Weihnachtsgeschenk Teleskop

janusch

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich hoffe zunächst dass ich mit meiner Frage, hier an der richtigen Stelle gelandet bin. Entschuldigt bitte falls nicht.
Ich suche für meine Freundin ein Einsteiger Teleskop da Sie großes Interesse an der Astronomie hat. Nun, keiner von uns kennt sich mit Teleskopen aus und hatte gehofft Jemand könnte mir helfen ein passendes Einsteigermodell zu nennen. Das wären die Eigenschaften:

- Budget ~200-300€ (gibt es in dieser Kategorie überhaupt Einsteigermodelle oder sollte der Preis lieber höher liegen? Falls ja, dann gerne auch über den Preis hinaus. )
- Nicht zu kompliziert mit den Einstellungen (klar ein gewisser Reiz und Aufbau muss dabei sein, aber nicht gleich zusammenschrauben und direkt los gucken und alles stimmt).

Ich hoffe man kann mit diesen weniges Infos etwas anfangen, ich persönlich dachte an einer Art allrounder in dieser Preiskategorie.

Viele Grüße,
Janusch
 
Hallo Janusch,

willkommen im Forum.

Das ist doch mal eine vernünftige Idee, solch ein Weihnachtsgeschenk :y: .

Als erstes stellt sich mir die Frage wo denn beobachtet werden soll ?
In der Stadt, am Stadtrand, auf dem Dorf, ... ... ... ?
Dann das andere Wo, das vor Ort. Balkon, Garten, Terrasse oder sogar raus auf den Acker ?

Das mit dem Allrounder wird nicht ganz klappen.
Jedes Teleskop hat so sein spezial Gebiet, was nicht heißen soll, das man nicht alles andere auch beobachten kann, aber eben nicht so dolle.
Was meines Erachtens dem Allrounder am Nächsten kommt ist ein Newton.

Vielleicht ist schon möglich erste Tendenzen zu ermitteln für zu beobachtende Objekt.

Wie schaut es mit Technik-Affinität aus ?
Nicht zu kompliziert, zeigt auf das da wohl eine Alt/AZ Montierung in Frage kommen könnte.
Einfach zu bedienen, rauf/runter, links/rechts. Einfachste Variante die Rockerbox.

Ach so, es werden Dir bestimmt Fachausdrücke um die Ohren fliegen. Da einfach wirklich nachfragen, wobei Selbstinformation und das Aneignen von Grundwissen nie verkehrt.
Denke die Kollegen hier werden diesbezüglich auch Rücksicht nehmen und/oder gleich erklären.

Budget, jein ;) .
Würde da, nun ja ich bin ja auch schon länger dabei, etwas mehr einplanen.
Ich nenne mal die Hausnummer 400 bis 600 (700) Euro.

So, für den Anfang soll das mal reichen.

Und noch ein P.S.
Wie schaut es mit dem Transport aus ?

Gruß
Mathias
 
Zuletzt bearbeitet:
Willkommen im Forum!

Ich kann dir einfach nur ein Bresser 5'' Dobson vorschlagen, sowas ist ein super start in das Hobby. (teilweise weil es mit sehr viel Zubehör kommt.)
Dieses Teleskop nennt man "Tabletop Dobson", d.h. mann bräuchte einen Tisch oder ähnliches wo man es draufstellen kann.

Ansonsten kann man auch auf Kleinanzeigen nach einem 8'' Dobson von Bresser oder Skywatcher suchen -- Es gibt dort sehr viele Deals mit sehr viel Zubehör was in dein Budget passt. Mit solch einen Teleskop kann man wirklich "Allrounden", außer in der Astrophotographie. Planeten, Nebel, Galaxien, alles möglich.


Würde da, nun ja ich bin ja auch schon länger dabei, etwas mehr einplanen.
Da stimme ich leider nicht zu. 300 Euro reichen komplett aus wenn man das Hobby zum ersten Mal startet: Mann muss nicht tierisch viel für eine erste, gute Erfahrung machen. Am Ende macht sowas doch nicht so viel Spaß und man sitzt auf dem Ding rum.

LG
 
Hallo zusammen,
danke für die Rückmeldung und den guten Support.

Um die Fragen zu beantworten:
Wir haben eine sehr große Terrasse in der Stadt sind aber auch in ganz kurzer Zeit am Stadtrand mit Parks und großen Wiesen/Flächen.
Technikaffin sind wir beide definitiv und haben an sowas auch Spaß, es ging dabei eher um den allerersten Einstieg.

An den Fachausdrücken gebe ich mir noch Mühe ;) verzeiht mir bis dahin meine Unwissenheit.

