Welche Möglichkeiten habe ich unter Linux für Platesolving

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AstroSchaut

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Hallo zusammen,

Mein Aufnahme Notebook soll endlich Windows frei werden. Bisher habe ich mit Sharpcap und Astrotortilla als Platesolving Lösung und ASCOM gearbeitet. Unter Linux habe ich bereits als Aufnahmesoftware AsiStudio, AstroDmx Capture und Firecapture ausprobiert. Alles mögliche Alternativen, wobei Firecapture wohl seine Vorteil bei Planeten hat.

Was mir fehlt, ist eine Platesolving Lösung unter Linux. Zur Zeit spiele ich mit ASTAP und stoße schon auf erste Probleme. Wie kann ich im TAB "Mount" meine Celestron LCM (seriell verbunden) und Star Discovery AZ SynScan Wifi GoTo dort einbinden. Irgendwo glaube ich gelesen zu haben das ASTAP auch als Aufnahmesoftware benutzt werden kann.

Welche Lösungen gibt es für Linux, später möchte ich evtl. auch Autoguidung versuchen. Vielleicht sollte ich aber einfach warten bis Platesolving im AsiStudio implementiert wird, eine Ankündigung dafür gibt es schon.

lg

Albert
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Albert,

KStars/EKOS läuft unter Linux und ist freeware. Damit hättest du alles, also Planetarium, Teleskopsteuerung, Platesolven, Fokus, Kamerasteuerung, Sequencing und Guiding, unter einem Dach. Das benutzt aber nicht ASCOM sondern INDI.
Bei mir läuft das auf einem Raspi am Teleskop und wird remote über VNC bedient. INDI erlaubt dir aber auch eigene Host-client Verbindungen, sprich Kstars auf deinem Wohnzimmer PC steuert das KStars am Teleskop PC. Das Programm kann noch viel mehr wie Kuppeln steuern oder SQM auslesen...
Das geht jetzt aber hier zu weit.
Evtl ist das ja was für dich.

CS
David
 
Hallo Albert,

Alternativen wären KStars/EKOS in Kombination mit ASTAP.
ASTAP wird in KStars/EKOS hinterlegt, andere Solver sind auch möglich.
Unter KStars/EKOS ist auch ein Pol-Alignment möglich.

Weiter käme noch CCdciel in Frage, das ebenso Plate-Solving beherrscht.
CCdciel arbeit mit Carts du Ciel (Skychart) zusammen.

Beide Varianten benötigen den INDI-Server/INDI-Umgebung, wobei KStars/EKOS das "out of the box" mitbringt.

Unter INDI findest Du alles was unter Linux für verschiedene Distributionen notwendig ist.
Nicht wunder das das unter StellarMate läuft.
StellarMate ist für den Pi gedacht, aber man kann das alles so zu sagen "nachbauen" unter Mint, Ubuntu, opensuse Leap 15.4. ... ... ...

Einfach mal durch die Seite arbeiten.

Linux wird leider etwas Stiefmütterlich bezüglich Astronomie behandelt.
Man muss etwas an Zeit und "Bastelei" investieren. Linux ist halt kein "Mainstream".

Auch muss man sich bewusst sein das SharpCap nach wie vor das Maß aller Dinge bezüglich EAA ist.
Wenn es "nur" um das Plate-Solven geht, sind die die erwähnten Programme alle gut und praktikabel, Einarbeitung vorausgesetzt
Mit ein Grund warum ich eine Dualinstallation auf meinem Astro-Rechner fahre.

Ich beobachte laufend ob sich bei Linux was bei den genannten Programmen in Richtung SharpCap tut.
Für mich läuft INDI stabiler als ASCOM.
 
Hallo zusammen,

Danke für eure hilfreichen und informativen Antworten. Wie sagte schon der Monaco Franze "a bissel was geht imma" auch unter Linux. Ich benutze Ubuntu Mate 18.04 LTS mit GNOME 3 und werde auch erst nach Ablauf der LTS Version updaten. KStars in Verbindung mit INDI scheint mir interessant, obwohl ich eine Lösung in der Aufnahmesoftware analog zu SharpCap bevorzugen würde. KStars ist eigentlich ein KDE Projekt, beim Installieren unter GNOME 3 werden deshalb die Librarys der halben KDE Installation mitgerissen. Trotzdem habe ich das jetzt einmal auf meinem Testrechner installiert und spiele damit ein wenig herum.

