Welche Teleskopgröße trägt die EQ6

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Frank_

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Hallo Sternenfreunde,

habe im Juni 2008 mein Interesse an der Astronomie mit dem Kauf eines kleinen Linsenteleskopes auch visuell neu belebt und bin inzwischen richtig hungrig geworden. Habe mir kürzlich eine EQ6 zugelegt und möchte im Frühjahr ein Spiegelteleskop folgen lassen, wahrscheinlich ein Newton der Firma Orion.

Meine Frage an Euch: Welche Größe trägt die EQ6 ohne Probleme, da ich Langfristig ( 3-4 Jahre) auch gern fotographieren möchte!

Wer hat ausreichend Erfahrung und kann mich beraten.
Vielen Dank im vorraus, Gruß Frank
 
Hallo Ralf,

vielen Dank für Deine Antwort. Die Links mit den Tabellen und auch Deine Empfehlungen sind sehr hilfreich.

Ich hatte allerdings mit einem Newton 300/f5,3 von orion geliebäugelt, auf Grund der Leichtbauweise!! Dieses hat dann bei 13 kg natürliche einen recht langen Tubus von 1600 mm.
Die EQ6 trägt doch laut Hersteller bis 18-20kg recht problemlos.

Warum dann nicht 300 mm?

Viele Grüße Frank


PS: Hast Du in Falkensee eine eigene Sternwarte?
 
Hallo Frank,
der lange Hebel des 12" stellt an die Montierung schon eine besondere Belastung dar. Visuell mag das noch gut gehen, aber Fotografisch sicher nicht, zumindest keine Langzeitbelichtung.
Zudem musst du bedenken das einiges an Zubehör dazu kommt welches die Montierung beim fotografieren tragen muss. Auf die Herstellerangaben würde ich mich nicht verlassen.

Viele Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,

da hast Du mit Sicherheit recht. Falls ich langfristig auch in die Astrofotographie einsteigen sollte macht ein kleineres Teleskop mit Sicherheit Sinn.

Die Frage die ich mir außerdem noch Stelle ist ja, ob der visuelle Unterschied zwischen 250/300 mm so enorm ist? Hast Du diesbezüglich auch Erfahrungen?

Gruß Frank
 
Hallo Frank,
also von Deiner Idee mit 300 f/5.3 auf einer EQ6 kann ich Dir nur abraten - damit wirst Du nicht glücklich werden.
Zufällig habe ich genau diesen Orion hier und ich hatte auch früher mal eine EQ6 - no way.

Wenn unbedingt 12", dann ein f/4 - auch das wird aber wackelig beim fotografieren.
Was etwas hilft: Du setzt die EQ6 auf eine feste Säule und bist windgeschützt (Hütte).
Nachwievor stehe ich aber zu meiner obigen Empfehlung.
Du sprachst ja von "...trägt die EQ6 ohne Probleme...".

Das Gewicht ist nicht alles, der Hebel ist das Problem, wie ja auch Florian schon schrieb. Das gibt ein großes Pendel bei Wind oder der geringsten Berührung.
1600mm Brennweite sauber nachzuführen, so daß es nachher runde Sterne auf dem Foto gibt, ist schon eine Herausforderung.
Und stabile Rohrschellen, Nachführoptik und Kamera wiegen ja auch was.

Die Angaben der Hersteller sind da leider nicht sehr verlässlich.
Für den fotografischen Einsatz würde ich etwa 2/3 von dem ansetzen, was angegeben ist. Und das dann auch nur bei Geräten mit kurzer Bauweise.

Eine Sternwarte habe ich nicht. Würde ich zwar gern, das lohnt aber hier nicht, ist zu hell...
Sitze nur manchmal mit dem Dobs vor der Tür oder mit einer kleinen Fotooptik - sonst bin ich mobil.
 
Hallo Frank,
ob der visuelle Unterschied zwischen 10" und 12" groß ist kann ich dir leider nicht sagen, ich persönlich habe nur einen 6" Newton auf meiner EQ-6!
Aber ich lese viel hier und im blauen Forum daher kann ich dir sagen das es einige gibt die einen 10" visuell benutzen und ich nur einen kenne der einen 12" benutzt.

Ich würde dir dazu raten das ganze mal genau zu überdenken, warum musst du deiner EQ-6 einen 12" Eimer zumuten wenn du stattdessen einen 12" Dobson nehmen könntest. Dann könntest du auf der EQ-6 eine kleinere Fotooptik montieren und gemütlich nebenher mit dem Dobson beobachten.

Ist nur ne Idee...

