Welche Okulare für GS980 - 12" f/5 Dobson von GSO

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HickSchlick

Mitglied
Hallo,

ich brauche Unterstützung bei der richtigen Okular Auswahl für ein

GSO Dobson 300/1500 , damit ich kein unnütziges Zubehör kaufe.
Sind die mitgelieferten Okulare gute Qualität, oder sollte ich besser andere bestellen?

Ich möchte gerne DSO's beobachten und vielleicht auch mal einen oder zwei Planeten.

Ach ja, gibt es eigentlich einen Unterschied in der Okularwahl bei einem 10" Dobson und einem 12" Dobson ?

mfG

Frank
 
Hi Frank,

das Erfle ist nicht schlecht für den Anfang. Das 9mm Plössl würde ich weglassen.
Sinnvoll wäre z.B. ein 13mm Okular und etwas im Bereich 8-5mm.
Welche Okulare das sein könnten, hängt wesentlich von deinem Geldbeutel ab.
Ich habe z.B. das 13er Nagler und das 8-5mm Speers Waler Zoom. Für mich sind das 2 Okulare, die man nicht mehr tauschen muss ;-)
Im Mittelfeld sind z.B. Hyperions und Planetaries.

CS
Chris
 
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Hi Frank.


Ich kann Dir immer noch diesen Link hier empfehlen: Link

Möchte Dich aber auch nochmal hierauf hinweisen, Link.

Und auch nochmal auf diese Sache hier, Link.

Mir persönlich wäre das mitgelieferte Übersichtsokular gut genug und könnte behalten werden. Das mitgelieferte Plössl würde ich jedoch nicht nutzen wollen.
Wenn Du Dir den ersten Link anschaust, dann wird Dir deutlich werden, worin sich Okulare unterscheiden und welche Okulare bzw. Brennweiten für welche Objekte benutzt werden, usw.
 
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Hallo Bernd,
habe mir die beiden Links angesehen,und hoffe das das Gesichtete doch nicht so'n Pixelschrott ist wie der vom 2.Link.
Ich weiss dass ich alles in S/W sehen werde, hofe aber dass die Strukturen

bei einer Galaxie z.B. dochschärfer abgebildet werden, oder?

in etwa so : M82 Galaxy live through telescope , oder noch schärfer.

Wenn ichfalsch liege, sage es mir.

Noch was, es wird immer wider auf den Grössenunterschied mit einem Link verwiesen(dein 3. Link).
Ich selber komme aus der Metallverarbeitung , wo ich jeden Tag mehrere 100KG wuchten muss. Das soll heissen ein Gewicht von 30 - 40 Kg erschreckt mich nicht sonderlich ! :)

Frank
 
Hallo Frank,

Du hast aber schon den Untertitel das Authors gelesen, oder?

"Galaxy M82 in Ursa Major, May 2007 New Ringgold PA taken with a
Mallincam Hyper video camera through an Obsession 18 inch telescope."

18" sind übrigens 45,72 cm! Und eine Mallincam dürfte auch ein
bißchen mehr zeigen, als Dein Auge! ;)

NOCH SCHÄRFER dürften dann 30" sein......... :D

Clear skies und einen guten Rutsch!

Jörg
 
Hi Frank.

Ich gehe alle 2 Tage zum Sport und habe auch kein Problem mit dem Stemmen von Gewichten. Der Grund für den Link ist die Transportabilität. In mein Auto würde ein 12" Volltubus einfach nicht reinpassen.
Falls Du irgendwo schon geschrieben haben solltest, dass die Teleskopgröße beim Transport für Dich unwichtig ist, weil Dein Auto groß genug ist, dann habe ich das übersehen.

Leider habe ich bislang keine Internetseite gefunden, auf der mal Fotoaufnahmen zu sehen sind, die den visuellen Eindruck beim Blick durch ein Teleskop widergeben. Zeichnungen gibt es zwar viele, ich finde Zeichnungen jedoch wenig hilfreich.
Das Video vom Orionnebel gibt relativ gut den visuellen Eindruck vom Nebel ohne Nebelfiltereinsatz wieder, so wie ich ihn im Garten bei circa 5.5 mag Himmelsqualität sehen kann. Natürlich feiner und mit etwas mehr Details, aber das Video zeigt schon die Richtung auf - es wurde übrigens durch ein 18" Teleskop aufgenommen, ebenso wie das von Dir verlinkte M82 Video.
Erfahrenere Leute mögen mich korrigieren, aber ich denke, dass Du M82 auf keinen Fall so sehen wirst wie in dem Video. Ich habe zwar kein 12" Gerät sondern nur ein 10" Gerät, doch die Detailfülle im Video ist von einer ganz anderen Klasse als ich sie kenne.

