Welche 10" Spiegelzelle für Rob Royce Spiegel?

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Terrorernie

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Hallo,

nachdem ich mir nun bei Rob Royce meinen 10" Spiegel bestellt habe ( :biggrin:), rückt die Frage nach der passenden Spiegelzelle näher.

Nach viel Recherche und auch Tipps hier aus dem Forum stehe ich vor der Wahl:

http://www.opticalsupports.com/mirror_cells.html

oder

http://astronomy-mall.com/regular/products/cpt/index.shtml


Hat jemand von Euch Erfahrung/Anmerkungen zu den beiden Spiegelzellen?

Welche ist besser für einen konischen Spiegel 10" f4,5 geeignet - was denkt Ihr?

Mein Favorit zurzeit wäre der obere, vor allem auch wegen der integrierten (optionalen) Lüftereinheit.

Ich freue mich über jeden Tipp!!

Danke,
Gruß
Ernie
 
hmm... Also bleibt nur: raten :-)
 
Hi Ernie,

schau doch mal die Zellen passend für konische Spiegel von
COMPACT PRECISION TELESCOPES an, die empfiehlt Royce jedenfalls.

CS Mike
 
Hi Mike,

klar - die sind ja die von meinem unteren Link!

Ich dachte nur, ob vielleicht jemand Erfahrung mit der einen oder anderen Zelle in Verbindung mit einem konischen Spiegel hat...

Von der Festigkeit sieht die von Compact Precision gut aus, aber die von OpticalSupport scheint mir leichter bzw. luftiger (Auskühlung) zu sein.

Gruß
Ernie
 
Hi Ernie,

der Clou der konischen Spiegel mit ihrer zentrischen Schraube ist ja,
dass du keine Spiegelzelle brauchst. Du musst nur die Aufnahmeplatte justierbar machen.

Tschüssi
Michael
 
Das stimmt - aber dafür bin ich zu blöde und nehme lieber etwas stabiles, bewehrtes aus professioneller Fertigung.

So minimiere ich die DAU Fehler :-) und kann es immer auf andere schieben, wenn mein Scope schei..e wird :totlach:

Gruß
Ernie

Sp: ich habe mich für die tolle Spiegelaufnahme (ich nenn' das dann mal nicht Spiegelzelle) von OpticalSupports entschieden. Demnächst dann dazu mehr.
 
Da hätte es ja ein Spiegel von einem anderen Hersteller für weniger Kohle auch getan?

Tschüss Micha
 
Zitat von Michasplanet:
der Clou der konischen Spiegel mit ihrer zentrischen Schraube ist ja, dass du keine Spiegelzelle brauchst.
Richtig, Michael, aber warum denn einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Zitat von Michasplanet:
Du musst nur die Aufnahmeplatte justierbar machen.
Ich justiere da gar nichts. Das wurde beim ersten Zusammenbau einmal mit Laser eingestellt, und fertig! Allerdings brauche ich auch keinen Lüfter, der bei einer weitgehend geschlossenen Spiegelzelle erforderlich ist, um den Spiegel zu temperieren, und damit die Teile bei feuchter Witterung nicht zutauen bzw. Reif ansetzen.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Bin begeistert, Michael, und erwarte mit Spannung die Fertigstellung! Wenn Du erlaubst: (1) Aus welchem Material ist das Trägerrohr und welchen Querschnitt hat es? (2) Arbeitest Du mit Projektions-Okular oder mit Barlow bzw. FFC? (3) Der Dachfirst schaut offenbar nach SSO? (4) Klasse Montierung! (5) Schön, dass Du uns diesen frühen Anblick gewährst!

Dank und Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

auf dem Foto ist ein 8" f/5-Prototyp auf einer AP 900 zu sehen, in gleicher Weise
habe ich noch einen 12.5" f/4.5 mit einem Pegasus-Spiegel konstruiert. Foto dazu folgt noch.

Das Trägerrohr des 8"er ist ein Alu-Rechteckrohr mit 3 mm Wandstärke und den
Maßen 40 x 20 mm. Ich wollte erst ein Stahlrohr verwenden, war in diesem Fall aber nicht nötig.
Nach der erfolgten Grundjustage, habe ich bislang kaum etwas nachjustieren müssen (ca. 12 Wochen).
Allerdings ist das eine simple Ringfassung, in der der Spiegel locker liegt, sich aber in
keiner Weise bewegen kann. Die vorher verwendete 9-Punkt Spiegelzelle war ein echtes Problem,
das kaum in den Griff zu bekommen war (ständige Nachjustage). Mit dem Royce-Spiegel und dem Verzicht
einer Spiegelzelle, sehe ich das bei dem zukünftigen 10"er völlig unproblematisch.

