Welcher FS, bzw. Hilfe mit Newt!

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Huxtebude

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Hi,
ich bin am überlegen welchen Fangspiegel ich für meinen Selbstbaunewton nehmen möchte, den Spiegel möchte ich noch schleifen, aber man kann die Brennweite (zumindest so ungefähr) steuern. Es sollte so 1000mm Brennweite bei 6" Spiegeldurchmesser sein. Also f6,7.
Tube Inside Diabmeter hab ich 7 inch und Tube thickness 0,35
OAZ-Höhe habe ich mal 2 inch angegeben, es soll ein Helikalauszug werden, welcher genau weiß ich noch nicht aber ungefähr kann man es ja mal rechnen. 2"-Auszug (Deepsky)!
75%Ausgeleuchtetes Feld soll ja 4,6cm sein. Und der FS muss doch mindestens so groß sein wie das ausgeleuchtete Feld, je kürzer dann das Öffnungsverhätlnis desto weiter darüber hinaus wächst der FS.
Auch bei F20 bräuchte ich ja noch mindestens nen FS mit dem durchmesser des ausgeleuchteten Feldes, oder? Denn besser als parallel können die Strahlen ja nicht vom FS zum OAZ fallen...

Teure Nagler oder Panoptik oder solche Okulare wird der Newton wohl nie sehen, vielleicht höchstens ein TS32mm WA (wenn ich mal wieder Geld habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> )
Aber so ein Fetter Fangspiegel für f6.7 kommt mir doch etwas ungewöhnlich vor...
(f6.7 deshalb damit er nicht so hohe Okularansprüche hat und wenn ich mal Planeten schaun möchte oder etwas höhere Vergrößerung möchte bin ich sonst direkt in den extrem kurzen Okubrennweiten was ich hoffe hiermit etwas vermeiden zu können)

Ich hoffe da etwas auf dem ATT einkaufen gehen zu können.
Könntet ihr mir nun einen Tipp geben, was ich am besten als FS nehme? Einen 26mm den ich hier habe kann ich wohl vergessen, oder?

Vielen Dank und Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,

du schreibst:
75%Ausgeleuchtetes Feld soll ja 4,6cm sein
und
Auch bei F20 bräuchte ich ja noch mindestens nen FS mit dem durchmesser des ausgeleuchteten Feldes, oder?
Schon, der muß aber nur mindestens so groß sein wie das zu 100% ausgeleuchtete Feld und das kann deutlich kleiner ausfallen, z.B. nur 10mm; der Lichtabfall zum Rand sollte halt die 25% nicht überschreiten.
 
Hallo,

der verwendete Tubus ist für den Einsatz von 2" Zoll-Okularen nur bedingt geeignet, da die Differenz zwischen Tubus-Innendurchmesser und Spiegeldurchmesser nur 25 mm beträgt. Eigentlich sollte diese Differenz mindestens so groß sein, wie der Feldblendendurchmesser des verwendeten Übersichtsokulars (bei Volltubus-Newton-Teleskopen zur Reduzierung des Tubus-Seeings möglichtst noch etwas größer).

Mein eigener 6-Zöller (740 mm Brennweite, ca. 175 mm Tubus-Innendurchmesser, JMI-mini, Abbildung auf dem Buch von Marty) ist mit einem 33 mm-Fangspiegel versehen, wodurch es zwar zu erkennbarem Helligkeitsabfall zum Bildrand bei Verwendung von Übersichtokularen kommt, bei mittlerer und hoher Vergrößerung ergibt sich jedoch keine für mich auffällige Vignettierung.

Bei 1000 mm Brennweite, und den von Dir genannten Tubus-Dimensionen sollte ein Fangspiegel mit 33 mm Durchmesser (entspricht 21,7 % Obstruktion) zumindest für die Verwendung von 1,25-Zoll-Okularen ausreichend groß sein.

CS

Roland Krebs
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo!
Vielen Dank für die Antwort.
Ich war nun beim ATT und hab nen 40mm Fangspiegel bekommen. Für 3€ kann man nix verkehrt machen denke ich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Aber wieso sollte die Differenz zwischen Tubusdurchmesser und Spiegeldurchmesser so groß sein wie die Feldblende? Welche Auswirkungen hat das? Oder wird vielleicht sogar mit dem Tubusradius und Spiegelradius gerechnet? Das erschiene mir sinnvoller, da dann nur eine Seite einbezogen wird. Aber was wäre nachteilig daran trotzdem 2" Okus zu verwenden?
Naja, ich werd mal schaun, ich habe sowieso nicht soviel Geld für nen teuren OAZ, 1,25" ist da schon ein bissl billiger. Und momentan hab ich auch nur ein e Apex-2" Oku, ist auch nicht so der Renner.

Grüße,
Florian
 
Hallo Florian,

Roland schrieb: "Eigentlich sollte diese Differenz mindestens so groß sein, wie der Feldblendendurchmesser des verwendeten Übersichtsokulars"

Das ist eine Näherung, und relativ einfach zu erklären.

Stell dir einen Lichtstrahl in der optischen Achse des Hauptspiegels vor (geht ja nicht, weil der FS im Weg sitzt, aber theoretisch). Wenn der senkrecht einfällt, läuft er senkrecht wieder heraus. In Brennweitenabstand säße dann die Feldblende des Okus. Wenn der Strahl aber schräg einfällt, läuft er unter dem selben Winkel schräg wieder heraus.

Wenn jetzt die Tubuslänge *ungefähr* so lang ist, wie die Brennweite (was ja meistens bis auf 5 - 10cm der Fall ist), dann muss der Tubus denselben schrägen Lichteinfall zulassen, wie das Oku zur Ausleuchtung seiner Feldblende braucht. Wenn wir einen Lichtstrahl am Rand des Spiegels betrachten, ergibt sich *ungefähr* das gleiche: wenn der Einfallswinkel sich von senkrecht auf schräg ändert, dann wird der Ausfallswinkel um denselben Winkel verändert. Bei den kleinen Winkeln, von denen wir reden, ergibt das beim Okular (in der Brennebene) einen Abstand von der opt. Achse von *ungefähr* derselben Größe, wie der Abstand des Lichtstrahls zu seiner früheren Position in Höhe des oberen Tubusrandes.

Alle Klarheiten beseitigt? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Deshalb sollte der Tubusradius min. soviel größer sein als der Spiegelradius, wie der Radius der Oku-Feldblende ist. Ansonsten beschränkt der Tubus das 100% ausgeleuchtete Bildfeld, und nicht das Okular. 25mm würde nur für 1 1/4" reichen.

<pre><font class="small">code:</font><hr>
| | |-Oku-Feldblende
| /
| /
|| /
|| /
||Licht /
| | /Licht
| | /
| | /
| | /
| | /
| | /
| | /
Tubus| |/_____________________
| | Spiegel |
</pre><hr>

Gruß, Henning
 
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