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Enthe85

Mitglied
Guten Abend.

Besitze jetzt seit ca. 2 Jahren ein Newton 114*900 Teleskop. Vorher hatte ich das Aldi 60/700 Teleskop. Ich habe mir jetzt gedacht, dass ich mich doch mal weiter entwickeln kann.

Da ich in der Stadt wohne (Berlin) hat das Newton immer gute Dienste geleistet. Ich habe ein Rockerbox gebaut dadurch ist es auch sehr mobil und nicht schwer. Ich habe mir Gedanken gemacht, ob ich ein 200/1200 Dobson haben möchte. Mich schreckt aber die Größe und das Gewicht ab, denn aus dem 4 Stock immer rauf und runter ist schlecht. Der Balkon ist auch keine große Hilfe, da er nach Westen zeigt. Gibt es denn für die Stadt eine gute Weiterentwicklung, ohne ein 200/1200 Dobson zu holen?

Ich dachte an ein Skywatcher Mak 127/1500 auf EQ-3-2 oder
celestron slt mak 127. Ist das eine wirkliche Verbesserung?

Meine Geld-Grenze liegt bei 500 EUR.

Oder soll ich dem Newton eine neue Montierung spendieren und Okulare usw.?

DANKE, für die Hilfe


LG
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,

das eine Zoll mehr Öffnung wird keine große Verbesserung bringen. Die Abbildung wird wahrscheinlich auch kontrastärmer sein, als bei deinem bisherigen Newton.
Ich würde dir da eher einen 150/750 oder 150/900 Newton empfehlen. Als Dobson sind die auch noch gut zu transportieren.

CS
Chris
 
Hallo,

ich würde zu dem Dobson raten: Grund: ein 114er oder 150er Newton auf einer parallaktischen Montierung ist schwieriger zu transportieren als ein 200er Dobson, der dürfte für deine Belange geradezu ideal sein.
 
Hallo,

ich sehe es auch so, dass der Sprung von 114mm auf 150mm nicht so groß ist, dass er sich lohnt. Wenn du eine echte Steigerung haben möchtest, rate ich dir ebenfalls zum 8" Dobson. Ein solches Teleskop zu schleppen ist auch nicht schwieriger als eine Getränkekiste und geht eigentlich ganz gut.
 
mhm. Ihr habt wahrscheinlich recht. Ich habe auch mal bei Dobson LightBright geschaut. Hat einer von euch damit Erfahrung? Den Tubus kann man zusammen schieben, dass finde ich auf den ersten Blick praktisch. Was sagt Ihr?

Danke für die schnelle Antwort
 
Hi,

bei 8" bringt ein Gitterrohr Dobson m.E. noch keine großen Unterschied (Größe, Gewicht) zum Volltubus. Das macht erst ab 10" und mehr Sinn.

Gruß
Lots
 
Ich habe mich mit meiner bessern Hälfte unterhalten, sie findet das Celestron NexStar SLT 127 - GoTo Maksutov 127/1500mm gut.
Klein handlich und es ist besser als das 114/900.

Sie gibt mir zu bedenken:
Wir fahren auch mal für ein paar nächste mit unseren Tochter zur Ostsee oder aufs Land. Sie meint, dass so ein kleines Skop gut in unseren Mazzda 2 passt und noch Kind + Gepäck. Es lässt sich leicht vom 4 Stock in den Hof bringen.

Gut finde ich am Tskop, dass es eine E-Nachführung hat.

Ich finde das regt zum Nachdenken an.

Siehe Link: Celestron NexStar 127SLT - 127/1500mm GoTo Maksutov Teleskop

Was meint Ihr?
 
Guten Abend.

Da ich immer noch nicht schlüssig bin was für ein Tskop haben möchte, habe ich mich noch mal besonnen was ich eigentlich anschaue. Eigentlich gucke ich "nur" Mond und die Planeten an. Was das neue Tskop vielleicht noch können soll ist einige Sternenhaufen zeigen und ein paar helle Galaxien, also nicht richtig deepsky aber einbischen.

Jetzt die Frage;
Ist es neben meinem 114/900 Newton ein Refraktor eine Verbesserung im sehen?
Ich dachte an:
http://www.teleskop-express.de/shop...02-auf-EQ3---kompl--Refraktor-102-1000mm.html

Ich hatte mal gehört, dass Refraktoren Farbfehler haben, ab welcher Größe oder welches Modell hat diesen nicht?

Sorry, wenn ich nerve, aber ich möchte mir diese Mal ein richtig gutes TSkop holen.



LG und Danke
 
Hallo,

also wenn es dir darum geht, ein tragbares Teleskop auch mal für den Urlaub zu haben, dann ist ein Refraktor sicher eine gute Option. Im Gegensatz zu einem Newton hat er keine Fangspinne und somit mehr "echte Öffnung". Der Farbfehler ist - ganz allgemein gesagt - je größer, umso weniger Brennweite das Teleskop im Verhältnis zur Öffnung hat.

Aber irgendwie trittst du auf der Stelle. Ein 102mm- Refraktor als Weiterentwicklung zu einem 114mm- Newton? Und auch deine anderen Überlegungen sind so, als würdest du einen 75 PS Wagen gegen einen 78 PS Wagen eintauschen.
 
Hallo Rolf,

also bei Widefield-Teleskopen und wenn es um wirklich kleine Geräte geht, finde ich ja auch die modernen EDs attraktiv, aber:
Im Gegensatz zu einem Newton hat er keine Fangspinne und somit mehr "echte Öffnung".
Meine Güte, ist dass ein unmöglicher Spruch! Öffnung bezogen auf Durchmesser und Auflösung geht dem Newton weder durch Fangspiegelspinne noch durch Mittenabschattung verloren. Die bleibt also echt. Und über Kontrastdurchmesser kann man sich zwar unterhalten, aber wenn man dazu einen echten Ratschlag zur Entscheidungsfindung geben will, sollte das wohl anders ausschauen. Zumal bei kompakten Geräten andere Dinge zählen.

Wenn man aber mit dem Refraktor gleich den Achromaten anspricht, wie Du es mit dem Farbfehler tust, dann ist es Augenwischerei so zu tun, als wäre der Farbfehler zwar schlecht, aber Fangspiegel und Spinne würden ja Öffnung reduzieren. Der Farbfehler langt ordentlich hin und kostet mächtig Kontrast. Dass es bei schnellen Achromaten mehr ist, als bei moderatem Fangspiegel beim Newton ist schon öfters gezeigt worden.

Was von Enthe kommt finde ich bislang überhaupt nicht zielführend.
Wenn ich mal zusammenfassen darf: Ein 114/900 hat schon eine ordentliche Leistung und der 127er Mak hat kaum mehr an Öffnung. Der ist nur kompakter. Ob der Elektronikkram soviel mehr an Bedienkomfort bietet? Ich bezweifle das immer wieder. Jedenfalls für ein lächerliches halbes Zoll Öffnung einen solchen finanziellen Aufwand zu betreiben ist wenig sinnvoll.

Und wie sieht es mit der Kompaktheit aus?
Nun, der Mak ist kompakt. Aber es ist auch ein Gerät mit langer Brennweite, kleinem Öffnungsverhältnis. Damit kann man sich Mond und Planeten anschauen - dazu brauche ich aber keinen dunklen Urlaubshimmel, die sehe ich von einem Standort daheim mit lokal günstigem Seeing ("Wiese") auch gut. Dafür nun ein so teures Gerät? Und ist das Ding wirklich so kompakt? Wie wird es denn aufgestellt? Auch mit einem Stativ?
Ein wirkliches Kompaktgerät das unterwegs auch Deepsky und ggf. mehr zeigt wäre ein kleiner Refraktor, am liebsten ein ED - leider teuer, auf einem sehr stabilen Fotostativ das anstelle der üblichen Neiger eine azimutale Montierung wie eine Giro-Mini oder ähnliche "Nachbauten" trägt.
Aber so ein Gerät in kompakt hat dann eher 80mm Öffnung, 100mm sind so kaum noch montierbar. Also ist da wieder kein Fortschritt zu erwarten.

