welche Filter für 70/700 FH

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tonabnehmer

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Hallo,

nach den neuen Okularen denke ich nun über die Anschaffung geeigneter Filter für mein 70/700 FH (Lidlsope) nach. Mein Beobachtungsstandort ist der Rand von Berlin mit oft aufgehelltem Himmel und Streulicht.

1) UHC Filter
Macht ein UHC Filter bei den genannten Bedingungen und dem kleinen Lidl Sinn - nicht nur beim M42 sondern auch allgemein zum Abdunkeln des Himmels?

2) Mond und Jupiter
Bei Ajoma steht: Graufilter dämpft die Helligkeit am Mond. Grünfilter steigert dessen Kontrast und ist für schwache Vergrößerungen geeignet. Ausserdem ist Grün gut für die rötlichen Strukturen am Jupiter.
Hmm, sowohl am Mond als auch am Jupiter will ich schon höhere Vergrößerungen erreichen. Soll ich nur den Grünfilter nehmen und sowohl an Jupiter und Mond einsetzen oder nur den Graufilter für den Mond und Jupiter ohne Filter beobachten?

Danke und Grüße,
Marcus
 
Hi,

zu 1) Ja macht er, eventuell ein UHC-S Filter!

zu 2) Nein bei 70mm Öffnung und wenn die Vergrößerung hoch genung ist (AP [0,5mm..1mm], was es bei Planeten/Mond ja sein muss, benötigst du (noch) keinen Filter zu Dämmpfung.

Gruß
Lots
 
Hallo Lots,

danke für Deine Antwort.

zu 1) Was ist denn der Unterschied zwischen UHC und UHC-S?

zu 2) Ich empfand den Mond im Lidl auch bei höherer Vergößerung schon gewöhnungsbedurftig hell. Naja, wenn ich einen gebrauchten Graufilter für eine Hand voll Euro bekomme, kann ich das ja mal testen.

Danke und CS,
Marcus
 
zu 2)
Am 10" Dobson setze ich einen 50% Graufilter und einen 5-35% Polfilter ein.

Am 60/700 Kaufhausrefraktor fühle ich mich ohne Filter eigentlich ebenso stark geblendet, obwohl die Öffnung sehr viel kleiner ist.
Beim Refraktor von Revue war ein einfacher Graufilter bei. Damit wurde ich dann nicht mehr unangenehm geblendet. Am kleinen Refraktor fühlte ich mich bei allen Brennweiten (20,12,6mm) und allen Austrittspupillen (1,7 bis 0,5mm) geblendet.

Im Astrotreff war dieser Tage mal wieder ein Beitrag über Mondfilter, indem man wieder sieht, dass man eigentlich selbst testen muss, ob man einen Filter benötigt und wenn ja wie stark er sein soll.
Die persönlichen Vorlieben gehen von kein Filter bis zu sehr starken Filtern.
 
Hallo,

nochmal zu 1) Ich finde nirgendwo die Unterschiede zwischen UHC, UHC-S und UHC-L.

Im Bieteforum wird grad ein TS UHC-L angeboten und bei Wolfi im Shop gibt es einen "Premium UHC Filter".

Ich bitte um Aufklärung ;-)

Danke und Grüße,
Marcus
 
Hallo Marcus,

an meinem 80er verwende ich einen UHC-Filter von Astronomik und einen UHC/E-Filter. Letzterer ist recht schwach, den kann ich bei einer AP von 1.8mm noch verwenden, bei größerer AP ist der UHC dafür kontrastreicher.

Der UHC ist etwas enger im Bereich des durchlassenden Lichts, als der UHC/E und UHC/S. Das dunkelt mehr ab und erhöht den Kontrast. Braucht aber mehr AP, wie ich finde, als der UHC/E.

An deinem f/10-Refraktor kommst du mit einem 32mm Plössl auf 3.2mm Austrittspupille. Solltest du so eines haben, dann könnte der UHC gute Ergebnisse bringen. Aber bei weniger AP würde ich den UHC/E (Astronomik) empfehlen, vielleicht auch den UHC/S von Baader, den ich aber im Gegensatz zu den beiden anderen nicht kenne.

CS,
Stefan
 
Hi, Marcus...

Ich darf ja nicht...ich soll ja nicht :pfeif:
Da Du womöglich den von mir angebotenen UHC-L meinst,
fasse ich mich auch ganz kurz:

Meiner war (fast) ausschliesslich für das LIDL-Scope... ;)
Allerdings die neue Version (meeeeeeeeeade) mit 70/350, ergo f5.

