Welche Okulare nutzt ihr am Quark? | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

Welche Okulare nutzt ihr am Quark?

Der Titel sagt es schon. Welche Okulare nutzt ihr am Daystar Quark und warum? Ich bin kein Anfänger und von daher soll es hier auch nicht im Urschleim beginnen. Bitte auch keine Spekulationen, denn spekulieren kann ich selber, also bitte nur tatsächliche Erfahrungen. Ich stelle diese Frage an dieser Stelle, da ich festgestellt habe, dass an Telezentrischen F/32 und im tiefroten so manche als hervorragend bewährte Okulare plötzlich unangenehm sind, und andere, die ich schon zum Verkauf aussortiert hatte, plötzlich doch einen neuen Verwendungszweck gefunden haben.
So zB das 20mm SWA, es liefert am quark super ab, während es sowohl am F/5 Newton als auch am F/7,5 Apo dürftig war.
Das ED 25mm, mein meistbenutztes Oku am Quark aktuell, doch das Rotlicht neigt bisweilen dazu, zwischen Auge und Linse des Okularss etwas Ping Pong zu Spielen, je nach Augenbewegung gibts hier rote Schleier, aber Die Abbildungsleistung per se ist super.
Ich hoffe auf einige anregende Ideen, bis die Tage, Freunde der Sonne
 

KlausdorfAstro

Mitglied
Hallo Olli,
kurz und knapp: die Cemax Okulare von Coronado nutze ich, wenn ICH beobachte und das Baader Zoom (Mark IV), wenn BESUCH beobachtet.
Ich nutze die Cemax mittlerweile nicht nur für die Sonnenbeobachtung. Habe den Eindruck, dass der Kontrast sehr knackig ist und daher bin ich rundum zufrieden damit.
Viele Grüße
Andreas
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

nicht an Quark, aber an SolarSpectrum: Das Baader 36mm Hyperion, das Baader Classic Ortho 18mm und am Bino die alten Eudiaskopischen von Baader.

Ein Pärchen 17,5er Morpheus kam heute noch dazu und wartet auf sein First Light – das 9er hat einen guten Eindruck hinterlassen, vergrößert aber zu sehr. Ich hoffe, ich kann die 17,5er diesen Monat noch testen…

Was sich als hilfreicher erwiesen hat als jedes Okular: Das Astrogarten Beobachtungstuch:

Beste Grüße,
Alex
 
Danke für die Ideen.
Hyperion 31 und 24 sowie die komplette Morpheus Reihe habe ich im Koffer, allerdings ist der Quark selbst schon so groß und schwer wie mein 3,5er Delos, da nochmal so was langes reinpacken mag ich nicht, da bekomm ich keine Balance mehr und die einblickposition wird doof, wenn nach dem Zenithsprisma noch 40cm im rechten winkel abgehen. Aber ja, das 17,5er Mor macht eine gute Figur, ust aber schon recht am Anscjlag, was die Vergrößerung betrifft, da ich effektiv F/32 habe.
Das 31er Hyperion wird schon nur noch mit 38° ausgeleuchtet, das fühlt sich nicht angenehm an.
 

Radfahrer

Mitglied
Hallo,

ich benutze am f/5,5 Apo die 40mm & 32mm TV Plössl und das 25mm Cemax. Das Cemax habe ich gekauft, weil ich kein gebrauchtes 25mm TV Plössl kriegen konnte.
40 & 32mm gehen an normalen Tagen, bei besonders guten Bedingungen liefert auch das 25mm Cemax ein scharfes Bild. Noch kürzere Brennweiten werde ich an meinem Standort wohl kaum nutzen können, aber wenn mir ein gebrauchtes 20mm TV oder 18mm Cemax über den Weg läuft, kauf ich's.
Ich nutze die Cemax mittlerweile nicht nur für die Sonnenbeobachtung. Habe den Eindruck, dass der Kontrast sehr knackig ist
Kann ich bestätigen.

Die Größe des Bildes wird von der Größe des Blockfilters bestimmt. Deshalb macht es keinen Sinn, Okulare mit großem sGF zu verwenden, 50° reichen, selbst die 40° beim 40mm Plössl sind ausreichend.

Was sich als hilfreicher erwiesen hat als jedes Okular: Das Astrogarten Beobachtungstuch
Auch das kann ich bestätigen. Allerdings bekomme ich trotz der weißen Seite einen heißen Kopf und benutze zusätzlich einen Sonnenschirm.

