Welcher 3D Drucker und woher

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TaurusM45

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Hallo zusammen,

für diverse Projekte an Teleskopen und Montierung überlege ich in das Thema 3D Druck einzusteigen.

Welche 3D Drucker könnte ihr mir empfehlen und wo kaufe ich so ein Gerät am Besten?
Ich glaube einfach in den Mediamarkt zu gehen ist da wohl nicht. Zumindest habe ich da sowas noch nie gesehen.

Druckgroße sollte so um die 200x200x200mm sein.

Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch da Erfahrung

Preislich sollten die 500 Euro auch nicht überschritten werden

Viele Grüße und danke schon mal
Andreas
 
Hallo Andreas,

welches Material willst du denn Drucken?
Für meine Astrodrucke nehm ich immer PETG, wenn es mal Kappen o.ä. sind auch PLA.
Die Frage kommt daher da es auch Filamente gibt die einen geschlossenen Druckraum brauchen.
zB ASA und ABS
Halte ich aber nicht unbedingt für nötig.

Ich kann dir die Drucker von Bambu Lab ans Herz legen.
Die sind eigentlich alle gut.
Preislich und von der Größe her wär wohl der "normale" A1 deine Wahl:

Ich habe zuhause den P1S mit AMS.
Auf der Arbeit habe ich alle Drucker nach und nach gegen Bambu Lab Drucker ausgetauscht.

Die Bambu Lab Drucker sind super einfach zu bedienen. Alles Plug and Play.
Du musst nur das Filament einführen, Modelle laden, ggf. ein paar Einstellungen anpassen und Drucken.
Das Einstellen des Druckbettes usw. macht der Drucker alles selber.
Außerdem sind die Dinger von der Software her sehr gut aufgestellt. Sowohl am Drucker selber als auch App und Software für den PC.
Dazu kommt, dass es von Bambu Lab die Maker World gibt.
Das ist ein Portal für 3D Modelle. Die Einstellungen sind direkt auf Bambu Lab Drucker angepasst.
Das Portal kann direkt an die Software auf dem PC Einstellung und Modell schicken und du klickst nur noch auf start.
Wenn du andere Modelle drucken willst tun es zu 99% aber die Standardeinstellungen, jedenfalls so meine Erfahrung.
Dazu kommt noch, dass die Bambu Drucker schnell und trotzdem sauber Drucken.

Auf der Arbeit hatten wir diverse andere Drucker.
Ender, Elegoo, Creality und Sovol. Zum testen hatten wir auch mal den AnkerMake M5 da.
Keiner dieser Drucker war so einfach zu bedienen wie die Bambu.
Bei uns im Haus kann jetzt jeder 3D drucken. Vorher waren es nur die Mitarbeiter aus der Technik und EDV. Die haben es auch nicht gern gemacht.
Das Arbeiten mit denen macht einfach Spaß.

(Wir haben zwei A1 Mini mit AMS, einen P1S und zwei X1 Carbon mit AMS)


Es gibt von Bambu auch die AMS. (Zubehör zum Drucker)
Damit kannst du vier Filamente laden und der Drucker tauscht automatisch.
Ob man das wirklich braucht weiß ich allerdings nicht...

Grüße
Brian
 
Hallo Andreas,
ich habe mir auf Empfehlung einen Creality Ender 3 S1 gekauft. Dazu gab es eine Umhausung aus beschichteter Folie um die Wärme zu halten und Zugluft zu vermeiden. Da de Extruder ein Directextruder ohne Bowden ist lassen sich viele Materialien drucken. Bereits erfolgreich gedruckt habe ich PETG, TPU, ASA und ABS je nach Anwendungsfall. Ich denke es kommt nicht so sehr auf den Drucker selber an, sondern viel mehr auf das Design des Modells. Zum Designen nutze ich Freecad und als Slicer kommt Cura zum Einsatz.
LG Jens
 
Hi Andreas,

ich würde da auch zum Bambu Lab A1 raten, wenn du 3D-Druck als Werkzeug nutzen möchtest, da ist die Lernkurve nicht so steil.

3D-Drucker von Sovol, Creality. etc. können besser getunt, aber auch schnell verbastelt werden ;) Prinzipiell ist dagegen aber auch nichts einzuwenden, wenn man bereit ist in die Materie etwas Zeit zu investieren. Aufstellen, einschalten und direkt loslegen ist so oder so ziemliches Marketing ...

