Welcher 12"-Dobson?

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Addie

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Hallo zusammen,

ich tendiere sehr zum Kauf eines 12"-Dobsons (wohne in dunklem Landhimmel) und habe 3 in der Auswahl:

a) den 305/1600 von Orion UK für 1500,- (am teuersten)
b) den 300/1500 von Galaxy (Pyrex-Ausführung) für 1.175,-
c) das IntelliScope von Orion mit 300/1500 ab ca. 1.200,-

evtl. aber auch nur: d) das 12,5 LightBridge von Meade für 1000,-

Normal tut sich das ja bei GSO, Galaxy und Co. nicht wirklich etwas, aber dennoch ein paar Fragen zu Euren Erfahrungen:

zu a)
Bei dem ersten und teuersten habe ich gehört, daß die Spiegelqualität nochmal einen Ticken besser sein soll, aber ich weiß nicht, ob's stimmt. Ein bißchen unsicher bin ich mir mit der Metall-Rockerbox - zerlegbar ist gut, aber auch so stabil/steif wie eine Holzbox? Gut finde ich die großen Höhenräder und die Tatsache, daß ich durch die Rohrschellen natürlich auch das ganze etwas verschieben könnte (schweres Okular) - bei den anderen sind die Höhenräder ja fest.

b) dürfte so das Standard-Ding sein, wohl mit sehr guter Beschreibung und besseren Lagern als bei GSO?

c)
Das ist für mich so ein Spezialfall - stell ich mir schon sehr spaßig vor mit dem "GoTo" (okay, schubsen muß man natürlich selbst... ;)), aber funktiniert das wirklich gut? Wie gut funktioniert das Nachschubsen, auf den Bilder sieht es aus, als gäbe es gar keine Höhenräder sondern der Tubus liegt nur auf einer Achse?

d) Eigentlich will ich kein Gitterrohr, weil noch justieranfälliger, aber der Preis ist schon interessant... Liegt es qualitativ mit den o.g. Modellen gleich?

Wichtig ist mir gutes, möglichst ruckelfreies Nachführen und möglichst kein Herunterfallen des Tubes, wenn man mal größere 2"-Okulare einsetzt.

Oder sollte ich mir bei a - c gar nicht so einen Kopf machen sondern sehen, wo ich welches am günstigsten (gebraucht) herbekomme?
 
Hi Addie,

na traust Du den schweren Discoverys doch nicht so recht über den Weg?

Schwierige Entscheidung.

Die Alu-Box durfte ich kürzlich Mal an einem 14er Orion drehen, hat mich positiv überrascht, dass sie ausreichend steif war (Hochvergrößerung war aber nicht drin). Die Spiegelqualität der Orions ist ordentlich (und wohl auch ordentlich belegt, was man so hort), mehr ist sogar noch gegen Aufpreis wählbar.

Bei den beiden anderen Kandidaten würde ich mich für das Pyrex und gegen das Komputerchen entscheiden.

Alle Boxen wird man tunen müssen/dürfen um in Hochvergrößerung wirklich sauber nachführen zu können, und eventuelle Kopflastigkeiten auszugleichen (der Orion hat allerdings Schellen, ist also besser ins Gleichgewicht zu bringen, weil verschiebbar), ist aber kein Akt.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Hi Addie!

Zum Thema Kopflastigkeit:
Die neueren GSO-Dobsons gibt es doch mit einer Friktions-Lagerung. Die kannst du je nach Belastung mit Okularen, Sucher, Telrad usw. unterschiedlich einstellen. Wäre vielleicht eine Überlegung wert.

GSO 12-Zoll mit Friktionslagerung

Preislich ist der 12-Zöller von GSO auch gut dabei. 781,20 Euro sind sicher nicht zuviel.

Marco
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Addie
so lange Du Dir Gedanken über Justiernfälligkeit machst,
die Dir scheinbar gefallen ist kein 12" f/5 Newton der richtige. Die müssen alle justiert werden! und Du solltest es beherrschen.

