Welchen Dobson kaufen?

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Hraban

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Hallo Zusammen,

ich bin noch recht unbeleckt was das Spechteln anbelangt und grübel gerade welches Teleskop ich mir denn nun kaufen soll.
Rausgesucht hab ich mir das GSO Dobson bzw. den Galaxy von ICS (ob nun in 10" oder 12" bin ich noch nicht schlüssig), soweit ich das bisher feststellen konnte sind die einzigen Unterschiede in einer, nach eigener Aussage, 100%-Prüfung der Teleskope am künstlichen Stern bei ICS (mit anschließender Reparatur bzw. Komponententausch) und die unterschiedliche Lagerungen. Bei GSO mit Industrierollenlager und zum klemmen bzw. bei ICS alle Lagerungen mit Teflon.
Wäre jetzt dankbar für Tipps was 10"/12" und die unterschiedlichen Systeme der Lagerungen anbelangt :)

Grüße & CS
Hraban
 
Hallo Hraban,

www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=106020&whichpage=1 bis 7

CS,Karsten
 
Hallo,
ich habe mir vor drei Jahren ein Orion Intelliscope 10" Dobson gebraucht gekauft. Damit hat man zum einen einen "Computer", der beim Auffinden hilfreich ist, zum anderen ein zwar großes, aber immer noch schön transportables Teleskop. Die Lagerung bzw. Friktion geschieht dort mit einem kleinen Teflonstückchen und entsprechendem Schraubendruck und ist m.E. bis ca 250 fache Vergrößerung völlig unproblematisch, da ich jedoch mit dem Dob meist auf Deep-Sky-Objekte "anlege" und daher eher mit Okularbrennweiten zwischen 10 und 36 mm arbeite, wenig relevant. Wichtiger scheint mir zu sein, den Spagat zwischen Größe und Transportabilität gut hinzubekommen. Ich beobachte mit diesem Skope häufig; ein Bekannter hat ein 14 Zoll-Rohr, das ihm zu schwer ist. Mit zehn Zoll sieht man (bei guten Bedingungen) schon recht viel...

Liebe Grüße
frank
 
Hallo KaStern,

ich danke für Deine Antwort, allerdings sollte durch meine Frage hier klar sein, dass ich gerne noch mehr Meinungen gelesen hätte.
Mir ist derzeit immer noch nicht klar was ich von den unterschiedlichen Lagerungen halten soll.

Gruß
Hraban
 
Moin Hraban!

Auf die Gefahr hin, Aussagen und Tips zu wiederholen, die schon im Astrotreff gegeben worden sind (nein, ich werde mir die 7 Seiten dort nicht durchlesen)...

Überleg Dir gut, ob Du 10" oder 12" als Volltubus nimmst! Letzterer ist ein Mordsgerät. Wenn's geht, schau Dir das live an, auf was Du Dich da einlassen willst. Gerade der Schlepp-Faktor ist u.U. ein Kriterium, was einem das neue Hobby vermiesen kann! Kein Witz! Es ist ein Unterschied, ob Du einen Achtzöller "mal eben so" auf den Rasen stellen kannst oder ob Du einen Zentner sperriges Teleskop in feuchtkalter Nacht durch die Gegend wuchten willst - wohlmöglich noch durch enge Treppenhäuser oder was weiß ich...

Thema Lagerung bei den GSO/Galaxy: ICS verwendet noch die alte Form der Lagerung, insbesondere die Höhenlagerung mit der "Bettfeder-Spannung" an der Seite. Das ist ja das, was die GSO früher auch hatten. Jetzt gibt es eine neuere GSO-Modellreihe ohne diese anfälligen Spannfedern. Sorry, aber diese Federkonstrunktion ist lächerlich - ich hab sie schon an einem 8"-Galaxy und einem 8"-GSO alter Bauart ausprobieren dürfen - und besonders feinfühlig reagierte dieser Achtzöller auch nicht.
Insgesamt sind m.M. aber Teflon-Gleitlager besser als dieses Rollenlager im Drehteller. Besonders bei Wind ärgert man sich sonst, weil sich der Tubus wie eine Wetterfahne in den Wind stellt - ich besitze einen 12"-Meade-Lightbridge (ebenfalls aus dem Haus GSO, mit Rollenlager). Also wenn, dann Gleitlager - auch wenn sich das zenitnah nicht so schön führen läßt wie das Rollenlager.