Ich selbst benutze auch einen Bambu Lab P1S mit AMS, da ich ein "Werkzeug" benötigt habe, dass schnell einsatzbereit ist und eine große Bandbreite an Material verarbeitet kann. Neben PLA und PETG für alle Standardaufgaben, drucke ich auch ABS/ASA, TPU, PA, PC und andere technische Filamente mit und ohne CF, für speziellere Anwendungen.

Materialien wie ASA sind z.B. nützlich wenn es witterungs-, uv- und hitzebeständig sein muss. PETG ist aber auch meist schon ausreichend, wenn etwas der Sonneneinstrahlung länger widerstehen muss.

CS & VG
Stefan

PS: Ich gehe mal davon aus, dass Du den Drucker nicht nur für Astrokram nutzen möchtest. Es gibt sicher noch weitere Anwendungsfälle in Deinem Leben, um die Anschaffung sinnvoll zu machen. Daher solltest Du Dir definitiv gut überlegen, was für Dich das Beste oder eben ausreichend ist.
 
Hallo,

Ich suche schon länger nach ein einem einfach zu bedienen 3D Drucker, danke für die Empfehlungen :y:

Bin noch am überlegen ob es der A1 oder A1 Mini werden soll aber die Bambu Geräte sehen sehr vielversprechend aus :love:

Grüße
Stefanie
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stefanie,

die Bambus sind zu 99% "[zensiert]ensicher".
Ich würde dan A1 nehmen, bei dem Lite stößt du im Teleskopbereich schnell an deine Grenzen.
Jedenfalls so meine Erfahrung.
Das AMS würde ich nicht unbedingt nehmen, frage mich bis heute warum ich es mit gekauft habe...:D

Grüße
Brian
 
Hi Andreas,
wollte mich als sehr zufriedener Prusa MK3 Nutzer outen. Da macht man sicher auch nichts falsch, ist aber (etwas) teurer.
LG Michael
 
Ich muß mich als Geizhals outen und verwende einen Anycubic.
Funktioniert einwandfrei und ist auch nicht kompliziert zu bedienen.
Any Cubic Kobra
Kostet halt eigentlich nix, Lüfter könnte leiser sein, aber sonst hab ich nix zu meckern.
 
Hallo Stefanie,

die Bambus sind zu 99% "[zensiert]ensicher".
Ich würde dan A1 nehmen, bei dem Lite stößt du im Teleskopbereich schnell an deine Grenzen.
Jedenfalls so meine Erfahrung.
Das AMS würde ich nicht unbedingt nehmen, frage mich bis heute warum ich es mit gekauft habe...:D

Grüße
Brian
Ja, da wirst du vermutlich recht haben. Ich habe mich mal durch die Vorlagen gewühlt, dass ich ja wirklich cool was es da so gibt, auch in Richtung Spielzeug :cool:
 
+1 für Bambu

Hatte noch nie einen so problemlosen 3D Drucker - und die beiden Vorgänger waren keine Billiggeräte.
Ich mag das AMS. Ist halt gut wenn man Stützmaterial drucken muss, macht aber auch sonst die Arbeit mit unterschiedlichen Filamenten einfacher.
 
Hallo zusammen,

danke an Andreas für die Threaderstellung und an alle anderen für die hilfreichen Antworten. Ich interessiere mich auch grundsätzlich für das Thema, allerdings hab ich mich damit noch gar nicht beschäftigt und die Fachbegriffe sind böhmische Dörfer für mich. Der Bambulab A1 scheint aber ein gutes Einstiegsmodell zu sein, die Anycubics aber auch. Ich hätte die generell für deutlich teurer gehalten. Ich behalte das mal im Auge. Zur Zeit sehe ich für mich persönlich außerhalb des Astrohobbys noch nicht genügend Einsatzbereiche für so ein Gerät, aber das wird sicherlich kommen.

LG Olaf
 
Hallo!

Ja, die Bambulab-Drucker sind schon klasse, aber so ganz problemlos verhalten auch die sich nicht.
Bei meinem X1C kam einmal völlig unvermittelt die Meldung, der Beschleunigungssensor habe bei einem Druck nicht richtig funktioniert. Hat sich zwar nicht negativ ausgewirkt und die Meldung kam (bislang) auch nicht wieder, aber es macht einen schon stutzig. Das scheint ein relativ verbreitetes Problem zu sein.
Auch kann sich das Filament schon mal so im Druckkopf verklemmen, dass der Drucker bzw. das AMS es nicht mehr zurückziehen kann. Da musste ich den Druckkopf ausbauen und komplett(!) zerlegen, um das Gerät wieder flott zu bekommen.
Ich bin mit den nahezu perfekten Druckergebnissen und der rasenden Geschwindigkeit des Bambulab sehr zufrieden und scheue die Bastelei nicht, aber ganz von alleine laufen diese Drucker auch nicht.
Der Bambu- oder Orca-Slicer sind hinsichtlich der Materialeinstellungen auch nicht so ganz ohne und für den Anfänger verwirrende Einstellungsvielfalt gibt es da auch.
Mein vorheriger Drucker war ein Anycubic. So viel flacher war die Lernkurve da nicht, und das sind ebenfalls sehr solide Geräte, die viel Spaß machen.

