Welche Montierung für Skywatcher 80/600 ED?

AstRobin

Aktives Mitglied
Hallo zusammen!
ich habe kürzlich unerwartet einen günstigen gebrauchten Skywatcher 80/600 ED ergattert, da es ein gutes Angebot war. Ursprünglich habe ich geplant, erst in ein paar Jahren mit der Astrofotografie zu starten aber durch das Angebot haben sich für mich als Student ein toller Früheinstieg geboten. Jetzt habe ich das Problem, dass ich wegen der Montierung im Zugzwang stehe. Ich möchte in Zukunft zwar mit einem Skywatcher Esprit 100ed fotografieren, aber nicht sofort in eine große Montierung investieren. Lieber hätte ich für das 80ed eine Montierung, die ich noch im Rucksack mit dem Fahrrad transportieren kann. Aktuell käme vielleicht ein Skywatcher AZ-GTi + EQ wedge infrage, da ich das zugehörige Stativ schon habe.

Ich schätze mal das Gewicht meines Aufbaus ab:
  • Tubus + Rohrschellen (noch ohne Prismenschiene) = 2,9kg
  • Prismenschiene ≈ 0,1kg
  • Canon eos 70D astromodifiziert = 0,75kg
  • Svbony SV65 Guide Scope = 0,34kg
  • Svbony SV905C Guiding Camera ) ≈ 0,2kg (Gewicht online 0,23kg überall anscheinend inkl. Karton gerechnet)
=> Summe: 4,29kg (wobei ich Guide Scope & Guiding Camera noch nicht bestellt hat, leichtere Alternativen kämen auch infrage)

Die AZ-GTi kann bis zu 5kg tragen. Was haltet ihr von dieser Konfiguration? Die Montierung ist zwar fast ausgelastet aber der Auto-Guider wird mir ja Abhilfe schaffen, oder?
Gibt es noch eine ähnliche Montierung in der Preis- und Gewichtskategorie?

Ich freue mich über jeglichen Input. Danke schon mal! :)
 
Hey ich habe gesehen, dass es für Equipmentfragen eine extra Kategorie gibt... Wie entferne ich das Thema hier in der falschen Kategorie? :)
 
Hi!

Du willst auch noch einen Flattener/Reducer, damit die Sterne am Bildrand schön sind. Früher oder später stört das... Nochmal 300g.

Ein Autoguider kann auch keine Wunder vollbringen. Der gleicht Nachführfehler aus und korrigiert alle paar Sekunden, aber er verhidnert keine Schwingungen. Wäre ich fotografisch eher skeptisch... Gegen Wind hilft nur Masse; auch vom Stativ.

Ich habe den ED80 auf einer alten Vixen GP-DX, einer Celestron AVX sowie azimutal auf einer NexStar 6/8SE und einer Vixen Porta. Da fühlt er sich wohl, wobei ich nur die Porta als rucksacktauglich ansehe. Wobei mein Tubus mit Prismenschiene, Sucher und SteelTrack-Okularauszug auf 3,3 kg kommt (ohne Leitrohr, Kamera und Kabelage).

Die AZ-GTi kenne ich nicht; ich bin aber kein Freund von azimutalen Montierungen auf Polhöhenwiegen. Mit echten parallaktischen Montierungen habe ich bessere Erfahrungen gemacht als mit Polhöhenwiegen.

Was den Rucksack angeht: Da kommen noch Gegengewicht und Strom dazu. Bei mir hat sich neulich ein Rucksack verabschiedet, als ich ein 20kg Gegengewicht drin hatte; achte auf die Traglast deines Rucksacks, soweit es eine Angabe gibt.

Außerdem kommt ja auch noch ein Laptop dazu, um das Guiding zu steuern. Die Kamera hat keine eigene Intelligenz, der ST-4-Port leitet das Signal von PHD auf deinem Laptop nur durch – und wenn möglich, steuer die Montierung direkt über USB an statt über ST-4. Und irgendwas, um den Laptop abzulegen, wenn er nicht im Gras liegen soll. Nur mit einem Standalone-Autoguider wäre der Laptop überflüssig, da wärst du dann bei MGEN, StarAid Revolution (soweit noch erhältlich bzw. gebraucht) oder Celestron StarSense Autoguider (nur für Celestron-Montierungen).

