Welche Motivation für Astronomie?

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Andy
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Andy

Aktives Mitglied
Hallo,

mich würde interessieren welche Motivation ihr für Astronomie habt und warum man sich für tausende Euros ein Telesktop kauft?
Denn irgendwie habe ich die Motivation verloren! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />
 
Hallo Andy,
meine Motivation liegt in der Faszination und ein klein wenig im spirituellen Bereich.
Ein Fehler von mir war bisher das "Objektjumping", also das Beobachten eines jeweiligen Objektes über 1-5 Minuten, um dann zum nächsten weiterzugehen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> Dabei wird es schnell langweilig, da man schnell meint, alles gesehen zu haben.
Durch andere Sternfreunde bin darauf gestoßen, sich ein Objekt über z.b. 30 min. und mehr anzuschauen. Dadurch werden Details sichtbar, die man vohrer nicht wahrgenommen hat, es eröffnet sich quasi eine neue Welt.
Und es ist für mich immer wieder toll, auch allein unterm Himmelszelt zu sein mit diesen unendlichen Größen, in denen meine Probleme und Sorgen doch so klein und bedeutungslos sind,aber auch um gedanklich ins "Nichts" einzutauchen, also nur noch wahrnehmen, nicht mehr denken.
Schon fast so eine Art von Meditation.

Herzliche Grüße, <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Ralf
 
Moin Andy!

Bitte solche Grundsatz-Diskussionen nicht in diesem Board! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" />
Hier sollen B-Berichte gepostet werden, mehr nicht.
 
Hallo Andy,

ich hab' immer mit Entsetzten den langen, dunklen Nächten der Wintermonate entgegengeschaut. Jetzt hab ich ein Hobby, daß mich durch diese lichtarme Zeit begleitet.

Gruß
Martin
 
Hallo Andy,

obwohl, wie schon von Micha erwähnt, das nicht der richtige Platz für solche Diskussionen ist, eine kurze Antwort:
Manchmal habe ich auch das Gefühl, daß die Motivation schwindet. Aber dann kommt so ein Spätsommerabend, wo man einfach bis zum Dorfrand geht und sich überwältigt von der Unzahl funkelnder Sterne auf einer Bank niederlässt. Im ersten Moment erkennt man nicht einmal die Sternbilder und kann das ehrfürchtige Staunen und die Faszination früherer Völker nachvollziehen. Dann kann man weiterdenken, und mit dem Wissen, das uns heute zur Verfügung steht, werden aus den ewig flimmernden Punkten riesige Weiten, im Vergleich zu uns uralte Sternhaufen und Galaxien, die trotzdem ständiger Veränderung unterworfen sind. Egal, mit welcher der Vorstellungen man diesen Spätsommerhimmel betrachtet, die Faszination bleibt. Und dazu braucht man kein tausende Euro teures Teleskop, dazu reichen die eigenen Augen.

Manchmal geht die Faszination unter im Alltag, man kann sie auch nicht erzwingen; ein vorgefertigter Beobachtungsplan nach dem Motto 'dies und jenes musst du gesehen haben' bringt Langeweile. Aber in einer solchen Phase muß man das ganze einfach eine Weile ruhen lassen. Irgendwann kommt dann wieder einer dieser Abende, wo man ganz unvoreingenommen, ohne Pläne, auf der Dorfbank sitzt und die schmale Mondsichel entdeckt, die strahlende Venus, den seinem Untergang entgegen scheinbar eine Baumkrone hinunterrollenden Merkur - und da ist es plötzlich wieder da, das Staunen bei der Vorstellung der Entfernung dieser Welten.
Den Rest bewirkt die menschliche Neugier: man hört und liest dieses und jenes, und möchte mehr sehen, als dem freien Auge zugänglich ist. Bei dem einen führt das zur Anschaffung eines Fernglases, beim anderen zu einem Zehnzöller. Das Maß der Neugier bleibt jedem selbst überlassen.