Persönlich habe ich die Wahl Gitterrohr bei 12" getroffen weil die Rieseneimer für mich nicht mehr angenehm im Handling und Gewicht sind. Habe genug davon gesehen und auch beim Aufbau geholfen.

Ein Intelli würde ich nicht nehmen. Die Suchhilfe braucht man nicht wirklich und sie geht leicht kaputt, wenn man nachts im dunklen nicht höllisch aufpaßt beim einsetzen des Teleskops in die Box.

Orion soll inzwischen die Spiegel im Griff haben. Das war nicht immer so. Gleiches gilt für die Mechanik. Vorteil ist sicher der dünnere Spiegel.

GSO /Galaxie übliche Chinaware mit Bastelerfordernissen. Wer Glück hat bekommt ausgezeichnete Spiegel bei viel Gewicht.

Lightbridge gefällt mir weder Mechanisch noch hat er wirklich den Vorteil eines "echten " Gitterdobs.

Meine Meinung: Prüfe Dimensionen und Gewichte sorgsam vor dem Kauf.

CS
 
Hallo Addie,
musst Du denn das Scope öfter mit dem Auto transportieren oder sitzt Du daheim im Garten?
Wenn transportabel nötig, dann schau mal bei Dieter Martini...

Ich habe so einen 12"er Orion UK in der Alu-Rockerbox - das ist ein feines Teil. Der Spiegel ist Spitze und schön dünn (Auskühlung), wobei ich ihn trotzdem draußen lagere um im Fall der Fälle direkt einsatzfähig zu sein.
Neu wäre er mir für einen 12er aber zu teuer, habe meinen gebraucht "geschossen".

Das wäre eigentlich auch meine Empfehlung an Dich: such Dir einen guten gebrauchten (egal ob GSO oder SkyWatcher) und bau Dir selber große Höhenräder und eine Box aus Multiplex dazu, dann hast Du genau DEIN Teleskop. Einen Lüfter hinten dran, eine Taukappe aus Isomatte dazu und der Spaß kann beginnen.

Nur vom Orion würde ich abraten - Trompetenblech mit absolut wackeliger Box (habs auf einem TT mal probiert).
Der Copmuter ist grün beleuchtet - Adaption adé, was soll das?

LightBridge hatte ich auch mal kurz in den Fingern, hat mir aber nicht gefallen. Warum die "Light" heißen, ist mir ein Rätsel und kompakt sind sie auch nicht, was ja der Vorteil eines Gitterrohrs sein sollte.
 
Zitat von Antares:
Hi Addie
so lange Du Dir Gedanken über Justiernfälligkeit machst,
die Dir scheinbar gefallen ist kein 12" f/5 Newton der richtige. Die müssen alle justiert werden! und Du solltest es beherrschen.
CS

Ich habe einen 12" GSO, und kann nur zum Ausdruck bringen, dass dieser mir seinem geschlossenen Tubus sehr sehr Justagestabil ist. Ich prüfe immer wieder mit dem Laser, es ändert sich aber so gut wie nichts:-)

Auch die Abbildungsleistung ist zu diesem Preis erstklassig, mehr Teleskop kann man für das Geld fast nicht mehr bekommen.

Mit dem Gewicht hast Du natürlich recht und einen Kombi braucht man auch mindestens um das sperrige Teil aufs Feld zu bringen.
 
Hallo zusammen,

danke für Eure zahlreichen Antworten.

Hm, das Meade und das Intelliscope sind damit eigentlich aus dem Rennen.

Die Discovery-Dobsons hatte ich auch im Blick, aber wie Du schreibst - ist super schwer und vor allen Dingen mit über 2.000 EUR sprengt es definitiv meinen Rahmen. Und hat der nicht auch einen sehr dicken Spiegel, der ewig zum Auskühlen braucht? Und ich meine auch mal gelesen zu haben, daß die Rockerbox nicht das Wahre ist. Gut, bei den anderen vermutlich auch nicht, aber da stimmt denn auch der Preis.

Ich könnte im Garten beobachten, habe aber auch einen Kombi.