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Alex!
danke für deine Antwort! :)
Du willst auch noch einen Flattener/Reducer, damit die Sterne am Bildrand schön sind. Früher oder später stört das... Nochmal 300g.
Anfangs will ich tatsächlich erstmal noch ohne Flattener fotografieren. Ich möchte Bilder produzieren, die möglichst nah an visueller Beobachtung liegen - da gehört das unebene Bildfeld zum Glück dazu. ;)

Die AZ-GTi kenne ich nicht; ich bin aber kein Freund von azimutalen Montierungen auf Polhöhenwiegen. Mit echten parallaktischen Montierungen habe ich bessere Erfahrungen gemacht als mit Polhöhenwiegen.
Das kann ich verstehen. Es ist trotzdem die einzige Möglichkeit in der Preisklasse soweit ich das beurteilen kann...

Was den Rucksack angeht: Da kommen noch Gegengewicht und Strom dazu. Bei mir hat sich neulich ein Rucksack verabschiedet, als ich ein 20kg Gegengewicht drin hatte; achte auf die Traglast deines Rucksacks, soweit es eine Angabe gibt.
Mein Rucksack verträgt das, idealerweise wiegt ja alles zusammen nur so 13kg (wenn man mal vom Gesamtgewicht eines Star Adventurer GTI ausgeht). Ein Laptop benötige ich natürlich, das kann aber ruhig auf dem Boden auf einer Decke z.B. liegen (so dass die Lüfter frei sind).

Apropos Star Adventurer GTI - hätte der in meinem Aufbau deiner Meinung nach mehr Potential? Was Preis und Mobilität angeht, käme der auch noch infrage. Ein iOptron Skyhunter EQ/AZ Goto z.B. ebenso.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die AZ-GTi kann bis zu 5kg tragen. Was haltet ihr von dieser Konfiguration? Die Montierung ist zwar fast ausgelastet aber der Auto-Guider wird mir ja Abhilfe schaffen, oder?
Gibt es noch eine ähnliche Montierung in der Preis- und Gewichtskategorie?

Hallo,

vielleicht etwas Input von jemanden der auch wirklich mit einer AZ-GTi gearbeitet hat, falls erwünscht. Ich hatte die AZ-GTi eine Weile im Einsatz, und ich war wirklich positiv Überrascht, was das kleine Teil kann. Zudem ich aus skeptisch war, ob das Umfunktionieren auch ohne Schwierigkeiten klappt. Ich muss sogar ehrlich sagen, dass ich der Kombination auch erst noch eine zweite Chance geben musste. Beim ersten Erhalte habe ich das Ding ausgepackt, das viele Plastik gesehen, und direkt wieder zurück geschickt. :D

Besonders für Unterwegs ist das durchaus eine schöne Option. Ich habe die Kombination aber hauptsächlich mit einem Askar ACL200 betrieben, was einen drittel der Brennweite von deinem erwähnten 80/600 ED hat. Aber dann auch gleich aus dem vollen Geschäft, mit OAG, Filterrad, EAF Motorfokus, ASIAIR dran. Und wie man am Foto sieht, habe ich auch dafür schon ordentlich aufstocken müssen, was Gegengewicht angeht. Aber das kleine Ding hat tadellos und zuverlässig funktioniert.

AZ-GTi_Test_Askar_ACL_200_klein.jpg


In der Hinsicht kann ich diese Kombination empfehlen. Aber für für 600mm am APS-C finde ich das dann schon zu viel des guten. Hinzu kommen noch Punkte wie z.B. dass diese Kombination kein Scope zum Einnorden hat. Man muss also entweder eine Software haben, mit der man das machen kann, oder man bastelt sich was dran wie das manche gemacht haben.

An deiner Stelle würde ich mich vielleicht nach etwas anderem umsehen.
 
Dann schau mal durch das Teleskop, ob du da visuell Verzeichnung am Bildrand siehst. Hat mich visuell in den letzten 20 Jahren nie gestört, ob wegen niedriger Vergrößerung oder weil ich da nicht an den Rand schaue oder weil Okulare nicht von einem ebenen Feld ausgehen, keine Ahnung. Wobei ich die Sterne als scharf in Erinnerung habe, bei den paar mal, wo ich das Bildfeld bestimmt hatte und für einen Sterndurchlauf auch den Rand bewusst angeschaut hatte. Fotografisch fiel mir das mit APS-C sofort auf.