Gruß Uwe
 
Ich habe an meinem Standort tatsächlich recht gutes Seein, im Weißlicht bin ich am ED120 regelmäßig bei 200x, 140x gehen eigentlich fast immer. Selten rutsche ich mal auf 100x runter. Den Quark nutze ich am 80/600, habe also effektiv 2580mm Brennweite. Von daher geht da deutlich mehr als mit 25mm Okularbrennweite. Mein Quark hat zwar schräg seitlich eine einzelne Randzone mit deutlich weniger kontrast, etwa ab 80% Bilddurchmesser und nur an einer seite, so weit außen dass es mich nicht stört (schätze ihn da auf 0,7-0,8A) aber ansonsten bildet er sehr knackig ab, vom Oberflächenkontrast auf jeden Fall 0,5A, und vor allem praktischerweise sehr hell, dem geht bei hoher Vergrößerung so schnell nicht das Licht aus. Ich habe beide meist im Parallelbetrieb, deshalb ists vom winkel häufig ungünstig so lange Okulare wie die Morpheus auf den eh schon langen quark draufzupacken. Außerdem bin ich an der Prismenschiene schon am Anschlag, die Okulare sollten also leicht sein, sonst komm ich mit der Balance in Probleme, oder der große bekommt nen Bleigürtel an die Taukappe. Die Cemax werd ich mir mal zu Gemüte führen müssen. Die scheinen ja zu gefallen.
Ich überlege gerade mir mal diverse Okulare zum testen zu schicken zu lassen. Auf meiner Liste sind auch ziemlich viele TV Okulare. Ich befürchte, dass ich am Ende mehr behalten möchte als dem Konto lieb ist, das ist mir mit den Delos schon mal so gegangen XD. Schade, dass es die Lunt H Alpha Okulare nicht mehr gibt, die hätte ich in 27 und 19mm gern mal ausprobiert, vor allem im Vergleich zu den baugleichen Flatfield von APM/TS... ob da wirklich was an der Vergütung anders ist. Schreiben können die Händler ja immer viel.
 

Kerste

Mitarbeiter
Die Größe des Bildes wird von der Größe des Blockfilters bestimmt. Deshalb macht es keinen Sinn, Okulare mit großem sGF zu verwenden, 50° reichen, selbst die 40° beim 40mm Plössl sind ausreichend.
Hi!

Das stimmt nur zur Hälfte. Wenn die ganze Sonne nicht in den H-alpha-Filter passt, bringt das Okular mit dem größten Gesichtsfeld nichts, völlig d'accord – wenn es nur darum geht. Bei mir passt sie gerade so rein (bei effektiv 1800mm und f/22,5 mit TZ3 am ED80/600; am f/10-Teleskop verhalten die Okulare sich ähnlich, nur die Sonne ist halt nur noch teilweise zu sehen, dafür besser).

Von daher könnte ich statt dem 36mm 2" Hyperion auch das 1,25" 32mm Plössl nehmen, um sie komplett zu sehen – Am Bildausschnitt ändert sich nichts, ich sehe sie komplett. Aber im Hyperion ist der Einblick deutlich angenehmer, das Okular macht einfach mehr Spaß. Also nehme ich 2", auch wenn dann viel vom Eigengesichtsfeld im Dunkeln bleibt. (Auch deshalb nehme ich Bino-Ansatz gerne das 36er Hyperion mit 1,25"-Adapter, auch wenn es dann nur noch 50° hat. Und an der Sonne sehe ich eh nicht, ob der Bildrand schwarz ist, weil da keine Sonne ist oder weil da die Feldblende das Bild beschneidet. Schwarz ist schwarz. Was mal wieder zeigt, dass Okulare eine sehr individuelle Sache sind.)

Und im 18mm Ortho mit 52° sehe ich bei 100x nur einen Teil der Sonne. Mit dem 17,5er Morpheus mit 76° müsste sie sogar noch komplett ins Bild passen, wenn alle Angaben stimmen und Avila richtig rechnet. Ich hoffe, ich kann das morgen testen – mittlerweile habe ich das Okular hier und hoffe auf klaren Himmel.

Beste Grüße,
Alex
 
Das Quark hat eine freie Apertur von 20mm, bei F30 und 30mm Abstand zum Okular heißt das, es werden 21mm Okularfeldblende ausgeleuchtet. Das TV Plössl 25mm hat 21mm Feldblende, macht daraus 50°SGF, das 19mm Flatfield hat auch 21mm Feldblende, dieses macht daraus 65° SGF. Benutzte ich ein 32mm SWA 70° Okular mit 40mm Feldblende, so werden davon nur 21mm ausgeleuchtet und ich stehe mit 37° SGF da. In allen diesen Fällen ist der tatsächliche Bildausschnitt an der Sonne absolut identisch, nur eben unterschiedlich stark vergrößert. Alles eine Frage der Kombination.
Und ich muss sagen, die 42° eines Orthos sind OK, ab den 50° eines Plössls ists angenehm, 37° find ich unangenehm tunnelig, und da wirkt alles klein, obwohl die Vergrößerung 100x sein mag, zumindest an der Sonne, Mond analog dazu. Geht es um Planeten, stört selbst 30° nicht.
 
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