Weitere Saturn-Versuche vom 14.04.

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IceyJones

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hallo zusammen,

also an saturn beisse ich mir dieses jahr die zähne aus. visuell ansehnlich, wirds mit der DMK wieder nix. ich bekomme ihn mit der direkt eingeschraubten barlow einfach nicht scharf genug eingestellt, trotz nun vorhandenem JMI mit Motorfokus.
allerdings habe ich die RGB-Filter auch noch nicht da.....ich habe noch immer die hoffnung, dass es mit einzeln fokussierten kanälen besser wird....

damit es einigermassen scharf wirkt, auf 66% verkleinert:
Link zur Grafik: http://s1.directupload.net/images/user/100414/m64ywjh4.jpg

ich habe danach mal spassenshalber die EOS 1000 ohne barlow drangeschnallt und mit 5-fach zoom mit eos-capture gefilmt. ich finde den sogar besser ;-)

Link zur Grafik: http://s3.directupload.net/images/user/100414/gnmi9zav.jpg

zum haare raufen! :-(

 
hallo thorsten,

es war wieder der 8" Bosma-Mak, mit dem ich schon den Mars recht ansehnlich ablichten konnte....
für mich ist die saison aber bald schon wieder vorbei wegen ostbalkon.....sobald es dunkel genug ist, hab ich nur noch 2 stunden zeit bis er zu nah am haus steht :-(

naja....

 
Hallo Sascha,

wenn Du das Barlowelemet mit vorgeschaltetem IR-Filter in den 1,25"-Adapter der Kamera geschraubt hast, bist Du (bei einer angenommenen Brennweite des Barlowelementes von -55mm) mit einem Verlängerungsfaktor von ca. 1,9 noch ein Stück vom rechnerischen Auflösungsoptimum entfernt. Wenn dann zufällig noch der 5mm-Zwischenring für C-Mount-Objektive eingeschraubt ist, liegst Du schon bei 2-fach. Das könnte Dein Schärfeproblem z. T. erklären. Die Abbildungseigenschaften des Barlowelementes können auch noch ein Punkt sein.
Ob, und wie sehr sich so eine Abweichung vom optimalen Öffnungsverhältnis in der Praxis auswirkt, kann Torsten vielleicht berichten.

Gruß André
 
Hallo Sascha,

ich sehe das wie Torsten: Keine Panik, denn Saturn ist momentan hartes Brot. Der relativ tiefe Stand mit der geringen Helligkeit macht es nicht leicht, gerade bei der geringen Höhe vermatscht das volle Spektrum durch's Seeing gerne, schmale Bandpassfilter bringen erhebliche Besserung, dunkeln aber weiter ab.
Meine Saturnbilder aus der Nacht vom 10./11.April sind auch ziemlich suboptimal, Mars ging am Abend dagegen sehr gut...

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Danke für den Zuspruch....:-)

Mit welchen Belichtungszeiten hantiert ihr denn zur zeit am saturn so rum?

ich hatte es gestern mit 1/30 mit voll aufgedrehtem gain probiert, da soff saturn aber schon im hellen hintergrund ab....wenn ich den gain zurücknehme, muss ich wesentlich länger belichten und dann hab ich nur noch matsche vom seeing....!

im moment weiss ich noch nicht, wie das dann mit dem RGB-satz besser werden soll (dann muss ich lange belichten), aber evtl. wird dann wenigstens der rotkanal gut....

ach übrigens mal ne generelle frage bezogen auf dmk21 und dmk31 im vergleich....die dmk hat kleinere pixel, braucht also ne kleine blende um die gleiche auflösung wie die 21er zu erreichen. dafür ist die 21er wohl lichtempfindlicher durch die größere pixelfläche.

welcher effekt wiegt schwerer? effizienz oder blende? hat das mal jemand untersucht?

VG,
sascha

 
Hallo Sascha,

für R und G bei f/25 und Astronomik Filtern liege ich mit der DMK21 bei 1/23s, im blauen bei 1/15s, besser noch länger, Gain immer auf 100%.
Hm, komisch, dass Saturn im Hintergrund absäuft, der ist bei mir immer schwarz. Ist der Himmel bei Dir derart hell verseucht? Gamma und Brightness/Blacklevel sind bei mir immer ganz links = aus, das rechnet die Elektronik nur rein...

