Welchen Feldstecher für den Nachthimmel?

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astarte

Mitglied
Gute Nacht zusammen! (das ist wohl ein angemessener Gruß für Leute, die gerne in die Röhre gucken)

Ich bin neu hier und bin auf der Suche nach einem guten Feldstecher, der für nächtliche Himmelsbeobachtungen taugt, in eurem Forum gelandet. Es wäre nett, wenn ihr mir dabei helfen könntet.

Ich besitze derzeit ein Vixen Ascot 7x50, das für meine (astronomischen) Zwecke aber nicht optimal ist, da die Austrittspupille für meine lichtverschmutzte Umgebung (Dachterrasse Stadt) zu groß ist. Außerdem würde mir eine etwas stärkere Vergrößerung zusagen. Auf a.de konnte ich als unangemeldeter Nutzer schon eine ganze Menge in Erfahrung bringen, weiß aber nicht für welches Produkt ich mich entscheiden soll. Es wäre gut, wenn sich der Feldstecher auch freihändig (für Naturbeobachtung, Urlaub etc.) nutzen ließe, daher scheiden Riesengeräte wie 20x80 von vornherein für mich aus. Ich denke eher so an 10-fache Vergrößerung. Könnt ihr mir vielleicht ein paar gute Astro-Feldstecher nennen, die man auch in der Stadt nutzen kann und die Schmerzgrenze von ca. 600 Euro nicht überschreiten?

Ich liebäugele momentan mit dem Fujinon 10x50 FMT-SX und dem Vixen Apex pro 10x42. Habt ihr vielleicht bessere Vorschläge?

Gute Nacht!

Ingo
 
Hallo Ingo,

Fuer die Stadt kann ich das Nikon 10x35 E2 empfehlen. Mit seiner relativ kleinen Austrittspupille unterdrueckt es die Hintergrundhelligkeit, und es liefert sehr schoene punktfoermige Sterne ueber ein weites Sehfeld (etwa 80% des 7 Grad Sehfeldes sind wirklich brauchbar).

Viele Gruesse,
Holger
 
Hallo Ingo,

Du hast beide Gläser schon genannt, die in Frage kommen! dem Apex würde ich das ICS 10x50 vorziehen (habe ich grundsätzlich immer am Mann!). Ist mit 10x noch so gerade aus der Hand heraus verwendbar, hat zentralen Mittelanschluß für ein Stativ, kostet bei ICS ca. 350 Euro und für 25 Euro bekommst du den Fujinon Stativadapter, der genau paßt und den Du in die Hosentasche stecken kannst.

Gruß
Winfried
 
Hallo Holger,
danke für Deinen Tipp. Wenn Du das Nikon Orion 10x35 WF E II meinst (das ist das, was ich unter Nikon 10x35 E II gefunden habe), dann ist mir das leider mit ca. 780 Euro zu teuer.

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo Winfried,
danke auch für Deinen Tipp! Ich glaube, das Fujinon ist doch nichts für mich, weil es keinen Mitteltrieb hat, wie mir scheint. Sowas habe ich noch nie gesehen und kann mir gar nicht vorstellen, wie so ein Fernglas zu handhaben sein soll?! Oder ist es doch einfacher, als ich mir das jetzt vorstelle? Testberichten zufolge scheint es die wohl besten optischen Qualitäten zu haben.
Was ist denn eigentlich ICS? Das finde ich bei den gängigen Händlern gar nicht. Preislich erscheint es mir ja sehr interessant...
Was spricht denn gegen das Vixen?

Viele Grüße

Ingo
 
Hallo Ingo,

ich habe ein Fujinon FMT-SX 10x50 und bin absolut begeistert von dem Glas. Zuvor hatte ich ein FMT-SX 7x50, welches ich aufgrund der zu großen AP wieder hergegeben habe.

Ich verwende das 10x50 übrigens auch beim Urlaub (Wüste, Hochgebirge). Die fehlende Mittel-Fokusierung ist nur anfangs etwas problematisch. Mit der Zeit findet man aufgrund der ordentlichen Schärfentiefe eine optimale Einstellung der Okulare, die einen sehr großen Beobachtungsbereich scharf abbildet. Einziger Mangel im Urlaub ist eher das hohe Gewicht (ca. 1,4 kg); dafür habe ich nach Einbruch der Dunkelheit auch gleich meine "Taschensternwarte" parat.