Bei den anderen Details wie vorsorgliche Spiegelkontrolle und "Strehl-Garantie" usw. solltest Du abwägen, ob der Aufpreis für diese Leistung das auch wert ist. Von nix kommt nix - wie der Lateiner sagt.
 
Hallo Hraban,

ich habe ein 10"f6,3 Dobson und verwende eine Teflon/Ebony-Star-Lagerung.
Die Teflon-Lager bestehen aus mit Teflon-Gewebefolie-beklebten Aluminium-Stückchen 30x30x2,5mm.
Die Drehachse ist kugelgelagert.

Ich kenne eigentlich kein Dobson-Teleskop, das mit Rollenlagern zufriedenstellend gelagert ist, meist wird auf Teflon umgebaut.

Grüße

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hraban,

von der Spiegequalität her ist das alles egal, es sind GSO Spiegel und die sind durch die Bank okay.
Uns sind sogar in letzter zeit einige sehr gute Spiegel untergekommen aber es wird auch noch (aber offensichtlich selten) Ausreißer nach unten geben, die man irgendwann auch mal erkennen kann, wenn sich Vergleichsmöglichkeiten ergeben oder auf einem Treffen mal ein erfahrener Beobachter Deinen Weg kreuzt. Die üblichen Qualitätszusicherungen sind, wenn fest vereinbart, dauerhaft bindende Vertragsbestandteile, Eile ist also nicht geboten und Ängste (inzwischen) unangebracht.
Messprotokolle und Zertifikate sind eine gute und teure Sache, wenn sie unabhängig und gewissenhaft durchgeführt und nachvollziehbar protokolliert werden.
Das ist NICHT überall der Fall.


Die Unterschiede in der Lagerung sind bei diesen Dobsons von der Stange inzwischen enorm:

Für die Drehteller setzt man auf Rollenlager oder Teflon/Span(Holz)platte, ideal ist Teflon/Ebony Star, das kann man in jedem Fall nachrüsten.

Skywatcher(Sytha) hat mit dem dosierbaren Andruck der Höhenräder eigentlich schon sehr lange ein geniales Prinzip....und führt es mangelhaft aus.
Das muss getuned werden, verträgt dann auch erhebliches Ungleichgewicht in der Lastverteilung des Tubus).

GSO hatte immer Teflon/Plastikrad + Federspannung, das geht, ist aber nicht optimal, weil die Höhenräder zu klein sind und die Bedienung etwas problematisch. Man kann es hinbekommen. Mal muss man die Teflonpads versetzen, die richtige Federspannung finden oder Beides.

Neu sind GSO mit einem einstellbaren Metallager für die Höhe, im Prinzip das Skywatcher System, aber von Haus aus besser dosier- und einstellbar. Das verträgt nicht ganz so viel Ungleichgewicht wie ein geuntetes Skywatcher-Lager, ist aber okay, zumal man den Tubus auch in der lagerung etwas nach oben oder unten schieben kann. Das muss allerdings vor dem Zusammenbau gemacht werden, während der Beobachtung geht es nicht.
Letztlich kann man damit sehr gut die richtige Einstellung finden, um auch beim Wechsel von 1000 Gramm Übersichtsokularen keine Überraschungsschwenks zu erleben.
Im Dauergebrauch zeigte sich bei einem Bekannten ein kleiner Nachteil, denn die Metallbacken der Höhenlager verschafften sich in den Ausnehmungen/Passungen an der Rockerbox mit der Zeit etwas Spiel, das konnte aber mit einem Streifen Velours behoben werden und das Lager sitzt wieder satt.