Ich würde auch den A1 nehmen. Aber man darf nicht erwarten, dass da alles von alleine geht. Man muss sich schon etwas damit beschäftigen. Und Vorsicht! Wenn man erst mal einen Drucker hat, hat man dauernd irgendeine Idee, was man damit machen will. Wer einen kleinen Drucker kauft, weil er glaubt, er werde den ja nur selten und in wenigen Fällen benutzen, kauft schnell ein zweites Mal. Sagt nicht, ich hätte nicht gewarnt! ;)

Gruß
Sebastian
 
Team Prusa hier :) Hatte vor einigen Jahren den Bausatz gekauft, mehr aus Neugier und Lust auf ein Bastelprojekt. Wenn man so ein Teil erstmal hat, findet man aber ständig interessante Dinge die man drucken kann. Der Einstieg war beim Prusa jedenfalls ziemlich leicht, da man mit den Presets bereits sehr gute Ergebnisse bekommt.
Allerdings sollte man sich vorher ein paar solide Grundkenntnisse mit einem CAD Programm aneignen. Einfach irgendwelche heruntergeladenen Modelle aus dem Netz ausdrucken wird schnell langweilig.
Gruß
André
 
Hallo zusammen, ich warte gerade auf einen geschlossenen Qidi Q1 pro. Der kann alle möglichen Filamentarten drucken und mit wenigen kleinen Mods soll er ein prima Drucker sein. Bin gespannt.
Was ich allerdings auch glaube ist, dass das Erlernen des CAD nicht ohne ist. Habe mich jetzt im Ansatz mit FreeCad / Ondsel beschäftigt und da werden noch einige Lernstunden auf mich zukommen...
Gruß
Stefan
 
Ich habe mir ohne jegliche Erfahrung, mit absolut null 3d Druck Kenntnissen den Creality K1 gekauft. Gibt es im Angebot bei Geekbuy und anderen schon mal für unter 400 Euro. Der war absolut einfach zu bedienen, und hat praktisch direkt funktioniert. Mehr Lernkurve brauchte das Design, ich hab mich letztlich für die Free Version von Solid Edge entschieden. Also ,stück designen, in der Creality Software öffnen, das eingelegte Material auswählen,mit einem Click ( über WiFi) zum Drucker schicken, und .......Druck -Druck-Druck...fertig. Nix einstellen , nix anpassen, funktioniert einfach. Ich habe schon unzählige Astro Teile gedruckt, und möchte das Ding nicht mehr missen.Vom 3d Druck hab ich immer noch keine Ahnung. Das Ding ist für mich eine Blackbox dir funktioniert . Daten rein- Produkt raus . Ich drucke zu 90 % mit dem Creality Hyper PLa, ein vergleichbares Material gibt es auch noch etwas günstiger von Sunlu.
Von einfach Sachen wie sie ein Griff am Teleskop, bis hin zu komplexen Formen wie die Clip On Halterung für die UMI die einen Mini PC , eine Wifi6 Adapter und einen Stromverteiler beinhaltet
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Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen, ich habe vor einem Jahr mit dem Elegoo Neptune 3 Pro (damal 250€) gestartet, wie Achim ohne jemals vorher etwas in 3D gemacht zu haben. Aufbau sehr einfach, Leveln geht automatisch. Mittlerweile habe ich auch den Neptune 3 Max (damals ca. 500€), mit dem ich große Teile, z.B. eine Tau/Lichtschutzkappe für meinen 12 Zöller drucke. Ich bin sehr zufrieden mit den beiden.