Die Möglichkeit der Verwendung von Nebelfiltern wird oft als Vorteil des Fujinon erwähnt. Meine Erfahrung: teuer und unnötig, ich sehe keine Verbesserung.

CS Klaus
 
Hi Ingo, gegen das Vixen spricht nichts. Da die so viele Gläser haben, weiß ich nicht genau, welches dies nun genau ist. Zumindest haben die eine Serie, die der von ICS ähnlich ist. Was mich am ICS begeistert ist die Handlichkeit. Man glaubt kaum, ein 10x50 in der Hand zu haben. Die Schärfe ist über 2/3 ausgezeichnet, die Brillanz gut. Ganz am Rand fällt es etwas ab, was mich persönlich nicht so stört. Man darf ein solches Glas halt mal nicht mit dem Zeiss Victory FL vergleichen....
Wenn Du ICS noch nicht kennst, dann schau mal rein: www.intercon-spacetec.de
Hat gerade bei Ferngläsern eine immens hohe Auswahl und einen sehr gut gemachten Katalog mit vielen Beschreibungen der Geräte. Kennt fast jeder in der Astroszene.

Gruß
Winfried
 
Hallo Nico,
danke für den Hinweis. Danach lässt sich im Internet schon leichter suchen.

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo Klaus,
Deine Antwort fand ich sehr hilfreich, denn das mit der fehlenden Mittel-Fokusierung hat mich sehr irritiert. Vielleicht kann ich mich ja auch mit der Einzel-Fokusierung anfreunden...

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo Winfried,
ich habe mich über das ICS ein bisschen schlau gemacht. Was aus meiner Sicht für das ICS spricht ist sicherlich das geringe Gewicht. Das Fujinon ist ja ziemlich schwer. Wahrscheinlich aber ist die optische Qualität des ICS mit der des Fujinon nicht zu vergleichen, oder? Der Preis des ICS ist natürlich attraktiv (vielleicht schon etwas verdächtig für ein Dachkantglas), aber bin ich vielleicht nicht besser bedient mit einem etwas teuerern (Porro-)Modell. Der Feldstecher ist eigentlich als einziger Bestandteil meiner Mini-Sternwarte gedacht.

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo Ingo,

bevor Du richtig in die Fernglassuche einsteigst solltest Du m.E. dringen abklären, ob Du ein Glas mit
10facher Vergrößerung überhaupt noch ruhig halten kannst.
Was Dir am Tage noch gut machbar erscheinen mag kann am Nachthimmel in tanzende Sterne ausarten.

Ich selbst hatte vor einiger Zeit mehrere Ferngläser zur Ansicht und zum Test.
Als ideal hat sich dabei für mich eine etwas ungebräuchliche 8,5fache Vergrößerung heraus gestellt.
Das ganze Fernglas war für mich am Preis gemessen sehr gut.
Als ED-Glas zeigt es kaum Farbränder, hat ein sehr großes Gesichtsfeld mit ordentlicher Randschärfe,
sehr guter Achsschärfe und Transmission. 5 mm AP sind unter allen Bedingungen gut nutzbar.
Die Haptik war für mich sehr gut und dabei stellte sich eben heraus, dass für mich gegenüber
10fach wegen des mit der geringeren Vergrößerung ruhigeren Bildes kein Detailverlust, ja eher
das Gegenteil erkennbar ist.
Es handelt sich um das Swift Abudon 8,5 x 44 ED, welches z.B. dort
http://www.optixxx.biz/
zu kaufen ist.
Simone ist eine Fachfrau für Ferngläser und hat noch andere hervorragende Gläser im Angebot
auch Ihr Justier- und Reparaturservice wird nicht nur von mir gelobt.

CS
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ingo,

das Fujinon ist natürlich besser. Kommt eben darauf an, für welchen Zweck man es möchte. Gerade habe ich ein Glas in der Hand, das mir leider nicht gehört. Das neue Zeiss 10 x 56 FL.
Mit 1499 Euro nicht unbedingt ein Schnäppchen, aber durch sowas habe ich bislang noch nicht geschaut. Das stellt alles, was ich bislang sah, in den Schatten (auch Swarovski und Leitz). Allerdings auch im Preis.
Wenn`s auf den nicht ankommt, dann dieses. Wenn nicht, dann das Fujinon und wenn der Preis die Rolle spielt das ICS. So wäre bei mir die Reihenfolge. Das ICS ziehe ich aus eben ganannten Gründen vor: preiswert und gut, leicht und sehr kompakt. Das Fuji war mir einfach zu bullig und beim Wandern zu unhandlich.