Von dem, was es da zu kaufen gibt, würde ich auf jeden Fall die neue GSO Variante mit einstelbarem Höhenandruck wählen, wenn längerfristige Verwendung und kein baldiges Tunig oder ein Selbstbau geplant ist. Drehteller sind in jedem Fall mit Teflon/Ebony auszurüsten. Gerd Neumann hat da z.B. passende Ebony Ringe und auch gutes Teflon (da gibt es Unterschiede) im Angebot.
http://www.gerdneumann.net/v2/deutsch/v_produkt_index.html

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Eure Beiträge.

Also für mich kristallisiert sich derzeit folgendes Equipment heraus:
  • GSO Dobson 10"[/*]
  • Telrad statt Sucher[/*]
  • Speers Waler UWA - 13,4mm (wäre hier evtl. das 17mm die bessere Wahl?)[/*]
  • Speers Waler Zoom - 5mm bis 8mm[/*]
  • TSWA32 - 32mm[/*]
  • O-III Filter - 2" - Baader[/*]

Was haltet ihr davon? Hab ich was wichtiges Vergessen?

Grüße & CS
Hraban
 
Hallo Hraban!
Eigentlich ist das Zubehör und alles sehr sinnvoll.Jedoch würde ich zum Telrad noch den Deep Sky Reiseatlas hinzufügen. Den gibt es auch als Gesamtpaket bei Teleskop Express .
 
Moin Hraban!

Sieht doch gut aus... - Eins würde ich mir dennoch überlegen:

> Telrad statt Sucher

Du weißt noch gar nicht, wie Du mit dem einen oder anderen klarkommst. Zu Anfang würde ich beides nehmen wollen. Den Sucher kannste später immer noch abbauen. Der wird Dir zu Anfang sicher nützlich sein, um Objekte überhaupt zu identifizieren.

> 13,4mm (wäre hier evtl. das 17mm die bessere Wahl?)

Für die Übersicht hast Du das 32-mm-Okular, das macht eine knapp 38fache Vergrößerung, ein 13,4er liefert knapp 90fach. Ich meine, das geht, um von der einen auf die andere Vergrößerung ohne Probleme zu springen, ohne dabei ein Objekt aus dem Auge zu verlieren. Zwischenbrennweiten kann man sich später immer noch holen - wenn Du mit 3 Okus erstmal längskommen willst, reicht das (32 / 13,4 / 5-8).
 
Hallo Hraban!

Die Auswahl entspricht ja fast dem, was ich Dir über das Privatnachrichtensystem geraten habe, falls Du mit dem GSO Dobson die Deluxe Version meinst.

Einzig beim Filter würde ich nochmal nachfragen wollen, auch wenn es im Endeffekt wieder auf den 2" Baader O3 hinauslaufen könnte.

Zur Entscheidungsfindung beim Filter spielt die Austrittspupille des Okulars eine Rolle, sowie die Himmelsqualität.
Zum Thema Filterwahl hat Sven Wienstein hilfreiche Webseiten verfasst:

Thema: UHC oder O3 Filter
Thema: Welcher Nebelfilter wofür?
Thema: Nebelfilter visuell (kompetent, aber eher für fortgeschrittene Leser geeignet finde ich)