Aber wenn du nah am visuellen Eindruck bleiben willst, langen dir maximal 5 Minuten Belichtungszeit in Schwarzweiß, dann kannst du dir das ganze Guiding fast schon sparen. Das ist eine 5-Minuten-Aufnahme von M51 mit Reducer, jeweils 30 Sekunden, sauber eingenordet (huckepack auf unserer großen, fest aufgestellten Sternwartenmontierung). Wenn du bei den Zeiten 50% Ausschuss hast, ist das auch noch zu verschmerzen ;)
M51-DSS.jpg

Wobei ich die Vignettierung nicht ausgeglichen habe, aber das ganze grad noch SW-konvertiert habe – visuell gibt's kaum Farbe. M51 kommt da auch noch zu gut rüber, also eher noch kürzer belichten.

Hier ist noch was ganz altes, M58, fünf Minuten am Stück mit unmodifizierter Nikon D70 und ohne große Bearbeitung – und ohne Reducer. Kommt dem visuellen Eindruck schon recht nahe, bis auf die komatösen Sterne. An die erinnere ich mich im Okular definitiv nicht, zumindest nicht mit modernen Okularen;)
M58.jpg
Anklicken für Vollbild, ich habe nur die Komprimierung erhöht.

Star Adventurer P1272701.jpgDie kleinen Sky-Watcher-Montierungen kenne ich nicht, ich habe nur den ersten, einfachen Star Adventurer (hier mit 500mm Spiegel-Teleobjektiv) – dem würde ich das nicht zutrauen, auch wenn der auch 5 kg tragen soll (mit Gegengewichtsstange und -gewicht). Generell gilt für Foto der Richtwert, eine Montierung maximal mit 2/3 der Traglast zu belasten. Zu dem Gewicht kommt ja auch der Hebel, der ED80 ist deutlich länger als Danes Aufbau. So kurze Brennweiten wie Dane sie verwendet sind da deutlich leichter zu beherrschen.

Vielleicht erstmal gebraucht eine kleine Montierung aus der Klasse kaufen (die kann mit minimalem Verlust weiterverkauft werden) und mit einem Teleobjektiv oder sowas wie dem Askar fotografieren? Da dürfte es auch bezahlbare Festbrennweiten geben, und du kannst auch kürzere Brennweiten guiden, um die Technik schon mal zu beherrschen. Visuell tut es auch ein azimutales Achsenkreuz – ich bin da auch zweigleisig, mit der Vixen Porta um mal visuell rauszugehen, und der GP-DX, wenn ich fotografieren will..

Viel Erfolg,
Alex
 
Hallo

Eine Juwei14 wiegt nur 3.4kg und trägt mit Gegenewicht auch den 100mm Apo den du nie haben wirst wenn du für jedes Teleskop eine neue Montierung benötigst.
Das Carbonstativ wiegt auch keine 3kg, trägt den ED80 locker ohne das du ein Gegengewicht benötigst.

Gruß Frank
 
Hallo ( Robin? ),
zunächst ein kleiner Hinweis. Wäre nett, wenn Du auch Deinen richtigen
Namen angeben würdest, um eine Antwort persönlicher zu gestalten.

Apropos Star Adventurer GTI - hätte der in meinem Aufbau deiner Meinung nach mehr Potential? Was Preis und Mobilität angeht, käme der auch noch infrage. Ein iOptron Skyhunter EQ/AZ Goto z.B. ebenso.

Bei Deinem angegebenen Equipment ist eine Star Adventurer GTI meiner Meinung nach überfordert.
Es mag zwar Astrofreunde geben, die ein 80/600-Teleskop auf die SA GTI montieren, aber viel Freude
wird man mit dieser Ausstattung bzgl. Astrofotografie nicht haben.

Ich selbst besitze eine Star Adventurer GTI Monti ( mit Coman TM287A-Tripod ) und u.a. auf einen SW 80/600 Refraktor ( Goldtubus ).