Was ich noch nicht erwähnt habe ist, Gebrauchtkauf kommt natürlich auch in Frage, es muss kein neuwertiges Produkt sein, es geht mehr um das Benutzen und Interesse und nicht das Auspacken :)

Transport wäre auch kein Problem, wir haben einen Kombi mit viel Stauraum.

Die Vorschläge zu Newton und Bresser schaue ich mir gleich mal an, danke an Matthias und IniosierterWasserstoff :)

Viele Grüße,
Janusch
 
Hallo Janusch.

Wenn die Vorschläge aus der Gemeinde gefiltert sind und sich ein Korridor auf ein Gerät eurer/deiner Vorstellung öffnet.... vll. als exemplarisches Beispiel...

Grundsätzlich aber meinerseits ein Hinweis: Evtl., und darauf liegt die Betonung, ist es besser einen Verein oder eine astronomische Ortsgruppe in deiner Wohnnähe aufzusuchen und die dort vorhandenen Systeme erst einmal sichten. Newton oder Refraktoren, Cassegrain & Co. etc.
100mm / 150mm und größer oder kleiner, nachgeführt per Montierung oder per Hand........... alles nicht irrelevant.
ICHBOTSSCHAFT: für den Beginner ist es nicht entscheidend den WOW Effekt durch eine große Optik zu generieren, sondern ihm diesen einfach nur nahe zu bringen.
Das kann schon ein Fernglas sein, mit hervorragender Güte, weil das Bild fasziniert, deren Vermittlungsfähigkeit.
Will sagen, groß und naja oder klein und oho :). Evtl ist ein kleiner Refraktor mit 80mm so ein Gerät, der dann mit wachsemden Interesse durch eine 2. Optik ergänzt werden kann. Aber keineswegs überflüssig ist, denn der steht dann als Schnellbeobachtungsgerät weiterhin zur Verfügung.
Das einmal grob geschnitzt als weiterer Gedankenanstoß.
 
Hi Janusch,
A uch von mir herzlich willkommen im Forum.
Ich hatte das Glück als Anfänger gleich in eine astronomische Vereinigung reinzukommen.
Da konnte ich viel lernen und auch verschiedene Teleskope ausprobieren.
Ich habe mir dann als erstes ein gutes Ferglas gekauft.
Ein Fotostativ hatte ich und damit habe ich den Himmel erkundet.
Der Mond ist dann schon sehr interessant. Streulicht am Stadtrand ist da nicht das Thema.
Und rausgeschmissen Geld ist es auch nicht.
Ich wusste dann auch, daß ich dabeibleiben würde.

Nichts gegen die oben genannten Vorschläge.

Beste Grüsse
Markus
 
Bei diesem Budget würde ich eher ein Bino, also ein astronomisches Fernglas in Betracht ziehen. Visuell ist am Stadtrand in diesem Budgetbereich meines Erachtens schwierig. Ich schließe mich daher Vorrednern an, und empfehle dringend den Besuch in einer Sternenwarte. Ich empfehle es so nachdrücklich, weil die Erwartungshaltungen abgeglichen werden sollten. Durch viele astrofotografische Bilder und deren Präsenz entsteht bei vielen der Wunsch, das selber sehen zu wollen. Leider wird dann häufig mit Geräten geliebäugelt, die diese Erwartungshaltungen mitnichten bedienen können.

Hier ein Beispiel für ein astronomisches Fernglas:

z.B. Omegon Zoom-Fernglas Zoomstar 15-45x80

+ Stativ


+ Neiger


Auch hier bist Du in Summe schon kanpp über Deinem Budget. Hättest aber ein funktionables Komplettsystem zur Beobachtung. Allerdings ohne Variabilität.

Das hier gezeigte Bino ist ein Zoom-Gerät. Die können einen Tunnel-effekt machen, ist aber Gewöhnungssache.

Ansonsten muss ich ehrlich sagen, dass m.E. angebotene Teleskope in diesem Preisbereich/Budgetvorstellungen mehr Frust als Lust machen. Die Komponenten sind einfach bis billig verarbeitet und viele Einsteiger haben keine Vorstellung, wie präzise man das Gerät bedienen muss, um aus dem Material das Beste zur Sichtung herauszuholen. Hinzukommt, am Stadtrand sind die Sichtverhältnisse durch Lichtverschmutzung schwierig -> Lichtverschmutzungskarten | Bortle-Skala (2025) (blau-grün=gut, ab gelb und alles "drüber" = schwierig).

Und, da Ihr beide technikaffin seid, hier mein Dauerbrenner (Nein, ich bekomme kein Geld dafür!)-> Smarte Teleskope. Sind bei etwa 450-700€. Dafür ist via Smartphone/Tablet der Einstieg in komplikationsarme Beobachtung garantiert! Nur eben nicht pur visuell, sondern elektronisch verarbeitet/unterstützt!

Google mal: ZWO Seestar S30 (ca. 470€), ZWO Seestar S50 -640€ (war mein Einstieg) oder DWARF3 -530€. Das sind Komplettsysteme, einfach mal schlau machen!

In Summe bin ich der Überzeugung, damit hat man heutzutage mehr Einstiegsfreude als mit einem 500€ visuellen Teleskop-Budget. Wenn´s dann nach 1-2 Jahren doch mehr sein darf, rennt das große Dobson oder ein ambitionierter EAA Setup nicht weg! ;-)

Frohes Fest!
CS Thomas
 
Hallo Janusch,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Sie großes Interesse an der Astronomie hat. Nun, keiner von uns kennt sich mit Teleskopen aus
Wie sieht dieses Interesse aus ?
Welche Vorstellungen bzw. Erwartungen stecken in dem Wunsch nach einem Teleskop ?

Um einen Eindruck über den tatsächlichen visuellen Anblick im Teleskop zu bekommen sind bearbeitete Fotos ungünstig.
Realistischer sind da Zeichnungen von visuelle Beobachtern oder unbearbeitete Livebilder.

Wir haben eine sehr große Terrasse in der Stadt
Wie sieht es da mit der Lichtverschmutzung aus ?
Sind wenigstens die hellere Sternbilder gut zu erkennen ? Oder an klaren Nächten die Milchstraße ?
Für Planeten und Mond ist das nicht so entscheidend aber für Nebel & Galaxien.

Gebrauchtkauf kommt natürlich auch in Frage,
Da würde ich zu einem gebrauchten Dobson tendieren. Kannst dir dazu z.B. auf Youtube Videos ansehen.
Es handelt sich dabei um einen Newton / Spiegelteleskop. Der Tubus wird einfach in die sogenannte Rockerbox eingehangen.
Vorteil: Das meiste Budget steckt in der Optik und so gibt es für wenig Geld schon recht viel Öffnung und damit auflösungsvermögen.
Außerdem ist das Ganze sehr stabil, kein Vergleich zu den günstigen Teleskop-Sets auf überforderter Montierung / Stativ. Der typische Wackeldackel.

Im Budget neu würde ein 6" Dobson liegen, z.B. der GSO 150c.

Gebraucht konnte ich die 6" ab ca. 150 Euro auf die schnelle bei Kleinanzeigen finden.
8" F6 Dobson zwischen 300-400 Euro.

Wenn die Erwartungshaltung realistisch ist, ist das ein möglicher Einstieg bei knappen Budget.

Gruß,
Holger
 
Hallo Janusch,

ich kann dir nicht sagen was du machen sollst. Ich kann dir aber sagen wie ich es gemacht habe. Ich habe mir damals ein kleines Newton geholt. Ich glaube es war 130/900 auf ner EQ-2.
Klar, ein Dobson wäre vielleicht besser gewesen aber so kam ich auch direkt in Berührung mit paralaktischen Montierungen, dem groben "Einnorden", dem Himmelspol usw.
Und dann hab ich mich einfach ran gemacht. Über Stellarium Objekte gesucht, Starhopping gelernt, Planeten, die gängigsten Messierobjekte und den Himmel allgemein kennengelernt. Quasi mit dem Kopf durch die Wand.
Okay, eventuell wäre ein Besuch in einer Sternwarte vorher wirklich auch sehr vernünftig aber ich kann mir auch vorstellen, dass du mit deiner Freundin ne tolle Erfahrung machst, wenn ihr euch da einfach zusammen kopfüber reinstürzt.
Wichtig ist nur, sich kein "Lidlscope" zu holen - da ist man dann am Ende wirklich enttäuscht. Bei den hier bis dato empfohlenen Geräten kann ich mir allerdings nicht vorstellen, nicht völlig Baff zu sein wenn man zum ersten mal mit den eigenen Augen die Mondlandschaft oder Wolkenbänder des Jupiter erkundet. Vor allem dann, wenn du sagst, dass deine Freundin sowiso schon Interesse an der Astronomie hat. :)

CS Laurin
 
Guten Abend zusammen,

nochmals danke für die ganzen hilfreichen Infos und den Support in diesem Forum :)

Ich habe mir eure Ratschläge ans Herz gelegt und vergleiche viele schicke gebrauchte Modelle von Bresser und Skywatcher. Nebenbei plane ich aber auch ein Besuch in der Sternwarte, das möchte ich nicht auslassen, diese Idee ist richtig klasse!
Dass es die Motivation oder den wow-Effekt wegnimmt denke ich nicht, jeder kennt den schönen Überraschungseffekt wenn man praktisch selber etwas macht und die ersten kleinen Schritte geht, ein besseres Gefühl gibts nicht :)