Die Öffnung ist ja die gleiche und mit den richtigen Okus, wie Stefan erwähnt, kommst Du auch auf die passende AP.


*wieder still bin* :D


Gruß und CS

Der Jan
 
Hallo Marcus,

einen Nachtrag habe ich noch:

Einen Nebelfilter, wie den UHC, UHC/E usw. würde ich nicht zum Abdunklen des Himmels im Allgemeinen nehmen, wie in deinem Eingangspost gefragt. Die Sterne werden ebenfalls abgedunkelt, da nur ein bestimmter Bereich des Lichts vom Filter hindurchgelassen wird (typ. die von den Emissionsnebeln emittierten Lichtwellen). Der Rest wird gekappt, also wird den Sternen (welche ihre gesamte Helligkeit über das gesamte Lichtspektrum erreichen) auch ein Teil ihres Lichts genommen.

CS,
Stefan
 
Hi

Der UHC-E oder UHC/S Filter ist etwas breitbandiger als der UHC und der Lichtdurchlass (Transmission) ist etwas weniger stark, als beim herkömmlichen UHC Filter. Damit kommt also etwas mehr Licht durch un der ist damit für kleinere Öffnungen und kleonere AP besser geeignet.

Gruss
Lots
 
Hallo Marcus,

Hatte im Herbst den Vergleich von UHC 2" und UHC-S 1,25" am 78mm f/8 Refraktor im 12,5mm Okular und an einem 102mm Refraktor. Der Unterschied am Nordamerikanebel war noch sehen (UHC 2") und nicht sehen (UHC-S 1,25"). Der Himmel lag bei rund 4.7mag. Der UHC-S läßt zwar mehr Licht durch, aber der UHC-S hat diesen Vorteil scheinbar durch weniger Kontrast verloren.

Will hier nicht verallgemeinern, aber in diesem Fall war der UHC bei kleiner Öffnung vorn. Weitere Objekte hatte ich an diesem Abend nicht getestet. Hätte ich so nicht erwartet, denn was Lots und Stefan schreiben ist korrekt.

Der UHC-S ist sicher OK. In jedem Fall rate ich Dir zu 2" Filtern, denn wenn es finanziell geht ist einmal richtig kaufen güstiger als zweimal kaufen. Die 2" sind Pflicht für Okulare > 30mm. Gerade dies sind die Okularbrennweiten für die schönen, großen Nebel am Himmel. Wenn Du später einmal auf größere Öffnungen gehst wirst Du dann in den meisten Fällen zum OIII Filter greifen

CS
Dirk

 
Hallo Dirk,

danke für Deinen Beitrag. Ich habe an meinem Lidl nur 1,25" zur Verfügung und wegen der Neupreise einen gebrauchten UHC-L gekauft. Falls mein nächstes Teleskop 2" bietet, werde ich in jedem Fall davon gebrauch machen.

Danke und Grüße,
Marcus
 
Hallo Marcus,

Das nenne ich ein Argument :-)

Wünsche Dir Viel Freude Freude mit dem UHC. Er wird sicher etwas bringen. Gerade bei den plantetarischen.

CS
Dirk
 
Hallo,

heute kam der UHC-L Filter bei mir an und siehe da - der Himmel war seit Wochen wieder für ein paar Stunden klar. Ich habe ihn sogleich am M42 ausprobiert und möchte Feedback geben.

Sofort ist mir aufgefallen, dass der Filter schon ordentlich Sterne schluckt. Das Auffinden war somit etwas schwieriger. Der M42 selbst wirkte verschwaschen und ich hatte arge Probleme scharf zu fokussieren. Die vier Sterne im Trapez konnte ich nicht auflösen. Das war sonst der Punkt, den gesucht und auf den ich fokussiert hatte. Ohne Filter war Scharstellen kein Problem und die vier Sterne im Trapez waren klar zu erkennen. Allerdings hatte ich mit Filter zumindest in einem Moment den Eindruck, als wäre der Nebel im Gesichtsfeld ausgedehnter und "voluminöser" als ohne.

Ich denke hier muss ich einfach das Beobachten lernen. Ich hatte auch den Eindruck, dass mein Lidl vor lauter Kälte mehr gezittert hat als ich ;-)

Danke für die Beratung und viele Grüße,
Marcus
 
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