Die SA GTI wäre mit dem 80/600 Refraktor hoffnungslos überfordert; langfristig würde man die Motoren
bzw. das Getriebe in den Motoren "aufarbeiten".

Auf der SA GTI betreibe ich meinen TS 60/360 mit DSLR, Guidingscope und Guidingcam und da kommt
meiner Meinung nach die Montierung bereits an Ihre Grenzen. Gut eingenordet sind mit diesem Equipment
ohne Guiding auch nur Aufnahmen bis 60Sek. möglich, meist nur 45Sek.

Den SW 80/600 Refraktor mit SW CMOS-Kamera + Filterrad + Guidingequipment habe ich an einer
Omegon EQ500 betrieben, was aber auch bei dieser Montierung schon grenzwertig war, da in manchen
Teleskopstellungen die Motoren unangenehme Geräusche von sich gaben, sprich, sie haben das Gewicht
nicht "gerpackt" und auf Dauer würde man die Motoren ebenfalls "aufarbeiten".

Betreiben tue ich den SW 80/600 Refraktor auf meiner Ur-EQ6 ( schwarz ) und das läuft so was von butterweich.

Meiner Meinung nach ist für einen 80/600 Refraktor eine Montierung der EQ5-Klasse notwendig, um
zufriedenstellende Astrofotografie betreiben zu können.

Die lässt sich natürlich mit Deinem Wunsch der Mobilität ( Rucksack / Fahrrad ) nicht vereinbaren.

Eine Überlegung wäre, den günstig erworbenen Refraktor wieder zu veräußern und nach einen
Scope mit weniger Öffnung / Brennweite Ausschau zu halten. ( Es gibt hier ja auch das Suche-Forum )
Für den Einstieg in die Astrofotgrafie wäre ein Scope mit weniger Brennweite auch einfacher zu "handlen"
in Bezug auf Nachführung. Und mit 350 - 400mm Brennweite lassen sich unzählige Objekte wunderschön
ablichten.

Grüße und cs
Jürgen
 
Hallo,

ich nutze die AZ-GTi mit dem Omegon Triplet APO 61/360, der etwas über 2 kg wiegt. Mit etwaigem Zubehör komme ich auf ca. 3 kg Gesamtgewicht, was die Montierung locker wegsteckt. Belichtungszeiten von >180 s mit Guiding sind kein Problem.

Mit einem 80 mm Apo würde ich an Deiner Stelle - wie bereits erwähnt - eher auf eine größere Montierung umsatteln.

CS
Johannes :)
 
Hallo,

ich habe zum Einstieg in das Hobby vor 2,5 Jahren auch mit der AZ GTI angefangen und darauf einen Skywatcher 72/420 gepackt, allerdings mit Astrokamera und nicht mit DSLR. Das klappte ohne Probleme, ich hab damals aber nur Stacks von 30-60Sekunden Einzelframes gemacht. Ich hab auch versucht, einen 80 ED draufzumachen, das war aber nicht mehr so gut, aber nicht wegen des Gewichts, sondern wegen des Hebels. Ich habe dann die SA GTI gekauft und anders als oben erwähnt, damit sehr gute Erfahrungen gemacht, vielleicht habe ich auch ein gutes Exemplar erwischt, aber das war ein Riesensprung zur AZ GTI. Ein 80/560 ED war damit kein Problem. Aber auch damit habe ich nur kurzbelichtete Einzelaufnahmen gemacht, die ich dann gestackt habe, bzw EAA-Livestacks produziert. Geguidet habe ich trotzdem. Ich halte die SA GTI für eine sehr gute und transportable Einstiegsmontierung. Für 300 Euro mehr bekommst du allerdings schon eine EQ-5, die ist natürlich deutlich besser und damit hättest du auch jahrelang Ruhe. Mir persönlich war die aber zu groß und ich bin dann auf die AM3 umgestiegen, um Ruhe und gleichzeitig eine sehr mobile Montierung zu haben, die kostet dann aber leider das Doppelte der EQ-5. :(

Wenn Du nicht mehr als 600-700 Euro ausgeben kannst und willst, würde ich die SA GTi oder eine gebrauchte EQ-5 kaufen. Di AZ GTI würde ich nur mit kleinen Brennweiten benutzen, dann ist das aber auch eine sehr brauchbare Montierung.