Wie ich schon sagte... Nebel und Deep-Sky-Objekte sind nur sehr schwach sichtbar. Lediglich der Mond springt einem so richtig ins Gesicht mit seiner Kraterlandschaft. Alle anderen Objekte sind Liebhaberei wie mir die Erfahrung lehrt, wenn ich mal andere Leute durchs Fernrohr schauen lasse.
Bei mir selbst kommt bei diesen Objekten daher die meiste Freude dadurch, dass ich mir im Vorfeld durchlese, was ich dort eigentlich (ansatzweise) sehe und was dies bedeutet (Zeit, Alter, Entfernung, Größe, puh toll!).
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
@Jörg, Bernd,

:( :( :( Heul!!!

So langsam verliere ich die Lust am Sterne gucken.

Sehe ich denn irgendwas durch ein Teleskop bei DSO's?

Es kann doch nicht sein, das die ganzen "Nebel und Galaxien- Beobachter" , erst Stunden lange Fotoaufnahmen machen müssen, um zu erfahren was sie da Beobachtet haben. ? :(
Ist es wirklich so dass man nur Planeten durch ein Teleskop der 12" Grösse zu Gesicht bekommt und für alles andere erst Fotos machen muss?

Frank
 
Sorry Bernd...

Ich halte mich ja tunlichst zurück und laß Dich machen...

Zeichnungen gibt es zwar viele, ich finde Zeichnungen jedoch wenig hilfreich.
...aber DAS kann ich nicht so stehen lassen !
Eine Zeichnung (wenn gut gemacht) ist das EINZIGE was den visuellen Eindruck überhaupt gescheit darstellen kann !

Man schaue sich mal bei Martin Schoenball um - der Gute zeichnet vornehmlich mit 10".
Auch bei Christian Busch und bei Benny Hartmann gibt´s taugliche Zeichnungen zu sehen.

Deepskybeobachtung ist eben mit hingucken verbunden.
Sich länger auf ein Objekt zu konzentrieren fördert nach und nach manches Detail auf die Netzhaut.

Gerade Kugelsternhaufen kommen auf Fotos immer recht jämmerlich daher - da kann der Fotograf so gut sein wie er will.
Ich habe auch bei einigen "Göttern" noch keine Aufnahme gesehen die rüberbringt was man da visuell erleben kann.


Was Deepskybeobachtung nicht ist ?
Ein Diaabend
Eine Fotoschau
Bunt
Einfach ;)

Mit Fotomaterial und Videoaufnahmen um sich zu werfen liefert nicht das "Ich-habs-gesehen-Erlebnis".
Und darum geht es eigentlich....


Gruß und CS

Der Jan
 
Hallo Frank.

Zitat von HickSchlick:
@Jörg, Bernd,

:( :( :( Heul!!!

So langsam verliere ich die Lust am Sterne gucken.

Sei doch froh, dass Du nun etwas genauer weisst was Dich erwartet. Der Frust das alles nach dem Kauf zu erleben wäre sicherlich höher.

Zitat von HickSchlick:
@Jörg, Bernd,

Sehe ich denn irgendwas durch ein Teleskop bei DSO's?

Ja klar. Wie gesagt gibt das Video vom Orionnebel den visuellen Eindruck einigermaßen gut wieder. Auch andere Nebel und Galaxien lassen sich beobachten. Was man dort sieht hat dann allerdings sozusagen überhaupt nichts mit den Fotoaufnahmen der Objekte zu tun. Viele Objekte sieht man beim Blick durch das Okular auf Anhieb überhaupt nicht, sondern erst wenn man einige Zeit reinschaut oder gar wenn man weiss, worauf man achten muss.
Daher solltest Du auch sämtliche Beobachtungsberichte mit Vorsicht lesen. Was dort geschildert steht haben halt "Liebhaber" verfast. Jemand der unbefangen und neu an die Sache rangeht würde wohl oft darüber lachen, was andere Leute als "Details" beschreiben.
Sternhaufen sind aber wie gesagt gnädiger und zeigen sich direkt von ihrer schönsten Seite, wenn sie selbst denn hell genug und der Himmel dunkel genug ist.