Meine Teile konstruiere ich in Tinkercad, das reicht für das, was ich mache... Ich hab mal versucht, in OpenCad o.ä. reinzukommen, da fehlt mir aber die Zeit... Ich habe mir z.B. Lehren gedruckt, um die Löcher in meinem Carbon-Tubus für meinen 8" Newton an die richtige Stelle zu bekommen ;-)

Ach so: Woher? Ich hab bei 3DJake gekauft
 
Hallo!
Ach so: Woher? Ich hab bei 3DJake gekauft
Bei 3D Jake habe ich auch schon einiges Zubehör gekauft, kann mich der Empfehlung anschliessen. Ebenfalls empfehlen kann ich 3D Printers Shop in Spanien (3D Printing Products and Services), die haben gelegentlich sehr gute Sonderangebote.

Ich habe inzwischen drei 3D Drucker, über die ersten zwei brauche ich nichts erzählen, das sind Open-Source-„Maker“-Projekte aus der Frühzeit des 3D Drucks, bei denen man mehr Zeit mit Teile Beschaffen, Basteln, Einstellen und Firmware Modifizieren und Flashen verbringt als mit Drucken. Man lernt viel dabei und die Ergebnisse sind teilweise recht gut (großer Bauraum, Heizbett, viele Einstellmöglichkeiten) aber der Aufwand ist für einen Gebrauchsgegenstand viel zu groß.

Drum habe ich noch günstig beim eBay einen „Makerbot Replicator 2“ erstanden. Auch nicht das neueste Modell, aber ein einstmals ziemlich teurer Drucker (über 1000 Euro, das Nachfolgemodell Replicator+ kostet aktuell ca. 2000 Euro...), der für einfache Bedienbarkeit durch Laien ausgelegt ist. Ich habe inklusive eines Umzugskartons voller Filamentrollen 250 Euro für meinen bezahlt, die er uneingeschränkt wert ist. Wenn man so einen wo sieht kann man ihn unbesehen kaufen. Kein Vergleich mit den Pappe- und Plastikteilen für 200 Euro von Aliexpress oder Amazon!

Noch zwei Anmerkungen aus meiner Erfahrung:

- Unbedingt darauf achten (gilt eigentlich nur noch für den Gebrauchtkauf älterer Drucker), dass das Gerät „standalone“ arbeiten kann. Sonst braucht es eine USB-Verbindung zum Rechner, den man während der stundenlangen Druckzeit für nichts anderes mehr verwenden kann, wenn man nicht riskieren will, dass die Verbindung zum Drucker auch nur einen Moment abbricht und das gedruckte Teil damit zerstört ist. Ich finde die Lösung mit einer SD-Karte eigentlich am praktischsten, die man mit den Dateien drauf in den Drucker steckt. Alternativ geht es auch über WLAN, aber das erfordert wieder einen gewissen Aufand für die Konfiguration.
- Für mich ist ein geschlossener Drucker sehr wichtig, denn meine Frau kann den Geruch von heissem Plastik nicht ausstehen (je nach Sorte ist es vielleicht auch nicht ganz gesund) und „zwingt“ mich dazu, den Drucker auf der Terrasse zu verwenden. 3D Drucke vertragen aber keine Zugluft, Kunststoffsorten, die ein Heizbett brauchen (z.B. ABS) gar nicht und auch pflegeleichte wie PLA nur in Maßen. Man kann sich auch damit behelfen, dass man einen großen Karton oder eine unten offene Sperrholzkiste, ich habe mir dafür eine in ca. 60x60x60cm Größe mit einem Stück Plexiglas zum reinschauen oben gebastelt, darüberstülpt.

Viele Grüße
Maximilian

PS: Nicht enttäuscht aufgeben, wenn es nicht auf Anhieb sofort gute Ergebnisse gibt. Das wird schon!
 
Ich finde die Lösung mit einer SD-Karte eigentlich am praktischsten
Das ist eine Möglichkeit. Wenn man kann, und wenn der Drucker es zulässt (sehr viele tun das, BambuLab leider nicht oder nur schlecht), sollte man einen Raspberry Pi (3 oder höher) mit einem OctoPrint-Image an den Drucker anzuschließen. Beim "Raspberry Pi Imager" ist dieses Image direkt zu finden. Das war bei meinem Anycubic die optimale Toplösung und ich vermisse die Funktionalität schmerzlich.
Der Cura-Slicer (vermutlich auch andere) sendet die Druckdateien dann direkt an OctoPrint, das man über eine App oder ein Web-Interface aufrufen kann. Dort kann man Druckaufträge starten, verwalten und den Druckfortschritt live ansehen - über eine angeschlossene Webcam oder/und schematisch durch eine Anzeige der aktuell gedruckten Schicht. Alles kostenlos und ohne Cloud-Schnickschnack.
Ich habe nie eine perfektere Lösung gesehen.

Gruß
Sebastian
 
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