Viele Grüße,
Florian
 
Hi Frank
windgeschützt geht mit etwa 20-25 KILO Gegewicht auch der Orion visuell von der Stabilität her. Die KOmbi hatte ein Bekannter eine ganze Weile, ich kenne sie also recht gut.
ABER!!! Foto - no way, da kommt janoch Leitrohr Kamera etc dazu
und mit 1600mm Brennweite fängst eh nicht an zu knipsen. Es sei denn Du willst Frust haben.
Weiterhin, beachte das obige "er hatte". Warum? Weil er irgendwann den ganzen Kram nimmer schleppen wollte. Zu schwer, zu viel, zu lange Aufbauzeit und und und....
Und gucken kannst damit auch öfter mal nur mit Tritt, wenn Du nicht wenigstens 1,85 groß bist. Den darfst dann natürlich auch noch schleppen.

Fang mal mit kleiner evtl vorhander Optik an und schau, wie die Machanik der EQ6 überhaupt ist. Ggf brauchst da schon mal Tuning. Dann siehst weiter, wie es geht..

CS
 
Hallo Frank,
zum Unterschied 10" zu 12" visuell:
ein Bekannter von mir hat den 10" Lightbridge und ich einen 12" Newton als Dobson.Der Unterschied ist da,aber nicht besonders auffällig.Beim Cirrus (mit OIII Filter) ist der Unterschied am besten zu sehen.Aber gerade bei dem Nebel sieht man jedes Zoll mehr an Öffnung.
Bei Galaxien ist der Größenunterschied nicht so offensichtlich,das sieht man nur im direkten Vergleich,weil da die äußeren Bedingungen (wie z.B.Transparenz) eine größere Rolle spielen.

Grüße Rainer
 
Hallo Sternefreunde,

Danke für Eure Tipps, diese sind sehr hilfreich. Ich denke der richtige Weg ist dann wohl der, langfristig zusätzlich ein kleineres Teleskop für die Fotographie zu kaufen! Vorläufig werde ich nur visuell tätig sein, da ich auch den Bau einer eigenen Sternwarte noch stemmen möchte!


Über weitere Erfahrungen und Tipps würde ich mich freuen!!

Gruß Frank


 
Hallo,

ich habe auf meiner EQ-6 einen 152/1200er Refraktor, den trägt diese problemlos.

Damit konnte ich beispielsweise diesen M13 fotografieren, 30 sec. Belichtungszeit OHNE Nachführkontrolle:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/galerypages/c6012040.jpg

Hier der Link zum nicht durchs Forum verkleinerten Original:

Zum M13 in Original-Auflösung

Oft habe ich auch schon mit der EQ-6 durch meinen ED80/600 fotografiert, wobei der 152/1200 dann Leitrohr spielen durfte für den Autoguider. Auch das trägt die EQ-6 gewichtsmäßig locker.

Ein 10" f/5-Newton eines Bekannten (Skywatcher 250/1200) ist auf der EQ-6 allerdings dann schon etwas kitzliger, hier ist aber auch der Tubus asymmetrischer also mit längerem Hebel gelagert als bei meinem Refraktor.

Hier noch ein Foto von meiner EQ6 / 6"-Refraktor-Kombination:

Link zur Grafik: http://astronomie.n-t-l.de/95b20580.jpg

Ich hoffe, das konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

Gruß

Markus


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Quidquid agis, agas prudenter et respice finem!
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DANUBIA - OBSERVATORIUM

Markus A. R. Langlotz
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Hallo Marcus,
danke für deine Anregungen. Bin inzwischen fündig geworden und werde mir ein 10" zulegen. Dürfte Gewichtstechnisch für die EQ6 im grünen Bereich liegen, so wie es ja auch schon Ralf festgestellt hat.

ich wünsche ein schönes Wochende


Gruß und cs Frank
 
Hallo,

die EQ-6 kommt mit längeren Hebeln nicht wirklich gut klar. Wenn Du unbedingt einen 10" verwenden möchtest, dann sollte es besser ein 10" f/4 sein, was leider nicht wirklich günstig ist. Warum reicht Dir eigentlich kein 8" f/4? Die Kombi wird selbst mit einem recht schweren Leitrohr noch gut getragen und hat halbwegs erträgliche Ausschwingzeiten.


MfG

Rainmaker
 
Hallo Rainmaker,

Du hast recht, die Wirkung des Hebel darf man nicht unterschätzen. Das ist die wohl wichtigste Erkenntniss, die ich aus meiner hier gestellten Frage gewonnen habe.
Mich haben allerdings die höheren Anschaffungskosten für Okulare bei f/4 abgeschreckt!
Da ich jetzt aber einen gebrauchten Tubus 10", f/4 bekommen werde habe ich mehr Geld für Okulare übrig.
Der 10" sollte es für mich sein, da ich vorerst visuell tätig sein werde und auch möglichst viel sehen möchte.

Gruß Frank
 
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