Nun kann ich ja lustig alles an Vorschlägen auseinandernehmen und selber keine Lösung haben. Ist aber nicht so. Wäre Transport kein Thema, würde ich ja auf den Standard 8" Dobson setzen. Aber da Transport gefragt ist, meine ich, dass es ein 6" Newton sein sollte. Das kann der übliche 150/750 sein. Dazu eine Rockerbox, die kompakt ist. Da gibt es ja die "Rockerbox Alpha". Auf dem folgend verlinkten Bild steckt ein 150/900 Newton drin. Wenn der nicht kompakt genug ist, dann kann der 150/750 der wesentliche Schritt sein.
http://www.vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/rb_alpha_transport_gro_.jpg

Die Entscheidung zwischen 150/750 und 150/900 will überlegt sein. Der längere Newton ist weniger Kritisch bezüglich Okularen und Justage, zeigt aber die größeren Himmelsausschnitte. Will man das Gerät mit niedrigem Hocker ("Angelkiepe") benutzen, macht das Plus an Einblickhöhe des 150/900 aber auf jeden Fall viel aus. Für den 150/750 braucht man auf jeden Fall einen Sockel ("Bierkiste"). Auf jeden Fall sollte man ein solches Gerät mit 2" Okularanschluss wählen, es sei denn man will unbedingt eine besonders gute Leistung bei der Planeten- und Mondbeobachtung. Aber dies zwingt einen ohnehin mehr zum 150/900 und außerdem ist ein Planetenteleskop in Kompakt immer auch ein bezüglich der Leistung (etwas) eingeschränktes Gerät. Alles eine Frage der Konsequenz.

Optisch jedenfalls sind beide Varianten dem 127er Mak und dem 114er Newton deutlich überlegen und sie bieten eben auch für den Urlaub unter gutem Himmel große Gesichtsfelder und helle Bilder um die Mindestvergrößerung herum. Beim 127er Mak ist die Minimalvergrößerung praktisch nicht erreichbar und man steigt gleich im mittleren Vergrößerungsbereich ein. Allein dadurch macht schon das Suchen keinen Spaß und durch die faktische Begrenzung auf 1,25" Okulare bzw. den Effekt, dass nur wenig mehr Himmelsausschnitt in 2" Okularen nutzbar ist, weil deren Feld nicht voll beleuchtet wird, ist die Sucherei nochmals eingeschränkt. Große Objekte wirken so auch gar nicht.

Meiner Meinung nach sollte man also besser schauen, wie man einen vielseitigeren Newton, der mit f/6 ja auch angenehm unkritisch in vielerlei Hinsicht ist, transportabel bekommt. Im Budget ist das drin. Lediglich der Elektronikkram fällt flach. Aber da im Budget eigentlich auch Geld für ein nettes (wenn auch bei weitem nicht High-End) Übersichtsokular ist, kann man ein völlig neues Such-Erfolgs-Erlebnis erwarten. Da lässt man die Elektronik in der hintersten Ecke des Gedächtnis zurück.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

Auflösungsvermögen geht durch Abschattung natürlich nicht verloren, sehr wohl aber Lichtsammelvermögen und Kontrast! Dass man diesen Kontrastverlust auch durch Farbfehler hat steht außer Frage. Deshalb habe ich in Bezug auf Refraktoren ja auch geschrieben "allgemein gesagt". Ich denke also schon, dass man meine Worte so stehenlassen kann.
 
Hallo Rolf,

wenn Du selbst schreibst, ein Refraktor bringt keinen Fortschritt, warum dann erstmal diese Verunsicherungsnummer?

Clear Skies
Sven
 
Hallo nochmal,

Sven, das ist doch keine Verunsicherungsnummer. Der Fragesteller hat sich nach verschiedenen Systemen erkundigt und sich überlegt, ob ein Refraktor eine Alternative wäre. Und er hat irgendetwas von "Farbfehlern" gehört. Alles, was ich wollte, war, einige Grundinformationen zu liefern. Das waren nun keine Facharbeiten über Refraktorysteme etc. Aber der grundlegende Hinweis

--> Newton bedeutet Abschattung = Reduzierung der realen Öffnung und somit der Kontrastleistung durch Hindernisse im Strahlengang

--> Refraktor bedeutet Farbfehler grundsätzlich in Abhängigkeit von Brennweite (wobei verschiedene Linsensysteme außer Acht gelassen wurden)

war sicher kein Fehler und ist so auch in der Sache richtig.