Zitat von HickSchlick:
Es kann doch nicht sein, das die ganzen "Nebel und Galaxien- Beobachter" , erst Stunden lange Fotoaufnahmen machen müssen, um zu erfahren was sie da Beobachtet haben. ? :(

Sie geben sich halt mit dem wenigen was sie sehen zufrieden und haben Freude daran. Ich selbst finde es auch toll. Wenn ich da ein kleines Fleckchen "sehe" und weiss, dass es eine weit entfernte Galaxie ist, dann "gibt mir das was".
Die Eindrücke die Fotos vermitteln haben damit optisch jedoch rein garnichts zu tun. Man kann froh sein, wenn man an einer hellen Galaxie überhaupt einen Spiralarm sehen kann.

Zitat von HickSchlick:
Ist es wirklich so dass man nur Planeten durch ein Teleskop der 12" Grösse zu Gesicht bekommt und für alles andere erst Fotos machen muss?

Frank

Wie gesagt nein. Dir sollte jedoch bewusst sein, dass es rein objektiv gesehen sehr sehr wenig Details an Nebeln zu sehen gibt. Erfahrenere Beobachter freuen sich dann halt, wenn sie mal mehr sehen als beim letzten Mal. Aber "boom" wird es im Auge nicht machen. Das "boom" muss (zumindest bei mir) wohl eher aus dem Verstand kommen.

Klingt nun alles recht negativ. Aber es ist wichtig, dass Du weisst, was Dich erwartet. Wie Du siehst macht mir das Hobby (trotzdem) Spass. Ich bemerke sogar manchmal, dass je schwächer ein Objekt ist, der Spass beim Beobachten zunimmt. Klingt komisch? Erstmal schon, weil man ja noch weniger Details sehen kann. Aber wie gesagt kommt der Spass für mich aus dem Verständnis über das Gesehene und so freut es mich dann, überhaupt Notiz von einem schwachen Objekt nehmen zu können.
 
Hallo Frank,

stirb wie ein Mann!
http://www.svenwienstein.de/HTML/was_sieht_man_im_teleskop_.html

Keine Ahnung, wer Dir das mit Planeten in den Kopf gesetzt hat. Also rein auf Planeten: Man kann als geübter Beobachter das sehen, was eine sehr gute Astronomie-Planetenkamera im Einzelbild zeigt. Manche Kameras zeigen manchmal mehr. Addierte und bearbeitete Bildserien zeigen mehr als man sieht. Normale Kameras zeigen im Einzelbild weniger als man sieht. Dazu will beobachten gelernt sein, bei den ersten Planetenbeobachtungen von Mars und Jupiter ist man erstmal nur geblendet, bis man lernt, in so einem Bild die Nunancen und Pastelltöne zu unterscheiden.

Rein für Deepsky: Man sieht anders als die Kamera und M82 würde mit 12" in der gezeigten Größe im Video nicht so strukturreich sein. Kann man aber sehr hoch vergrößern (1mm AP und sogar etwas drunter, weil Ausnahme-Objekt(!)) sieht man sie bildfüllend mit einer großen Detailfülle, die aber nicht so scharf wirken und nur per indirektem Sehen, also beim gezielten Daneben-Gucken erfassbar sind. Beobachten will gelernt sein.
Allgemein ist es kaum möglich, Deepsky-Objekte so detailreich zu sehen, wie sie ein Foto zeigt, auch ein Foto durch sehr viel weniger Öffnung.

Wenn Du das nicht einschätzen kannst, schau, ob Du nach dem ganzen Trara noch wen findest, der Dich mal eine Nacht mit auf den Acker nimmt und durchgucken lässt. Entweder packt Dich die Faszination und Du bist damit zufrieden, oder Du investierst die Kohle in 100 Jahre Hubble-Kalender, etc.

Dies ist kein Scherz!

Clear Skies
Sven
 
Hallo Jan,

ich kann Dir nur völlig Recht geben.
Und es gibt noch viel mehr z.T. aktive Zeichner die wirklich sehr eindrucksvoll darstellen, was man visuell erreichbar ist.

Als ich gelesen hab 12" zum Einstieg, dachte ich mir Boah ganz schön mutig.

