Hallo Uwe,
kein Widerspruch, aber ich möchte mit eigenen Erfahrungen eine andere Meinung darlegen.
Ich habe unheimliche Probleme, wenn der Sucher eine wie auch immer geartete Bildumkehr zeigt. Ich weiß aus der Sternkarte (die ja richtig orientiert ist) sehr genau, wo am Himmel ein Objekt steht. Das geht selbst ein deutliches Stück abseits von hellen Orientierungssternen auf den Vollmondkreis genau - also 0,5° Durchmesser.
Außerdem - oder deshalb brauche ich einen guten Bezug zwischen Sucherbild und freiäugigem Himmelsanblick. Das bietet mir ein Leuchtpunktsucher optimal, ein Telrad auch. Ein optischer Sucher macht mir da schon mit dem Einblick oft genug Probleme. Nun habe ich einen geradsichtigen, seitenrichtigen Sucher mit ordentlicher Augenmuschel und komme damit klar, beobachte dann sogar durch den Sucher mit einem, und eben daneben her mit dem anderen Auge und ich kann trotz unterschiedlicher Vergrößerung die durchwandernden Sterne zwischen beiden Augen zuordnen. Auch ein gutes Suchkonzept, wenn es um Objekte geht, die man mit 8x50 direkt sieht, oder wenn es eindeutige Orientierungssterne gibt. Das allerdings ist in der Praxis selten der Fall, weil ich durch diese Technik Sternkarten mit großem Himmelsausschnitt wie eben den Deepsky-Reiseatlas bevorzuge. Da reichen mir die mit bloßem Auge sichtbaren Sterne völlig und daher vermisse ich nichts, wenn ich einfach per Leuchtpunktsucher arbeite. Einzig Kometen die ich mir nicht in die Karte zeichne erfordern dann doch den 8x50, weil der sie dann oft genug direkt zeigt.
Mit Riegel und Telrad hatte ich dann zuweilen Schwierigkeiten, den richtigen Einblick zu finden - durchaus von der Montage oder Tubusrotation abhängig. Daher ziehe ich letztendlich einen gut verarbeiteten, nicht rot, orange oder gelb verspiegelten Leuchtpunktsucher vor.
Clear Skies
Sven