Das Thema Justage wird an dem Teleskop auch eine Rolle spielen. Deshalb solltest Du von Beginn an eine Justagehilfe mit einplanen, sowie einen lichtdämpfenden Filter zur Mond und Planetenbeobachtung. Hierzu bieten sich neutrale Filter mit fixem Lichtdurchlass an oder Kombinationen aus Polarisationsfiltern, bei denen der Lichtdurchlass dann innerhalb eines bestimmten Bereiches (z.B. 5-40%) eingestellt werden kann. Polfilter gibt es "fertig" als variable Polfilter, alternativ kann man 2 einzelne Polfilter in verschieden großer Steckgröße gegeneinander verschieben, was bei gelungener Ausführung dienlich sein kann, da der Lichtdurchlass dann durch Drehung des Okulars herbeigeführt werden kann. Bei einem variablen Polfilter wie ich ihn selbst besitze, muss man den gewünschten Lichtdurchlass natürlich am Filter direkt einstellen. Das bedeutet, dass für jede Änderung das Okular aus dem Auszug genommen werden muss, um an den Filter zu gelangen.

Hinweise:
Die Austrittspupille (AP) und weitere wichtige Werte lassen sich mit Hilfe folgender Formularseite wunderbar berechnen: Star-Shine.ch
Die Grenzgröße bzw. Deine Himmelsqualität kannst Du wie hier beschrieben bestimmen:
Universität Osnabrück
Bortle Skala

Viele Grüße, Bernd.
 
Hi Micha,

nach dem was ich so gelesen hab ist der Telrad ein Finder und kein Sucher, also genau das was ich gerne hätte ;)

Gruß
Hraban
 
Hallo Hraban,


das 13,4mm SW könnte man evtl. durch ein etwas längerbrennweitiges verzoomtes Okular ersetzen, bringt mehr Komfort und Flexibilität. Da sollten sich aber nochmal Leute zu äußern die ein verzoomtes Okular in diesem Brennweitenbereich benutzen, ich verwende eines der *entfernt*sches Zoomsets im Hochvergrößerungsbereich z.B. an Mond und Planeten. In dem genannten Bereich um 13mm Festbrennweiten mit 12 bzw. 17mm. Mußt Du schauen ob das noch gescheit ins Budget paßt.

Ansonsten wüßte ich nichts was an Deiner Zusammenstellung auszusetzen wäre was nicht schon gesagt wurde.


Viele Grüße Felix
 
Moin Hraban!

> ist der Telrad ein Finder und kein Sucher

Das stell Dir mal zu Anfang nicht so leicht vor, wie das immer geschrieben wird. Ich kenne welche, die irren mit dem Telrad umher - besonders in sternenarmen Himmelsgegenden - und kriegen dann den Anblick im Okular damit nicht zusammen.

Dieser "Finder ist kein Sucher"-Runnig-Gag ist genauso zweifelhaft wie "Deep-Sky fängt erst mit 8" an". Ich für mein Teil benutze ausschließlich 6x30-Sucher an meinen Teleskopen - angeblich soll man damit überhaupt nichts mehr finden können. :augenrubbel:
 
Hi Bernd,

die Auswahl hat mir gut gefallen :)
Nur bei dem 13,4mm bzw. 17mm bin ich mir noch nicht sicher, und der 12" schwebt auch immer wieder mal in den Fokus ...

Den OIII habe ich gewählt, da ich zunächst hauptsächlich aus dem Garten heraus beobachten möchte und der OIII das Streulicht besser herausfiltert. Laut Sven Wienstein benötigt der UHC schon einen "guten" Himmel um seine Stärken ausspielen zu können.

Mondfilter und Justierkappe gehören natürlich auch noch auf die Liste, genauso wie der DeepSky Reiseatlas/-führer und eine drehbare Himmelskarte.

Gruß
Hraban
 
Hi Hraban


Nur bei dem 13,4mm bzw. 17mm bin ich mir noch nicht sicher

Ich aber ;)
Es ist eigentlich hinlänglich bekannt, daß die 17er Speers qualitativ recht abfallen.
Das 13,4er ist das langbrennweitigste Speers das man ins Köfferchen wandern lassen sollte.