Die Warnungen, mit 10x könne man nur noch vom Stativ aus sehen, sind nicht von der Hand zu weisen, daher habe ich Dir den Stativadapter empfohlen (die wenigsten FG`s haben Stativanschluß). Trotzdem: das 10x kann ich auch irgendwo an einem Baumstamm aufstützen, im Hochgebirge auf 2500 Meter nehme ich kein Stativ mehr mit.

Gruß
Winfried
 
Hallo Ingo,

10fach aus der Hand ist in so fern kein Problem, als Du auf jeden Fall mehr siehst als mit 7fach aus der Hand...

ABER: ich habe für mein 10x50 ein Einbeinstativ (Unomat AS 20 - billig und trotzdem nicht übel) für längere Sessions. Wenn ich in den Urlaub fahre, nehme ich dieses Stativ immer zusammen mit dem 10x50 mit - auch wenn es nicht immer notwendig ist.

10x50 ist auf jeden Fall ok.

CS Klaus
 
Hallo Günther,
Dein Einwand bezüglich der Freihandtauglichkeit eines 10x ist berechtigt; ein Stativ werde ich mir wahrscheinlich auch besorgen.

Kann ich eigentlich ein ganz normales Kamerastativ verwenden?

Danke auch für den Swift-Tipp. Von Swift hatte ich noch nichts gehört.

Viele Grüße
Ingo
 
Hallo Winfried,
danke für Deine Einschätzungen. Möglicherweise entscheidet am Ende doch der studentische Geldbeutel. Zum Wandern soll mir übrigens mein Vixen genügen. Den neuen Feldstecher will ich hauptsächlich für astronomische Zwecke verwenden.

Was für ein Stativ würdest Du für sinnvoll halten?

Viele Grüße
Ingo
 
"Neues" Nikon EII

Hallo Holger,
danke für Deinen Tipp. Wenn Du das Nikon Orion 10x35 WF E II meinst (das ist das, was ich unter Nikon 10x35 E II gefunden habe), dann ist mir das leider mit ca. 780 Euro zu teuer.

Viele Grüße
Ingo

Ich verstehe - das gute alte Nikon EII heisst inzwischen Orion und hat dabei eine deftige Preiserhoehung verpasst bekommen. Es war vorher fuer 400 Euro zu haben, und in US meist unter 400 Dollar. Nikon hat wohl den wahren Wert dieses kleinen Juwels erkannt und entsprechend reagiert. Damit ist es nicht mehr das Schnaeppchen, das es mal war. Ich habe beide Groessen, 8x30 und 10x35, und beide waren fuer den frueheren Preis absolute Geheimtips, liessen sich aber scheinbar nicht gut verkaufen. Nikon versucht jetzt wohl, diesen Modellen durch hohe Preise einen elitaeren 'Touch' zu geben - 780 Euro fuer ein nicht wasserdichtes Porro ist dann aber doch sehr hoch angesetzt.

Auf Ebay sieht man die Dinger aber noch zu zivilen Preisen, siehe z.B. Hier

Grundsaetzlich kann ich ebenfalls das Fujinon 10x50 FMT-SX fuer die Astronomie sehr empfehlen, obwohl es relativ schwer ist. Die Loesung mit Stativ funktioniert in der Praxis leider nicht wirklich: Sobald man Richtung Zenit beobachten will, wo der Himmel am besten ist, verrenkt man sich den Hals. Fuer mich gilt daher: Nur Fernglaeser mit abgewinkelten Okularen kommen auf ein Stativ.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Holger,

so ist das also... Danke für den ebay-link, aber e-bay traue ich nicht, da habe ich mich schon zwei Mal abzocken lassen. Ich suche mal wieter nach dem Nikon bei einem Händler. Das geringere Gewicht und der Mitteltrieb sagen mir schon eher
zu als die Fuji Lösung.

Grüße nach China!
Ingo
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Martin,
mich würde sehr interessieren, wo Du das Nikon denn erstanden hast. Ich habe es bisher noch nicht gefunden.

Viele Grüße
Ingo
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hi Ingo,

als Stativ kannst Du alles nehmen, den Vorschlag mir dem Einbeinstativ fand ich sehr gut, gerade wenn man ins Gelände geht. Da möchte man sich mit wenigem belasten.

Gruß
Winfried
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Winfried,
am liebsten würde ich natürlich ganz auf ein Stativ verzichten und nur von der Gartenliege aus beobachten. Deshalb werde ich sicherheitshalber ertmal testen, wie ruhig ich ein 10x halten kann... evtl. würde ich mich auch mit 8x zufrieden geben.

Viele Grüße
Ingo
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Holger,
ich hätte da noch eine Frage zur AP des Nikon: Ist die nicht vielleicht doch ein bisschen klein? Ich wohne in Aachen und das ist vielleicht nicht die "hellste" Stadt. Immerhin kannst Du ja auch das Fujinon mit einer AP von 5mm empfehlen. Vielleicht ist auch ein 8x32er für meine Zwecke besser geeignet: Es lässt sich leichter ruhig halten, die AP wäre ein Kompromiss zwischen Fuji und Nikon, es gibt 8x32er mit relativ geringem Gewicht (was ich mir auch bei Freihändigkeit im Liegen als angenehmer vorstellen kann)und relativ großem Sehfeld. Das Vixen Apex Pro 8x32 wäre vielleicht interessant. Es hat eine Sehweite von 131m/1000m und wiegt nur 635g. Außerdem liegt es mit ca. 420 Euro innerhalb meines Budgets. Was hältst Du davon?

Gute Nacht
Ingo
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Ingo,

AP 4-5, m.E. eher 5 mm, ist schon in Ordnung.
Vorsicht mit zu geringem Gewicht. Auch ein zu leichtes Glas kann man (ich) nicht ruhig halten.
Die anwendbare Vergrößerung hängt auch ganz erhablich von der Haptik des Glases ab.
In meinem Bericht zuvor habe ich nicht umsonst immer... "für mich" ...gesprochen, denn
für Dich kann das ganz anders aussehen.
Ich habe gerne für mehr als 7fache Vergrößerung 600 bis 1000 Gramm in der Hand und wenn
ich an Deiner Stelle bis zu 500 € für ein Fernglas in die Hand nehmen würde, hätte ich sehr
gerne eine kleine Vorauswahl (z.B. nach hiesigen Empfehlungen) von zwei oder drei
Modellen zur Ansicht.
Griff, Trieb, Augenmuscheln, Augenweite, Nase, Augenabstand....alles das ist sehr individuell.

CS
*entfernt*
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Günther,
die Feldstecherwahl erscheint mir immer schwieriger. Danke für Deine wertvollen Hinweise. Im Grunde müsste ich mir wohl bei einem Händler mal ein paar Gläser ausleihen, aber das geht wohl schlecht... zumal die meisten Händler (zumindest in Aachen) wohl nicht die mir bisher empfohlenen Gläser vorrätig haben bzw. besorgen können. Letztendlich werde ich wohl auf ein Internetangebot angewiesen sein.

Oder kennt jemand einen richtig guten Händler in Aachen oder Umgebung?

Mit meinem Vixen Ascot 7x50 bin ich in Bezug auf astronomische Zwecke jedenfalls nicht mehr zufrieden. Das liegt vor allem an dem zu geringen Sehfeld und der (für die Stadt) zu großen AP.
In meiner näheren Auswahl sind derzeit:
Nikon 10x35 E2
Vixen Apex Pro 8x32
Swift Aubudon 8,5 x 44 ED
Docter 8x42 B/CF
von dem Fuji bin ich wegen der Einzelfokusierung und dem enormen Gewicht mittlerweile ein bisschen abgekommen, obwohl es sicherlich ein Toppglas ist.

Gute Nacht/Sicht
Ingo
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Ingo,

mit etwas hoeherer Vergroesserung sieht man jedenfalls schwaechere Sterne - die Grenzgroesse steigt etwa linear mit der Vergroesserung und nur etwa mit der Wurzel der Oeffnung. Will man ausgedehnte Objekte beobachten (Nebel oder einige der groesseren Galaxien), dann ist die Oeffnung wichtig, aber das klappt in der Stadt ohnehin nicht so gut. Vielleicht doch lieber ein 10x50, mit dem Du gelegentlich mal rausfaehrst?

Das Nikon 10x35 waere eine sehr mobile Loesung, auch fuer andere Anwendungen als Astro, aber es ist sicher kein spezielles Astroglas, ebensowenig wie ein 8x32. Die Staerke des Nikon ist das weite Sehfeld, das auch noch sehr gut korrigiert ist (verglichen mit anderen Weitwinkelglaesern), und seine kompakte Form. Falls Dir 8x lieber ist (weil ruhiger zu halten), dann ist das Swift eine sehr gute Loesung, das Docter ist noch etwas besser, aber teurer. Ich glaube, mit Deiner Auswahl kannst Du nicht viel falsch machen, das sind alles ganz ordentliche Optiken (das Vixen kenne ich aber nicht, da kann ich nichts beitragen).

Viele Gruesse,
Holger
 
Docter vs. Fujinon

Hallo Ingo!

... Docter 8x42 B/CF
von dem Fuji bin ich wegen der Einzelfokusierung und dem enormen Gewicht mittlerweile ein bisschen abgekommen, obwohl es sicherlich ein Toppglas ist.

Um Dir die Entscheidung noch ein wenig schwieriger zu machen: <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Meine Freundin besitzt das Docter 8x42 B/CF. Ein hervorragendes Fernglas. Es ist handlich und liefert ein bis an den Rand kontrastreiches, brillantes, scharfes und farbneutrales Bild. Nun habe ich auch für Tagtouren oft mein Fujinon 10x50 dabei, auf einem Einbeinstativ (wie es Klaus oben beschreibt). Nun rate mal, durch welches Glas meine Freundin inzwischen ebenfalls supergerne beobachtet? Sie ist übrigens Vollblutornithologin.

Ich würde sagen: Das Docter ist freihändig top (und spielt in derselben Liga wie Leica & Co.), das Fujinon ist auf einem Einbeinstativ spitze. Die Einzelokulareinstellung des Fujinon ist übrigens durch die große Schärfentiefe (auch das schrieb weiter oben schon jemand) auch für schnell bewegte Objekte überhaupt kein Problem. Mit seiner Einzelokulareinstellung ist das Fujinon übrigens wesentlich robuster als andere Gläser.

Für Astro ziehe ich persönlich das - gut montierte - Fujinon dem Docter vor. Ich möchte sogar sagen, für astronomische Beobachtungen ist das Fujinon das Maß der Dinge.

Viel Spaß bei Deiner Entscheidung! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

CS

Serenitatis

P.S.: Wer bei Tag länger als ein paar Minuten beobachtet, wird ein Einbeinstativ zu schätzen wissen. Ein Gewichtsunterschied zwischen zwei Gläsern von 50 Prozent macht da nicht den Riesenunterschied, weil einem auch bei dem leichteren Fernglas nach kurzer Zeit die Arme abzufallen drohen und die Konzentration schwindet.
 
Re: "Neues" Nikon EII

Hallo Ingo,

rufe doch mal bei intercon-spacetec an. Martin kann Dir die Gläser zur Auswahl ggf. schicken. Bei mir gehen heute 3 Spektive (Leitz, Zeiss, Swarovski und ein Zeiss 10x56 FL) raus, die ich zur Ansicht für einen Ornithologen da hatte. Der muß nur den Rücktransport bezahlen (kostet halt auch Geld).
Aber damit hättest Du die Gläser alle mal in der Hand gehabt.
Ein örtlicher Händler kann diese Auswahl, speziell für den Astrobereich, garnicht alle an Lager halten.

Ich selbst sehe auch Schwierigkeiten mit einem zu leichten 10x50 Glas aus der Hand. So um die 700-800 Gramm sollte es schon haben. Ein zu leichtes Glas verwackelt man zu schnell, da der Puls in die Bewegung mit einfließt. Ein zuuuu schweres hält man dafür nicht so lange....
Das muß jeder individuell für sich austesten. Zudem würde ich ein Glas nehmen, das einen Stativanschluß hat.
Mein Ornithologe hat sein Stativ mitgebracht und eine waghalsige Konstuktion aus Gewindeteller mit aufgeschaubter Holzplatte, Schaumstoff drauf und Lederriemen drum. Damit befestigen die Ihre Ferngläser!, da sie keinen Stativanschluß haben (Leitz, Zeiss u.a.) - Finde ich in dieser Preisklasse einfach schade und nicht überlegt.
Ruf einfach Martin an (ab 11 Uhr) und frage nach, ob Du die mal testen kannst. Die Telefonnummer findest Du unter www.intercon-spacetec.de

Gruß
Winfried
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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