Welcher Refraktor Bresser R-127L oder R-127S ?

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blackktm

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Hallo! Zuerst eine kleine Vorstellung meinerseits: Ich komme aus Vorarlberg und habe ca. vor einem Jahr den Einstieg in die Astronomie mit dem "berüchtigten" Lidl Skope Skylux begonnen! Aus Mangel an Zeit habe ich erst in den letzten 6Monaten begonnen öfters gen Himmel zu schauen aber was ich da mit dem "billigen" Teil gesehen habe(speziell Mond) hat schonmal Lust auf mehr gemacht! So kommt es wie es kommen musste, etwas besseres aber immer noch im schmerzlosen finanziellen Bereich muss her!
Meine Anforderungen sind eher Planetenbeobachtung und etwas Deep Sky, Fotos machen auf keinen Fall! Nachdem ich doch einiges in diesem Forum und allen möglichen anderen Seiten gelesen habe speziell zum Thema Refraktor oder Reflektor habe ich mich jetzt doch eher für 2 Refraktor Modelle der Firma Bresser entschieden und zwar die Modelle Messier R-127L mit Brennweite 1200mm oder das Modell Messier R-127S mit einer Brennweite von 635mm! Ich finde die Messier Modelle haben für den Preis doch eine halbwegs gute Ausstattung(Montierung, bel. Polsucher usw.)darum tendiere ich eher dazu, was mich aber noch etwas grübeln lässt ist welches dieser beiden Modelle eher das Allround Teleskop ist welches für meine Bedürfnisse(Planeten+DeepSky)optimaler wäre?? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/help.gif" alt="" /> Dass ich beim Händler selber alles begutachte ist schon klar aber alles kann man da nicht kontrollieren und sehen darum wäre ich froh wenn die Spezialisten hier allein nach den nackten technischen Fakten sagen könnten welches vielleicht etwas optimaler für mich wäre! Beide Teleskope sind komplett identisch bis auf die Brennweite, das kürzere ist ausserdem noch ca.€30.- teurer was überhaupt keine Rolle spielt aber das wundert mich auch etwas, vielleicht kann mir das auch noch jemand erklären? Ein Anfänger sagt schonmal Danke für eure Antworten! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> MfG Rene
 
Hi Rene,
ich denke der bessere Allrounder aus optischen Gesichtspunkten sollte der Lange sein, wobei ich davon ausgehe, das es normale Achromaten sind.
Kurze Refraktoen haben, so sie nicht als Apochromat ausgeführt sind einen bauartbedingten Farbfehler, der mit kleinerem Öffnungsverhältnis geringer wird und damit weniger stört bzw. Details kostet. Das spielt hauptsächlich bei Mond, Jupiter und Mars eine Rolle. Wenn Du das Thema Farbfehler vertiefen willst benutze einfach mal die Suche-Funktion, da findest Du Lesestoff en masse.

Kürzere Brennweiten ermöglichen größere Gesichtsfelder. Da wäre der Kurze also vorn, allerdings muß man das etwas relativieren. Mit "nur" 1,2 m Brennweite ist die Langversion grundsätzlich noch in einem Bereich, der für die Großfeldbeobachtung ausreichende Gesichtsfelder liefert, zumal Du 2" Zubehör verwenden kannst. Für meine Begriffe unter der Prämisse Allrounder, wenn überhaupt bestenfalls ein minimales Plus für den Kleinen.

Der 1200er wird ob des Hebels evtl eine größere Montierung fordern, bzw bei gleicher Montierung etwas wackeliger sein. Dies kann aus Kostengründen ein Nachteil sein, ebenso wie die evtl. Notwendigkeit eines hohen Statives.
Der kleine sollte mit der GP-Klasse gut montiert sein, der lange Refraktor hingegen wird eher HEQ5-Klasse fordern.

Hohe Vergrößerungen werden mit dem 1200er leichter erreichbar. Dies könnte bei der Okularwahl unter dem Gesichtspunkt Augenabstand ein Vorteil für den Langen sein, so dies für Dich relevant ist.

Mein Fazit, begrenzt auf diese beiden Geräte: Lieber den 1200er.