Hauptsache ist: man darf die Faszination nicht erzwingen wollen, der Beobachtungsabend darf nicht zur inneren Pflicht verkommen. Wenn man das Gefühl hat, daß es soweit gekommen ist, sollte man die Sache einfach ein wenig ruhen lassen - bis sie von selbst wiederkommen, das Staunen und die Neugier.

Viele Grüße und eine hoffentlich erfolgreiche Suche nach der verlorenen Motivation! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/pftroest.gif" alt="" />

Claudia
 
Warum schaut sich ein Ornithologe seine Piepmätze an? Sind doch alle längst gesehen, fotografiert, katalogisiert. Weil er sich ihnen verbunden fühlt.

Des Astronom fühlt sich eben den Planeten Sternen, Nebeln usw. verbunden. Außerdem kann man - wenn man etwas mehr weiß und ein wenig Beobachtungserfahrung hat - die Entwicklung des Weltalls als Ganzes wirklich sehen. Mit eigenen Augen. Das ist doch was.
 
Hallo,

Ich ziehe meine Motivation (was eigentlich das falsche Wort ist, denn das verbinde ich eher mit Dingen bei denen solche benötigt und erst gesucht werden muss), besser Faszination aus der Verknüpfung vom Wissen über den Aufbau des Universums, der ungelösten Fragen und fantastischen Vielfalt mit der Möglichkeit das mit eigenen Augen zu sehen und zugleich zu wissen, dass obwohl wir ein winziger Teil dieser unglaublichen Natur sind auch nur ein (leider) winziger Teil der Menschen darüber nachdenkt und sich damit beschäftigt...

Das ist ein Teil, der andere ist die technische Seite die auch faszinieren kann, aber der erste Teil ist bei mir doch wichtiger, deshalb stimme ich Claudia zu: Ich brauche keine xxxx€ Geräte um fasziniert zu sein, manchmal reicht es schon aus dem Auto zu steigen nach oben zu schauen und mir läuft es eiskalt den Rücken hinunter <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

CS Benny
 
Hallo Andy!

Jeder Mann (jede Frau) braucht doch ein Hobby, oder? Um sich langweilige Stunden zu vertreiben. Ich genieße die Ruhe auf dem Balkon in der Nacht, die Naturverbundenheit, wenn nachts die Vögel auf dem Feld zwitschern, wenn alle anderen schlafen, das ist Zeit für mich...

Ich finde, dass wir ein sehr interessantes Hobby haben: Etwas "Wissenschaft" ist dabei, Umgang mit Technik, es steckt viel Wissen drin, es ist praktische Betätigung, Naturverbundenheit (wie oben schon erwähnt), es geht letzendlich um uns Menschen, unsere Geschichte, Kultur unser Aufbau usw. Was könnte interessanter sein? Ein Hobby fürs Leben...

Ich habe mal in einem Astronomiebuch gelesen, dass alles irgendwann mal langweilig wird, selbst die Astronomie <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> Aber zum Glück gibt es in diesem Bereich ja viele verschiedene Nuancen: Visuelle Beobachtung von Nebeln, Planeten, Kometen etc., Fotografie mit Webcam oder DSLR. Bildbearbeitung, Aneignung von Hintergrundwissen, Besuch einer Sternwarte, Hören von Vorträgen u.v.m. Mir ist dabei noch nie langweilig geworden, ganz im Gegenteil: Bei den langen Schlecht-Wetter-Perioden hier in der BRD, kann ich es meistens kaum erwarten, wieder raus zu können. Und wenn ich doch mal keine Lust aufs Beobachten habe, dann nutze ich auch den Tipp von Claudia "und lasse die Sache einfach etwas ruhen". Irgendwann kann ich es dann wieder gar nicht abwarten...

Und zum Schluss brauche ich natürlich ein Hobby, für dass ich alle meine unendlichen Reichtümer, die sich in meinem Geldspeicher ansammeln, wieder ausgeben kann <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/ooo.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/mauer.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" />

Faszinierte Grüße, Nicolai
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben