Welche Optiken / Barlow Linse

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baraber

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Hallo zusammen!

Mein Teleskop ist heute angekommen! :biggrin:

Es ist ein Skywatcher Dobson 254/1200 mm.
Dabei waren zwei Okulare 10 und 25 mm.
Da momentan alles bedeckt und auch noch hell ist, habe ich den Wald in ca 400m anvisiert. Soweit so gut. Man sieht mit dem 10mm Okular schon die einzelnen Äste usw. Allerdings hab ich mir die Auflösung noch etwas höher vorgestellt. Rechnerisch müsste ich ja auf 1200/10 = 120 fache Vergrößerung kommen.(Bei 10er Okular)
Die maximal sinvolle Vergrößerung würde bei 254*2= 508 liegen.
Um meine Vergrößerung nun zu steigern bräuchte ich soweit ich gelesen habe eine Barlow Linse. Bei einer Barlow Linse mit 3facher Vregrößerung käme ich dann auf 120*3= 360 fache Vergrößerung.
Wäre es also sinvoll mir eine 3fach Barlow Linse anzuschaffen und danach je nach Bedarf noch entsprechende Okulare? Welche Barlow soll ich nehmen? Marke, Typ?
Waren meine Ausführungen überhaupt richtig?

Grüße
Jörg
 
Hallo Jörg,

um die Frage der sinnvollen Maximalvergrößerung gibt es immer wieder
ausufernde Diskussionen.
Denn da spielt auch das individuelle Sehvermögen eine Rolle.
Je besser man sieht desto weniger hoch muß mn vergrößern um
das Auflösungsvermögen voll nutzen zu können.

Ich würde vorschlagen von 0,7mm Austrittspupille auszugehen,
das ist meiner Erfahrung nach bei guten Teleskopen am Planeten
ziemlich ideal. 0,7mm AP entspricht bei 254mm Öffnung 362x,
also bist du mit einer 3x Barlow zum 10mm Okular gut beraten.
500x ist für mich höchstens etwas für Doppelsterntrennung.

Welche Barlow?
Ideal wäre meiner Ansicht nach eine nominell 2,8x Klee Barlow,
die in echt aber eher eine 3x ist und auch als solche gerechnet worden ist.
Die Klee Barlow kompensiert die off-axis-Koma des Parabolspiegels.
Sie ist aber leider nur noch gebraucht zu bekommen.

Alternativen?
Die 3x Televue Barlow. Relativ langabauend und unkompliziert.

Ansonsten gibt es noch weitere 3x Barlows mit denen ich aber
leider keine eigene praktische Erfahrung habe.

Bei f/4,8 halte ich eine 3x Barlow eine gute Wahl weil sie
das Strahlenbündel so aufweitet wie es bei einer f/14,4 Optik
der Fall wäre. Daran funktionieren alle Okulare,
auch 3-linsige Kellner.

MfG, Karsten
 
Was ist der Unterschied zwischen diesen günstigen Barlow Linsen von Omegon für 30 Euro und den teuren von Televue für 100 Euro. Macht das so viel aus?

Gruß
Jörg
 
Hallo Jörg,

die Omegon Barlow kenne ich nicht.

Ich habe die 3x Televue auch nie direkt mit einer 3x TS Barlow
vergleichen können,also kann ich dir auch nicht sagen ob ein
erkennbarer Unterschied besteht.

Da Televue die Teile zukauft (auf meiner TeleVue Barlow steht "Japan")
köntte es sein daß der Hersteller diese Barlows auch an andere "Hersteller"
verkauft die ihre drauf machen lassen
(das ist eine rein hypothetische Annahme von mir).

Wie auch immer:
Selbst am eigenen Teleskop vergleichen hilft meist weiter.

MfG,Karsten
 
Einfache Barlows könenn Fabrabweichungen einführen. Ich benutze gern eine billige 1,5x/2x-Barlow von Wolfi. In der geringen Vergrößerungsstufe (die Optik wird wie ein Filter eingeschraubt) arbeitet sie gut, bei 2x (in der Steckhülse) gibt es Farbränder. Von dieser Tendenz muss man generell ausgehen, wenn man keine Barlow hat, wo Apo draufsteht und auch drin ist. Geringere Vergrößerungen sind möglich, starke machen Probleme.
Insgesamt ist es dennoch eine gute Idee, mit einem 10mm-Okular + Barlow auszukommen. Die klassischen Konstruktionen (Plössl, Kellner, oder auch Erfle) lassen sich bei 10mm vom Augenabstand noch benutzen. Darunter wird es unbequem. Komplizierter augebaute Okulare enthalten schon ein Barlow-ähnliches Element, davon hätte man dann zwei hintereinander. Beweisen kann ich da nichts, aber ich habe kein gutes Gefühl dabei.
Insgesamt ist meine Erfahrung, dass eine Vergrößerung von 300x selten einsetzbar ist, und alles darüber sehr selten: Die Luftunruhe. Ein aufgeblasenen waberndes Bild zeigt zumindest für mein Auge weniger Einzelheiten als ein scharf erscheinendes kleineres mit sauber abgegrenzten Strukturen. Ich lande meist bei ~200x.
 
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