apintole
Aktives Mitglied
Liebe Astrofotografen,
auch mit Median- und anderen Mittelwertbildungen in den verschiedenen Bildbearbeitungsschritten bleiben ein paar Störpixel in den Aufnahmen übrig, die man am leichtesten mit dem Stempelwerkzeug retouchiert. Ich bin mir in manchen Fällen nicht sicher, ob der Fleck, den ich sehe, von Störpixeln oder von ganz schwachen Sternen herrührt.
Leicht fällt die Entscheidung, worum es sich handelt, bei kurzen und kräftigen Strichspuren. Das sind Teilchenspuren (Cosmic ray impacts). Keine Zweifel habe ich auch bei einzelnen hellen Pixeln oder exakt 2x2 Pixel großen hellen Flecken. Sternabbildungen, die so exakt begrenzt sind, entstehen durch meine Optik nicht. Schwieriger wird es dann bei farbigen Flecken, die größer sind. Flecken, die im Blaukanal 2..3x so stark wie im Rot- und Grünkanal sind, halte ich für Artefakte. (Selbst bei einem O-Stern wie Spica mit B-V-Index -0,23 wäre R:G:B = 170:189:255 nur). Jedoch bei roten Flecken zögere ich. Es könnten ja kühle Sterne sein, die hauptsächlich im Rotkanal erscheinen. Gibt es da Anhaltspunkte, was Abbild eines kühlen und damit i.d.R. lichtschwachen Sterns ist und was ein Artefakt? Bei einem B-V-Index 2,0 wäre R:G:B = 255:174:82, ein solcher Stern also drei mal so "hell" im Rot- wie im Blaukanal. Solche Flecken finden sich in den Aufnahmen. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass so ein Stern auf dem Sensor seine Spuren hinterlässt, denn es gibt sogar so helle, die man mit bloßem Auge wahrnehmen kann (z.B. Gamma CVn mit m >= 4,8).
Natürlich kann man die Frage für spitzfindisch halten. Wenn man nicht weiß, ob ein Fleck weg soll, dann wäre die einfachste Antwort: Lass' ihn drin. Aber bei all der Mühe, die man sich für ein "schönes" Bild gibt, kommt es auf die fünf Minuten auch nicht an, die roten Artefakte zu entfernen. Wenn man halt wüsste, ob es solche sind.
Viele Grüße
Heinrich
auch mit Median- und anderen Mittelwertbildungen in den verschiedenen Bildbearbeitungsschritten bleiben ein paar Störpixel in den Aufnahmen übrig, die man am leichtesten mit dem Stempelwerkzeug retouchiert. Ich bin mir in manchen Fällen nicht sicher, ob der Fleck, den ich sehe, von Störpixeln oder von ganz schwachen Sternen herrührt.
Leicht fällt die Entscheidung, worum es sich handelt, bei kurzen und kräftigen Strichspuren. Das sind Teilchenspuren (Cosmic ray impacts). Keine Zweifel habe ich auch bei einzelnen hellen Pixeln oder exakt 2x2 Pixel großen hellen Flecken. Sternabbildungen, die so exakt begrenzt sind, entstehen durch meine Optik nicht. Schwieriger wird es dann bei farbigen Flecken, die größer sind. Flecken, die im Blaukanal 2..3x so stark wie im Rot- und Grünkanal sind, halte ich für Artefakte. (Selbst bei einem O-Stern wie Spica mit B-V-Index -0,23 wäre R:G:B = 170:189:255 nur). Jedoch bei roten Flecken zögere ich. Es könnten ja kühle Sterne sein, die hauptsächlich im Rotkanal erscheinen. Gibt es da Anhaltspunkte, was Abbild eines kühlen und damit i.d.R. lichtschwachen Sterns ist und was ein Artefakt? Bei einem B-V-Index 2,0 wäre R:G:B = 255:174:82, ein solcher Stern also drei mal so "hell" im Rot- wie im Blaukanal. Solche Flecken finden sich in den Aufnahmen. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass so ein Stern auf dem Sensor seine Spuren hinterlässt, denn es gibt sogar so helle, die man mit bloßem Auge wahrnehmen kann (z.B. Gamma CVn mit m >= 4,8).
Natürlich kann man die Frage für spitzfindisch halten. Wenn man nicht weiß, ob ein Fleck weg soll, dann wäre die einfachste Antwort: Lass' ihn drin. Aber bei all der Mühe, die man sich für ein "schönes" Bild gibt, kommt es auf die fünf Minuten auch nicht an, die roten Artefakte zu entfernen. Wenn man halt wüsste, ob es solche sind.
Viele Grüße
Heinrich