Allerdings, und da werden sicher wieder Stimmen laut, gibts es andere Alternativen, die für meine Begriffe eher das Attribut Allrounder verdienen - ein 8" f/6 Dobson z.B. . Aber das ist ein anderes Thema.
CS
 
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Der 1200er wird ob des Hebels evtl eine größere Montierung fordern, bzw bei gleicher Montierung etwas wackeliger sein. Dies kann aus Kostengründen ein Nachteil sein, ebenso wie die evtl. Notwendigkeit eines hohen Statives.
Der kleine sollte mit der GP-Klasse gut montiert sein, der lange Refraktor hingegen wird eher HEQ5-Klasse fordern.
CS [/quote]

Erstmal Danke für die Antwort! Beide Teleskope sind als Achromatischer Refraktor angegeben mit einer max. sinnvollen vergrösserung von 250x die beide auf einer EQ-MON2 Montierung sitzen! Die Bezeichnung EQ-MON2 ist vermutlich eine interne Bresser/Meade Bezeichnung aber ich habe wenn ich mich recht erinnere in diesem Forum gelesen dass diese Montierung doch ziemlich gut sein soll und vom Gewicht her sind beide mit 20,2kg für den kurzen und 21kg für den langen fast identisch, das dürfte doch von der Montierung keine grossen Probleme geben oder? Kann mir vielleicht noch jemand erklären warum bei diesen beiden Teleskopen die ja bis auf die unterschiedliche Brennweite identisch sind der kürzere wenn auch nur geringfügig teurer ist? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" /> MfG Rene
 
Hi Rene,
ich hoffe die Kiloangaben sind nicht das Teleskopgewicht. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Denke das ist das Gewicht des Gesamtpaketes. Gewicht ist nur ein Faktor bei der Montierung. Unterschätze nicht die Hebelwirkung. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
Diese Monti ist ganz neu am Markt, so das ich befürchte da sich hier noch kein "neutraler" User finden wird, der mit Erfahrungen aufwarten kann.
CS
 
Hallo Rene,

es gibt zwei gravierende Unterschiede:

1) der "lange" hat einen längeren Hebel auf die Monitierung und wird nicht mehr ganz zitterfrei fokussierbar sein, d.h. die Montierung ist leicht unterdimensioniert.

2) Der Kurze hat einen viel größeren "Farblängsfehler", als der Lange, so dass man damit die Farben, speziell bei höheren Vergrößerungen, nicht mehr in einem Punkt fokussieren kann, Ergebniss: Farbränder an den Objekten, deutlich weniger Detailerkennbarkeit, z.B. bei Planeten, Mond und Doppelsternen.

Die theoretische Höchstvergrößerung ist unendlich, die können in ihren Prospekten schreiben, was sie wollen. Praktisch würde ich beim Kurzen bei 100-fach das Ende sehen, der Lange schafft auf der LXD75 sicher 200-fach noch gut, ohne dass es zu sehr wackelt.

Ist die EQ-MON2 gleich der LXD75? Woher hat Du diese Bezeichnung, die habe ich noch nie gehört.

Viele Grüße
Andreas
 
Ist die EQ-MON2 gleich der LXD75? Woher hat Du diese Bezeichnung, die habe ich noch nie gehört.

Viele Grüße
Andreas

In diesem Thread http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php/Cat/0/Number/346497/page/0/fpart/1/vc/1 steht dass die Montierung EQ-MON2 einer EQ5 entspricht! Und die Kilo Angaben waren das Gesamtpaket, aber jetzt weiss ich auch was ihr gemeint habt - die Hebelwirkung! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/Spitze.gif" alt="" /> Wegen dem werde ich beim Händler dann diesen "Nachschwingtest" machen! Aber trotzdem, nochmal das leidige Thema "Allroundteleskop" dass es ja im Prinzip nicht gibt ich weiss, wenn dann eher das lange Messier R-127L Modell oder? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/schwitz.gif" alt="" /> MfG Rene
 
Hallo,

Wenn mich nicht alles irrt, ist der 127L eine Petzval-Optik.
Ein 4Linser also, der so ähnlich aufgebaut ist wie die berühmt-berüchtigten Neo-Achromaten von Vixen.
Von den Einen gelobt, von den Anderen verrissen.
Ich habe leider keine Ahnung ob die Korrekturlinsen einen Einfluss auf den Farbfehler haben oder nicht, oder ob er justageanfälliger ist.
Aber vielleicht gibts ja den Einen oder Anderen der schon Erfahrungen mit dem Gerät sammeln konnte.
Der Preis ist jedenfalls sehr günstig, aber auch das kann stutzig machen...

MfG

Gilles
 
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