@Frank
Als ich vor 2 Jahren mir einen 6 Zöller als erstes Teleskop gekauft habe, hatte ich vorher ca. 10 Jahre mit bloßem Auge und Feldstecher beobachtet. Kannte dadurch schon fast alle am nördlichen Himmel sichtbaren Sternbilder und hatte schon eine gewisse Vorstellung, was mich visuell erwartet. Es ist nicht der schlechteste Rat durch ein paar Optiken zu schauen bevor man sich zu einem Kauf einer solch großen Optik entschliesst.

Viele Grüße
Lutz
 
Hallo Frank,

Zitat von HickSchlick:
@Jörg, Bernd,

:( :( :( Heul!!!

So langsam verliere ich die Lust am Sterne gucken.

Sehe ich denn irgendwas durch ein Teleskop bei DSO's?

Galaxien sieht man eben nicht als strukturiertes "scharfes Objekt", womöglich noch mit scharfen Spiralarmen.
M 81 z. B. ist eine der hellsten Spiralgalaxien und sehr leicht zu fotografieren. Schon nach sehr kurzer Gesamtbelichtungszeit sieht man die Spiralarme wirbeln. Im Normalfall wirst Du visuell, die Spiralarme nicht zu sehen bekommen. Im Normalfall kannst Du dir eine Galaxie in etwa so vorstellen: Nehme ein schwarzes Löschblatt, dann tupfe eine Fingerkuppe in Mehl und tupfe auf das Löschblatt.
Ein guter Tip ist das Buch "Deep Sky Reiseführer"
 
Hallo Frank,

:( :( :( Heul!!!

So langsam verliere ich die Lust am Sterne gucken.

Sehe ich denn irgendwas durch ein Teleskop bei DSO's?

Ich kann verstehen, daß Du grad völlig entsetzt bist. Nein, so grauslich ist das Sternegucken nicht. :Trost:

Ich merke aber an Deiner Reaktion, daß Du immernoch etwas falsche Vorstellungen von Deepsky hast.

Mit Deepsky bezeichnen wir Hobbyastronomen alles, was weiter draußen ist als die Planeten und Kometen.

Das wären also:

- Nebelgebiete (Orionnebel, Kalifornianebel, Nordamerikanebel...)
- Supernovaüberreste
- Galaxien
- Planetarische Nebel
- offene und Kugelsternhaufen
- farbig unterschiedliche Doppelsterne

Bei diesen Objektgruppen gibt es "einfache" (= relativ helle) und "schwierige" (= sehr lichtschwache) Kandidaten.

Das Sehen durch ein Teleskop muß man erstmal bewußt lernen. Denn im Alltag schauen wir bei hellem Licht mit zwei Augen (Stereo) und reagieren auf Farbe und Bewegung. Das hat sich durch die Evolution in viele Millionen Jahren so ergeben (damit wir vor gefährlichen Tieren, die sich uns nähern und uns auffressen wollen flüchten können)...

Wenn wir durch ein Teleskop gucken, dann benutzen wir nur ein Auge. Und es ist soooo dunkel, daß die Farbrezeptoren (Zäpfchen) in unseren Augen garnix zu sehen bekommen. Das verwirrt unser Hirn erstmal. Denn es erwartet auf Grund unserer Alltagserfahrung "Input" von den Farbrezeptoren und ignoriert erstmal zum größten Teil das, was von den "Schwarzweiß Rezeptoren" (Stäbchen) kommt.

Wenn ein unbedarfter Mensch zum ersten Mal in seinem Leben durch ein Teleskop guckt, dann sieht er bei einer (hellen) Galaxie nur den hellen Kern und etwa 10 oder 15 Sterne drumrum. Läßt sich der Mensch aber Zeit am Okular, dann werden es zuerst mehr Sterne. Und langsam (über mehrere Minuten!!!) schält sich dann auch eine Struktur bei der Galaxie heraus. Er erkennt den Umriß der Galaxie (Scheibe, Elypse, Spindel) immer besser. Und wenn man ihm dann sagt, daß er mal ganz bewußt ein paar mm am hellen Kern der Galaxie "vorbeischielen" soll, kommt auf einmal nochmal deutlich mehr hervor.

Dieses "Vorbeischielen" nennen wir indirektes Sehen.

