonn????
Wohne im OT Leimersdorf!

@dobson85, Stellarium hab ich installiert. Werde die Funktion mal ausprobieren.

@ Thomas, klar, hab ich ganz vergessen, das man ja alles "andersrum" fliegen sieht!! Muss ich mich noch dran gewöhnen!

Das Wetter ist ja momentan wieder zum kotz...... , aber freue mich schon auf die nächsten klaren Nächte!!
Ab dem 16. bin ich erstmal in Schuld/ Ahr auf´m Campingplatz, haben da ein Motorradtreffen. Die restliche Zeit werde ich mich, wenn das Wetter Banane ist, dem Teleskop widmen, da es auf dem Zeltplatz sehr sehr dunkel ist!!

Gruß Mike
 
Zitat von dobson85:
Satelliten sieht man am Himmel von Nord nach Süd ziehen, von Süd nach Nord, von West nach Ost, von Ost nach West, von Nord nach Ost - es ist halt alles zu sehen.
...

Zwischen diesen Extrembeispielen sind die verschiedensten Geschwindigkeiten, Helligkeiten und Flugbahnen möglich.

Das ist an sich korrekt.
Aber es gibt eben verdammt wenige Exemplare, die entweder weiter draußen sind als die Geostationären oder in Ost-West-Richtung rotieren. Letztere sind vor allem Spionagesatelliten, da sie die Erdoberfläche somit schneller abdecken können.

Fast alle anderen Satelliten sind innerhalb des geostationären Orbits. Das ist auch einfach zu erklären:

  • Geostationäre Orbits dienen eben dem Zweck, immer die gleiche Stelle der Erde zu sehen, zu empfangen oder zu bestrahlen.
  • Die Launch-Energie ist für West-Ost-Bahnen geringer, da man die Erdrotation schon "in der Tasche" hat.
  • Es ist meist eher gewünscht, einen niedrigen Orbit zu wählen, z.B. bei GPS-Satelliten oder wenn man einen Satelliten hat, der die Erde Streifenweise abscannen soll.
  • Die Launch-Energie für einen erdnahen Orbit ist außerdem geringer
Aus diesen Gründen sind die meisten Orbits eben welche, die von West nach Ost verlaufen. Geostationäre Satelliten wirst du mit dem Teleskop und blanken Augen nicht erkennen können. Da braucht man schon Langzeitbelichtungen, um deren geringe periodische Bewegung um ihre mittlere Position sichtbar zu machen.

Beste Grüße,

Michael
 
Hi Michael.

"Zwischen diesen Extrembeispielen sind die verschiedensten Geschwindigkeiten, Helligkeiten und Flugbahnen möglich."

Die genannten Extrembeispiele sollen nahe Satelliten (ISS z.b.) oder geostationäre Satelliten sein. Dazwischen gibt es verschiedene Entfernungen, die dann die verschiedenen Geschwindigkeiten erklären, mit denen ein Satellit über den Himmel des Beobachters schreitet.
Was die Aufgabe eines geostationären Satelliten oder anderer Satelliten ist, wollte ich dabei nicht erklären. Ob man geostationäre Satelliten man im Teleskop sehen kann, ist dabei auch nicht wichtig.

Durch die gewählte Bandbreite wollte ich nochmals unterstreichen, dass Satelliten dem Beobachter aus allen Richtungen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten durchs Okular fliegen können und man es wohl auch mit einem Satelliten zu tun hat, wenn das Pünktchen nicht von West nach Ost durchs Okular läuft.
 
Hi Bernd,

ich weiss. :hochachtung: Ich hatte mich auf die Aussage bezogen, dass man auch Stelliten von Ost nach West ziehen sieht. Das ist aber wie gesagt, eher die Ausnahme, deswegen meine zugegeben auführliche Erklärung.

Die Regel ist nun mal in Richtung von West nach Ost und dabei selbstverständlich mit allen Ausprägungen in Nord-Süd-Richtung. Aber Bewegungsrichtungen, die den Meridian von Ost nach West überqueren sind eben sehr selten.

Beste Grüße,

Michael
 
Zitat von Homer310:
Aber Bewegungsrichtungen, die den Meridian von Ost nach West überqueren sind eben sehr selten.

Und wenn von Ost nach West dann nur scheinbar auf Grund der Erddrehung, weil sie sehr langsam (bezogen auf den Sternenhimmel) von West nach Ost ziehen. Beispiel Mond, welcher ja auch ein (natürlicher) Erdsatellit ist.

Oder kennt jemand echt "retrograde" künstliche Satelliten welche also bezogen auf den Sternenhimmel von Ost nach West wandern? :gutefrage:

Thomas
 
Ja,
eigentlich alle israelischen Spionagesatelliten vom Typ "OFEQ".

Ich bin erstmal nur von Satelliten menschlichen Ursprungs ausgegangen. Und die sind eigentlich fast alle maximal bis zur geostationären Bahnhöhe verteilt, aber selten darüber. Die allermeisten davon fliegen jedoch in West-Ost-Richtung über den Meridian.

Beste Grüße,

Michael
 
Meines Wissens gibt es da nur zwei Fälle:

Zum einen die sogenannten sonnensynchronen Orbits,
die etwa 96 bis 99 Grad gegen den Äquator geneigt sind,
also "fast" polar und nur ganz geringfügig rückläufig.

Zum anderen die israelischen Satelliten,
die übers Mittelmeer starten und deshalb
nicht viel Wahl bei der Bahnneigung haben.

Noch ein Wort zu den geostationären, die "stillstehen"
oder eben auch nicht:
Sie stehen nur "still", wenn man die Nachführung am Teleskop
ausschaltet. Gegenüber den Sternen bewegen sie sich aber
trotzdem, und zwar auch in die "richtige" Richtung
von West nach Ost. Man kann sie also im Teleskop nicht
so ohne weiteres auf Anhieb anhand einer ungewöhnlichen
"nicht-Bewegung" erkennen, ganz abgesehen davon, dass sie
extrem lichtschwach sind, so um 14m herum.
Allerdings gibts wohl auch da manchmal Flares...

Heute bewölkte Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
Moin zusammen!

Was nicht vergessen werden sollte: Neben den paar intakten fliegen zahlreiche defekte oder ausrangierte Satelliten und natürlich jede Menge Weltraumschrott im Orbit rum. Letzteres macht die Masse aus, die wir nachts im Okular sehen.
 
So, nun bin ich an Erfahrung reicher geworden! Also, Satz mit X, war wohl nix mit dem Planet "X". Hat den eigentlich schon jemand sehen können?? Wie heißt der, glaube "Nibiru" ?
 
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