Viele Gruesse & CS,
Oliver


 
Hallo Oliver,

ja....der Himmel bei mir ist zumindest gestern schlimm gewesen. Krefeld ist gefühlt heller als Köln!!!! Der Hafen und die dort ansässige Schwerindustrie strahlt um die Wette! Wenn dann die Luft auch noch dunstig ist, geht kaum noch was!

Habe aber gerade den Artikel in der Sterne und Weltraum über die DMK´s gelesen. Jetzt ist mir auch klar, warum ich ohne Filter schon so lange belichten muss. Dass sich die kleine Pixelgröße derart ungünstig auswirkt, hätte ich nicht gedacht! Damit wird dann für mich Saturn mit RGB wohl nicht toller werden.....aber mal sehen.....

Evtl. wirds ja besser als gedacht....

 
Hallo Sascha,

die Belichtungszeiten von Oliver kann ich bestätigen. Bei meiner letzten Saturnaufnahme habe ich bei F/25 und dem Astronomik-Filtersatz in Rot und Grün jeweils 40ms belichtet, in Blau 75ms. Gain war etwa 90%, und die Aussteuerung am Histaogramm etwa 3/4 max. Ich habe zwar eine andere Kamera, eine von Lumenera, aber wie man sieht, die Belichtungszeiten sind praktisch die gleichen.
Die Transparenz war allerdings nicht sonderelich hoch.

Gruß
Helmut
 
hallo zusammen,

komme grade von meinem ersten RGB-versuch rein. der rot-kanal ist wirklich VIEL besser als die anderen kanäle.....wahnsinn.

trotz wiedrigster umstände (viel wind auf dem balkon) konnte ich in einem ersten schnelldurchlauf das hier:
Link zur Grafik: http://s10.directupload.net/images/user/100415/koqjvdol.jpg
hinbekommen. auch wenn die DMK nach licht schreit. sie ist halt doch erheblich unempfindlicher als eine 21er :-/ 40 ms sind doch arg wenig...das histo ist hier grade mal 50% ausbelichtet. bei blau wars natürlich noch schlimmer. aber das läuft noch grade im hintergrund....mal sehen, was ich da noch rausholen kann.

auf jeden fall sind diese belichtungszeiten grenzwertig bei mir....
 
Hallo Sascha,

aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit Saturn und unterschiedlichen Videokameras würde ich die DMK31 aufgrund ihres engen Pixelabstands von 4,65 µm eher bei f/12 als bei f/22 betreiben. Mit einem Gewinn von nahezu zwei Blendenstufen hättest Du die Belichtungsprobleme beseitigt und trotzdem genügend Zeichnung. Zum Vergleich hier nochmal ein mit 7,5 µm bei f/20 aufgenommener und auf 200% nachvergrößerter Saturn aus meinem 6" FH. Bei dieser Ankopplung entfallen auf die Planetenkugel ebensoviele Kamerapixel wie in der DMK31 bei f/12,4.

Ein weiterer Vorteil: Bei kürzerer Belichtungszeit wirkt sich die Luftunruhe weniger aus (Bewegungsunschärfe!).

Gruß, Jan
 
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hallo jan,

ja....evtl. muss ich bei saturn wirklich ohne barlow arbeiten. der bosma hat ja f/12, würde dann also passen.

wenn das wetter mitspielt, werde ich das heute nochmal testen.

aber jetzt habe ich noch eine prinzipielle frage für RGB-aufnahmen. worauf muss ich schon in der aufnahme achten? sollten die histogramme möglichst bei allen aufnahmen gleich aufgefächert sein? oder kann ich das hinterher in fitswork einfach aneinander anpassen? und gibts bezüglich der tiefe des histogramms eine faustregel?

ich hatte auch das gefühl, dass duch die schwache belichtung zeichnung verloren geht. schliesslich werden ja die planetendetails in weniger graustufen gequetscht.
ist mein gedanke hier richtig?

danke und gruss
sascha
 
naja....hab meinen allerersten RGB-saturn mal zuende bearbeitet. ich brauche dringend ein filterrad ;-) selbst unter sorgfältigster ausrichtung am teleskop, hatten sich die bilder verschoben. aber fitswork ist mit der hilfslinienausrichtung wirklich komfortabel.

da ich doch starkes rauschen hatte, vor allem im blaukanal, habe ich recht heftig filtern müssen. deshalb ist das bild auf 75% der aufnahmegröße verkleinert.