Ein paar Fragen wollte ich noch beantworten:
Wie sieht es da mit der Lichtverschmutzung aus ?
Sind wenigstens die hellere Sternbilder gut zu erkennen ? Oder an klaren Nächten die Milchstraße ?
Puh die Lichtverschmutzung kann ich so nicht einschätzen, an klaren Nächten wäre die Milchstraße zu erkennen (wohl nicht direkt zentral bei uns auf der Terrasse, sondern eher am Stadtrand etc.) Hellere Sternbilder sind ebenfalls zu erkennen (in einer klaren Nacht bei uns).
Wie sieht dieses Interesse aus ?
Welche Vorstellungen bzw. Erwartungen stecken in dem Wunsch nach einem Teleskop ?
Das hätte ich womöglich eher preisgeben sollen und jetzt verzeiht mir meine Naivität an der Stelle. Gedacht hatte ich den Mond näher betrachten zu können, umliegende Planeten zu finden und auch zu erkennen ( bspw. Gasriesen Jupiter und Saturn).
Alles was darüber geht wäre natürlich auch nicht schlecht. Ob an dem Teleskop nun eine Kamera hängt ist nicht so wichtig, klar wäre es super wenn man nachträglich eine verknüpfen kann.

Wie gesagt das Budget kann man ausdehnen, mir war natürlich nicht klar wie die Preise schwanken und was für Modelle existieren. Eingestellt habe ich mich auf gebraucht und preislich ein bisschen mehr als das was ich angegeben habe.

Schönen Abend allen,
Janusch
 
Hallo Janusch

Ich kann dir einfach nur ein Bresser 5'' Dobson vorschlagen, sowas ist ein super start in das Hobby
Das ist ein Teleskop von dem ich abraten möchte. Hier haben wir schon wieder eine schnelle F5-Optik mit turmhoher Fokallage und mit 47mm für 130mm Öffnung irrsinnig übergroßer Abschattung. Das Öffnungsverhältnis verlangt nach hochwertigen, teuren Okularen und in Sachen Gesichtsfeld bringt es nichts da das Gesichtsfeld durch den 1 1/4"-Okularauszug unnötig begrenzt wird.
Und laß Dich nicht von den Begriffen "schnell" und "lichtstark" verleiten. Das mag bei der Fotographie von Bedeutung sein aber visuell zählt in erster Linie die Austrittspupille.
Im Budget neu würde ein 6" Dobson liegen, z.B. der GSO 150c.
Wenn ein 8"- F6 schon zu teuer ist denn ist der Holger mit seinem Vorschlag schon auf dem richtigen Weg. Das gemäßigte Öffnungsverhältnis bringt eine deutlich bessere Okularverträglichkeit und der kleine Fangspiegel einen besseren Kontrast. Am Planeten performen diese F8-Optiken einfach besser, Punkt!
Ich würde hier allerdings zum 6"-Dobson von Skywatcher raten. Hier ist ein 2"-Okularauszug verbaut was selbst bei 1200mm Brennweite noch ein maximales Gesichtsfeld von bis zu 2,2 Grad ermöglicht bei einer Austrittpupille von 5,25mm und bei 42mm Okularbrennweite. Der kleine 130er F5-Newton zeigt da auch nicht mehr an wahrem Gesichtsfeld.
Der 6-Zoller kommt auch gebraucht etwas günstiger als ein 8-Zoller. Der steht halt immer etwas im Schatten der größeren Optik.
Aber schau Dich ruhig einmal um und sieh Dir die Geräte mal in Natura an. Das ist nie verkehrt!

Gruß
Peter
 
Ja, genau den wollte ich auch vorschlagen, wollte dann aber unbedingt im Preisrahmen bleiben.:)
Allerdings kostet der auch nur 24 Euro mehr und hat 2 Okulare im Lieferumfang.
10mm & 25mm lassen sich gut nutzen auch wenn es bestimmt kein High End ist.
Wie Peter schon erwähnt hat, stellt eine F8 Optik nicht so hohe Ansprüche an die Okularqualität.

Einen 2" Okularauszug würde ich nicht als wichtiges Entscheidungskriterium ansehen.
Wenn du zwischen 2 Modellen einen ähnlichen Preis hast schon eher aber falls du zufällig ein sehr günstigees Angebot mit einem 1,25" Auszug findest, würde ich das nicht deswegen ausschließen, ich habe bis heute noch keine 2" Okulare für meinen 8" F6 & 12" F5 Dobson.

Gruß,
Holger
 
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