LG Olaf
 
Hallo AstRobin

einige meiner Vorgänger hier im Thread haben ja schon ihre Meinung geäußert.
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen : Eine stabile Montierung ist das A und O für eine erfolgreiche Astrofotografie.
Lieber etwas Luft nach oben bezüglich der Tragkraft als gerade so.
Von den in den Prospekten angegebenen "Zuladung" sollte man maximal 80% annehmen, um auf der sicheren Seite zu sein.
Preiswerte Montierungen sind beispielweise die EQ3, EQ5 natürlich auch gebrauchte dieser/ähnlicher Art.

Viel Erfolg

CS Dieter
 
Hallo Robin,

darf es nicht zu teuer werden, stünde auch einer NEQ3 nichts im Wege... Die sollte Deinen 80er recht souverän nachführen können und ist relativ günstig...

LINK

Erst wenn Du mit deutlich grösseren Instrumenten werkeln willst, erreicht sie ihre Grenzen. Gebraucht dann noch etwas günstiger als andere Lösungen.... Und möglicherweise kannst Du auf ein Gegengewicht verzichten, je nach Anspruch...

Viele Grüsse

Markus
 
Hi Frank!
Hallo

Eine Juwei14 wiegt nur 3.4kg und trägt mit Gegenewicht auch den 100mm Apo den du nie haben wirst wenn du für jedes Teleskop eine neue Montierung benötigst.
Das Carbonstativ wiegt auch keine 3kg, trägt den ED80 locker ohne das du ein Gegengewicht benötigst.

Gruß Frank

Danke für den Vorschlag mit der Juwei14. Auf dem Papier sieht ja alles großartig aus, trotzdem habe ich noch ein paar Bedenken.
  1. Wie viel kostet so eine Montierung jetzt alles in allem? Wird sie beim Zoll festgehalten?
  2. Leider gibt es online noch kaum Erfahrungsberichte
  3. Wie sieht es aus mit Langlebigkeit/Reperaturmöglichkeiten? Ich denke mal, dass man bei der chinesischen Firma keine Garantieansprüche hat und auch so kaum Ersatzteile bekommt? Da ist man im Zweifel ja völlig auf sich alleine gestellt...
Ich sehe aufgrund der Umstände eigentlich keine Dringlichkeit, direkt 1500€ zu investieren, um später hinaus 200€ (Verlust aufgrund Wertverlust bei Weiterverkauf einer günstigeren Einstiegs-Montierung) zu sparen. Wenn ich später im Berufsleben mal mehr als 500€ im Monat zur Verfügung habe, ist das vielleicht eine Überlegung wert - bis dahin gibt es dann auch mehr Erfahrungsberichte zur Juwei. :)

Danke außerdem auch an alle anderen für die vielen Erfahrungsberichte! Die AZ-GTi habt ihr mir auf jeden Fall schon mal ausgeredet. Welche Montierung es letztendlich wird, ist noch offen. Wenn gar keine alle meine Wünsche erfüllen kann, würde ich auch nicht ausschließen, noch ein paar Monate für eine Juwei14 zu sparen - sofern das der "ultimative Kauf ohne Risiko" ist.

Liebe Grüße,
Robin
 
Hallo Robin,

ja, das ist die NEQ-3, schon luxuriös ausgerüstet... Das Gewicht kann ich Dir nicht mehr exakt nennen, ist schon Jahre her... Gemäss Teleskop Spezialisten 3.2 kg und zusätzlich Stativ und Gegengewichte... (Bei absoluter Windstille kann man sich im Feld die Gegengewichte sparen und durch einen Sack Steine ersetzen)

Du kannst mit der nackten Grundversion und einem RA-Motor beginnen (mein LINK oben, relativ günstig, kein Guiding), Du kannst aber auch die von Dir verlinkte GoTo-Variante wählen (teurer, Guiding möglich)...

Bitte beachte aber, das beispielsweise ein 150er- oder 200er-Newton zu viel für die NEQ3 darstellen. Daher solltest Du berücksichtigen, wie sich Deine Astro-Karriere weiter entwickeln könnte.... Den 80er-ED wird die NEQ-3 meistern...

Gebraucht bekommst Du die Montierung günstiger, sollte das Budget eine Rolle spielen... Und wenn Du es möglichst günstig angehen möchtest: Kein Guiding, aber einen perfekt ausgerichteten Polsucher :)

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Robin

Die EQ3 trägt für stolze 700€ auch nur 5kg
Das du die nach Jahren mit höher Belastung mit nur 200€ Verlust verkaufst glaube ich nicht. Ich wäre mir nicht mal sicher ob es die EQ3 in 3 Jahren noch gibt. Aber mich würden da schon die 3-4 kg Gegengewicht stören.

Die Juwei hat 2 Harmonicdrive aus der Robotertechnik, zwei Standardschrittmotoren für 6€ das Stück, je Achse 2 Riehmenetriebe und eine einzige Platine welche Onstep basiert ist.
Ersatzplatine und Zahnriehmen kann man meist günstig mitbestellen. Aber klar es hilft wenn man von Elektronic und Mechanik Erfarung hat, ich würde mir einfach selbst eine Motorplatine entwickeln und die liegt für kleines Geld nach 2 Wochen vor dir.
Kannst aber auch eine eine manuelle EQ5 und ein Onstep Upgradkit kaufen, kommst du auch auf ca. 700€.
Nur 6kg schwerer, spielt doch keine Rolle ob Eq35 17.5kg oder EQ5 23.5kg??? Wie willst du das Transportieren? Auto? Lastenfahrrad? Esel?
Vermutlich ist der Tip Teleskop 180- 400mm Brennweite, welche meist auch schnellere Öffnung haben die bessere Lösung.
Wenn du dir ein Auto und Führerschein leisten kannst kannst du auch Gegengewicht für Montierung mitschleppen, alternative ist Bauernhof in Alleinlage. Das ist alles sehr viel teurer und noch länger zu ersparen wie eine Harmonicdrive Monti welche samt Stativ weniger wie 8kg wiegt.

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

habe zum Spass nachgewogen... Meine NEQ5 wiegt mit Stativ und Motoren 12.5 kg, nicht 23.5 kg... Wiegt Deine NEQ5 23.5 kg? Hast Du sie voll belastet?

Hallo Robin,

für den 80er dürfte Dir die günstigere und leichtere NEQ3 durchaus ausreichen, sofern in naher Zukunft kein Sechs- oder Achtzöller-Newton geplant ist... Möchtest Du Dich mittelfristig steigern, dann solltest Du Dich selbstverständlich mit massiveren Unterbauten auseinandersetzten...

Und da aktuell AM3s und AM5s und Ähnliches im Flow sind, kann man konventionelle Montierungen mit Geduld mittlerweile relativ günstig erwerben, erfahrungsgemäss...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Markus

Zumindest bei Asroshop wiegt die EQ5 soviel,
Gut das Stativ 5.6kg und 2 Gegengewichte 10kg sind wir schon ohne Montierung auf 15.5kg. Aber selbst mit 1x Gegengewicht wird es zu deiner Monti eng?
Meinst du es gibt verschiedene Versionen?

Gruß Frank
 
Hallo Frank,

ich denke nicht, dass es zu viele verschiedene Versionen der NEQ5 gibt, von der grünen Eloxierung abgesehen... Aber ehrlich betrachtet, wofür verwendet man an einer NEQ5 Gegengewichte bis 10 kg? Für eine 51er-Redcat nicht, für einen 80er-ED auch nicht, für einen 130er-oder 150er-PDS auch nicht... Vielleicht für etwas Grösseres, wofür die Montierung nicht hergestellt wurde...

Um es aber günstig zu halten, z. B. anhand eines 80er-ED wurde Robin eine NEQ3 angeraten, wenn möglich gebraucht und entsprechend günstig... warum nicht?

Eine Harmonic-Montierung ist durchaus stabiler aber leider deutlich teurer, und man liest nicht nur Positives bei späteren Erweiterungen mit höheren Brennweiten jenseits 1000, 1500 mm...

Und sollte mittelfristig ein völlig neues System angedacht werden, ist eine NEQ3 natürlich auch zu überdenken...

Viele Grüsse

Markus




Und @AstRobin : Einfach mal schauen, ob in Deiner Nähe Sternenfreunde wohnen :)
 
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