Bleibt also noch der Galaxy oder der Metal-Orion ;-).

Beim Galaxy hat ICS die original GSO-Nachführung schon etwas optimiert, oder? Aber gegen eine richtig gute Multiplex-Rockerbox verliert sich natürlich.

> Die Alu-Box durfte ich kürzlich Mal an einem 14er Orion
> drehen, hat mich positiv überrascht, dass sie ausreichend
> steif war (Hochvergrößerung war aber nicht drin).

Hochvergrößerung ist aber nicht WENIGER drin als bei der Galaxy-Rockerbox, oder?

Hm, wenn ich den Orion gebraucht irgendwoher bekomme, würde ich vielleicht den nehmen, ansonsten den Galaxy. Ist nicht eilig, wahrscheinlich klappt's erst zum Herbst...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Addie,

ich kann dir nur empfehlen, einen 12" Volltubus ein paar Mal einige Meter zu tragen und 3-4 Mal in dein Auto ein- und wieder auszuladen (jew. inkl. Rockerbox). Wenn du dann immer noch der Meinung bist, dass er der Richtige für dich ist, kauf ihn. Ansonsten solltest du doch noch Mal in Ruhe über einen Gitterrohrtubus nachdenken.

Es wird nicht umsonst immer wieder gesagt, dass nach 10" f/5 die Volltuben für den normalen Benutzer zu wuchtig werden.

Viele Grüße

Carsten
 
Zitat von Addie:
Hallo zusammen,

danke für Eure zahlreichen Antworten.

Hm, .......... und das Intelliscope sind damit eigentlich aus dem Rennen.

Na ja, nur wegen dem grünen Display? Es gibt Benutzer die ein Stück rote Folie drübergeklebt haben, ansonsten soll das Teil verlässlich funktionieren.............

10" sind sicherlich leichter zu händeln. Das beste Teleskop ist letztlich jenes das auch wirklich benützt wird.
 
Hallo Addie,

sorry ich habe mich leider sehr missverständlich ausgedrückt.
Ich konnte die Nachführungseigenschaften des Orion UK nicht mit Hochvergrößerung "testen".
Denke eigentlich, dass sich das zu den Mitbewerbern diesbezüglich nicht unterscheidet, zumindest nicht zum negativen hin.
Dieses kleine und leichte Ding unter dem Riesenrohr hat mich angenehm überrascht. Gängigkeit und Standfestigkeit waren okay.
Wie bei den anderen Boxen auch kann man bei Bedarf ganz sicher noch was tun (die üblichen Tricks halt).
Das Teil würde sich auch sehr gut für eine Selbstbau-EQ-Plattform eignen.

Bezüglich der dicken Discovery-Spiegel hast Du recht. Beim 12,5er haben sie immer noch die unnötig dicke Variante. Andere sind schon mit etwas dünneren Spiegeln zu haben.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Zitat von rudolf44:

Nee nee - oder zumindest nicht nur, eher noch wegen der Angabe "Trompetenblech mit absolut wackeliger Box".

Letztendlich denke ich, daß eh keine WELTEN zwischen den einzelnen Modellen liegen und Stückweit entscheidet da bei mir vielleicht auch sowas wie "Bauchgefühl" - dieses entscheidet sich momentan eher gegen das Intelliscope.

> ...3-4 Mal in dein Auto ein- und wieder auszuladen (jew. inkl. Rockerbox).

Ja, ich weiß. Als ich den ersten 12"er live gesehen habe, hat's mich fast erschlagen. Aber wie gesagt, ich MUSS nicht unbedingt rausfahren zum Beobachten und zweitens hab ich mir das vorher schon überlegt. Ich bin fast 1,93 groß und kräftig... ;)

Aber wozu auch 3-4x hintereinander rein und raus, das macht doch in einer Beobachtungsnacht kein Mensch!?
1x rein, nach der Fahrt raus. Nach dem Beobachten wieder rein und zu Hause wieder raus, das ist nicht dasselbe.
Ich versteh' natürlich, was Du sagen willst! ;)
 
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