Physikalisch wird dabei das Licht nicht mehr in die Sehgrube im Auge gelenkt, sondern auf einen Punkt der Netzhaut, der daneben liegt. In der Sehgrube haben wir hauptsächlich Zäpfchen (Farbsehen), daneben sitzen die schwarzweis sehenden Stäbchen. Daher sieht man beim indirekten Sehen mehr als beim direkten "Draufstarren" auf das lichtschwache Objekt.

Nicht alle Galaxien haben Spiralarme, Sternentstehungsgebiete und Staubbänder, die Du von den Fotografien kennst und die vermutlich einen großen Teil Deiner Fazination ausmachen.

Relativ einfach und für einen Anfänger erkennbare Strukturen findest Du bei der Andromedagalaxie, mit 10 Zoll Öffnung auch ansatzweise bei M51. Die anderen Spiralgalaxien erfordrn Übung im indirekten Sehen.

Alle Galaxien erfordern richtig dunklen Himmel. Wenn Du in einer Stadt wohnst, oder wenn der Mond (und sei es nur eine Sichel!) am Himmel steht, dann verschwinden die Details sofort in der Hintergrundhelligkeit des Himmels.

Für mich macht ein großer Teil der Faszination beim Beobachten von Galaxien das Wissen aus, was ich da eigentlich beobachte.

Die sind so weit weg von uns, daß das Licht von denen losgeflogen ist, als es die Menschheit als aufrecht gehende und bewußt handelnde Spezies noch garnicht gab. Das diffuse Fleckle im Teleskop setzt sich aus Abermillionen Sonnen wie unserer eigenen zusammen. Dort könnte auch ein Wesen auf einem Planeten stehen, in den Nachthimmel gucken und sich fragen, ob "da draußen" noch jemand in den Himmel guckt...

Galaxienbeobachtung ist anspruchsvoll und erst mit langjähriger Beobachtungserfahrung kann man das so richtig würdigen.

Für einen Anfänger ist die Beobachtung von Planetarischen Nebeln (Hantelnebel, Ringnebel in der Leier...) ein interessantes und erfolgbringendes Ziel. Natürlich siehst Du auch diese Nebel nur in schwarzweis. Aber da kannst Du wirklich Strukturen erkennen. Und wenn Du einen UHC oder OIII Filter verwendest, kannst den Kontrast dieser Nebel zum Himmelshintergrund deutlich verbessern.

Faszinierende Objekte sind Sternentstehungsgebiete wie Lagunennebel, Triffidnebel oder auch der Orionnebel. Da erkennt auch ein noch ungeübter Beobachter kleine Diamanten (Sterne) eingebettet in zarte graue Rauchschleier (Nebelgebiete) vor schwarzem Samt (dem Himmelshintergrund).

Das ist im Okular ein atemberaubender Anblick. :)

Du guckst zu, wie neue Sterne aus Gas und Staub entstehen. Leider dauert die Geburt von Sternen viel länger als ein Menschenleben, Du wirst also keine "Veränderung", keinen plötzlich neu aufleuchtenden Stern beobachten können. Aber du spickelst der kosmischen Evolution über die Schulter bei "der Arbeit". ;)

Sehr einfache Deepsky Objekte für einen Frischling in unserem Hobby sind Sternhaufen. Die sind hell und Du erkennst sogar Farben. Denn die Sterne haben unterschiedliche Oberflächentemperaturen und somit auch unterschiedliche Farben.

Ich hoffe, ich hab mit meiner Schilderung Deine Vorstellungen davon, was man als visueller Beobachter bei Deepsky Objekten im Okular sehen kann, etwas korrigiert. :)

Das von Dir angepeilte Teleskop zeigt Dir zusätzlich zu diesen Deepsky-Objekten natürlich auch die näheren Objekte. Also Mond (bei jeder Phase und Vergrößerung ein Hochgenuß, sofern die Luft ruhig ist!), die Planeten und auch Kometen.

Der Mond ist für einen Anfänger das einfachste Objekt. Schwieriger (weil viel kleiner, mann muß sie erstmal finden ;)... ) sind die Planeten. Wenn Du etwas Übung im Dobsonschubsen hast, wirst an denen aber mit der passenden Vergrößerung und den entsprechenden Okularen auch viele faszinierende Details und sogar etwas Pastellfarbe sehen.

Kometen sind ähnlich kritisch wie die Galaxien bei der Beobachtung. Das sind im Teleskop einfach winzige, geisterhafte Nebelfleckles. Da macht für mich die erkennbare Bewegung dieser Objekte (von Nacht zu Nacht) vor dem Hintergrund der Sterne die Faszination aus...