Ich selbst bin bekennender Fan von Newtonteleskopen, da sie meiner Meinung nach ein Maximum an Optik für das investierte Geld liefern. Wenn jedoch jemand sagt, er setzt sich in Bezug auf die Größe des Teleskops eine Obergrenze (Treppenhaus, Urlaub usw.), dann ist ein Refraktor meiner Ansicht nach eine Überlegung wert, WENN genügend Geld vorhanden ist, sich ein entsprechend farbreines System anzuschaffen. Tatsache ist nunmal, dass ein Refraktor mit einer Öffnung von beispielsweise 150mm mehr zeigt als ein Newton mit 150mm, vorausgesetzt Farbfehler schlagen nicht allzusehr zu buche. Dann liefern eben mehr reale Öffnung und keine Hindernisse im Strahlengang ein helleres/kontrastreicheres Bild.

Das sind nun nicht mehr als einige Grundregeln. Aber dieses Basiswissen schien mir doch angebracht. Natürlich kann man jetzt darüber philosophieren, dass ein guter Newton eben doch mehr zeigt als ein schlechter Refraktor. Das habe ich auch nie bestritten und entsprechende Threads finden sich hier im Forum ja zu genüge. Diese Eulen müssen wir nicht nach Athen tragen.

Was ich ehrlich gesagt nicht beachtet habe, war die Obergrenze von 500 Euro. Ohne jetz ein Refraktorexperte zu sein meine ich, dass es schwer wird, dafür ein entsprechendes Linsensystem zu bekommen, welches effektiv mehr zeigt als das bestehende Spiegelsystem. Mein erster Tipp in dieser Sache war daher ja auch ein Newton mit deutlich mehr Öffnung, und für mich beginnt die nächste Größenklasse bei 200mm. Alles andere ist wie der Fortschritt von 75 PS auf 78 PS. Man merkt es, aber nennenswert ist es irgendwie nicht.



 
Hallo Enthe,

ich habe letzte Woche höcht erfreuliche Beobachtungen mit einem 6" F/6 Dobson machen können.
Es ist der GSO den Sven weiter vorne verlinkt hat, allerdings inzwischen etwas getuned. Der Hauptspiegel ist sehr gut und ich habe einen etwas kleineren FS eingebaut, auch ein paar andere Kleinigkeiten.
Jedenfalls stand er neben einem ebenfalls sehr guten 8" F/6 Dobson auf GSO-Basis und wir hatten wirklich gute Beobachtungen.

Du hast einen 114/900er Newton (hatte ich auch jahrelang).
Ein Mak oder ein im Budgel liegendes Linsenfernrohr bringen Dich NICHT weiter.
Ein 150/900er Newton-Teleskop ist ein deutlicher, sehr lohnender, als Dobson zum Budget passender Öffnungssprung (Selbstbau spart nochmal Geld). Das gilt schon von der Stange, also ohne Tuning, aber man kann eben noch sehr viel herausholen, wenn man kann.
Allein die Justage macht da sehr viel aus und man hat eben beim Newton die Möglichkeit, das selbst sehr einfach und genau zu bewerkstelligen. Thermische und mechanische Beherrschung sowie Maßnahmen zum Streulichtschutz und auch die Wahl der pasenden Okulare schließen sich an.
Dies um so mehr, wenn Du auf F/5, also auf 750 mm Brennweite runter gehst, um kompaktere Abmaße zu erhalten.

Mein Umbau macht den Newton übrigens auch kompakt, ist ein Schiebetubus und damit sogar binotauglich ohne GWK.
Dafür ist er schwerer und man muss sich für solche Umbauten natürlich auch mit Programmen wie "MyNewton" oder "Newt.win" auseinander setzen, Material und Werkzeug, sowie etwas handwerkliches Geschick mitbringen.
Nötig ist das nicht, um deutlich mehr zu sehen, als mit einem 114/900er:

Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/kopievonhptubus%20004.jpg
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/689101/Searchpage/1/Main/115150/Words/Newton+konsequent/Search/true/Re_Newton_konsequent#Post689101

Gut ist das, wenn man erleben will, was 150 mm Öffnung tatsächlich zeigen können.

