Welcher Foucault-Tester?

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ThomasWest

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Moin moin alle zusammen.
Ich bin gerade am Planen für meinen Foucault-Tester. Nun gibt es ja jede Menge Anleitungen im Netz. Eigentlich ist das Funktionsprinzip klar nur eine FRage hätte ich dann noch. Ich bin auf 2 unterschiedlich Grundkonstruktionen gestoßen. Variante eins wäre eine Lichtwuelle, die nicht zusammen mit der Messerschneide auf de Optischen Achse verschiebbar ist so wie in M. Trittelvitz's Buch. Bei der zweiten Variante sind Lichtquelle und Messerschneide zusammen wie bei Stathis' Variante. Laut Martin Trittelvitz halbieren sich dadurch aber die Werte für die Schnittweitendifferenzen und eine genauere Messung und damit verbundenes Meßequipment ist nötig. Dafür ist aber der Aufbau der 2. VArainte etwas einfacher.
Welche Variante ist zu bevorzugen? Vielleicht könnte mal jemand die Vor und Nachteile beider Varianten aufzeigen.
 
Hallo,
Fürs erste reicht ein "Slittless-Tester" Der besteht aus einer Holzleiste, am Ende ein Loch quer durch. In dem Loch eine LED die man mit 3 V Batterie und einem Vorwiderstand zum leuchten bringt. Eine Messerklinge vom Baumarkt senkrecht über das Loch steht oben über. Die LED wird von der Messerschneide halb abgedeckt. Die Leiste wird auf einen Holzklotz gesetzt, damit sie hochkant stehen bleibt. Der Aufwand beläuft sich auf 20 Minuten und etwa 5 Euro (Für Batterien einen Vorwiderstand die LED und die Messerklinge)
Das Ganze funktioniert gut, nur zum Messen muß man die Konstruktion verschiebbar machen und den Weg messen können. Dadurch wird der Aufwand größer, das braucht man aber erst beim Parabolisieren.
Das Funktionsprinzip kannst Du auf der Seite hier sehen. http://www.geocities.com/CapeCanaveral/9601/ftester.htm
Hier auch noch mal eine Beschreibung: http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=8438
Eine Reihe Links zu verschiedenen Testern auf meiner Homepage, Spiegelschleifen ganz unten.
Grüße Martin
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Danke für die Antwort.
Hauptsächlich ging es mir um die Genauigkeit beim Parabolisieren. In Deinem Buch hast du ja beschrieben, daß bei den Slitless-Testern die Schnittweitendiffernz nur halb so groß ist. Da ich das halt noch nir gemacht habe weiß ich nicht so genau um welche Bereiche wir da reden und wie hoch der Messaufwand ist. Reicht ein Lineal aus ider mUß ich mir Meßschieber oder gar Messuhr rangehen um genaue Werte zu bekommen. Duch die Slittless Technik müßte die Messagenauigkeit ja immerhin dann doppelt so groß sein.
 
Hallo Thomas,

wir arbeiten mit der festen Lichtquelle und einem Meßschieber (Schieblehre), die eine Digitalanzeige hat. Üblicherweise kommst du aber mit einer Ablesegenauigkeit von 0,1 mm hin, für Slittless wie für den anderen.

Du wirst für die Messungen sowieso zwei oder drei Durchgänge machen und dann den Mittelwert bilden

Wenn du dir eine Feinverstellung per Schraube dranbaust, dann kannst du daran einen Deckel von einem Schraubglas montieren und am Umfang 10 oder mehr Teilstriche anbringen, so kannst du etwa 0,1 mm abschätzen (pro Umdrehung 1 mm Vorschub).

Gruss,
Chris
 
Hallo Thomas,

Ich würde Dir auch zu einem Slitless raten. Auch wenn Du nur halbe Schnittweiten bekommst. Du hast ein viel besseres/helleres Bild vom Spiegel. Ich hatte mir erst einen pinhole Tester gebaut und den dann zu slitless vereinfacht. Das hat sich ziemlich bemerkbar gemacht.