Fazit:
Wenn Du Dich von den einfachen zu den schwieriger zu beobachtenden Objekten am Himmel vorantastest, wirst viele Jahre Spaß am Hobby haben. :Trost:

CS
Fee
 
NOTE EINS ! :super: Danke Fee...


Wohl zu rutschen wünscht

Der Jan ;)
 
@ Sternenfee ,

danke, endlich mal jemand der eine konkrete Erläuterung abgibt , damit ich eine Vorstellung vom Beobachten bekomme! :)

Habe mich für ein 12er Dobson von GSO entschieden, da es Preislich sehr interressant ist und die grösste Öffnung.
Und ich kann mir dann auch noch Okulare leisten die ich wirklich brauche.
Das mit dem Forografieren habe ich ja schon längst at acta gelegt. ;)

Das Gewicht von dem "Ding" erschreckt mich nicht wirklich ,da ich wie schon beschrieben beruflich auch viel schleppen muss1 :)

mfG

Frank
 
Hi Frank.


Ich habe nicht unbegründet geschrieben, dass ich Zeichnungen wenig hilfreich finde.
Die Zeichnungen auf den Homepages die Jan (Blinddarm1) verlinkt hat sind sicherlich schön. Ich glaube den Zeichnern auch, dass die Bilder in Etwa das wiedergeben, was sie gesehen haben.
Das ist jedoch der springende Punkt. Wie Jan und Fee beschrieben haben, will das Sehen am Teleskop "gelernt" sein. Den Zeichnungen liegen meist außerordentlich gute Himmelsqualität, lange Beobachtungserfahrung und ein tiefer Blick ins Okular zu Grunde.
Als Neuling wirst Du also keinesfalls das Gleiche sehen, wenn Du ins Okular schaust. Und genau deshalb halte ich Zeichnungen für wenig hilfreich um einem Einsteiger zu verdeutlichen, was man im Teleskop sehen kann.

Ich wollte Dir drastisch schildern, wie "wenig" man sieht, da Du bei Deiner Auswahl in kurzer Zeit von A nach B nach C gekommen bist und dass scheinbar ohne intensiv genug zu lesen. So habe ich Dich hoffentlich davor bewahrt zu glauben, dass der Dobson nur auf Grund der 12" Größe hochauflösende und detailreiche Bilder am laufenden Band auswerfen kann.
Guck Dir die von Jan verlinkten Seiten also "mit Vorsicht" an und denke dabei daran, dass die Zeichnungen ähnlich wie Fotos nicht das widergeben, was Du auf Anhieb sehen wirst.
Die Detailangaben auf den Zeichnungen können Dir jedoch vermitteln, wie wichtig gute Himmelsqualität ist. Ich hoffe, dass Du darüber auch schon nachgedacht hast. Zwischen "dunkel" und "dunkel" gibt es große Unterschiede.
Im Garten habe ich diesen Sommer nur an zwei Abenden mag 6.2 feststellen können. Die Andromedagalaxie war dann unvergleichlich detailreicher sichtbar, als an Abenden mit einer Grenzgröße von lediglich mag 5. Ich hoffe, dass Dir klar ist, dass der Himmel nicht jeden Abend das gleiche bieten kann, selbst wenn der Himmel tagsüber scheinbar blau und klar ist.


Zitat von HickSchlick:
@ Sternenfee ,

danke, endlich mal jemand der eine konkrete Erläuterung abgibt , damit ich eine Vorstellung vom Beobachten bekomme! :)

Ich finde die Homepage von Sven Wienstein zum Thema auch gut, die er Dir weiter oben hingelegt hat.
 
Hallo Bernd,

Danke nochmal für Deinen Beitrg.

Ich denke , dass ich es einfach mal darauf ankommen lasse.

Es können mir alle erzählen was man sieht und was nicht, aber sich selbst ein Bild davon zu machen , glaube ich ist besser als 1000 Worte..

Ich habe alle Links die mir geschickt wurden immer angeguckt,
und dadurch auch viel gelernt.
Danke an alle für Eure Hilfe.
Trotzdem freue ich mich riesig auf mein erstes "mal".
Trotz allem halte ich aber auch noch Ausschau nach einem GOTO System.
Das Nachführen von Hand , stelle ich mir doch sehr schwer vor, oder?

mfG
Frank
 
Ich persönlich finde das Nachführen per Hand sehr einfach und auch nicht störend. Vom ersten Moment an ging es mir leicht von der Hand.