Gruß
*entfernt*

PS: Ach ja, ich sollte noch erwähnen, dass der Umbau und das Tuning des Newton noch Mal gute 200 € verschlungen hat (reine Materialkosten und viel Selbstbau), da gibts dann schon einen 10" Dobs von der Stange fürs gleiche Geld. :/
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Abend/Nacht.

Entschuldigung, dass ich erst jetzt schreibe musste ein paar Taler für das TSkop verdienen.

Es sind ein paar Tage ins Land gegangen, habe mich mit einem Arbeitskollegen (erst vor kurzen erfahren, dass er auch den Sternen verfallen ist) unterhalten. Habe ihm meine Problematik erklärt, er hat mich auf die Idee gebracht, dass ich ja schon ein transportables TSkop habe. Nämlich mein 114/900 mm, dazu noch eine andere kleine rockerbox und ich kann überall gucken (Urlaub usw.). Später bekommt meine Tochter das TSkop.

Ich möchte trotzdem ein neues TSkop für den Berliner Hinterhof haben. Alle geben mir die Empfehlung ein Dobson zu holen, also werde ich mir ein Dobson holen. Ich habe an ein 10" gedacht. Die Sache mit dem aus dem 4 Stock tragen, löse ich einfach dadurch, dass ich das TSkop im Keller lagere (er ist zum Glück trocken). Meine beiden Favoriten, was meint Ihr?

http://www.teleskop-express.de/shop...m---Deluxe---mit-Friktionslagerung---10-.html

oder

http://www.fernrohrmarkt.de/product....html&XTCsid=42221cba95c87569c54dfa77027e2527

Die ersten Monate werden ich mit der Grundausstattung schauen, damit das Loch im Sparschwein wieder heilt und dann werde ich weitere Okulare und Zubehör kaufen

Danke für eure Hilfe und Tipps für die TSkop Findung und sorry wenn ich Probleme bereitet habe.


LG
 
Hallo Enthe.

Um die Wahl zwischen beiden Teleskopen ging es dieser Tage auch mehr über weniger über 3 Seiten Text in einem Beitrag im Nachbarforum. Da es Dich interessieren könnte, Dich durch diese Seiten zu buddeln, anbei der Link, hier.


Der Unterschied, der zweifelsohne und nachprüfbar zwischen beiden Geräten besteht, sind die verschiedenen Lagerungen.
Das Höhenlager vom Galaxy arbeitet mit Friktionsfedern, dass Höhenlager vom GSO Deluxe mit dem auf den Produktfotos zu sehenden, anderen Friktionssystem.
Das Azimuthlager beim Galaxy ist ein Teflonlager. Beim GSO Deluxe ist standardmäßig ein Rollenlager eingebaut. Es ist einzeln für 60€ erhältlich und kann vor dem Kauf des Dobson gegen ein Teflonlager eingetauscht werden, falls einem das Design des Rollenlagers nicht gefallen sollte.

Ein weiterer Unterschied ist, dass der Galaxy Dobson über 100 Euro mehr kostet. Dafür liegt ein weiteres Erfle-Okular in 15mm Brennweite beim Angebot dabei, welches für circa 40€ erhältlich ist.
Beim Galaxy ist ein einfaches Justierokular enthalten, eine Justierkappe zum GSO Deluxe gibt es für circa 3 Euro zu kaufen.

Hingegen anfänglichen Behauptungen/Vermutungen ist die Verspiegelung an beiden Geräten wohl gleich, ein 94 prozentiges EAL-Coating.
Ein letzter Unteschied zwischen beiden könnte bestehen, der eventuell in der Überprüfung der Spiegelqualität durch den Händler liegt. Um dieses letzte unterscheidende Thema zwischen beiden Angeboten geht es auch im oben verlinkten Beitrag des Nachbarforum (ich bin da kepheus).
Ob die Unteschiede durch die Qualitätskontrolle sichtbar sind - falls überhaupt vorhanden - entzieht sich meiner Kenntnis.

Ich selbst habe mich für den GSO Deluxe in 10" entschieden, bin mit der optischen Qualität zufrieden. Auch Rollenlager und Höhenlager sagen mir zu. Es gibt einige Berichte über negative Erfahrungen, die Leute mit dem Rollenlager gemacht haben. Die persönlichen Empfindungen sind halt verschieden. An dieser Stelle möchte ich aber darauf hinweisen, dass die neuen Rollenlagerversionen die eigentlichen Rollen zwischen zwei Metallplatten lagern - das war wohl früher nicht der Fall.
Das war nu halt mein persönliches bla-bla. Ein Sternfreund mit mehr Erfahrung, Vergleichswerten und mehr Anspruch würde vielleicht eine andere optische Qualität anstreben wollen. Ich wollte lediglich zum Ausdruck bringen, dass einem Einsteiger wie mir die gebotene Qualität reicht, frei nach dem Motto "wer die S-Klasse nicht kennt, wird die C-Klasse für ein Auto halten, dass alle Wünsche erfüllt".
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

hm, also die 10" Geschichte - da steht ja f/5 drauf. Ich denke das ist einerseits auch schwer zu umgehen, da man f/5 halt quer auf die Rückbank bekommt, f/6 hingegen nicht. Jedenfalls bei dem was gemeinhin unter Auto versteht. (Mag für dich nicht der wesentliche Punkt sein, aber für den Markt im allgemeinen.)

Aber ich warne gerne davor, das komplette Sparschwein für ein Teleskop auf den Kopp zu hauen, für das man wirklich schon Okulare aussuchen muss, um es vernünftig nutzen zu können. Was nützt es, ein tolles Teleskop da stehen zu haben und mit Plastiklinsern anstelle von Okularen zu arbeiten, bis man nach einem Jahr das erste Okular kauft und nach drei Jahren das erste mal vermutet (kurzfristig), man hätte so eine Art "Basis an Okularen".
Wenn es hingegen nur gilt, so 3 Monate zu überbrücken, kann man sich die vielleicht auch noch gedulden, bis man zu den beiden Spiegeln noch ein paar paar Linsen hinzubekommt.

Immerhin, die Pakete enthalten ja scheinbar zwei bis drei Okulare, darunter schon ein 2" Übersichtsokular, so dass der Start prinzipiell abgesichert ist. Nur bin ich da wiederum der Meinung, dass bei f/5 die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass diese Okulare bald ausrangiert werden. Freut sich hoffentlich ein Sternfreund drüber, zu dessen Teleskop sie besser passen und dem ihr Neupreis weh getan hätte.

Clear Skies
Sven
 
Hallo,

die Sache mit den Okularen kann ich nur unterstreichen. Meiner Meinung nach kommst du keinesfalls um ein gutes Übersichtsokular herum. Bei einer Teleskopbrennweite von 1250mm erreichst du mit einem 32mm-Okular eine rund 40fache Vergrößerung und eine Austrittspupille von etwas mehr als 6mm.

Sprich ein Okular, mit dem du sehr schön Gasnebel, Sternhaufen und größere Galaxien beobachten kannst. Und vor allem ein Okular, welches du gerade bei einem Dobson oft zum Aufsuchen von Objekten verwenden wirst! Und da wird/sollte die Wahl schon aufgrund des größeren Gesichtsfeldes auf 2" fallen!

Nun ist es beim Aufsuchen sicher weniger relevant, ob die Sterne außerhalb des Zentrums noch Sterne sind oder eher Striche. Für das Beobachten der genannten Objekte macht das sehr wohl einen Unterschied. Während ich bei meinen f/6-Newton hier mit Standardokularen der 100-Euro-Klasse noch Sterne sehe, ist das bei meinem f/5-Newton nicht mehr der Fall. Hier sollte es dann schon ein "richtiges" Okular sein und da sprechen wir von gut und gerne mal 300 bis 400 Euro.

Persönlich mus sich allerdings auch sagen, dass ich im Bereich unter 32mm an meinem f/5-Dobson auch mit "Standardokularen" arbeite - sprich im Preissegment unter 100 Euro. Da würde ich mich zu der Behauptung hinreißen lassen, dass du mit steigender Vergrößerung und somit mit kleiner werdendem Gesichtsfeld auch mit billigeren Okularen wenig beeinträchtigt bist. Ich weiß, dem Sven werden sich bei diesem Satz die Nackenhaare stellen und er wird mir widersprechen. Aber aus meiner Erfahrung geb ich das einfach mal so weiter.

Fazit: Lass genug Geld übrig für ein richtig gutes Übersichtsokular im Bereich von locker mal 300 Euro. Trau dich aber auch, mal mit einem 60 Euro-Okular zu beobachten!

 
Nabend.

Wenn Du auch auf lange Sicht nicht allzu viel Geld ausgeben möchtest, dann kaufe Dir lieber ein f/6 Gerät, dass auch günstige Okulare verträgt, als ein f/5 Gerät, an dem günstige Okulare dann lediglich begrenzt Spass bringen.

Die beiden mitgelieferten Okulare vom GSO Deluxe (f/5) habe ich hier im Forum vor der ersten Benutzung verkauft und -wie Sven auch schrieb- freuten sich dann Sternfreunde über 2 neue Okulare zum halben Neupreis. Der Händler freute sich über den Verkauf. Ich freute mich darüber, dass mir der private Verkauf mehr Geld gebracht hat als ein Eintausch beim Händler - alle zufrieden.


Zitat von Rolf_Stoekler:
Persönlich muss ich allerdings auch sagen, dass ich im Bereich unter 32mm an meinem f/5-Dobson auch mit "Standardokularen" arbeite - sprich im Preissegment unter 100 Euro.

Ich kann es mir mal wieder nicht verkneifen, aber diese Aussage über ein "80 Euro Okular" ist relativ. auch wenn ich genau weiss, was Du damit meinst.
Ich beobachte unter 30mm auch mit einem "80€ Okular". Nur hätte dieses, in Europa gekauft, einen Preis von 180€ gehabt, hätte ich es nicht in den USA bestellt, wo Astrozubehör weitaus weniger kostet (mittlerweile würde der Euro/Dollar-Kurs für das Speers Waler jedoch 100€ verlangen).


Zitat von Rolf_Stoekler:
Fazit: Lass genug Geld übrig für ein richtig gutes Übersichtsokular im Bereich von locker mal 300 Euro. Trau dich aber auch, mal mit einem 60 Euro-Okular zu beobachten!

Da habe ich sogar eines für 75€ im Einsatz (würde in Europa 160€ kosten), welches in Ordnung ist.
Auf lange lange Sicht werde ich es mal irgendwann durch ein richtig gutes Übersichtsokular ersetzen, wenn ich mich zu der hohen Ausgabe hinreißen lassen kann.
Das von mir benutzte Okular sollte einen Vergleich zu einem "richtig guten" wohl besser nicht antreten. Will nur anmerken, dass es auch bei der Übersicht sogar bei f/5 nicht direkt ein sehr teures Okular sein muss, wenn man sich mit schlechterer, aber vertretbarer Leistung zufrieden geben kann.

Fazit:
Wenn Du nicht allzu viel Geld ausgeben möchtest oder einen geldschonenden Direkteinkauf in den USA scheust, dann kaufe Dir lieber einen 8" f/6 mit guter Abbildungsleistung der Okulare.
Für 500€ wird es aber auch beim Einkauf in Amerika knapp, denn wie gesagt ist der Wechselkurs "ungünstiger" geworden und eine Bestellung macht auf Grund der Transaktionskosten wohl nur Sinn, wenn man eine größere Menge an Zubehör bestellt.
Ich selbst hätte mich in dem Falle auch gegen den f/5 und für den f/6 entschieden!
 
ABend/MOrgen

Verstehe ich das richtig.

Ihr empfehlt mir ein 200/1200(f6) Dobson zu holen um Geld zu sparen, um es dann in Okulare zu stecken?

Also könnte ich mir ein Skywathcer Fletube holen + Okulare und komme dann auf meine 500 bis 600 EUR, dadurch habe ich ein gutes Gerät + Zubehör.

OK, ich dachte in der Stadt sei es besser, wenn man etwas mehr Öffnung hat. Aber es stimmt schon, was nützt die Öffnung, wenn die Okulare bescheiden sind.

Jetzt gehe ich erstmal ins Bett.
 
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