Argl … Wieder mal kaufen und dann fragen …. :mauer:
Vieles steht ja schon über mir und ich sehe es ähnlich.
1. Die Kamera. Nikon is schon ok, aber falls sie speziell für Astrofotographie ist, würde ich sofern noch möglich gegen eine Canon tauschen. Die sind nun mal der defacto Standard, es gibt Zubehör und Umbaumöglichkeiten. Dieser Umbau ist nämlich dringend nötig, weil die IR-FIlter praktisch aller Freizeitknipsen viel zu brutal sind und wertvolle Teile des Farbspektrums wegschneiden. Am Anfang geht's auch so, aber langfristig kommst Du nicht drumrum und ich weis nicht ob es das für die Nikon gibt.
(Ich persönlich bin inzwischen der Meinung mann sollte die DSLR gleich überspringen, weil irgendwann tut man diesen Schritt sowieso, aber ok da kann man gepflegt streiten).
2. Das Instrument. Hmm naja für den Einstieg so ne Sache. Relativ wenig Öffnung und für Planeten eigentlich nicht tauglich (fotografisch). Installier Dir mal Cartes du Ciel, gibt es für Mac OS X und Windows. Das ist ein Sternkartenprogramm, das Dir auch nach Eingabe diverser Daten anzeigt, welchen Bereich Deine Kamera mit Deinem Teleskop ablichtet, Sowas wie Barlowing bei der Öffnung ist eigentlich nicht drin.
3. Montierung. Ich hab so den Eindruck Du denkst da an ein normales Stativ. Für DeepSky mußt Du aber nachführen, das heißt die Kamera muß dem sich bewegenden Stern folgen, die Drehachse muß exakt paralell zur Erdachse sein. Du brauchst eine paralalktische Montierung, wenn Du ans Fotografieren denkst ist die EQ-5 das Minimum. Unterschätze das nicht, die Montierung ist letztendlich entscheidender als die Optik(!!!), ein Punkt der fast immer übersehen wird. Du kannst aus einer einfachen Kamera an einem Billigteleskop schon was rausholen. Aber selbst eine Optik im 6 stelligen Bereich bringt Dir Null, wenn die Montierung jede Aufnahme verzittert.
Hinzu kommen spezielle Verfahren, wie das Einnorden (Einscheinern) der Montierung. Das will gelernt sein.
4. Sonstige Sachen: Wenn Du über wenige Minuten Belichtungszeit hinausgehst mußt Du in der Regel gulden, also die Lauffehler der Montierung korrigieren, indem Du durch ein Fadenkreuzokular einen Stern verfolgst und immer schön auf dem Faden hälst. 2 Varianten: zweites Teleskop parallel montieren oder einen OffAxisGuider zwischen Deinem Teleskop und der DSLR bauen. Dieser zweigt einen Teil des Lichtes seitlich ab wo dann Dein Nachführokular steckt. Ich würde die OffAxisMethode machen.
Dann brauchst Du noch je nach Objekt diverse Filter, vermutliche eine Verlängerungshülse, ein Fernsteuerkabel für Deine DSLR (zur Not geht auch Hutmethode) und noch diversen Fuzzelkram.
Aaaaber, ganz ehrlich, es klingt für mich so als wärst Du ganz neu in der Astronomie. In dem Fall, steck die Kamera ganz schnelll wieder weg und lerne den Himmel, die schönsten Objekte, die Himmelskoordinaten, etc. erst mal kennen. Dafür braucht es nicht mal Dein Teleskop - ein guter Feldstecher ist für den Anfang wesentlich besser geeignet. Direkt mit der Astrophotographie einzusteigen ist ein Supergau und wird garantiert darin ausarten, daß der Krempel bald im Keller verstaubt. Falls ich mich irre und Du schon beobachtest ignorier den Absatz bitte.
nv