Viele Grüße
Reiner
 
Hauptsächlich ging es mir um die Genauigkeit beim Parabolisieren.

Hallo,
Ja, das ist völlig richtig. Du solltest die Probleme der Reihe nach angehen. Zuerst brauchst du einen Tester der die Oberfläche und Form des Spiegels zeigt, da ist ein einfacher Slittlesstester mit Standfuß ideal. Damit kann man den Spiegel bis zur Kugelform und bis zur glatten zonenfreien Oberfläche gut beurteilen. Das ist die Hauptarbeit.
Erst zum Parabolisieren mußt du messen können. Bis dahin weisst du auch was du genau brauchst und haben möchtest. Es gibt zum Beispiel einen soliden Kreuzsupport aus dem Baumarkt, da stellst du den Tester drauf, oder auch andere Testvorrichtungen, oder du baust dir einen x/y Tisch selbst. Das kommt auch ein wenig auf den Geldbeutel an. Dabei macht es dann keine Schwierigkeiten mehr auf 1/10mm zu messen ob nun mit fester oder beweglicher Lichtquelle.
Grüße Martin
 
Hi

Ein guter Kreutztisch ist der KT70 von Proxxon. Gib einfach bei Ebay mal Koordinatentisch ein, Neupreis 79,-€. Am Anfang wollte ich nicht so viel Geld ausgeben, jetzt besitze ich mitlerweile auch eine WebCam, mit deren Hilfe das Testen erleichtert wird.

Einen Focaulttester zu bauen, kann zur Wissenschaft werden.
Hier siehst du meine ersten Versuche. Mittlerweile habe ich schon Lichtwellenleiter als Lichquelle ausprobiert, war aber nicht so berauschend. Mit einem vernünftigen Kreuztisch, ist die doppelte Genauigkeit bei bewegter Lichtquelle kein Problem. Mit der Bewegten Lichtquelle kam ich am besten zurecht und hatte die besten Bilder.

Bis dann,
Joachim.
 
Hallo Thomas,

ich will mich den anderen hier anschließen. Ob feste oder mitbewgte Lichtquelle ist meiner Meinung mach für die im Endeffekt erreichte Genauigkeit so ziemlich nebensächlich.

Ein Vorteil der mitbewegten Lichtquelle ist, dass man Lichtquelle und Messerschneide auf einem Block montieren kann, ohne Verbiegungen und verdrehungen beim vor- und zurückfahren. Die feste Lichtquelle ist von Vorteil, wenn man keine genaue Ablesemöglichkeit des Schlittens verwirklichen kann - wobei eine M6 Gewindestange mit gutem Gewinde (Edelsthal ist meist besser als die billigen verzinklten vom Baumarkt) bereits 1/10 mm oder besser ermöglicht.

Viel wichtiger als fest oder beweglich finde ich folgende Punkte:
- helle homogene Lichtquelle für kontrastreiche Bilder (meiner Meinung nach das wichtigste am Tester überhaupt!)
- solide Mechanik, in der sich die Position der Messerschneide präzise genug und reproduzierbar ablesen lässt
- schwere wackelfreie Aufstellung und justierbaren Spiegelständer für schnelles ausrichten und angenehmes Testen

Ich bin der Meinung, dass man für Punkt 2 keinen Kreuztisch braucht, und schon gar keinen für teures Geld einen kaufen muss. In unserem Spiegelschleifkurs in München haben einige sehr gute Tester nach dem kinematischem Prinzip gebaut (ist im Buch von Martin Trittelvitz und im Texereau beschreiben, siehe auch high Tech Beispiel hier, geht aber auch viel primitiver siehe hier). Andere haben Schienen für Küchenschubladen verwendet und das Spiel mit Federn oder Gummis eliminiert. Vielleicht schaffen wir es, Bilder davon zu sammeln, die ich auf meine Seite packen könnte als Beispiele für die anderen.
 
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