Die Justage des Teleskops empfand ich auch dank der vielen Anleitungen als sehr logisch und einfach.

Es kommt wohl einfach darauf an, wie aufnahmefähig und konzentriert man an eine Sache rangeht denke ich. Wenn man dabei etwas schwächelt, dann braucht man wohl Erfahrung/Übung/Wiederholung um problemlos damit klarzukommen.
Ich mag aber mal behaupten, dass jeder "normal begabte" Mensch problemlos mit den "Anforderungen" eines Teleskops zurechtkommt.
Alles andere halte ich für Wichtigtuerei. Es geht schließlich nur darum durch ein Fernrohr zu gucken und zu sagen "oh schön" und nicht um die Fahrt mit einem Rennauto oder Kunstflug oder so. Die Konsequenzen wenn man was falsch macht: keine, außer das man vielleicht weniger sieht. Ironie: oh wie schlimm.
 
Hallo Frank,

Trotzdem freue ich mich riesig auf mein erstes "mal".

ja, ich kann mich noch gut an meine Anfängerzeit erinnern. Ich hab jedesmal vor Begeisterung die Luft angehalten, wenn ich was Neues im Okular erblickt hab. Dieses kindliche Staunen, die Emotionen geht weit über das Betrachten eines noch so schönen Fotos hinaus. :) ...

Trotz allem halte ich aber auch noch Ausschau nach einem GOTO System.

Stopp! Du hast Dich jetzt für ein System für den Anfang entschieden. Jetzt beschäftige Dich mit den dazu passenden Okularen, einer drehbaren Sternkarte, einem Himmelsatlas, lern die Sternbilder und plan auch gleich den Besuch von ein paar Teleskoptreffen dieses Jahr ein.

Das ITV kann ich Dir nur wärmstens empfehlen. Egal, ob Du mit nem Zelt (Dackelgarage), nem größeren Pavillion oder einem Wohnmobil anreisen tust, es ist einfach die Wucht! :super:

Am besten beantragst gleich mal Urlaub dafür. So ein Teleskoptreffen ist wie das Schlaraffenland für einen angehenden Hobbysterngucker. Dort findest hunderte Gleichgesinnter, kannst den anderen zugucken, wie sie gekonnt mit ihren Teleskopen alle möglichen Objekte einstellen, durch deren Teleskope spechteln, kannst viele Praxistipps abgreifen, auch mal ein Okular vom Nachbarn an Deinem Teleskop ausprobieren, oder einen Filter...

Händler sind auch vertreten (ich komm eigentlich immer mit irgend was Neuem Heim, auch wenn bei mir der Geldbeutel net soo viel hergibt) ;) ...

Toiletten/Duschen sind vorhanden, ne Kneipe gibt es auch, falls Du net selber kochen magst, Einkaufen kann man an einem Kiosk oder auch in der nahegelegenen Stadt...

Tagsüber holt man den Schlaf der vergangenen Nacht nach, läuft man über den Platz, quatscht mit anderen Teleskopbesitzern, belagert die Händler, hört Vorträge, knüpft Freundschaften, pflegt den Kontakt zu alten Freunden und wartet gemeinsam auf die Dunkelheit. Dann gehts los. Überall kleine Rotlichtlampen, leises Sirren von Nachführungen, gedämpftes "Boa, guck mal, ne Sternschnuppe!", Gelächter, wenn mal jemand nen Witz abläßt oder ein kleines Mißgeschick passiert.

Am nächsten Tag dann versuchst, die Stimmen aus der Dunkelheit Gesichtern zuzuordnen...

Das muß man erlebt haben, das kann ich garnicht beschreiben.

Vorsicht: SUCHTGEFAHR ! :totlach2:

CS
Fee
 
Re: Welche Okulare für GS980 - 12" f/5 Dobson von

Hallo Fee,

sehr guter Beitrag bzw. eine gute Abhandlung über visuelle Deep-Sky-Beobachtungen!

Ein frohes neues Jahr 2011 mit vielen klaren Nächten wünscht

fquadrat
 
Hallo Fee,

Trotz allem halte ich aber auch noch Ausschau nach einem GOTO System.

