Hi zusammen,
Ich habe jetzt nachgesehen und die größten die ich finde sind 139 mm im Durchmesser mit 90 Zähnen (Modul 1,5).
Was meint Ihr, reicht die Größe aus? Ich möchte die Montierung fotografisch nutzen.
Es gibt auch eines mit 152mm als Katalogteil (z=100, m=1,5). Das sollte zumindest für mittelgroße Montierungen bezüglich der Belastbarkeit geeignet sein. Wenn ich mir nochmal eine Monti bauen würde, und das Getriebe nicht selbst herstellen würde: dieses Kremp-Getriebe würde reinkommen. Das Preis/Leistungsverhältnis dürfte unschlagbar sein.
Rechne aber mit einem PE irgendwo um die +/-20" oder so. Aber du wirst ohnehin einen Autoguider verwenden.
Für die Größe des Schneckenrades sind eigentlich 2 Dinge wichtig:
- welches Drehmoment muss das Getriebe aushalten? d.h. wie schwergängig sind die Achsen bei voller Beladung, welche Kräfte treten z.B. bei Windböen auf, wie stark muss die Achse geklemmt werden etc
- Je größer das Rad, um so kleiner wird i.d.R. das Getriebespiel in Bogensekunden. Diesen Punkt würde ich aber nicht überbewerten. Auch der PE wird normalerweise mit der Rad-Größe abnehmen.
Ein größerer Übersetzungsfaktor (= Zähnezahl) reduziert den PE, wenn er überwiegend vom Rundlauffehler der Schnecke oder -lagerung kommt. Wenn er von axialen Fehlern der Schneckengeometrie oder der Lagerung kommt, spielt die Zähnezahl keine Rolle.
Die optimale Größe rechnerisch herzuleiten dürfte schwierig bis unmöglich sein. Ich würde mir die Größe von vergleichbaren kommerziellen Montierungen anschauen, und dann je nach den Verhältnissen an meiner Montierung was zugeben oder abziehen. Auch unterschiedliche Werkstoffe beachten!
Und noch ne Frage, da gibt es welche die bezeichnet sind mit eingängig rechts und welche da steht zweigängig rechts.
Nimm auf jeden Fall eingängig.
wieviele Zähne sollten die Räder den haben? Kann man dies nicht weiteren Zahnrädern an der Schneckenwelle ausgleichen.
Normalerweise gibt es noch ein kleineres Getriebe zwischen Motor und Schneckenwelle. Das kann auch ein kleines Schneckengetriebe sein. Die Gesamtübersetzung ist dann z.B. 200 (für das große Getriebe) * 50 (für das kleine Getriebe) = 10000.
Welchen Faktor man für das kleine Getriebe braucht, hängt vom Motor ab, und welche Maximalgeschwindigkeit man verwenden will (Goto!!). Und auch davon, dass die einzelnen Motorschritte kleiner als das Seeing sein sollten.
Je kleiner die Übersetzung dieses Getriebes ist, um so komplizierter muss die Schrittmotor-Ansteuerung werden, und der Motor hochwertiger (Microschritt!).
Sicher kann man dies mit weiteren Zahnrädern an der Schneckenwelle ausgleichen, ist aber Murks weil Du mit jeder neuen Übersetzung mehr Spiel einbringst.
Das sehe ich bei weitem nicht so kritisch.
Ich werde vorerst wohl bei Eigenbaugetrieben hängenbleiben undspäter was richtig Gutes anbauen.
Was soll an den "richtig Guten" denn besser sein? ?)
cs
Martin