Neben AstroDMX Capture hat auch ZwoAsi für das AsiStudio eine Platesolving Lösung auf der Agenda. Irgendwie habe ich aber das Gefühl das funktioniert nur mit Zwo AsiAir, denn weder mit meiner Celestron LCM bekomme ich seriell eine Verbindung noch mit der Skywatcher (feste IP) über WLan ein Verbindung aufgebaut.

Melde mich zurück, sobald ich mich etwas eingearbeitet habe.

lg

Albert

 
Ich weiss, es wurde hier nach Linux gefragt und ich habe selbst einen Astroberry und auch auf meinem Astrorechner eine Debian Installation neben Windows 11 laufen.

Aber, seit es NINA gibt, verfolge ich diesen Ansatz nicht mehr und habe jetzt einen Mele Quieter 3 auf Windows 11 Basis mit NINA konfiguriert. NINA ist meiner Meinung nach einfach soviel besser als Ekos/Kstars, dass man hier sehr sorgfältig abwägen sollte.

Leider wird es wegen .NET Entwicklung wohl keine Portierung zu Linux geben, was sehr sehr schade ist.

Vielen Dank und viele Grüße,

Günther.
 
Hallo Günther,
NINA ist meiner Meinung nach einfach soviel besser als Ekos/Kstars
Interessant, benutze selber KStars/EKOS auf einem Raspberry und spiele auch schon länger mit dem Gedanken auf einem mini PC mit NINA umzusteigen.
Allerdings konnte ich ausser HocusFocus und die Möglichkeit dithern zu synchronisieren, nichts finden was soviel besser war als EKOS. Eher das Gegenteil.
Liegt aber wahrscheinlich daran das ich EKOS in und auswendig kenne und NINA nur testweise.
Könntest du ein bisschen ausholen was deiner Meinung nach die Vorteile sind? Soll auch keine Grundsatzdiskussion auslösen, mich interessiert einfach nur die Meinung eines erfahrenen Anwenders der beide "Welten" kennt.

Vielen Dank im Voraus und CS
David
 
Hallo David,

So erfahren bin ich gar nicht mal, ca. 18 Monate Kstars/Ekos und jetzt ca 6 Monate NINA. Vielleicht hilft das aber auch, da ich so nicht betriebsblind bin.

Ich finde z.B. den Framing Assistenten sehr gut gemacht, gerade auch für Mosaike. Und natürlich den advanced Sequenzer. Dazu die Möglichkeiten der Plug-Ins. Ich finde auch die grafische Darstellung besser. Der NINA Discord Support ist super, kann ich einfach nur empfehlen.

Am Anfang fand ich NINA unübersichtlich, da ich mich mit Kstars/Ekos besser auskannte. Man muss sich erst mal an die hier und da etwas eigenwillige Benutzerführung gewöhnen. So etwa, dass man nicht wie bei Kstars/Ekos ein Profil erstellt und abspeichert. Das Speichern macht NINA automatisch nach jeder Änderung. Da muss man erst mal drauf kommen. Auch fand ich die verschiedenen Kameraeinstellungen zunächst etwas merkwürdig. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto besser versteht man es.

Dazu kommt, dass der Raspi im Vergleich mit einem Mele Quieter einfach nur langsam ist. Das ist natürlich irrelevant wenn man einen PC nimmt.

Es gibt ja zahlreiche Videos, die hier noch mehr zeigen können. Frank Sackenheim hat gerade eines gestern herausgebracht. Cuiv the lazy geek hat mich eigentlich erst auf die Kombination Mele Quieter mit NINA aufmerksam gemacht.

Ich verfolge hier einen sehr pragmatischen Ansatz, wie ich mit möglichst wenig Zeit möglichst viel Nutzen bekomme.

Viele Grüße,

Günther
 
Vielen Dank Günther!
Da hast du einen Nerv getroffen. Es ist genau die GUI die mich da ein bisschen abschreckt. Aber das ist genau wie du sagst einfach Gewöhnungssache.
Bei dem Rest muss ich dir zustimmen... Mosaik planner geht zwar aber das geht besser. Framing stimmt auch. Den EKOS sequenzer finde ich aber gut.
Auch kommt mein Raspi regelmässig an seine Grenzen wenn man mal die Sterne in den Ecken der Subs kontrollieren will.
Danke nochmal und in diesem Sinne euch allen CS. Hier ist endlich mal wieder klar und Neumond
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