Meine OkuKombi entspricht Deiner Auswahl in etwa:

28mm William Optics UWAN
13,4mm Speers Waler
7,5-3,5mm *entfernt* ZoomWAN auf Basis des William Optics UWAN 7mm
*Klick* auch als Lacerta UWA Zoom erhältlich :)

Mein Teleskop ? GSO 10"....und SEHR zufrieden ;)


Gruß und CS

Der Jan
 
Hi Jan,

ist das 17mm wirklich schlecht? Wollte schon beinahe darauf umschwenken ...

Gruß
Hraban
 
Hi Hraban


Nun...MISERABEL isses nun nicht.
Allerdings sichtbar schlechter als das 13,4er...es wirkt irgendwie alles matschiger.
Wo sind die Okulargötter wenn man sie braucht ? :P

Darüber hinaus kommst Du am 10"er mit dem 13,4er auf die perfekte AP für GLXs und die Vergrösserung finde ich eigentlich auch Ideal.

Stellte man mich vor die Wahl: 13,4er behalten und €500,- zahlen oder 17er nehmen und € 500,- kriegen....ich würde lieber zahlen :D
Mein 13,4er geb ich für kein Geld der Welt mehr her.

Genug geschwärmt ??
Die 17er Speerse sind die einzigen die übern Gebrauchtmarkt schwimmen, falls es noch nicht aufgefallen ist.... 13,4er findet man kaum - das muss nen Grund haben :)


Gruß und CS

Der Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi,
nun was heist schlecht? Sicher kann man damit beobachten, es fällt aber in der Randdarstellung deutlich ab im Vergleich zu den kürzeren Brennweiten. Das bedeutet in der Praxis, daß eben zum Rand hin die Sterne nicht mehr punktförmig sind sondern aufgebläht und sichelförmig verzogen.
 
Hallo,

Hast Du schon mal an den 10" Skywatcher Flextube gedacht, so einen hat ein Astrofreund von mir. Die Abbildungsqualität von diesem Teleskop ist wirklich vorbildlich. Und praktisch zusammenschieben und verstauen lässt es sich auch noch.

http://www.teleskop-express.de/shop...X--10--f-4-7-Dobson-einschiebbarer-Tubus.html

http://www.vegaoptics.de/Skywatcher-Skyliner-250PX-FlexTube-Dobson-Teleskop_p3378_x2.htm

http://www.astroversand.com/Skywatcher1-p38h4s19-Sky-Watcher-Dobson-S.htm

Falls es schon jemand einen Flextube erwähnt hat, bitte ich um Verständnis, dass ich es überlesen habe :-)

Mei meinem 12" GSO Dobson hatte sich nach etwa 2 Jahren fast die komplette Beschichtung des Hauptspiegels abgelöst, war scheinbar ein Montagsspiegel. Er hatte schon mehr als 1000 blinde Flecken.
 
Hallo Hraban,

das 17er Speers ist nicht schlecht. Es ist aber schon an F/6 nicht mehr ganz randscharf, was bei den langbrennweitigen Okularen einer wirklichen Serie (also Serie mach optischem Design, nicht nur nach Aufdruck) häufiger vorkommt.
Du planst mit F/5 (egal ob 10" oder 12") und da passt das 13,4er der Serie und alle Brennweiten darunter besser.

Die eigentliche Frage ist ja, ob der Abstand zwischen dem 32er Übersichtsokular und dem 13,4er zu groß ist.
Ich meine ja, aber nicht am Anfang. Du kannst so wie angedacht m.E. ruhig starten und dann siehst Du schon, ob und was Du z.B. zw. 32 mm und 13,4 mm vermisst.

Weil das 32er Okular an F/5 6,4 mm AP liefert, wird es unter den von Dir beschriebenen Bedingungen ohne Nebelfilter einen recht aufgehellten Himmel zeigen, was den Kontrast zu DS-Objekten beeinträchtigt, da werden schwächere Objekte je nach dem sogar untergehen und nicht leicht aufzufinden sein. Ca. 5 mm AP sind für die Aufsuche und Übersichtsbeobachtung eigentlich besser.
Mit Nebelfilter hingegen ist es dann wieder wegen der großen AP sehr gut.
Mach Deine Erfahrungen damit und schau Dir das an.

Dann, wenn Du selbst weißt, was Du willst, kannst Du die Lücke zum 13,4er Speers nach Deinen Vorstellungen schließen.
Ich denke Mal, Objekt der Begierde konnte ein Okular zw. 24 mm und 20 mm Brennweite mit möglichst großem Feld und sehr guter Schärfe (auch am Rand) werden. 4,8 mm bis 4 mm AP lägen dann bei einem 22er LVW, 24er Nagler, oder einem Panoptik an, jedenfalls holst Du Dir den idealen Zwischenschritt und auch mit dieser AP ist ein O III Filter, auch der harte Baader noch sehr gut einsetzbar.

Die Alternative zu so einer Doppellösung wäre ein 26er Nagler oder 27er Pano, auch ein 28er UWAN (und seine Abkömmlinge) wäre akzeptabel.

Noch ein Wort zum Finder/Sucher.
Ich sehe das wie Winnie und würde auch da die Doppellösung von Peiler und optischem Sucher empfehlen. Es ist sehr einsteigerfreundlich, nach der Peilung noch Mal einen Kontroll- oder Suchblick durch einen 50 mm Sucher mit 8facher Vergrößerung zu werfen.
Viele Objekte werden da schon direkt sichtbar.
Wenn Du mit so einem Geradsichtsucher lange suchen musst, ist das der reinste Genickbrecher, aber mit vorheriger Peilung verkürzt sich die Einblickzeit und dann geht das gut.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Also dann bleibt es doch beim 13,4mm und statt dem OIII dann doch ein UHC.
Was ist eigentlich der Unterschied zu einem Polfilter?

@Robert Die Skywatcher Gitterrohrdobson hatte ich mir auch mal angeschaut, aber ich denke je weniger bewegliche Teile desto stabiler und irgendwo habe ich was von wegen Streulicht gelesen, vom Mehrreis mal ganz abgesehen, deshalb bleibe ich doch beim "normalen" Dobson.

Grüße
Hraban
 
Hallo Hraban,

so lange man das transportieren kann (und auch will!) ist ein Volltubus m.E. immer die bessere Variante. Vorsicht beim 12er, da ist gesunde Selbsteinschätzung gefragt, das ist schon ein heftiges Rohr, die Links zum Größenvergleich hast Du ja.

Bei O III oder UHC schwimme ich immer ein wenig gegen den Strom, wenn es um die Erstanschaffung eines Filters geht. Man kann nicht einfach Listen hernehmen und abzählen, was mit welchem Filter geht.
Ein guter O III ist der Filter mit dem größten AHA-Erlebnis und ein Baader O III der in Ordnung ist zählt zu den harten Filtern und zu den guten.

Du hast die Links zu Sven und seinen Ausarbeitungen über Filter, geh sie nochmal durch.
Wenn Du dann sagst, ich will einen UHC, dann nimm einen realtiv engen UHC (z.B. Lumicon), denn die sehr breiten UHCs werden Dich enttäuschen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
warum jetzt UHC? Ich würde den OIII als erstes kaufen.
Nach meiner Erfahrung zeigt er zwar weniger Sterne, aber einen härteren Kontrast an Nebeln als ein UHC.

Ein (variabler) Polfilter wird zum Abdunkeln für zu helle Objekte benutzt (Mond, Planeten). Das kann man aber auch mit einem ND-Filter (Graufilter) machen.
 
Hatte verschiedene Meinungen so interpretiert, dass der OIII zuviel vom Spektrum schluckt. Nach einem Hinweis auf genug Öffnung=Licht werde ich jetzt dann doch den OIII nehmen.

Gruß
Hraban
 
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