Die Kamera (abwechselnd Basler ACE oder PG Chameleon) sitzt in einer ClickLock-Klemme und hat
eine 2.8x Klee-Barlow vorgeschaltet. Blickrichtung ist SSO - hier oben läuft nur der Testbetrieb,
der überstehende Dachfirst sorgt für ungünstige Seeingbedingungen. Wenn es ein wenig wärmer,
beständiger und trockener wird, schleppe ich den Aufbau nach unten ins Freie.

Danke Jan - für deine schöne Vorgabe und die dadurch ausgelöste Inspiration
sowie deinen zahlreichen und interessanten Abhandlungen.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Michael,

vielen Dank für Deine anerkennenden Worte zu der "Vorlage". Da möchte ich meinerseits gerne zurückverweisen auf diejenigen, die mich selbst in dieser Richtung inspiriert haben. Das war und ist in besonderer Weise Dr. Henry E. Paul mit seinem kleinen aber inhaltsreichen Buch "Telescopes For Stargazing" aus dem AMPHOTO Verlag, Erstausgabe 1966, das ich in einer Ausgabe (3. Auflage) von 1976 besitze. Dort findet man u.a. diesen offenen Newton mit 10" Spiegel und einer "Pasadena" Montierung von G. L. McFarland (Herstellungsdatum unbekannt) - ganz aus Holz!

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/110216_4133_060sS.jpg

Dank für die Mitteilung der angefragten Daten! Willst Du auch die Klee-Barlow okularseitig kürzen, damit Du mit der vorgesehenen Fokalebene auf den Kamerachip kommst? Mir scheint Dein Kameratubus für einen f/5 Spiegel schon etwas lang auf dem Foto. Der wird mit seiner engen Frontöffnung möglicherweise schon vignettieren. Aluminium als Trägermaterial ist sicher etwas leichter als Stahl, hat aber andererseits auch mehr als die doppelte Wärmeausdehnung. Ich hatte auch schon mal an Holz gedacht - sie Abbildung - bin aber unsicher, ob sich das nicht durch Witterungseinflüsse im Laufe der Zeit verzieht. Ansonsten ist Holz ein hervorragend geeigneter Baustoff. Meinen ersten Faltrefraktor hatte ich auch auf Holz gebaut.

Ich wünsche Dir weiterhin einen guten Fortgang Deiner Instrumentenentwicklung und freue mich auf weitere Fortschrittsberichte.

Gruß, Jan
 
Hi Ernie,

da Du einen fotografischen Newton am bauen bist würde ich an Deiner Stelle die Zelle von optical supports nehmen. Hatte ich auch für meinen 12.5" conical vor, dann aber doch selbst aus CFK gebaut. Der Preis ist aus meiner Sicht völlig in Ordnung.


@Jan, du bist Planetenspezialist und arbeitest mit sehr kleinem Chip und ohne Komakorrektor. Einen fotografischn Newton für DSLR oder CCD auszulegen ohne die Möglichkeit
die Komponeten gegeneinander justieren zu können wäre ein fataler Konstruktionsfehler.

@Ernie, dann kaufe Dir auch gleich ordentliches Justagewerkzeug. Catseye Tools.


Grüße

Richard
 
Zitat von richy:
@Jan, du bist Planetenspezialist und arbeitest mit sehr kleinem Chip und ohne Komakorrektor. Einen fotografischn Newton für DSLR oder CCD auszulegen ohne die Möglichkeit
die Komponeten gegeneinander justieren zu können wäre ein fataler Konstruktionsfehler.

Moin Richard,

ohne Komakorrektor ist nicht richtig - auch Jan verwendet eine komakompensierende Barlow.

Ein Royce kann ja durchaus justierbar eingesetzt werden, braucht aber dafür keine Spiegelzelle der üblichen Art.

Viele Grüße
Micha
 
Vielen Dank Euch allen für die Unterstützung!

Ich habe gerade bei Curt von Optical Supports die Spiegelaufnahme bestellt!


Nochmals Danke für Eure Hilfe,

Gruß
Ernie
 
Hallo Micha,

ich hab einen 12,5" Royce Spiegel. Natürlich braucht es keine Spiegelzelle im üblichen Sinne. Also keine Auflagepunkte etc. Aber eine justierbare Platte worauf der Spiegel mit seinem Haltebolzen verschraubt ist braucht man genau so.

Ich hab meine aus CFK selbst gebaut. Die von Ernie angesprochene ist ja auch nur eine justierbare Platte.

Grüße

Richard
 
Hallo Micha,

Du liebst doch auch Sprüche! Wie ging DER nochmal: "Justieren geht über Studieren" - oder so ähnlich ...

Gruß, Jan

P.S.
- Nein, im Ernst, ich fürchte, dass die Spiegelzelle selbst eine mechanische Schwachstelle darstellt, die eine entsprechende Justierungsmöglichkeit erforderlich macht. Oft sind auch Sicherheitseinrichtungen ihr eigenes Problem, und Dein Spruch - der unter dem Strich - weist in dieselbe Richtung.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Richard,

ich halte das Teil für viel zu überdimensioniert und auch teuer, da gibts einfachere Lösungen, gerade wenn man selbst baut
(B. Royce hatte mal einige Beispielbildchen auf seiner Seite, leider sind sie nicht mehr vorhanden).

Es bleibt ja letztendlich jedem selbst überlassen wie er das macht - ich finde es nur schade,
dass gerade dieses besondere Konstruktionsmerkmal nicht effektiv genutzt wird.

Viele Grüße
Michael
 
Hallo Jan,

da könnte ich noch diesen bieten:

Wir ändern morgen, wir ändern heut,
wir ändern wütend und erfreut,
wir ändern, ohne zu verzagen,
an allen sieben Wochentagen,
wir ändern teils aus purer Lust,
mit Vorsatz teils, teils unbewußt,
wir ändern gut und auch bedingt,
weil Ändern immer Arbeit bringt!

"andern" kann man ja auch in "justieren" ändern ;-)

Viele Grüße
Micha
 
Michael,

der Grund warum ich mir einen konischen Spiegel besorgen will ist:

- Gewichtsreduzierung (!!)
- einfache, feste Montage ohne Spiegelclips oder kleben etc.
- schnelleres auskühlen da weniger Masse

Alle anderen Eigenschaften sind vielleicht da, aber für mich keine "Benefits", bringen mir also primär ersteinmal nichts.

Jetzt also die Frage: wie den Spiegel mit meinem Tubus verschrauben... Klar - selber machen... aber warum???

Die Zellen von Optical Supports sind auch für die konischen Spiegel von Robert Royce ausgelegt, dafür also vorgesehen. Zusätzlich sind sie sehr offen, was mir, wie oben erwähnt, mit am wichtigsten ist, außerdem ist sie präzise (besser als ich das selber bauen könnte) und leicht.

Ich verstehe nicht ganz, was Du mit "Kontruktionsmerkmal effektiv nutzen" meinst?!


Gruß
Ernie


 
Hi Ernie,

mit "Konstruktionsmerkmal" meine ich die zentrale Schraube bei den Royce-Spiegeln. Du kannst dir so einen Spiegelträger
selbst zeichnen und z.B. per Wasserstrahl passgenau schneiden lassen. So sparst du noch mehr Gewicht,
hast eine feste Montage und wenig Material, das lange Auskühlzeiten braucht.

Viele Grüße
Michael
 
...daran scheitert es: ich habe von sowas keine Ahnung und greife lieber auf bewährtes, kommerzielles zurück.

Ich glaube, weniger Material als an der Zelle von Optical Support bei entsprechender Festigkeit bekommt man eh nur schwer und mit viel Aufwand hin.

Und solche coolen Teleskope wie Du sie baust sind nicht mein Ding.

Trotzdem Danke!!

Gruß
Ernie
 
Hi Ernie,

schön, dass du überhaupt einen Selbstbau angehst. Ein Weg, der einem eine Menge Erfahrungen vermittelt.
Für dein Vorhaben wünsche ich dir gutes Gelingen. Nach Fertigstellung würden wir uns freuen, dein Teleskop
hier einmal zu sehen.

Viele Grüße
Michael
 
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