Stopp! Du hast Dich jetzt für ein System für den Anfang entschieden. Jetzt beschäftige Dich mit den dazu passenden Okularen, einer drehbaren Sternkarte, einem Himmelsatlas, lern die Sternbilder und plan auch gleich den Besuch von ein paar Teleskoptreffen dieses Jahr ein.

nach gefühlten 500 Postings finde ich das nur einfach Klasse.

Vielleicht will (!) Frank etwas anderes als ihr euch selbst suggeriert. Ich persönlich glaube, das er ein Gerät mit möglichst größter Öffnung und aller, aller einfachster Bedienbarkeit haben will. Einschalten, anfahren, durchgucken, staunen. Vielleicht eben doch das Dobson mit Goto, aus dem ersten Thread.
 
Hi Frank,

ja das mit dem Treffen vom 1- 5 Juni werde ich mir reinziehen(gesetz den Fall mien Chef gibt mir Urlaub).

sehr schön. Falls das mit dem Urlaub net klappt, kommst halt erst Freitag Abend. Ist zwar net so streßfrei wie die frühere Anreise und der Platz ist schon gut gefüllt, aber auch das Wochenende alleine ist schon ein schönes Erlebnis und lohnt allemal die Anfahrt.

Es sind auch etliche hier aus dem Forum da. Du gehst garantiert mit vielen Tipps und heiß motiviert heim...

CS
Fee
 
Hallo Tommy,

ich sag nur: "Welche NGC-Nummer hat noch H & Chi?"
Goto ist eine nette Sache, aber es erfüllt das "einfach los" dann doch nicht. Es vereinfacht einiges, aber genauso hört man aus dem Dunkel dann doch auch mal gemurmel, warum die Technik nicht so geht wie gedacht. Ein großer Anteil der Goto-Einkäufer dürfte den ersten Abend mit dem Gerät trotz Trockenübung abbrechen, weil irgend etwas an der Technik nicht funktioniert wie geplant oder verstanden wurde wie vorher gedacht. Kein Problem, wenn man nicht alleine ist, obwohl ich auch schon erlebt habe, dass jemand dann aus Frust in aller Stille eingepackt hat, obwohl er bei anderen Sternfreunden hätte mit schauen können.
Das zeigt eine ziemliche Erwartungshaltung (und die Preise sind auch nicht ohne) - wird ganz klar von der Werbung suggeriert: "Fire and forget" ist der militärische Begriff dazu.

Jedenfalls, gut: Wenn die Entscheidung nun ist, erst selbst zu kaufen, bevor man bei anderen mal durchguckt, dann haben wir das nun schriftlich und gut.

Clear Skies
Sven
 
Hi

Da hier meine Zeichnungen (www.beyond-earth.de) verlinkt sind, möchte ich auch mal kurz meinen Senf dazu geben, auch wenns ein wenig offtopic ist:

Die Zeichnungen entstanden meist bei recht guten Beobachtungsbedingungen mit einer Grenzgröße von besser als 6mag, meist 6m3 bis 6m5. Hat man hier im Schwarzwald halt einfach. :) Ich weiß jetzt nicht, von wo aus du beobachtest, aber wenn dein Himmel um 1mag schlechter ist, kannst du das, was du am Anfang mit 12" siehst, gut mit meinen Zeichnungen vergleichen, die ich mit 8" gemacht hab.

Es sei allerdings dazu gesagt, dass man viele Strukturen nicht beim ersten mal kurz hingucken sieht. Da ist schon ein wenig Ausdauer gefragt. Schaut man sich eine Galaxie nur kurz an, sieht man in den meisten Fällen nicht mehr als einen diffusen Blob ohne Strukturen. Viele interessante Dinge kommen erst nach 15 bis 30min der intensiven Beobachtung heraus. Man braucht also schon Geduld, um den einzelnen Objekten Details entlocken zu können. Wenn man die nicht hat, braucht man sich schwächere Objekte gar nicht anschauen, weil die dann alle irgendwie gleich aussehen.

Wobei ich schon gar nicht mehr weiß, wie ne Galaxie überhaupt aussieht, so viele Wolken wie sich hier seit Wochen halten... :(

Hoffe, ein wenig geholfen zu haben.

Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Christian,

zwei schöne Objektlisten hast Du da auf Deiner Seite!
Vielen Dank.

Vieles wird für mich zwar nicht erreichbar sein aber schöne Herausforderungen sind dabei.

Gruß
Lutz
 
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