R-RGB:
Link zur Grafik: http://s3.directupload.net/images/user/100416/c5k5devx.jpg

für den ersten RGB-versuch finde ich das ganz ok.....nicht sone katastrophe wie ganz zu beginn mit der dmk.

gruss
sascha
 
Hallo Sascha,

der sieht doch schon recht ordentlich aus! Ein Filterrad wäre hilfreich, besonders bei Jupiter, dort hat man weniger Zeit mit dem Wechseln, wenn man am Ende die die Farblayer passgenau übereinander bekommen will.

Rot und Grün nehme ich gewöhnlich mit derselben Belichtungszeit auf und Blau mit der doppelten, habe allerdings ein Linsenobjektiv (FH). Alles andere mache ich - nach dem Stacken der einzelen Farbkanäle in Registax-5 mit Waveletbehandlung und Abspeichern als FIT-Datei - anschließend in Fitswork. Die Farblayer kannst Du dort automatisch zurechtrücken lassen.

Durch das Stacken gewinnst Du wegen des Bildrauschens gegenüber den Einzelbildern jede Menge Graustufen, gerade in den Schattenbereichen. Deswegen in Fitswork unbedingt bis zum Ende im 32-Bit-Fitformat arbeiten, damit die gewonnenen Graustufen nicht verlorengehen, erst das Endresultat nach BMP oder JPG, d.h. in ein 8-Bit-Format wandeln.

Was verstehst Du unter "Tiefe des Histogramms"?

Gruß, Jan

P.S. Die Verlinkung von "Jupiter" geschieht offenbar automatisch durch die Forums-Software, habe ich jedenfalls nicht bestellt ...
 
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hallo jan,

unter "tiefe des histogramms" verstehe ich folgendes.....weiss nicht, ob man das wirklich so nennt....das histo zeigt ja von rechts (weiss) nach links (schwarz) die intensitätsverteilung im bild an.

wenn ich nun nur zur hälfte durchbelichten kann, habe ich (zb. bezogen auf 8 bit) nicht 256 grautöne, sondern nur 128. also habe ich nicht die volle "farbtiefe" erreicht und gerade bei saturn gehen dann die feinen abstufungen der bänder verloren....

ist das so richtig?
 
Hallo Sascha,

ok, wenn Du den Grauwertumfang eines 8-Bit-Bildes nur zur Hälfte nutzt, dann hast Du auch nur 128 Graustufen. Wenn Du aber 100 solcher Bilder stackst, d.h. aufaddierst, dann ist der höchste Grauwert des gestackten Bildes etwa 128x100 = 12800. Wegen des Signalrauschens und der inneren Bewegung des Bildes aufgrund der Luftunruhe schwanken aber die Grauintensitäten auf jedem Pixel des Kamerachips in beträchtlichem Umfang. Auf diese Weise ergeben sich beim Stacken für jede Pixelposition sehr viele Zwischenwerte der Grauintensität. Es sind also nicht nur die Grauwerte 0; 100; 200; 300 usw. besetzt, sondern auch sehr viele Zwischentöne, und das gestackte Bild bekommt auf diese Weise eine sehr fein abgestufte Grauskala.

Man könnte natürlich auch eine 16-Bit-Kamera benutzen, deren Bilder bei halber Aussteuerung bereits von Anfang an 65536/2 Grauwerte besitzen. Das wäre aber in Anbetracht des zuvor erläuterten Sachverhalts ein vermeidbarer Aufwand.

Entscheidend für den Erhalt der durch das Stacken erzeugten, zusätzlichen Grautöne ist aber die Abspeicherung und Weiterverarbeitung des Summenbildes im 16-Bit-Format. Denn bei der frühzeitigen Wandlung in ein 8-Bit-Format - wie BMP oder JPG - würde der Grauumfang sofort wieder auf 8 Bit reduziert, und die Zwischentöne gehen verloren, die während der Schärfungsprozedur zur Herausarbeitung feiner Grauabstufungen und Detailzeichnungen erforderlich sind. Erst wenn all diese feinen Strukturen mittels der Bildbearbeitungswerkzeuge sichbar gemacht werden konnten, wandelt man in das 8-Bit-Format, damit es auf dem Bildschirm mit seinem auf 8 Bit pro Farbe (RGB) begrenzten Datenumfang zur Anzeige gebracht werden kann.

Ich hoffe, die Erläuterungen waren jetzt nicht zu unübersichtlich ...

Gruß, Jan
 
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hallo jan,

danke für die erläuterungen. alles infos, die man sich so auch nirgendwo anlesen kann. danke dafür....

ich habe gestern auf jeden fall noch ein wenig rum-experimentiert. habe die 3 kanäle nochmal komplett neu bearbeitet und konnte das ergebnis noch etwas verbessern.

habe alle videos nun erstmal in registax durchlaufen lassen und registered avis erzeugt, die ich folgend dann in avistack verarbeitet habe. damit konnte ich dann in avistack einfacher ein referenzframe finden und zudem einfach 100% der bilder verwenden lassen. beim rot-kanal hat das nochmal einen echten schub gebracht. auch bei G und B hat es eine kleine verbesserung gebracht, aber offenbar lagen für diese kanäle nicht optimale bedingungen vor.....

hier auf jeden fall das ergebnis. musste aber dennoch auf 80% der aufnahmegröße verkleinern.

Link zur Grafik: http://s10.directupload.net/images/user/100417/c7fmu7kl.jpg

nur habe ich dann hier offenbar in der RGB-bearbeitung etwas nicht optimal gemacht. irgendwie wirkt er hier nun zwar etwas schärfer, aber nicht mehr ganz so kontrastreich.....

wat ne fummelei!

gruss
sascha
 
Hallo Sascha,

Ob es sinnvoll ist, den Weg über Registax UND AviStack zu gehen, kann ich nicht beurteilen. Ich sehe da aber auch keinen Vorteil, denn Registax stackt nach meiner Erfahrung recht gut, und ich fürchte, dass auf dem von Dir beschrittenen Umweg einiges von der vermissten Detailzeichnung verloren gegangen ist.

Planeten bearbeite ich vorzugsweise in Registax und bringe dort auch gleich die Nachvergrößerung unter. Dazu setze ich für den "Optimize and Stack"-Prozess die Resize-Funktion mit dem Bell-Algorithmus ein. Im Falle des oben zitierten Saturn habe ich an dieser Stelle zweifach nachvergrößert. Das nachvergrößerte Summenbild bearbeite ich dann noch in Registax mit Wavelets und speichere im FIT-Format ab. Anschließend geht es nach Fitswork, um dort die Farblayer zusammenzulegen und ggf. nachzuschärfen. Letzteres mache gelegentlich auch erst mit der BMP-Datei in "Picture Publisher".

Gruß, Jan
 
hallo jan,

gestern hatte ich die gelegenheit im garten meines vaters unter den gestrigen guten bedingungen einen rotkanal aufzunehmen. leider reichte es nicht mehr für G und B, da ich nicht zu lange von der geburtstagsfeier fern bleiben wollte ;-)

100% Aufnahmegröße:
Link zur Grafik: http://s3.directupload.net/images/user/100419/xbbod4is.jpg

das war für mich auf jeden fall ein grosser schritt vorwärts und bestätigt mich darin, dass ich bis hier hin eher schlechte bedingungen am saturn hatte. von meinem balkon zu hause aus, steht saturn immer noch recht tief und genau über düsseldorf :-(

ich muss wohl umziehen ;-)
 
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